Gretas Wutrede: Fragwürdige Analyse eines unreifen Rhetoriklehrers

Der adrette junge Mann, der hier Greta Thunbergs Rhetorik bei ihrer Wutrede vor den UN analysiert, widerspricht sich darin in einem Maße selbst und verdreht zudem begrifflich, dass ich das nun doch aufgreifen will.

Ab 1.20 lobt der Könner ihren emotionalen Auftakt, ihre Glaubwürdigkeit darob. Kein Wort zur völlig haltlosen, ja hybriden Aussage, wir hätten Greta ihre Kindheit und ihre Träume gestohlen. Es stört ihn auch nicht, dass Greta ihre Krankheit als Vorteil ansieht, im Gegenteil. Weiterhin findet er es super, weil große Revolutionen durch große Kommunikatoren eben über Emotionen erst möglich gemacht wurden. (An welche segensreichen Revolutionen denkt er dabei?)

Ab 3.20 bezeichnet er es dann als ein rhetorisch sehr starkes Argument, dass Greta die Leute nicht für böse halten wil, was wie aber wären, handelten sie bewusst so verderblich: die Wahl zwischen dumm und böse also als „Argument“.

Ab 4.00 hält er es dann für eine elegante Wendung, nach der Emotionalisierung auf Zahlen, Daten und Fakten zu kommen. Nein, mein Herr: behauptete, buchstäblich aus der Luft gegriffene Zahlen und Daten ja, Fakten aber gar keine. Fakten sind Tatsachen, und was er Fakten nennt, sind Prognosen. Wie gut, besser erbärmlich daneben, die Prognosen des IPCC (und zuvor des Club of Rome, jene des Al Gore undsoweiter) bislang waren, das hätte sich bis zu ihm inzwischen herumsprechen können.

Ab 5.10 – nachdem er die Kombi aus emo und fakto nochmals gelobt hat –  lobt er das extrem anmaßende „how dare you!“ als wiederholendes Element (wie wir Erwachsenen es wagen könnten, zu den jungen Leuten um Hoffnung zu kommen, absurd, wer, außer Spinnern und Grölemeyern, tut das wirklich?), den roten Faden der Rede sozusagen, unterschiedslos alle ansprechend (wie als ob da Cicero spräche, den Mehrfachmörder und Umstürzler Catilina vor dem römischen Senat mit einem wiederholten „du wagst es, hierher zu kommen!“ bloßstellend, nicht die ganze erwachsene Menschheit). Dann findet er es auch noch prima, wie Greta den Leuten erzählt, sie seien „not mature enough“, also reif genug, was man ja gerade ihr gerne vorwirft: das sei auch noch eine „Ambiguität“ (also fein gesponnen), denn „mature“ bedeute nicht nur erwachsen, sondern auch reif. Stimmt so ohnehin nicht ganz, erwachsen ergibt sich nur als automatische, deutlich untergeordnete Nebenbedeutung von reif (was also zuerst genannt werden müsste), das ist keine echte Ambiguität.

Ab 6.00 wird er nun doch etwas kritisch: Hier hinterfragt er die stattfindende fortgesetzte Publikumsbeschimpfung (ein „Catilina“, einige „Catilinas“ gezielt ja, meint er da plötzlich), so aber besser nicht alle beschimpfen, selbst ihre Unterstützer. Damit schrecke man, wie ja auch am Beispiel Macrons zu sehen, auch einige derer ab. Insgesamt fehle am Schluss der Appell, die Vision, die Ansage, wo die Reise hingehen solle.

Tut mir leid, junger Mann, Ihre Rede ist doch sehr fehlerhaft. Wenn man bedenkt, wie viele Fehler darin, bei vielleicht vier Minuten Redezeit, zudem wie viele Unterlassungen, die ich hier gar nicht alle ansprach, kann ich Ihnen nur anbieten, bei mir mal einen Kurs zu besuchen.

