Ist Trump ein rattiger Ratingrassist?

Da Donald Trump bezüglich Baltimores nun die Rattenplage dort zur Sprache gebracht, womit er, wie immer, ein „racist“, frage ich mich, ob man ihn denn besser als „rattist“ oder „ratist“ bezeichnen solle, oder „rattiest racist ratist“, „racist ratty ratist“, denn er bringt ja Rasse und Ratte in eine direkte Verbindung mit Rating.

Bisher kein Kommentar

„Kultureller Marxismus“? – Kulturelle Zersetzung

In letzter Zeit kommt bei uns wie im angelsächsischen Sprachraum unter Konservativen, Libertären, Patrioten und Freigeistern vermehrt der Begriff des „cultural marxism“, des kulturellen Marxismus auf, damit die zersetzenden Machenschaften der Globalisten von Grünen bis Google auf einen Nenner bringend.

Das ist zwar keineswegs grundfalsch, man könnte Mao hinzutun, das Schlagwort sitzt, greift meines Erachtens aber doch zu kurz. Allein schon wie das Judentum und der Islam gehätschelt werden, das klingt mir nicht nach Marx. Ich bezweifle auch, dass Marx daran begeistert gewesen wäre, wenn jede durchgedrehte Selbstverwirklichungsmutter hätte aus ihrem Sohn kurzerhand ihre Tochter machen können. Marx und Gangstarap? Marx und Christopher Street Day?

„Cultural Masonism“, kulturelle Freimaurerei als Begriff, der auch nicht alles umfasst was betrieben wird, umfasst meines Erachtens schon mehr, als „cultural marxism“.

Ich habe den Marx nicht durchgewälzt, doch soweit ich informiert, wollte der im Kommunismus keinen beliebig abdrehenden und gegeneinander aufgehetzten Pöbel, allerlei Sekten, ein ideologisches Durcheinander, dass die Schwarte kracht. Also, dass man immerzu die Rassenkarte ziehen muss und dann den Scheiß mit dem Klima noch extra.

Im Grunde ist es kulturelle Zersetzung. Da braucht es nicht Marx noch Mao noch Maurer vorn im Namen.

Bisher kein Kommentar

Von Christen und Kretins und Gretins

Der Begriff des „Gretins“ wie des „Gretinismus“, abgeleitet von der Heiligen Greta und dem französischen Wort Kretin, scheint Raum zu gewinnen.

Als mitschuldig Beteiligter an dieser Verbreitung muss ich nun zu meiner großen Schande gestehen, dass ich die Wortherkunft von „Kretin“ nicht wirklich kannte (oder vergessen?), lediglich parat, dass der Kretin aus dem Französischen stamme und in etwa Volldepp bedeute.

Potzblitz, wie hat mir das passieren können!

Die Nachsuche ergibt nämlich, dass der Begriff aus einer altfranzösischen Form für „christlich“ herrührt, den man dann wohl etwa ab dem achtzehnten Jahrhundert sozusagen für so dumm wie ein völlig unschuldiger Jesus allgemein für geistig erheblich Minderbemittelte zu verwenden begann, was sich bis in mein unschuldiges Deutsch schleppte, bis eben.

Aber es passt ja. Zudem lache ich über die Leute, die über Greta Kretinismus verbreiten wollten und nicht gesehen haben, dass das fast zwangsläufig überspringen müsse, den Namen also, wie zudem im Zusammenhang mit Goethes Faust und dem Gretchen dort, recht fahrlässig herausgesucht haben, allerdings nicht darüber, wie diese Skrupellosen ein psychisch schwer krankes, zurückgebliebenes Mädchen gnadenlos vernutzen. Ich sehe das durchaus als eine Form von politischem Kindesmissbrauch, Meuthen von der AFD hat es wohl schon so benannt.

Dumm bis zur Heiligkeit, so soll ein russisches Sprichwort lauten.

Nachtrag

Selbst dort regt sich schon erster Spott:

https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/make-germany-greta-again-16304042.html

Ach, gerade nochwas.

