Vom Buchstaben nach „Q“ (II)

Mir ist nicht bekannt, dass je ein Buchstabe weltweit derart ratzfatz gegrillt wurde wie die letzten Jahre das arme „Q“.

Dem „Q“ macht das natürlich weniger als gar nichts, denn man wird nicht unzählige Sprachen umstellen, es nach diesem Sündenfall zu tilgen: Und stolz sein kann es vor allen anderen wahrscheinlich bald auch noch, indem keiner mehr sich eines ähnlichen Buchstabenbubenstücks verwagen wird, dieweil das „Q“ seine vermeintliche Usurpation im Gegensatz zu seinen Usurpatoren beispielhaft überstanden hat, damit ein schützendes Signal für unser ganzes Alphabet ausgesandt.

 

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Vom Buchstaben nach „Q“

„Q“ war in der Tat ein gut herausgesuchter Buchstabe, den wir im Deutschen gar nicht bräuchten, wäre da nicht das Lateinische Erbe.

Im Lateinischen geht es unter „Q“ schwer zur Sache: Quo? Quis? Quid? Quivis? Quonam? – und noch viel mehr Frage- und Bindewörter und Partikeln.

Wahrscheinlich hat man das bewusst und gerne mitgenommen. Allerdings wird man mit diesem Buchstaben in entsprechender Richtung wohl nicht mehr viel anfangen können. Es sei denn, der Sieg folgt bald, später ist endgültig zu spät.

An noch nicht dergestalt vernutzten und ähnlich unnötigen Buchstaben hätten wir noch das „C“ zu bieten, was aber dem Christentume nicht so leicht zu entreißen, sonsten bleiben da noch „V“, „Y“ und „Z“.

Da ist noch manches zu holen, allzumal das Englische gleich bei all diesen Anfangsbuchstaben eine Menge Wörter liefert (das Deutsche ist beim „Y“ sehr mau), die drei Buchstaben zumal in Großform etwas zackiges, ja fast Runisches haben, beste Wortfelder mitbringen, aus denen man antiverschwörerische Tripelhelices bis hinten um das ganze Oriongeraffel verspinnweben kann.

Einen Wermutstropfen muss ich den Angelsachsen nun aber doch mitgeben. Alle drei Genannten fangen bei Euch „weich“ an. Bei uns hat schon das „Y“ oft ein „Ü“, wahrlich kein schwacher Selbstlaut, das „V“ meist ein „F“, also einen festen Mitlaut, das „Z“ pflegt gar mit „TS“ zu beginnen, einer sehr scharfen Lautverbindung.

Aber gut. So ist das nunmal. Ich tippe „intuitiv“ darauf, dass Ihr einen oder eine oder ein „V“ im Auge habt.

Void. Vermin. Vain. Value. Vapid. Vested. Venial. Vaxed.

Ich nehme „V“ jetzt nur schonmal vorsorglich ein paar „buzz words“ weg, damit er, sie, es, das alles gleich gar nicht antritt. Obzwar es ja spaßig wäre, käme jemand dergestalt des Wegs.

Mit dem deutschen „V“ hätte man alles mit „ver“ und „vor“ als Vorsilbe, aber auch Vögeln und Vater.

Verbummelt, versumpft, verlumpt und verludert. Glatt könnte man da das „Z“ eintauschen: zerbummelt, zersumpft, zerlumpt und zerludert.

Fein aber, dass ich den Verstand im Tornister hätte, die Verhältnismäßigkeit und den guten Vertrag, Versuch und Verwendung, Verwunderung und Verzehr, Vertrauen und Versprechen und Versagen, Verkehr und Verzeihen, Vertun und Vervespern.

Das „Y“ gebe ich mir auf Deutsch mit Sicherheit nicht. Das gäbe – siehe oben: „zu mau“ – einfach zu wenig her.

Ganz anders im Englischen.

Pirates ye be warned!

 

 

 

 

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Rechenunfähigkeit und Losheit stehen für unsere Regierung

Wir haben einen Klippschulenzahlenfasleroberrechnerwieler neben dem Bundesgesundheitsminister, eine CSU-Tante, so hörte ich’s, die potentiell millionenfache angeordndete Paketöffnung auf Verdacht – Missbrauch kann ja wohl nicht vorkommen – , die dazu ganz nassforsch angemerkt haben solle, der ganze Aufwand (einfach mal Verlust des Postgeheimisses nebenbei) werde sich schon gelohnt haben, wenn auch nur e i n illegales Paket abgefangen würde. Also etwa, dass einer einem fünf Gramm Haschisch schickt.

Dass dieser Humanhalbarzt und jene Tante ihr Zeug so lose rausschwätzen, ist schon erstaunlich. Anscheinend passt auf solche Leute keiner mehr richtig auf. Zahlen? – Das ist das, was ich davon verstehe! Rechnen? – Ich rechne, wie ich will, rückwärts nie! Wie Parameter zu betrachten sind, das definiere ich!

Das Schlimmste daran: Sie scheinen sich teils selber zu glauben was sie erzählen.

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Viva Nietzsche!

