Gleich doppelt danebengeimpft? – Kommt der Impfdurchbruchbrecher? Der Impfdurchbruchwellenbrecher? Der finale Impfdurchbruchlockdown?

Die Bundesanstalt für Worthülsen wird wohl wieder etwas Arbeit haben. Denn wenn sowas – dauert im Kern nur gut 60 Sekunden, ist also in seiner Länge selbst für Teenager verkraftbar – bei der Bildzeitung erscheint, ist es ziemlich schwer, so zu tun, als ob da gar nichts gewesen wäre. Und Little Brother YouTube hilft auch nicht und schaltet denen wegen „Verbreitung medizinischer Fehlinformationen“ kurzerhand den Kanal ab oder löscht wenigstens das Video, garniert mit einem saftigen Strike.

Das Video ist jetzt noch taufrisch, mal sehen wie viele Aufrufe es bis heute Abend hat. Und mal sehen, wer das Spähnchen, die Droste, den Trieler, den Schleimbert und den ganzen Rest der Bagage dazu befragen wird. Ob überhaupt einer. Fragen ist schließlich gefährlich geworden in diesem Lande, und zwar besonders für Journalisten.

Man nennt zwar die doppelt versagt habenden Impfstoffe nicht beim Namen (weiß man die etwa nicht, oder hat BILD lieber gleich gar nicht danach gefragt?), hat zur Sache aber immerhin eine mögliche Erklärung: Es könne sich um einen „Impfdurchbruch“ handeln. Ja wenn der Rest stimmt, was soll es denn sonst sein?

Nachdem es in Altenheimen schon mehrfach zu sehr merkwürdigen Erkrankungsfällen kam, auch und gerade nach Impfungen, wird man nun wohl mal wieder erklären, dass bislang von den 83 Milliarden Altenheimen des Landes nur ein paar wenige davon betroffen gewesen seien, also weit weniger als ein tausendstel Promille.

Vielleicht kommt man auch auf die Idee, dass diese alten Leute mit doppelt eben zu wenig geimpft waren, bei viermal wäre das höchstwahrscheinlich nicht passiert. Da müsse man nach dieser Erfahrung durchaus nachkalibrieren, daran denken, ob man Menschen dieser besonders vulnerablen Gruppe nicht in kürzerer Taktung und gegebenenfalls bis zu sechsmal impft.

Vielleicht drehen sie es aber auch anders, denn ein Teil des Berichtes passt bestens in die bisherige Kampagne der Impfologen: alle Erkrankten hätten nur milde Symptome. Ist das nicht ein Beweis dafür, dass die Impfungen, wie immer versprochen, „schwere Verläufe“ zuverlässig vehindern?

Bleibt natürlich trotzdem der Wermutstropfen, dass die Impfungen hier vorgeblich weder immunisierten noch uninfektiös machten. Und zumindest am zweiten Teil dieser Geschichte hängt auch die ganze Geschichte mit den Impfpässen, mit denen man wieder alles mögliche Normale tun dürfen soll, weil man ja nicht mehr ansteckend sei.

Nun, warten wir erstmal ab, vielleicht gibt’s heute Abend schon einen kleinen Nachtrag. (Jetzt ist es kurz vor halb drei.)

Nachtrag, kurz nach sieben

Entweder interessiert es schon kaum einen mehr, oder die angezeigten Zugriffe wurden von einem Dunklen Lord ab etwas über dreißigtausend fast eingefroren, genau dann, wenn die Leute Zeit für Nachrichten haben, ab etwa fünf. Aufrufbar ist das Video zumindest für mich noch. Empfohlen wird es vermutlich nicht mehr worden sein.

 

 

 

 

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Vom Staat als Kirche

Lose, Verrückte, Größenwahnsinnige, nicht rechnungs- noch vernünftig Redfähige und erbarmungslos machtgeile Gierschlünder bestimmen derzeit den Gang der Dinge im Land.

„Wo alles Verschwörerische zusammenschwärt“: Also könnte man das nietzscheanisch ansprechen, doch griffe das allein zu kurz.

Denn man findet bei ihm auch:

„Herrschsucht: vor deren Blick der Mensch kriecht und duckt und fröhnt und niedriger wird als Schlange und Schwein“

Der Staat erweist sich als das kälteste aller kalten Ungeheuer. Als eine Art Kirche.

 

 

 

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Vom guten Lektoren

Der gute Lektor hat es in mancherlei Hinsicht noch schwerer als der gute Übersetzer, denn er muss das vom Autoren Angestrebte ja erst in eine stimmige Form bringen helfen. Im harten Falle Schritt für Schritt durch jeden Satz und Abschnitt. Die Gesamtkonzeption, die Gliederung und Abfolge, die Querverweise betreuen, die Fragen nach zuwenig und zuviel, dem Ausgelassenen, einen dem Autoren gemäßen Duktus durch das ganze Werk herzustellen trachten.