Vorläufig können Sie hier meine Analyse nachlesen (da ging ich nicht auf Gretas Grimassen ein, lediglich auf Sprache und Inhalt):

https://magnuswolfgoeller.de/category/politik-gesellschaft/page/2/

 

 

 

 

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„Cancel Culture“: Abbruchkultur – Schwachkopfkultur – Knallkopfkultur?

Wir gewahren schon wieder einen eleganten neuen Begriff aus der Welt der Angelsachsen: „Cancel Culture“.

Diese keineswegs neue Form der „Kultur“, die wir auch in Deutschland als immer mehr grassierend erleben dürfen, besteht im Wesentlichen darin, dass man öffentliche Veranstaltungen durch unverhüllte Drohungen und Denunziation und Scheißestürme verhindert, oft verbunden mit Gewaltaufrufen, Firmen massiv unter Druck setzt, bestimmte Produkte vom Markt zu nehmen, Werbekampagnen zu stoppen und sich überdies dafür zu entschuldigen.

Meist sind es sogenannte „social justice warriors“, die „Nazis“, „Faschisten“, „Rassisten“, „Klimaleugner“, „Homophobe“ „Transphobe“, „Frauenfeinde“ undsoweiter (unter diese und ähnliche Kategorien wird beliebig jeder gestellt, der Gedanken und Ideen äußern will, die diesem neuen Adel nicht passen) nicht mehr zu Wort kommen lassen wollen.

Das Grellste daran ist, dass man hier mit dem Begriff „Kultur“ hantiert, im Zusammenhang mit Verhinderung und Abbruch, indem Kultur vom lateininischen „colere“ abstammt, von bebauen, bewohnen, hegen und pflegen, also dem Gegenteil jedes Abreißens oder Abbruchs.

Wir haben es daher mit einem Oxymoron zu tun, einer Gegensätzlichkeit in sich.

Vom Griechischen her stammt dies Wort von „Oxy“ und „Moron“ ab. Von verschärftem Schwachsinn.

„Moron“ bedeutet auf Englisch allgemein Schwachkopf.

Kulturzerstörung als Kultur.

Mao lässt grüßen.


„Cancel Culture“ hat lautlich einen schönen K-Stab, kriegte ich das tatsächlich irgendwie auch auf Deutsch, ebenfalls mit nur vier Silben, einigermaßen sinnig hin?

Schwachkopfkultur?

Knallkopfkultur?

 

 

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Anti-Defamation League mit OK-Zeichen und Topfhaarschnitt als neue „Hate Symbols“

Ob einer darüber lachen will, mag jeder selbst entscheiden: Die ADL hat jetzt das OK-Handzeichen und den Topfhaarschnitt (bowl cut) ihrer Reihe von „Hass-Symbolen“ hinzugefügt.

Die „Anti-Defamation League“ hat laut Wikipedia zum Ziel:

„Neben dem Antisemitismus beansprucht die ADL, alle Formen von Vorurteilen, Bigotterie und Diskriminierung zu bekämpfen.“

Soso.

Der Armeleutehaarschnitt, vor allem für männliche Kinder (der auch, gefällt es einem, von einem teuren Frisör verbrochen werden kann), zeugt nunmehr also von Hass („White Supremacy“), und das in den USA allgegenwärtige OK-Handzeichen ebenso.

Sehr aufmerksam, die Profis von der ADL.

Genial und vorbildlich deren Kampf gegen Vorurteile, Bigotterie und Diskriminierung.


Da inzwischen auch viele Linke stolz eine geschorene Glatze tragen, liegt das mit dem Topfhaarschnitt natürlich auf der Hand. Das OK-Handzeichen soll vermehrt unter Trump-Unterstützern aufgetaucht sein, womit auch alles klar und bewiesen.

What’s next?

Daumen hoch? Das sollte gehen, denn der symbolisiert fraglos einen erigierten Penis, was klar frauenfeinlich.