Götter, schickt mehr Greta vom Himmel“

„Die Thunbergisierung schreiten munter voran und erreicht auch die Salzburger Festspiele“

Von Manuel Brug in Überschrift und Unterüberschrift auf Welt+ heute.

Bisher 2 Kommentare

Noch zur Gas-Seherin oder Gasseherin und zum Gretinismus

Mit Gretinismus bin ich als Wortschöpfung vollauf zufrieden.

Indem ich aber die letzten Tage doch nicht wenig ausgeteilt habe, ist jetzt auch einmal etwas Selbstkritik angezeigt.

Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich das Gretchen fürderhin „die Gas-Seherin“ nennen soll oder „Die Gasseherin“, oder gar beides im Wechsel. Beides führt normalerweise wie gelesen zu einer etwas anderen Aussprache, damit Empfindung, wobei schriftästhetisch natürlich die Form in einem Wort schöner ist.

Für „Gas-Seherin“ spricht das erstmal angetickte längere „a“, welches sich aber bei „Gasseherin“ über den sich natürlich durchsetzenden Sprachgebrauch sehr wahrscheinlich ohnehin einfindet.

Also gut, sie heißt jetzt Gasseherin.

Bisher 2 Kommentare

Vom Unfug der rein händischen Anführungszeichen im Film

In letzter Zeit hat sich auf Netzvideos von Amerika her kommend auch bei deutschsprachigen Moderatoren und Gästen sehr schnell die Sitte verbreitet, ein Wort oder eine Passage nur mit händisch also rein optisch angezeigten Gänsefüßchen zu versehen, also nicht „quotation marks“ oder „Anführungszeichen“ akustisch hinzuzusetzen.

So hip und trendy das gerade sein mag, ich halte nichts von dieser nachlässigen Kommunikationstechnik, allzumal da ja oft Wörter verwendet werden, die man ohne Anführungszeichen nicht verwenden will, so ironisieren oder besonders in den Kontext rücken, also dass eminent wichtig ist, dass der Viedeokonsument das ausdrücklich mitkriegt.

„Hä, wieso, ist doch ein Video, du guckst doch hin!“ Nein, ich wie Millionen andere gucken genau bei den Videos eben nicht immer hin, wo im wesentlichen referiert und diskutiert wird. Ich muss mir die – mit Verlaub – Feigen und das Gezappel der Diskutanten oder Alleinunterhalter nicht die ganze Zeit anschauen, kann nebenher beim Aufräumen und Zwiebelschnippeln der Sendung prima nur mit den Ohren folgen. Insgesamt gibt da das Tondokument vom Sinn her Entscheidendes leicht nicht wider. Ein findiger US-Anwalt macht da schnell was draus, wenn die Wurst dreißig Millionen heißt.

Bisher aber greift es um sich. Ich habe es in den letzten Wochen auf verschiedensten ansonsten ernstzunehmenden Kanälen gesehen, von Männlein wie Weiblein, wobei manche Frauen zugegebenermaßen wieder einmal besser aussehen bei der Geste, indem sie kunstvoll mit ihren schönen roten Fingenägeln ein kleines Spiel um ihre Ohren veranstalten. Ja, man könnte bald eine Miss- und eine Misterwahl dazu machen, oder auch einfach eine Unisex. LGBTQs sind herzlich eingeladen.

Ich kann mir bei einigen der Profis, die ich damit gesehen habe, schwer vorstellen, dass sie sich die oben dargelegten Gedanken dazu vorgelegt haben oder ernsthaft darauf hingewiesen wurden, dann ernsthaft erwogen, denn dass hier ein sehr fahrlässiger handwerklicher Fehler (gewissermaßen im Wortsinne) vorliegt, müsste ihnen schnell einleuchten. Sagen sie sich dann, was soll’s, macht ja jetzt jeder so und der und der auch, bürsten sich das leicht von der Jacke, wohl wissend, dass in Anführungszeichen oder nicht in der Publizistik Welten an Unterschied ausmachen kann, erst recht, wenn es politisch und juristisch heikel wird?