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Von wegen „Spaltung“ wegen Corona

Viele beklagen jetzt die Spaltung der Gesellschaft entlang der Coronapolitik. Und zwar nur auf den ersten Blick paradoxerweise vor allem diejenigen, die nicht weiterhin ihrer Rechte beraubt leben wollen, die eigentlich sagen müssten: „Spaltung? Wer hat denn da gespalten beziehungsweise sich grundgesetzwidrig vom Recht abgespalten? Wer hat Familien und Freunde gespalten?“

Es griffe wohl etwas zu weit, hier schon wieder von einer Art Stockholm-Syndrom zu sprechen, doch kann man sich schon wundern, wie oft die Spaltung von der bislang unterlegenen, sich eben nicht abgespalten habenden Seite als solche beklagt wird, nicht selten gar mit Rügen und erhobenem Zeigefinger gegen die eigenen Reihen garniert, die Spaltung durch zu klare Worte, zu deutliche Angriffe, zu scharfe Satire nicht noch zu vertiefen. Man müsse ja endlich wieder miteinander reden. Reißt nicht alle Stege ein! Bitte, bitte, baut ihnen Brücken!  Wenn wir die andern verschrecken, werden die nie mit uns reden!

Von der anderen Seite her lautet das fast unisono ganz anders. Da gibt es die Vernünftigen und Guten, die sind auf Regierungskurs, der Rest sind verantwortungslose Egoisten, Zersetzer, Gefährder, Spinner, paranoide Verschwörungstheoretiker, Nazis und Geisteskranke. Kein Grund, die aufzuwerten, indem man mit denen redete, auch nur selbst diskutierte, was sie vorbringen, oder deren pauschale Diffamierung und Zensur auch nur ein Gran runterzufahren, im Gegenteil.

Natürlich soll man mit allen reden, die das vernünftig tun wollen. Man muss aber nicht dauerndzu bei seinem erbarmungslosen Geiselnahmer darum betteln, er möchte doch bitte bitte endlich mal mit einem reden. Zumal ihn das eher bestärken dürfte, einen selber weiter schwächen. Insofern sehe ich da doch ein bisschen was von Stockholm-Syndrom.

 

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Von der mathematischen und philosophischen Menge möglicher Lockdowns

Wann endlich kommt der Teralockdown? Der Exalockdown?

Ich denke, man plant auf weit Größeres.

Schon primitives 2D-Schach wird auf zehn hoch hundertzwanzig Millionen Möglichkeiten geschätzt. Da kann man sich leicht ausrechnen, jedenfalls ungefähr, wie viele Tera- und Exalockdowns da in ein doch eher einfaches, vom Menschen ersonnenes kleines Brettspiel reinpassen.

Meine Mathematiker sagen mir von daher, dass wir mit etwa zehn hoch zwanzigtausend Lockdowns zu rechnen haben werden, allein schon deshalb, weil dieses Spiel von Milliarden Leuten in 3D wie auch 4D gespielt werde. Sie sagen aber auch, die meisten jedenfalls, dass es egal sei, ob es zehn hoch tausend oder zehn hoch zwanzigtausend würden, da die Wahrscheinlichkeit, dass das von irgendeiner Intelligenz mit egal wie viel Rechenkapazität bis ans Ende aller Zeiten je ausgerechnet werden könne schlicht bei null liege.

Und hier kommen wir nun von der harten, nackten, unbestechlichen Mathematik zur oft eher ungenauen, viel umstritteneren Philosophie bzw. Zahlenmystik.

Die zu erwartenden Lockdowns ergeben sich da zum unermesslichen All, der Alleins. Diese Alleins kann aber nur aus dem Nichts, also der Null, entsprungen sein. Unendlich Klein ist also die Mutter von Unendlich Groß, die Null der Eins. Also aller Lockdowns.

Der Null wie der Eins ist es in diesem ganzen Reigen völlig schnurz, welche Zahlen, wie viele Lockdowns zwischen ihnen herumspringen, wie oft sie miteinander kopulieren und weitere noch mehr miteinander munter durchs All vögelnder Kinder die zeugen, es ist ihnen dazu etwa wie bei Pi und Phi, Krethi und Plethi, völlig egal, was da zwischen ihnen ausgerechnet wird, nie zu einem Ende kommend.

Es ist auch ein ziemlich törichter Glaube, dass die Null und die Eins sich etwa vor der Drei fürchteten, da sie ja selber nur binär, polar angelegt. DAS aber sind sie nicht. Denn sie haben ja jene Eigenschaft gemeinsam, dass sie alle Unendlichkeiten einschließen. (Ja, in der Kabbalah gibt es auch drei Formen der Null, wozu die das angesetzt haben, erschließt sich mir indes nicht.)

Zurück zu den notwendigen Lockdowns, deren mögliche Zahl ebensowenig erfassbar ist wie je sein wird: Sie werden entweder beendet, weil jemand das Brett umschmeißt, oder so lange wiederholt und fortgesetzt und nachgezählt, bis keiner mehr was davon merkt.

 

 

 

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„Mit leichter Hand das Schaf wegführen“ (vom zwölften chinesischen Strategem)

Sell Video isch scho a baar Jährle ald, on s’hän dordmols ed viele ebbes dervoh wissa wella. Derwäga weil’s ohbrocha isch en seinra Wichtichkeid, schdell i’s jedsed grad erschd recht nommole ei.

Weil, amol abgseha vo sellem Zirkus mid der Lichdgeschwindichkeid: Wa isch sell mid Corona anders als „Mit leichter Hand das Schaf wegführen“? – Jedenfalls hän sellene Seggel sich des so dengd.

Bei ällene, denna mei eigendliche Muddersbroch z’nervich odder z’bleed odder se verschdanded’s oifach edda, mueme nadierlich endschuldiga. Mai Midleida mid ällene, die wo koi Schwabisch kenned isch jo so scho greßer alswia s’gohs bekannde Weldall.

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