Schwarze Jeans? – Nee, dat jeht nich, da wären ja Antifanten Hasser, das geht gar nicht. Zumal ein durchgestrichenes Antifasymbol schon auf der illustren Liste der ADL-Hass-Symbole.

Weiße Turnschuhe als Rassebekenntnis? Schwierig, schließlich tragen auch Schwarze und Gelbe millionenweise weiße Turnschuhe.

Braunes Hemd?


Lucas hat sich fürs Lachen entschieden, will aber trotzdem auf den Mars:

 

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Alles Magie?

Vor nicht allzu langer Zeit sagte mir ein ansonsten durchaus Ernstzunehmender, in angeregter Rede und Widerrede, er habe eben ein magisches Weltbild.

Ich kenne den gut genug, vermutlich einigermaßen mitzubekommen seiend, was er damit sagte und meinte.

Wiederum war ich jedoch nur halb bei ihm.

Mir ist das nämlich zu einfach, insgesamt verzerrt.

Man kann natürlich den Standpunkt vertreten, alles sei Magie.

Damit verliert das Wort für mich aber seinen Sinngehalt.

Weshalb, träfe das zu, dann noch weiters darüber reden?

 

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Greta Thunbergs Rede vor den UN: Eine sprachlich-inhaltliche Analyse

Ich führe hier die Originalübertragung von Greta Thunbergs Rede vor den Vereinten Nationen sowie den Text an. Ich empfehle durchaus, sich das in Ruhe anzuschauen und dazu mitzulesen, oder beides nacheinander, oder erst das eine dann das andere, dann beides zusammen.

Ich bespreche die einzelnen Passagen und komme dann zu einer Gesamtbewertung.

„My message is that we’ll be watching you. (Gelächter, Applaus)

This is all wrong. I shouldn’t be up here. I should be back in school on the other side of the ocean. Yet you all come to us young people for hope. How dare you!

You have stolen my dreams and my childhood with your empty words. And yet I’m one of the lucky ones. People are suffering. People are dying. Entire ecosystems are collapsing. We are in the beginning of a mass extinction, and all you can talk about is money and fairy tales of eternal economic growth. How dare you! (Gejohle, begeisterter Applaus)

For more than 30 years, the science has been crystal clear. How dare you continue to look away and come here saying that you’re doing enough, when the politics and solutions needed are still nowhere in sight.

You say you hear us and that you understand the urgency. But no matter how sad and angry I am, I do not want to believe that. Because if you really understood the situation and still kept on failing to act, then you would be evil. And that I refuse to believe.

The popular idea of cutting our emissions in half in 10 years only gives us a 50 per cent chance of staying below 1.5 degrees [of warming] and the risk of setting off irreversible chain reactions beyond human control.

Fifty per cent may be acceptable to you. But those numbers do not include tipping points, most feedback loops, additional warming hidden by toxic air pollution or the aspects of equity and climate justice. They also rely on my generation sucking hundreds of billions of tonnes of your carbon dioxide out of the air with technologies that barely exist.

So a 50 per cent risk is simply not acceptable to us – we who have to live with the consequences. To have a 67 per cent chance of staying below a 1.5 degrees global temperature rise – the best odds given by the [Intergovernmental Panel on Climate Change] – the world had 420 gigatonnes of carbon dioxide left to emit back on January 1, 2018. Today that figure is already down to less than 350 gigatonnes.

How dare you pretend that this can be solved with just ‚business as usual‘ and some technical solutions? With today’s emissions levels, that remaining carbon dioxide budget will be entirely gone within less than 8½ years.

There will not be any solutions or plans presented in line with these figures here today, because these numbers are too uncomfortable. And you are still not mature enough to tell it like it is.

You are failing us. But the young people are starting to understand your betrayal. The eyes of all future generations are upon you. And if you choose to fail us, I say: We will never forgive you. (Rufe, Applaus) We will not let you get away with this.