Vielleicht kommt ja bald auch ein anderer darauf und steckt diesen Leuten die Sache, umso besser und lieber, wenn er sie mag und sie ihn gar schon kennen. Oder erklärt es auf einer Plattform mit hoher Reichweite, so dass es bald jeder vernommen hat. Wenn er hier darauf kam, wären eine Danksagung und ein gewidmeter Link mir recht. Ich werde jetzt nicht alle möglichen Leute persönlich damit zu belatschern versuchen, gar noch drüben in Amerika.

Bisher kein Kommentar

In eigener Sache mit dem Gretooogle

Magnus Wolf Göller (Das war der Suchbegriff, das unten hat mein Rechner aus der Netzsuche von heute jetzt wie unten dargestellt)

 

https://magnuswolfgoeller.de/
Impressum und Datenschutzerklärung · Kunst & Kultur · Gastbeiträge · Politik & Gesellschaft · Sprache & Philosophie · Neues vom Wahnsinn · Schönes · Film & …

Heil dir! – Magnus Wolf Göller

 

https://magnuswolfgoeller.de/2019/03/heil-dir/
15.03.2019 – Habe eben endlich wieder einmal einen alten Runenfreund angerufen. Der ist rüstig wie eh und je. Besonders freute mich darüber hinaus, …

Göller, Magnus Wolf – Verlag zeitgeist Print & Online

 

https://zeitgeist-online.de/personalia/autoren/48-goeller-magnus-wolf.html
MAGNUS WOLF GÖLLER, Jahrgang 1963, studierte zunächst Romanistik und Anglistik in Würzburg und Salamanca. Nach einer Steinmetzlehre und diversen …
Der Google hat mich jetzt also runter auf die Runen und „Heil Dir“, dann fast nichts mehr, man prüfe weiters, früher waren es Einträge ohne Ende.
Danke, Google! Die Runen mag ich nämlich tatsächlich schon seit Jahrzehnten besonders, und Menschen, die ich mag, denen wünsche ich Heil.
Und so danke ich Dir auch, lieber Google, dass Dir die Zurückführung meiner aufs Wesentliche so ausgezeichnet gelungen ist.
Ich weiß, Du wachst über mich und meine Empfehlungen alswie ein gütiger Vater.
Bisher kein Kommentar

„saveMeinungsfreiheit“: Nachbetrachtung zum Vorgängerartikel

Die Sache mit der neuen Initiative für Meinungsfreiheit – „saveMeinungsfreiheit“ – lässt mir jetzt doch keine Ruhe, vielmehr, wie auch von den Initiatoren zum härtesten Mittel im Meinungskampf gegriffen wird, nämlich dem Vergleich der Machenschaften der Gegenseite mit der Judenverfolgung im Dritten Reich.

Die Sprüche dazu und die Grundrituale sind inzwischen so eingeübt, dass man wohl meinte, das könne, ja müsse man sozusagen als Impetus mitnehmen, wolle man Wirkung erzielen.

Selber das Böseste aufbieten, um maximale Wirkung zu erzielen. Die meisten Mitwirkenden sich dessen wohl kaum bewusst.

Den einfachen Zusammenhang nicht gesehen oder für völlig unerheblich gehalten zu haben, dass der Judenvergleich, bei einer Forderung nach Meinungsfreiheit, geradezu abstrus erscheint, das ist reichlich töricht. Wohinter auch eine Absicht stecken könnte, wer weiß.

So oder so, da tritt ein deutschsprachiger Haufen von Netzvagabunden, Bauchladenbesitzern und mittleren Verschwörungsmarketendern auf und stellt sich im Beispann unter den Judenvergleich. (Niemöller) Die ganze Sache unter diesen Vergleich.

Tut mir leid, liebe Leute, hätte ich zum Beitext was zu sagen gehabt, das hätte so nicht stattgefunden oder ich unter Protest die Veranstaltung verlassen.

Aber vielleicht klappt es ja ganz prächtig, das mit dem Judenvergleich, und es kommt eine spitzenmäßige Meinungsfreiheit dabei heraus.

Das mit den Netzvagabunden undsoweiter war natürlich nur eine satirische Draufsicht im Sinne des Establishments; es sind sehr beachtliche Leute an der Initiative beteiligt.

Bisher kein Kommentar