Magnus kommt doch nicht auf den Hund

Es ist Neumond, und es scheint, ich habe selbst hinter jenem Unsichtbaren gelebt.

Denn irgendwie lief es an mir vorbei, dass man zwar in ein paar Bundesländern noch Hunde ohne implantierten Mikrochip halten darf, mit keinem aber mehr ins EU-Ausland reisen. Auch die Versicherungen scheinen dazu keinen Spaß zu verstehen.

Damit fängt für mich ein möglicher neuer Hundespaß gleich gar nicht an. Dabei habe ich einige Zeit damit geliebäugelt (meine Frau brachte weiland einen wunderbaren Familienhund ins Haus, zuvor war ich zeitweise Ersatzhalter gewesen, fast alle Hunde mögen mich), wieder einen Hund zu haben: das war’s dann aber.

Laut „Great Reset“ sollen wir (also alle außer den Milliardären, die all ihre Firmen, Aktien, Drittfrauen, Jachten und Landsitze dann vorgeblich auch nur geliehen hätten), um frei und glücklich zu werden und nebenbei auch noch den Planeten zu retten, ohnehin bald nichts mehr besitzen. Wozu also einen Leihhund, der mir per Mikrochip als Besitzer zugewiesen?

Eine Anmerkung noch. Ich habe zur Sache eben auf einigen Hundsportalen herumgestochert. Überall fand man das mit dem „Chippen“ klasse. Da passt die alte Redewendung „auf den Hund gekommen“.

(Gut gespart. So ein Hund kostet im Jahr einige Flaschen besten schottischen Malzwhiskys. Der tut ebenfalls der Seele gut und wird bislang nicht auf mich gechippt. Frisst nicht, scheißt nicht, erschreckt und nervt keine Leute, verursacht selbst keine Unfälle und beißt nicht.)

 

 

 

 

 

 

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Test

Tütteltüten im Winde

Dieser Beitrag scheint zu gehen, der vorige über armselig Vegetierende, obzwar mir intern als veröffentlicht angezeigt, aber nicht. Vielleicht waren es fleischfressende Pflanzen.

Jetzt sehe ich auf oder durch meine Maske, dass „Vom Vergeratismus“ einmal aufgerufen ward. Vermutlich von mir. Ansonsten muss der Rest des Weltnetzes wohl noch etwas darben.

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Coronazwangsimpfung an Magnus Wolf Göller? Lest mindestens drei Mal

Stoffe wie etwa Paracetamol oder Ibuprofen sind bei mir nicht schmerzlindernd. Sie führen nur zu allerlei adversen Wirkungen, die ich hier nicht im einzelnen beschreiben will.

Ob das an meiner spezifischen Arzneimittelgeschichte aufgrund meiner schweren Verbrennungen als Kind liegt, weiß ich nicht. Der Zusammenhang liegt aber auf der Hand.

Ich werde daher keinerlei Coronaimpfung über mich ergehen lassen. Eher stirbt der deutsche Wald tatsächlich.

Werde ich nur kurzfristig in Handschellen gelegt und zwangsgeimpft, wird es ein verbales Stahlgewitter von mir geben, wie es die Welt noch nicht gesehen hat.

Nicht einmal Valium funzte. Ich spie es, das erkannt habend, schon mit acht Jahren, schwerstverletzt, extrem hochdosiert, heimlich ins Waschbecken. Bei meinen Operationen bedurfte es bei 28 Kilo Körpergewicht einer Betäubungsdosis wie bei einem ausgewachsenen Mann von gut 70 Kilo. Irgendwie überlebt, alles gut abgeheilt.

Wollt Ihr mir nun mit Eurem nicht langzeitgetesteten Scheißendreck, von dem Ihr selber nicht einmal wisst, wie er wirkt, wie lange der, wenn überhaupt, gegen irgendeine Virusmutation helfen könnte, an meinen Körper, wird es für Euch billiger, Ihr nehmt gleich den Genickschuss mit der Neunmillimeter. Kostet, soweit ich weiß, pro Dosis nur etwa 20 Cent.