Right here, right now is where we draw the line. The world is waking up. And change is coming, whether you like it or not.

Thank you.“ (Begeisterter Jubel und Applaus)

„My message is that we’ll be watching you.“

„Wir“ – gemeint sind wohl die Klimakinder – werden uns – also die Erwachsenen – beobachten beziehungsweise überwachen. Sie geht wohl zurecht davon aus, dass Silicon Valley schon dabei hilft. Vorausgesetzt, sie wurde darauf hingewiesen oder ist schon selber darauf gekommen.

„This is all wrong. I shouldn’t be up here. I should be back in school on the other side of the ocean. Yet you all come to us young people for hope. How dare you!“

Das sei alles falsch, sie sollte nicht dort stehen, sondern wieder auf der anderen Seite der Ozeans zur Schule gehen. Doch wir alle kämen zu den jungen Leuten um Hoffnung. Wie wir das wagen könnten.

In der Tat ist es falsch, dass wir Erwachsenen von Kindern überwacht werden sollten, sie dort steht, anstatt zur Schule zu gehen. Es stimmt auch nicht, dass wir alle zu den jungen Leuten um Hoffnung kämen. Und dreist sei das (was schon nicht stimmt), der Kernspruch, wie wir das wagen könnten, der uns also Hybris unterstellt, später mehrfach wiederholt, stets als Anklage. Dabei sollten wir doch auf die Kinder hören, wir bösen Erwachsenen, oder etwa nicht? Völlig zwerch.

„You have stolen my dreams and my childhood with your empty words. And yet I’m one of the lucky ones. People are suffering. People are dying. Entire ecosystems are collapsing. We are in the beginning of a mass extinction, and all you can talk about is money and fairy tales of eternal economic growth. How dare you!“

Wir hätten mit unseren leeren Worten also ihre Träume und ihre Kindheit gestohlen, wobei sie noch eine der Glücklichen sei. Wenn ihr jemand ihre Träume und ihre Kindheit gestohlen hat, dann sind das zuvörderst ihre Eltern, jetzt zudem andere Geschäftemacher. Ich war das nicht. Und, ja, Leute leiden und Leute sterben und ganze Ökosysteme kollabieren. Zum Beispiel im Kongo und in Chile, für den Abbau von Lithium und Kobalt. Ein Massensterben hebe an, und wir redeten nur von Geld und ewigem Wirtschaftswachstum. Ja, arme Leute reden notgezwungen über jeden Cent, den sie zur Verfügung haben, nur kennt Greta das gar nicht. Und das mit dem Massensterben ist natürlich nicht bewiesen. Die Menschheit vermehrt sich noch immer wie die Eisbären.

„For more than 30 years, the science has been crystal clear. How dare you continue to look away and come here saying that you’re doing enough, when the politics and solutions needed are still nowhere in sight.

You say you hear us and that you understand the urgency. But no matter how sad and angry I am, I do not want to believe that. Because if you really understood the situation and still kept on failing to act, then you would be evil. And that I refuse to believe.“

Wie wir es wagten, indem die Wissenschaft seit dreißig Jahren kristallklar sei, weiterhin wegzuschauen und hierher zu kommen, dabei zu sagen, wir täten genug, indem benötigte Politik und Lösungen noch nirgend in Sicht seien. Erstens ist wissenschaftlich lediglich klar, dass in über dreißig Jahren alle Prognosen der Alarmisten weit daneben lagen und massenhaft Daten gefälscht und Programme manipuliert wurden, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Wir behaupteten, wir hörten sie (die Kinder) und verstünden die Dringlichkeit. Sie wolle das aber, gleich wie traurig und zornig, nicht glauben, denn verstünden wir die Lage wirklich und versagten im Handeln weiterhin, so wären wir böse, was sie sich aber weigere zu glauben. Soso: Hier kommt die kaum versteckte Drohung. Wir könnten ja doch böse sein. Was wir ja durch unseren Diebstahl und unseren Verrat eigentlich schon sind.