Als „kleines Dankeschön“ bekam ich vor ein paar Tagen für eine Lektoratsarbeit und einen eigenen kurzen Beitrag am Ende eines nunmehr erschienenen feinen kleinen Büchleins ein wohl gut zwei Kilo schweres Nietzschekompendium von einer, ich darf nunmehr wohl sagen Freundin, zugesandt, einen gewaltigen Schmöker von der Stiftung Weimarer Klassik, erschienen bei Hanser, mit dem Titel „FRIEDRICH NIETZSCHE – Eine Chronik in Bildern und Texten.

Nietzsche der Mensch in seiner Zeit. Wunderbar.

Das mir bislang schönste Zitat, ich finde es gerade, eben doch noch nur in den über achthundert Seiten geblättert und quergelesen, schon nicht mehr…aus der Anfangszeit Nietzsches als blutjunger Griechischprofessor…

Etwa, auf die Dispziplin seiner Schüler angesprochen, meinte er, was er denn mit Disziplin wolle, er habe die Schwächsten zu schützen.

Eine Fundgrube sondergleichen.

Nietzsches ganzes eigentliches Werk gelesen, den Zarathustra immer wieder, entdeckt sich mir hier der Mensch in seinem persönlichen Umgang, der Beurteilung von Zeitgenossen, entdeckt sich, unter wie vielem Ringen und oft krankhaften Zuständen sich dies Genie entwickelte.

Durch und durch schon Empfehlung dieser überaus verdienstvollen Zusammenstellung, indem ich bislang nur einen Bruchteil davon gelesen und geschaut habe.

 

 

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Wie weit will man noch zurückzensieren?

Bekannt ist, dass man großartige Werke etwa von Astrid Lindgren und Otfried Preußler „nachbearbeitet“ hat.

Wie weit wird man gehen?

Bis zu Nietzsche, Schiller, Cicero?

Da hat man leider ein Problem. Denn deren Werke sind längst gemeinfrei und tausendfach kopiert, meist eh schon im Netz zu finden. Also müsste man verbieten, die Originale noch zu verbreiten. Dazu das Zitieren daraus. Den willkürlichen Garaus über alle unerwünschten Teile unserer Literatur verhängen.

Das hieße, vollends die Hosen runterzulassen. Schüler, welche die Urschriften lesen, kommen ins Heim. Lehrer, die sie erwähnen, ins Lager. Der Rest kommt wegen Wiedergabe von „Hatespeech“ oder Verbreitung von frauenfeindlichen Inhalten oder Diskriminierung von Minderheiten oder sonstwas in den Knast.

Verbotene Bücher gab es schon vor Jahrtausenden. Auch veränderte Kapitel. Leseverbote gar. Feindlesen unter härtester Strafe bis zum Tode.

Mal sehen, wo wir noch landen.

Ich denke aber, dass das nicht mehr lange so geht. Da mag an den Unis und sonstwo alles toben, das sonst nichts gelernt.

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Erderwärmungsgiftgas bringt „extremen Wintereinbruch“

Die Erderwärmung bringt uns jetzt mal wieder zackig Schnee und kommende Woche, also Mitte Feber, wohl auch noch recht knackigen Dauerfrost. Man macht in den Medien ein Trara daraus, als gäbe es das nicht alle paar Jahre mal. Gab es wenigstens vor der granatenmäßigen Erderwärmung und dem prognostizierten Aussterben von echten Wintern durch das böse Kohlendioxid. Ich erinnere mich Mitte der Achtziger noch an mehrere Winter, da war minus fünfzehn in der Nacht vergleichsweise fast schon kuschelig.

Vielleicht werden die Zurechtbieger und Radebrecher jetzt genau darauf verweisen: Da habe es selbst in Weinbaustädten wie Würzburg nachts minus dreißig gesetzt, sowas werde dort dieses Jahr eben kaum noch erreicht. Womit bewiesen sei, dass diese Anomalie die Erderwärmung durch das Giftgas nur bestätige. Vielleicht gibt man auch wie üblich den Russen die Schuld: Putin habe, um Greta und der seriösen Wissenschaft eins auszuwischen, genau zum richtigen Zeitpunkt, da ein kräftig nasses Tief von Süden her zu erwarten war, seine Kaltluft per Geoingineering dawider gelenkt, zuerst für mächtige Schneemassen zu sorgen, hernach für einen anständigen Dauerfrost.

Irgendwas werden sie schon rausschwätzen. Glück haben sie ja immerhin, dass der Coronalockdown für die Leute derzeit viel schlimmer ist als ein paar Tage Schnee und Eis. Wahrscheinlich werden sie die Sache also nicht gar zu hoch hängen müssen.

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Verschwörungen werden jetzt von den Verschwörern selbst geoffenbart

Viele Leute glauben immer noch, Verschwörungen müssten geheim sein, denn sonst verfehlten sie ja ihr Ziel.

Das mag früher meist zutreffend gewesen sein. In der neuen Zeit des Großen Rücksetzes aber ist das nicht mehr so.

Gerade die ganz großen Verschwörungen werden jetzt frech offen angesagt, liegen für jedermann zutage.

Zwar nicht jene, die etwa die Kinderschänderringe anlangen, die hält man lieber noch verborgen.

Damit will man weltweit maximale Angst erzeugen. 

Früher hatte keiner global die Mittel dazu. Jetzt sind sie da. Also nutzt man sie.

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