Gut, das Hereinführen in den Endimpfraum mag noch 80 Cent kosten. Für einen Euro also habt Ihr mich vorbildlich ausgeimpft.

Gerne hätte ich dann natürlich noch einen Eigenimpfschein vom ausführenden Hygienebeamten gesehen, doch bin ich kein derartiger Traumtänzer, das ernstlich zu fordern.

Ich gehe auch, Ihr haltlosen Arschlöcher, jetzt erst recht nicht zum Arzt. Ihr werdet, so durchgedreht wie Ihr seid, sein Attest sowieso nicht gelten lassen, dem unschuldigen Manne nur seine Approbation nehmen, ihn gänzlich ruinieren, die Folterwerkzeuge in dieser Richtung habt Ihr ja schon gezeigt.

Seid Euch im übrigen nicht einmal sicher, deshalb besser gleich das mit dem Genickschuss, dass Ihr mich in einer Psychiatrie niedermedikamentieren könnt, da es Euch schon zu heikel sein dürfte, mich in einen gewöhnlichen Knast zu stecken, wo ich eine Stellung ähnlich eines Cervantes erlangen könnte, zwar nicht mehr so jung wie der, da er als Kriegsgefangener im Loch von Algier saß, später nochmal, dann schon in meinem Alter, in Sevilla: Ich konnte das mit dem Valium schon als Kind.

Ich schreibe das jetzt auch hier hin, weil Ihr Euch desfalls dazu entschließen müsst, einen niederzumachen, dessen Wort Ihr im Falle nie mehr entkommen werdet. Tut mir dann leid um Eure Frauen und Kinder und Nachfahren, dass sie unter diesem Schatten werden leben müssen.

Nichts an Euch ist wahrhaftig. Nichts ist ehrlich und nichts echt.

Lest besser drei Mal. Dies mein Wort gilt.

 

 

 

 

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So kann das gehen

Ich musste geistig ein Mann werden, ungläubig, nur noch meinem eigenen Überlebensinstinkt und Verstand trauend, in ärgster Lage zum Selbstschutze selbst speziell ausgebildete erfahrene Erwachsene knallhart erfolgreich belügen, weit bevor ich ausreichend Zeit hatte, ein Kind zu sein.

Wohl auch deshalb ist immer noch so viel Kind in mir.

Wohlan!

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Wir werden deren Algorithmen jagen und erlegen

Big Tech hat jetzt endgültig die Hosen runtergelassen. Die meinen, uns zu kennen. Beliebig zu Aussätzigen machen zu können.

Dabei weiß kein Scheißalgorithmus, was mir jetzt gerade, geschweige denn morgen einfallen mag.

Schon die obigen fünf Zeilen waren für die sogenannte „Künstliche Intelligenz“, die selber keinen einzigen neuen Satz kann, nicht vorauszusehen. Wozu also Angst vor derlei Inkompetenz?

Wir werden diese Algorithmen jagen, bis dass wir sie für alle sichtbar erlegt haben.

Nachtrag für Selberdenker

Glaubt Ihr, dass irgendein Algorithmus selbst diesen sehr kurzen Text auch nur ansatzweise „versteht“?

Bis zu „Big Tech“ in Verbindung mit „Aussätzigen“ und „Hosen runter“ mag es vielleicht noch für eine Aussonderung oder wenigstens ein rotes Lämpchen reichen. Begriffen ist insgesamt nichts.

„Nie kein schlimmst meilenweit von seinem Erbselbste entfernter Schwabe begehrte je eine ausufernde Badenserin.“

Nur vierzehn gemeinverständliche deutsche Wörter in einem Satz. Der schräge Witz jedem schnell klar. Da kacken die schon ab. Null Plan.

Addendum II

„There ain’t no girl from Nashville who didn’t wanna get her nasty cunt filled.“

Such stuff they might halfway get.