„The popular idea of cutting our emissions in half in 10 years only gives us a 50 per cent chance of staying below 1.5 degrees [of warming] and the risk of setting off irreversible chain reactions beyond human control.

Fifty per cent may be acceptable to you. But those numbers do not include tipping points, most feedback loops, additional warming hidden by toxic air pollution or the aspects of equity and climate justice. They also rely on my generation sucking hundreds of billions of tonnes of your carbon dioxide out of the air with technologies that barely exist.“

Jetzt wird es richtig grell. In zehn Jahren, wenn wir die Emissionen um die Hälfte reduzierten (völlig unrealistisch angesichts der Entwicklung in China, Indien undsoweiter, ohne Ausrottung eines großen Teils der Weltbevölkerung), hätten wir eine fünfzigprozentige Chance, die eineinhalb Grad Erwärmung zu unterschreiten und nicht das Risiko unumkehrbarer Kettenreaktionen jenseits menschlicher Kontrolle auszulösen. Klare Zahlen zum Unbekannten. Welche Kettenreaktionen sagt sie nicht. Sie meint außerdem ja gerade, dass der Mensch – OK, noch – etwas tun könne. Noch dicker kommt es jetzt: Diese Zahlen beinhalteten jedoch nicht die Punkte des Umkippens (von denen sie eben sprach), die meisten Rückkopplungschleifen (die sie vermutlich ebenfalls meinte), weitere versteckte Erwärmung durch giftige Luftverschmutzung, oder die Gesichtspunkte der Gleichberechtigung und sozialen Klimagerechtigkeit. Wiederum lassen der Kongo und Chile und Spritpalmölborneo grüßen. Zudem verließen sie sich auf das Absaugen hunderter Milliarden Tonnen C02 aus der Luft, mit kaum vorhandener Technik durch ihre Generation. Na denn.

„So a 50 per cent risk is simply not acceptable to us – we who have to live with the consequences. To have a 67 per cent chance of staying below a 1.5 degrees global temperature rise – the best odds given by the [Intergovernmental Panel on Climate Change] – the world had 420 gigatonnes of carbon dioxide left to emit back on January 1, 2018. Today that figure is already down to less than 350 gigatonnes.“

In diesem Abschnitt geht es nun um eine Überlebenschance von gar zwei Dritteln. Zu Beginn letzten Jahres seien aber schon – nach günstigsten Schätzungen – 70 Gigatonnen von 420, also ein Sechstel (schön, wie die Zahlen zusammenpassen, war die doch mal auf der Schule?) des „Budgets“ verbraten. Lustig, wir haben ein Kohlendioxidbudget zum Verbraten. So eine Art kleines, übriggebliebenes Klimataschengeld, das bald alle.

„How dare you pretend that this can be solved with just ‚business as usual‘ and some technical solutions? With today’s emissions levels, that remaining carbon dioxide budget will be entirely gone within less than 8½ years.“

OK, wiederum wie wir es wagen könnten, vorzugeben, das könne mit normalem Vorgehen und einigen technischen Lösungen gelöst werden? – Bei heutigen Emissionsmengen sei das ganze Kohlendioxidbudget in achteinhalb Jahren aufgebraucht. Kein Klimataschengeld mehr.

„There will not be any solutions or plans presented in line with these figures here today, because these numbers are too uncomfortable. And you are still not mature enough to tell it like it is.“

Entlang dieser Zahlen würden heute keinerlei Lösungen oder Pläne vorgestellt werden, da die Zahlen zu unangenehm seien. Und wir seien immer noch zu unreif, es zu benennen, wie es ist. Geil. Dieses zurückgebliebene, kranke, fehlgeleitete Mädchen erklärt uns, wir seien zu unreif. Es weiß das genau, denn es ist reif.

