Also!

Begab sich‘s, dass ich mich mit einem noch jungen Musiker (dreißig) unterhielt, zu Stuttgart, meiner Heimatstadt, wo er nun schon, als Sachse aus dem Erzgebirge, seit zehn Jahren lebt, und so kamen wir auf die typischen Eigenheiten der schwäbischen Mundart, insonderheit, welches Wort an welcher Stelle da besonders auffällig sei.

Ich kam auf dies und das, selles, selliches, sellichdes und selledes (also nicht diese heute schon selten gewordenen hinweisenden Fürwörter, sondern alles mögliche), bis er meinte, nein, alles von mir Aufgezählte sei es nicht, es sei das typisch schwäbische „Also!“, um ein Gespräch, da alles geschwätzt sei, damit zum Aufbruch und zur Tat zu beschließen.

Nach kurzem Bedenk fiel mir auf, dass mir das so wohl noch gar nicht aufgefallen war. Es aber wohl stimmen könne. Betriebstaubheit ganz einfach, das selber, als Schwabe, nicht gemerkt zu haben.

Im folgenden achtete ich darauf. Und, höre da, immer wieder fiel dies „Also!“ unter Schwaben genau so, wie er es vernommen hatte.

Die Sachsen sind eben helle.

 

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Sun Tzus Weisheit

Endlich habe ich Sun Tsus „Kriegskunst“ (sonst: „Die Kunst des Krieges“) ganz gelesen.

Eine Vorgabe, von der ich nie Aufhebens gehört habe, hat es mir besonders angetan.

Abschnitt IX – 26 (meine Version) :

Verbiete die Annahme von Vorzeichen und schaffe abergläubische Zweifel ab. Sodann ist, bis der Tod selbst kommt, kein Unheil zu fürchten.“

Wahrlich, dieser weise Chinese verstand etwas vom Menschen und dem Wirken der Welt.

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