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Tausende Verschwörungen in deutschen Wäldern

Ich habe heute tief im Wald, wo sonst bekanntlich nur viel Hex‘ und Zigeuner, eindeutige Verschwörer ausgemacht. Es waren zweifellos Verschwörer, denn es waren drei, und nicht ein Zigeuner oder eine Hex‘ dabei.

Mit meinem Richtmikro hörte ich genau, wie sie sich vorgeblich über Pilze unterhielten. Dann aber fielen die Namen Söder und Merkel. Und das sind eindeutig keine Pilze, allenfalls Schimmelpilze, aber keine, die einfach so sichtbar im Wald wachsen. Also sind sie enttarnt.

Ich rief natürlich die lokale Polizei, den Staatsschutz und den Verfassungsschutz an, doch diese Flachpfeifen unternahmen alle nichts. Ich hätte nicht genug Beweise. So weit runtergekommen sind unsere Sicherheitsbehörden. Wozu bezahlen wir die?

Und dann kam es noch fetter. Ein Beamter, ich ließ natürlich nicht nach, sagte mir schließlich durch die Blume, dass man derartige Verschwörungen derzeit noch laufen lasse, um in einer konzertierten Aktion später alle aufs Mal zu kassieren.

Was haben die denn geraucht? Wie kommen die denn auf die Idee, sie hätten, wenn das nicht gleich mit Stumpf und Stiel ausgerottet, noch genügend Manpower, indem, wie mir alle meine Quellen sagen, schon deutschlandweit in allen Wäldern derlei Umstürzler ihre finsteren Pläne schmieden, unser Gemeinwesen an die Wand zu fahren?

Ich allein kann ja nicht, indem ich weder einen Waffenschein noch eine Waffe habe, mir nichtmal eine spezielle offizielle Genehmigung und hinreichende Ausrüstung, auch nur ein Auftragswaffenschein nebst Waffe gewährt, einfach hingehen und diese Verschwörer ordnungsgemäß standrechtlich erschießen. Soll ich sie etwa mit einem morschen Ast erschlagen?

Ich glaube denen gar nichts mehr. Und bin nur noch genervt von deren Untätigkeit.

Wer steckt dahinter?

Ich kann aufgrund all dieser Tatsachen nicht mehr anders, als den Schluss zu ziehen, dass „unsere Sicherheitsbehörden“ inzwischen aufs Ärgste unterwandert sind. Die tun nur noch so, als seien sie für uns da.

Bald kommt, das befürchte ich ernstlich, die endgültige faschistische Übernahme, und jeder darf wieder in den Wald, wann immer er will, mit wem er will.

Unterstützen Sie, es geht um Ihr Überleben, meine Rettarbeit mit einer Spende.

Nachtrag

Man hat mir nicht einmal angeboten, dass ich ein anständiges Schießtraining finanziert bekäme.

Nachtrag II

Jetzt drehen sie wirklich am Großen Rad. Eben bekam ich einen Anruf von einem alten Weggefährten aus der Antifa, der ziemlich panisch meinte, es sei in Connewitz schon ähnlich. Die Geldhähne würden zugedreht, der totale Faschismus stünde ante portas. Ich solle froh sein, dass man mich noch nicht abgeholt habe. Keinem mehr trauen. Besser so tun, wie als ob ich nie was gewusst hätte.

 

 

 

 

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Schreibe nicht „für den Leser“ (dem Nachwuchse)

Ja, schreibe möglichst allgemeinverständlich, oder eben auch mit Fachbegriffen, wenn es im Sinne der Wissenschaft notwendig, mit Schachtelsätzen und Stilfiguren, wo das erst die rechte Würze geben mag, insgesamt aber schreibe nicht „für den Leser“.

Anders nämlich als in einem privaten Brief, wo du eine dir schon bekannte Person direkt ansprichst, bringt dich das nur ab vom eigenen echten Wege. Denn du kennst deine möglichen Leser ja größtenteils nicht, weder die heutigen noch gar die künftigen. Wie solltest du dein Bestes geben können, wenn du nach dem Motto „immer an den Leser denken“ schreibst?