„You are failing us. But the young people are starting to understand your betrayal. The eyes of all future generations are upon you. And if you choose to fail us, I say: We will never forgive you. (Rufe, Applaus) We will not let you get away with this.“

Wir ließen sie (die Kinder) im Stich, die jungen Leute begönnen aber, unseren Verrat zu begreifen. Wir haben uns wohl eher selber verraten, indem wir derlei Nachwuchs in die Welt setzten. Die Augen aller künftigen Generationen lägen auf uns. Was, künftige Generationen? In acht oder zwölf Jahren? Und wofern wir beschlössen, die Kinder im Stich ztu lassen, würden die uns niemals vergeben. Damit würden sie uns nicht davonkommen lassen. Oha. Klingt nach ewiger Rache und Verdammnis. Danke für diese christliche Ansage.

„Right here, right now is where we draw the line. The world is waking up. And change is coming, whether you like it or not.“

Genau hier, genau jetzt, zögen sie (die Kinder, Greta meint, für alle sprechen zu können, in der ganzen Rede) den Strich. Die Veränderung werde kommen, ob wir das mögen oder nicht. Prophetie mit diktatorischem Anspruch. Cool.

„Thank You“ – Na, immerhin, indem sie zum Auftakt das Publikum nicht einmal begrüßt, wenigstens eine Abschiedsgrußformel.


Greta Thunberg glaubt und meint, auch wenn sie den Text kaum ganz selber verfasst haben wird, wogegen ja nichts einzuwenden, zweifellos, was sie sagt. Sie hat diese Angst wirklich, man hat sie in ihr ja immer weiter aufgebaut. Sie steht kurz vor einem öffentlichen Nervenzusammenbruch, ihre Mimik ist besorgniserregend.

Der propagandistische Kern der Rede ist der Vorwurf, wie wir, die Erwachsenen, alles mögliche auch nur wagen könnten. Wirft man einem nacheinander vor, was einer alles wagte, so ist das normalerweise der Vorwurf der Hybris und eine kaum verhohlene Drohung. Und natürlich dürfen wir es nicht wagen, diesen Auftritt zu kritisieren, denn damit kritisieren wir ein Kind, auch noch ein krankes und leidendes, wir Kindshasser, und das geht gar nicht. So geht das ja bei ihren Unterstützern allenthalben: Dass man Kinder in Existenzangst setzt, das ist edel, wer das kritisiert, wie auch was das vorsätzlich noch mehr krankgeimpfte Kind sagt, ist ein Kindshasser.

Insofern eine durchaus abgezirkelte Rede. Wir sollen uns alle schämen. Wir haben bereits gewaltige Schuld auf uns geladen. Bald könnte sie untilgbar, jenseits jeder möglichen Vergebung sein. Und wenn Greta irgendwann von der offenen Bühne kippt, dann sind nicht ihre Eltern und die Geschäftemacher hinter ihr schuld, sondern es ist Nachbar Heinz Müller, der eben mit seinem Auto statt mit der Rennjacht auf seine Arbeit als Kanalreiniger fährt. Sonnenklar.

Erwachsene, die einem solchen gnadenlos ausgenützten Kinde, einer derartigen Sause applaudieren, die haben jetzt schon einen grünen Stromausfall. Und zwar im Hirn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Klimalug: Gebt den Kinden das Kommando / Sie berechnen nicht was sie tun

Angesichts des verordneten Klimawahns könnte man meinen, das Internet habe die Menschheit nicht freier und informierter sondern noch manipulierter und dümmer gemacht. Denn im Grunde sollte schon eine halbe Stunde Beschäftigung mit den Klimakurven und dem Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre genügen, dass ein durchschnittlich gebildeter Mitteleuropäer Zweifel an der Sache bekommen müsste. (Vorausgesetzt Hein Nichtganzblöd wird auch auf die mittelalterliche Warmzeit, die Römerwarmzeit und die Kleine Eiszeit ab etwa 1650 hingewiesen, vielleicht gar aufs langfristige Erdklima, darauf, dass es auch eine Sonne und Wasser gibt. Oder er kommt gar selber drauf.)

