Feigheit oder Klugheit?

Eine mir auf Nachfrage genannte Quelle könnte mich zu einer mir sehr wichtigen, mich schon lange beschäftigenden Frage möglicherweise gleich sehr viel weiterbringen. Und doch schaue ich noch nicht hin. Nicht gleich. Ist das Feigheit oder vielleicht doch eine Art von Klugheit?

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Verkehrte Zagheit gegenüber Frauen

Eben habe ich wieder einmal gemerkt, wie leicht ich Frauen zu sehr nachgebe, zag werde, auch da, wo das nun gar nichts zu suchen hat.

In der Erörterung meines Artikels „Von Oshos kahlen Krämpflingen“ richtete ich bezüglich jenes üblen Menschenfischers deutliche Worte an „Gigi“, eine nicht nur hier geschätzte Kommentatorin, ganz ohne sie zu beleidigen oder herabzusetzen, aber eben so deutlich, dass ich versucht war, einen sozusagen abmildernden Nachsatz hinzuzusetzen, von wegen, dass ich ja gar nichts gegen sie hätte, sie nicht verschrecken wolle.

Frauen, die eine klare, harte geistige Debatte nicht aushalten, sollen sich auch nicht dareinmischen.

Was nicht heißt, dass man sich ihnen gegenüber nicht etwas mehr um Höflichkeit und gebremste Derbheit bemühen sollte als bei Männern.

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Liebe gegen Freundschaft?

Mit als das Schlimmste im Leben empfand ich immer, wenn sich Freundschaft gegen Liebe wendet und umgekehrt. Wie viel Übles musste ich da sehen!

Zum Glück hatte ich eine Frau, die meinen Freunden gegenüber durchaus auch einmal kritisch war – was will ich mit einer Frau, der das Maul verbunden? – , sie mir aber nie ernsthaft abspenstig machte. Das wünsche ich jedem anständigen Mann, umgekehrt jeder anständigen Frau.

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Nietzscheanokonfuzianer? (II)

Noch ein wenig zum Gemeinsamen von Nietzsche und Konfuzius.

Während es für Konfuzius noch völlig selbstverständlich war, dass die Menschen nicht gleich seien, worauf er gleichwohl immer wieder verwies, war zu Zeiten Nietzsches der verhängnisvolle Gleichheitsgedanke über das Christentum wie auch die Französische Revolution bereits endemisch geworden. Von daher wetterte er mächtig gegen die Prediger der Gleichheit: „Ihr habt ein Recht auf Unterschied!“

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Nietzscheanokonfuzianer?

Es ist natürlich grundsätzlich problematisch zu sagen, man sei ein Nietzscheaner oder Konfuzianer, denn das klingt sehr nach einer völligen Anhängerschaft. Und Nietzsche meinte ja: „Was? du suchst? du möchtest dich verzehnfachen, verhundertfachen? du suchst Anhänger? – Suche Nullen!“

Dies vorausgeschickt heiße ich mich gleichwohl einen Nietzscheaner. Ein solcher wurde ich schon in meinen frühen Zwanzigern, inzwischen zudem ein Konfuzianer, wofür ich deutlich über vierzig werden musste, da ich seine Überlieferungen erst ab da studierte.

Diese Kombination klingt zunächst unwirklich, ja wirr: legte doch Nietzsche alles auf den Einzelnen, Konfuzius alles auf ein funktionierendes Gemeinwesen, den bestmöglichen Staat.

Konfuzius forderte nun aber den Edlen, den Menschen höchster Sittlichkeit, der allein in der Lage sein könne, durch Vorbild richtig zu führen.

Und solange wir noch Staaten brauchen, kann ich ihm nur zustimmen. Und wenn wir einmal keine Staaten mehr brauchen – Nietzsche bezeichnete den Staat als das kälteste aller kalten Ungeheuer – , so wird das meines Erachtens nur erreicht worden sein, weil sich die Nietzscheanokonfuzianer durchgesetzt haben.

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Eigenständiges Denken

Will man es mit dem eigenständigen Denken versuchen, kann das Lesen der Schriften der großen alten Denker zweifellos weit voranhelfen. Man wird seine eigenen Wahrnehmungen aber auch umfässlich gegen das abwägen müssen, was der gerade vorherrschende Zeitgeist meint, allgemein und wie als ewig festlegen zu können.

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