Natürlich schadet es in vielen Fällen keineswegs, ein wenig darüber nachzudenken, wen Du vermutlich wie erreichen willst und kannst. Aber immerzu? Traust du deinen eigenen Gedanken und Worten nicht? Geht es dir viel mehr um Reichweite als um die Sache?

Geht es dir mehr um Reichweite (was für eine Reichweite ist das, wenn man der Masse nach ihrem Geschmacke schreibt oder sie lediglich manipulieren will?), so bist du ein billiger Lohnschreiber oder gar schierer Propagandist. Dann kannst du jetzt getrost aufhören zu lesen.

Im anderen Falle geht es ja gerade ganz wesesentlich um DEINE Gedanken, DEINEN Ausdruck, und zwar erst recht dann, wenn die Dinge schwierig und gefährlich, gerade womöglich so gut wie niemand etwas davon wissen will. Selbsttreue schaffe Textreue.

Derweil mag irgendein verhältnismäßig läppischer frivoler Spaß, in den du gar keinen großen Ernst gelegt, fast nur eine Fingerübung, bald einen Haufen Leute beeindrucken, während das, worauf du mächtig stolz bist, erstmal keinen Hund hinterm Ofen hervorlockt.

Selbstverständlich liegt die Sache etwas anders (nicht grundsätzlich, aber eben doch), wenn du beispielsweise für ein gutes Buch ein Vorwort oder Nachwort zu schreiben gebeten wirst. Denn da musst du zurückstehen und in der Tat an die in diesem vermutlich hauptsächlich angesprochenen Leser denken, die Absicht und Ausführung des Autors, da bist du eben auch Dienstleister, der sich zwar nicht selber verraten darf, aber oft eine Kapriole oder einen Scherz, eine Anspielung, irgendein Geschwurbel oder eine Sprachakrobatik, die du selber gerne reingetan hättest, bei dir selber jederzeit, schlicht weglassen. Hier ist nunmal vergleichsweise mehr Pflicht als Kür verlangt.

In solchen Fällen liegt die Sache ähnlich wie wenn du eine wirklich gute, texttreue Übersetzung abzuliefern hast. Auch da mag es dich manchmal jucken, einen Einfall unterzubringen, der dir allzusehr gefällt, die Sache sozusagen aufzuwürzen, was dir aber hier nicht zusteht.

Sowieso gebe ich den uralten Rat, dass du dich im ernsthaften Übersetzen üben solltest. Da musst du nämlich auch sprachliche Formen beherrschen lernen, die ansonsten so noch eher gar nicht deine sind. Kaum etwas bringt darin weiter.

Und auch da schreibst du ja nicht „für den Leser“, sondern dafür, dass der Urtext möglichst sauber in die Zielsprache gebracht wird.

Taugt dir der Text schon gleich nicht recht, so lehne den Auftrag ab und übe dich stattdessen an anderen. Nimmst du den Auftrag an, so gib, selbst unter gelegentlichen Schmerzen, dein treulich Bestes.

Wir hätten nie einen Schiller, Kleist oder Hölderlin gehabt, hätten die ständig an „den Leser“ gedacht.

 

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Weltreise nach Würzburg und zurück

Gestern gab ich mir – aus triftigen Gründen natürlich – mal wieder die Busfernreise ins von mir alswie Stuttgart geliebte, gelehrte, weinselige, einst stolze, derzeit armselig zombiefizierte Würzburg, und also in einem der Käffer zwischen Karscht (Karlstadt) und dorten eine rüstig-kernige Fränkin von vielleicht 65 Jahren, eine bekannte Stammkundin den Fahrer fröhlich grüßend zustieg.

Diese auf die Frage, was sie denn vorhabe (wou meggsdn du hie, wos dreibd noh die naus?): „Derhemm schderba die Leud, also geh mer fort!“

Ich lachte zu dem Spruch, der vor einem Jahr noch ein mäßiger Kalauer gewesen wäre, platsch raus und wiederholte buslaut alswie ein Affe: „Sou isses, derhemm schderba die Leud, also geh mer fort!“

Der Fahrer lachte mit, und es gab kein Protestgeheule unter den einigen wenigen anderen Fahrgästen, die Antifa hatte keinen Stoßtrupp präsent, ich hörte nicht einmal ein Murren.