Momentan sieht es in der Tat sehr düster aus, denn die meisten Leute sind offenkundig so konditioniert, geistig so unterworfen, dass sie nicht einmal ansatzweise in die andere Richtung schauen.

Aber: War es schon früher sehr schwierig, alle wichtigen Schriften zu verbrennen und alle Ketzer gleich mit, so ist es heute praktisch unmöglich, alle relevanten Dateien zu löschen, alle Ausdrucke aufzustöbern und zu vernichten.

Hat man weiterhin noch keine Weltklimadiktatur, so wird China weiterhin ungerührt Kohlekraftwerke bauen, ebenso Indien und andere Länder. Was macht man dann mit denen? Bombardieren fürs Klima?

Zudem führen die immer illegaleren (ich weiß, dass es eigentlich keine Steigerung von illegal gibt) Proteste der Klimoten, immer offensichtlicher linksradikal unterwandert und mit der Migrationsindustrie verbunden, bei noch halbwegs Denkfähigen zu immer mehr Skepsis, selbst dazu, dass die sich anderweitig informieren. Die Aufhetzung der Jugend gegen die Alten tut ein Übriges.

Da stehen Rotzlöffel auf der Gasse, vor allem Rotzlöffelinnen, die nicht einmal einen Dreisatz hinkriegen, vielleicht von drei chemischen Elementen mal was gehört, meinen Leuten, die noch an ordentlichen Schulen gelernt haben, drei Fucks für ein X vormachen zu können. „Gebt den Kindern das Kommando / Sie berechnen nicht was sie tun“ (Hebbe Grönemeyer, in demselben Lied gibt es auch kein Gut und kein Böse, da hat er wohl die „Rechten“ vergessen.)

Prima. Nicht rechnen, daher alles besser wissen und  können. Bestechende Logik.

Kein Wunder also, dass man uns Rechenfähige inzwischen „Klimanazis“ nennt, gerne im Gefängnis sähe.

Und wehe, wenn die irregeführten Kinder irgendwann merken, wer sie wie und wozu verarscht hat. Sie auf Grundlage einer gewaltigen Lüge gegen ihre Eltern gehetzt. Gegen die eigenen Lebensgrundlagen, die ganze Gesellschaft. Kommt noch der Tag, an dem ich mich vor junge Männer hinstellen muss, sie davon abzuhalten, gegen die Verbrecher übergriffig zu werden, ihnen zu erklären, dass selbst die einem geordneten Verfahren zuzuführen seien.

Wieso die westlichen „Eliten“ sich in den Kopf gesetzt haben, mittels einer derart plumpen Lüge den Durchmarsch zur Diktatur anzustreben, das erschließt sich mir allerdings noch immer nicht. Größenwahn? Befehl von weiter oben? Geilwuchs, wie bei absterbenden Pflanzen?

Den unverzichtbaren Pflanzennährstoff, der bei weitem nicht am Optimum, zu einem allesvernichtenden Gift umdeklariert. Angesichts eines vorgeblich gewaltigen Problems alle zur Panik aufgerufen. Was für eine Idiotei. Inzwischen sollen  meine Kinder sogar meine Leiche fressen, meint ein schwedischer „Wissenschaftler“, um vor dem Klima ein besseres Gewissen zu haben. Eine Bande von Abartigen.

Derweil hatten Teile Australiens einen Rekordwinter, berichtet wurde aber nur von ein paar heißen Wochen bei uns, bis dass der August schon ziemlich kühl wurde. Was aber egal, weil das beweist unsere Klimaschuld nur noch doppelt. Ablasshandel. Religiöse Hysterie. Weltuntergangswahn. Zurück ins Mittelalter, bloß ohne die Warmzeit von damals.

Wie lange geht das noch?

 

 

 

 

 

 

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