Danke New Borg Times!

Indem die New Borg Times nun die politischen Karikaturen abgeschafft hat (siehe die gestrigen Artikel dazu), damit im Sinne der grassierenden Zensuritis auf noch weniger erlaubten Humor setzt, sollten sich Freigeister dadurch erst recht nicht entmutigt sehen, weiterhin ihre Späße anzusetzen.

Im Gegenteil.

Erstens sind diese umso wichtiger. Es ist wichtig, zu zeigen, dass das nicht zieht, in sich selbst lachhaft ist. Zweitens entsteht so ja ein leerer Raum, der daher umso leichter mit dem Eigenen zu füllen. (Ja, ich gebe es zu, nicht in jeder Hinsicht leichter, da die Restriktionen ja ständig zunehmen.)

Große Chancen tun sich auf. Jüngstes Beispiel: „Straight Pride Parade“ in Boston. Die hat noch nicht einmal stattgefunden, hat sich herrlich „inklusiv“ präsentiert (man lese mal den englischen Neusprech dort, köstlich!), jetzt einen bekannten schwulen Provokateur an ihrer Spitze, und viele von den Heterofeinden sind schon derart am Durchdrehen, dass ein Schenkelklopfer auf den anderen folgt.

Natürlich können – und wollen – wir nicht die bösartigen Sprüche zurückgeben, die gegen Weiße und Heteros und Männer insgesamt als witzig gelten, indem wir sie gegen Homos oder Schwarze oder Frauen spiegeln.

Wir können auch nicht dauernd so beleidigt sein wie viele von denen, zumal jene, die den Diskurs bestimmen. Dummheit abkupfern hat noch nie geholfen.

Ich finde es durchaus zum Lachen – sah noch vor nicht langer Zeit in Stuttgart die Christopher Street Day-Parade – wenn sich erwachsene Menschen von Papagei bis Lack und Leder öffentlich zum Affen machen, nicht indes, dazu sah ich schlimme Bilder, wenn die kleine Kinder mit sich führen, bunt verkleidet, umoperierten Schwanz raushängend, demonstrativ vor allen Leuten auf den Mund küssen. Da hört der Spaß auf. Darüber mache ich keine Witze.

Bleibt aber Raum genug. Zum Beispiel, indem man – siehe oben – gleiche Stolzrechte für Heteros wie für den Rest fordert.

So gilt der Juni inzwischen als „LGBT-Pride-Month“. Also der Stolzmonat – ein Tag tut es nicht mehr – für diese kleine Gruppe.

Her also mit dem „Staight-Pride-Month“: Ich schlage den Juli vor. (Natürlich stünden uns vom Prozentsatz her alle restlichen Monate zu, locker, denn wir sind mehr als elf Zwölftel.)

So blöde das zunächst klingen mag, ich marschierte da eben gerade zum Spaße mit. Ließe allerdings, was da noch ist, in der Hose.

Es wird ja auch schon gefordert, indem überall LGBT-Fahnen hängen, in den USA auch über städtischen Einrichtungen, dass da auch mal Heterostolzfahnen flattern dürfen. Gleichberechtigung hieße das.

Jede einseitige Überzogenheit stößt Türen zum Witz auf.

Und davon haben wir, auch zum Klima, zum antiweißen Antirassismus, wahrlich genug vor Augen.

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Macht Euch nicht leichtfertig rar!

Schöne Frauen können sich zweifellos sehr erfolgreich rar machen. Genauer: noch rarer als sie das vielerorts schon sind.

Intelligente Männer dagegen, die haben damit, auch wenn das mit dem noch rarer und vielerorts für die ebenso gilt, nun leider keinen Erfolg. Oder nur in Ausnahmefällen, also, wenn sie bereits einen Gurustatus erlangt haben, ein Superstar sind.

Es merkt nämlich einfach keiner, wenn intelligente Männer sich rar machen. Jedenfalls die Masse nicht. Es kommt aber vor, dass es immerhin welche merken.