Es gibt einfach fast nichts Köstlicheres, als wenn gestandene Weiber erbarmungslos ihre Schlärr aufmachen und furchtlos frech die Wahrheit sagen. Denn keiner von den feigen Herren der Schöpfung wagt es, ihr vor anderen einfach eine aufs Maul zu hauen, und für freche Widerworte hat er viel zu viel Angst vor der darauffolgenden zu erwarteten Tirade der Matrone. Von hier bis Nicaragua schon öfter gewahrt.

Ich denke aber, dass bei denen im Bus, die vielleicht noch an den ganzen Coronascheißendreck glauben mögen, einfach die Überraschung ob einer derartigen offen zur Schau gestellten Angstfreiheit von einer aus den „Risikogruppen“ saß.

Ob derjenige, etwa gleichen Alters, der auch mit zustieg, vom Fahrer gleich gefragt wurde, ob ihm mal wieder langweilig sei oder was er sonst herumfahren wolle, irgendwie mit der Forschen verbandelt war, kennen musste er sie mit Sicherheit, gar gemeinsam mit ihr zu irgendeinem Plaisir ausrückte, weiß ich nicht.

Auf jeden Fall war ich mir ab da sicher, dass außer dem Fahrer und mir noch zwei Menschen im Bus saßen, die aus triftigen Gründen eine Reise unternahmen, was mir ein wohliges Staatssicherheitsgefühl verlieh, Geborgenheit, bis dass wir über die Mainbrücke, die Friedensbrücke fuhren und linkerhand unten auf der Talavera ein riesiges weißes Zelt zu sehen war, – hä? – , und der Fahrer erklärte mir, dass sei das neue aus dem Boden gestampfte Würzburger Coronaimpfzentrum.

Immerhin im Ringpark muss man keine Maske tragen (zumindest nicht überall), und so, indem es allenfalls mal leicht nieselte, waren August und ich bei guten Temperaturen heilfroh, nicht unter ein Dach flüchten und zwischen Beton unserer triftigen Gründe fristen zu müssen, indem August eh kein Wirtshaushocker ist und ja auch kein Wirtshaus offen.

Wir triftelten also mit Bank recht bequem, bis dass ich die Busheimreise antrat, also mit öbersttriftigem Grunde, dahin, wo die Leute sterben.

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Bei uns hier in Rohrbach – nie mehr Würzburg, wenn auch noch im Park Maskenpflicht – rennt nach wie vor keiner mit Maske rum. Wir sind da ein eigener Planet.

Man sieht – ja Bus und so – immer die Gesichter der Leute, und ich habe das Gefühl, dass alle bewusst oder unbewusst froh sind, dass diesen Mummenschanz hier keiner freiwillig mitmacht. Man kann sich alswie unter ganz normalen Leuten fühlen.

Karlstadt, also unsere Hauptstadt, derer wir als Dorf eines der Stadtteildörfer, gut acht Kilometer entfernt hinterm Buckel unten im Maintal, die Kernstadt um 10 000 Einwohner, aber Kreisstadt mit guter Infrastruktur, ist bereits Zombietown. Und wir kaufen praktische alle, wer nicht in Lohr einkauft (da wo das Rotkäppchen herkommt, am Fuße des eigentlichen Spessarts, eine ähnliche Metropole in der anderen Richtung), in Karscht ein, wo inzwischen ein ganzes Gebiet rund um den Marktplatz totalzombiefiziert ist und man auch ansonsten immer mehr Zombies sieht wo sie keine Zombies sein müssten. Viel schlimmer ist es damit geworden da unten.

Immerhin konnte ich in der Woche vor der Zombiesperre des Marktplatzes noch unbehelligt eine gute Stunde lang eine Einmannkundgebung durchführen, mit Hemd und fröhlich und mit Stirnstrobo, wovon zu gedenken anzusetzen ich mich vorsorglich bei der Polizei anmeldete, das in einer halben Stunde genau da und da vorzuhaben, was ich normalerweise gar nicht anmelden müsste. Sie schauten sich den Zirkus zwischendrein mal an, immerhin zwei kernige Polizisten mit der Streife, zum Kurzinterview, dann ließen sie mich in Ruhe.

Ich hatte dann vor, die zwei oder drei Male in der Woche, da ich mich in den Moloch hinabmache, Weins und allerlei anderes Lebenswichtige beizuziehen, meine Zeit auf eine entsprechende Wiederholungsveranstaltung zu strecken, rief also einfach mal versuchsweis bei der Polizei dies anzukündigen durch: beiden Seiten Arbeit sparend ohne Einzelmeldung, ob es denn generell stressfrei in Ordnung sei, wenn ich in der Weise anträte wie schon gesehen.

Stellte ich mich so an wie zuvor, gebe es mit der Dienststelle keine Probleme, ich müsse auch nicht jedesmal extra bescheid tun. (Da fällt mir ein, dass es beim Interview auch den Hinweis gab, ich solle mich schnellst an sie wenden, bekäme ich ohne Grund irgendwelche Probleme.)

Tja, alles sehr gut gelaufen. Und genau da, wo alles optimal eingefädelt, nehmen die Wahnsinnigen mir den Marktplatz weg. Da legt man auf seine Paranoia gerne gleich noch zwei Schippen drauf.

Immerhin kennen mich bei der Karlstadter Polizei jetzt vollends alle und wissen, dass ich ein ungefährlicher, überall fast ausnahmslos sehr freundlicher und höflicher, umgänglicher und hilfsbereiter, jedem Händel so gut wie möglich aus dem Weg gehender, friedliebender Geselle bin, mit dem man immer vernünftig reden kann.

Auch sind in Karlstadt noch keine frechen Antifanten aufgetaucht, jedenfalls dass ich davon wüsste. Spräche sich nun aber herum, vielleicht haben die bei der Polizei so weit vorausgedacht, dass da ein Blogger wie der Göller rgelmäßig seine Freiheitsrechte einfordert, bis nach Würzburg, könnte da ja mal eine kleine Abteilung ausrücken, zu fünft auf einen. So ganz nach Brauch. Mit triftigen antifaschistischen Gründen korrekt vermummt angereist.

Vielleicht sollte ich mich ob jener offenkundigen Verschwörung gegen mich jetzt erst recht nicht entmutigen lassen, denn ich denke, unten am Main, an der schönsten Stelle unter dem uralten Tor, auf dem man noch sehen kann, was Mainhochwässer Jahrhunderte vor Greta wirklich waren, schön eingemeißelt, da könnte ich ja immer noch posieren gehen, da ist durch den großen Parkplatz nebenan auch nicht nur Vergnügungsfrequenz: wobei noch zu überlegen wäre, ob ich nicht doch lieber vorher bei der Polizei anrufe, es sei wiederum der bekannte Kasper, mit unverändertem Programm, der seine Bühne jetzt eben, ob des zombiefizierten Marktplatzes, dort unten aufgeschlagen habe beziehungsweise sie dort zwei oder drei Mal je Woche gedenke aufzuschlagen.

Vor Weihnachten fange ich mit diesem Firlefanz aber nicht mehr an. Die Leute brauchen jetzt Ruhe. Selbst vor mir.

Nachher fahre ich noch einmal in den Moloch. Irgendwas Gutes fehlt mir für die Feiertage noch. Dann darf der Moloch sich bis Montag alleine weiter zombiefizieren, indem hier in Rohrbach frei geatmet wird.


Nachtrag kurz vor Viere

Ich war unten im Moloch. Nur kurz beim Lidl. Da war was los. Fastestens alle schon auf dem Parkplatz zombiefiziert.

 

 

 

 

 

 

 

 

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