So weiß ich dazu beispielsweise in Stuttgart ein Lokal, das hatte über Jahrzehnte den Ruf, dass man dort jederzeit auf intelligente Männer treffen könne (auch Frauen). Der neue Chef, Schwabe, so anmaßend dumm, dass es zum Halbfremdschämen ist (ich nannte ihn zum endgültigen Abschied einen „Sackdackel“, habe das auch anderen erzählt) hat die aber alle so konsequent vergrault, dass es jeder in der Altstadt weiß, wer noch ab und an hingeht sich schämt, das zuzugeben, ziemlich wahrheitsgemäß erklärt, er gehe ja da nur noch spät nächtens mal rein, wenn er doch noch einen von seinen Leuten erspähen könne.

Wohlgemerkt: Da machten sich die intelligenten Männer nicht selber rar, sie wurden rar gemacht.

Der Laden scheint immer noch zu laufen. Einfach mit dümmerem Publikum.

Das klappt aber nicht so leicht, wenn ein Lokal dafür bekannt, dass da gerne schöne Frauen reingehen, und die bleiben nach und nach aus. Man hat es dann viel schwerer, dem Umstieg vom Szenelokal zur Absturzkneipe hinzubekommen. (In dem vorgenannten Lokal traf man durchaus auch auf schöne Frauen, das war nett, aber für die meisten nicht das Hauptkriterium für einen Besuch desselben.)

Der Dumme vermisst die Gescheiten so gut wie nie. Tut er das, so kann er schon nicht besonders dumm sein. Im Gegenteil. Er fühlt sich immer wohler, da relativ gesehen gescheiter geworden. Seine faden Witze ziehen umso besser, keiner mehr stört seine kleinen Kreise.

Das alles ist ganz natürlich, sich darüber zu beklagen einfältig. Es ist der Welt Lauf.

Gleichwohl, ich schreibe das hier zwar wie immer für alle, diesmal aber doch vorzugsweise an intelligente Männer gerichtet: Wenn ihr euch rar machen wollt, tut das. Meint aber nicht, dass darüber das Interesse an euch stiege. Intelligente Männer sind zumal im öffentlichen Raum derzeit sehr wenig gefragt. Kaum einer merkt, wenn Ihr Euch kaum noch zeigt.

Geht also lieber doch noch raus, konspirativ dahin, wo Ihr andere, die auch nur zu froh sind, Euch anzutreffen, sich versammeln. Lasst es nicht zu, dass es in der ganzen Stadt keine Kneipe mehr gibt, wo das stattfindet. Sonst geltet Ihr irgendwann als ganz ausgestorben, und das macht nichts besser.

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New York Times vorbildlich: Keine politischen Karikaturen mehr

Das Zensur- und Selbstzensurkarrussell dreht sich munter weiter.

Die New York Times hat jetzt angekündigt, ab 1. Juli keine politischen Karikaturen mehr zu veröffentlichen. Anlass dafür ist vorgeblich eine Karikatur vom April, die Donald Trump mit Kippa, Benjamin Netanjahu als Dackel vor sich herführend, zeigte.

Ich werde diese jetzt nicht hier einblenden, und zwar nicht nur, weil ich keine Bildrechte habe. Man findet sie noch im Netz.

Ich will die Gelungenheit und den Sinn und Wert dieser einen Karikatur hier jetzt gar nicht erörtern. Denn darum geht es nicht.

Das Wesen einer politischen Karikatur ist, dass sie etwas knapp und provokant ins Bild bringt, bissig ist.

Für mich liegt es daher nahe, dass diese eine Karikatur eben nicht der eigentliche Grund für diesen Schritt ist, lediglich ein vielleicht sogar willkommener Anlass.

Denn, wen oder welche gesellschaftliche Gruppe darf man denn heute noch karikieren, ohne einen Scheißesturm auszulösen, zur Unperson gemacht zu werden, vor Gericht zu landen, gar um sein Leben fürchten zu müssen? („Nicht“ steht im folgenden für „gar nicht“ oder „fast nicht“ oder „nur sehr sanft“.)

Juden nicht. Moslems oder gar Mohammed nicht. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transen und Verquere nicht. Schwarze nicht. Feministinnen nicht. Vegetarier und Veganer nicht. Irgendwie Behinderte nicht. Illegale Einwanderer nicht. Antiweiße Rassisten nicht. Radikale Tierschützer nicht. Deutschenhasser nicht. Klimahysteriker nicht. Eskimos nicht. Eisbären nicht. Psychiater nicht. Bänker und Großspekulanten nicht. Antifaverbrecher nicht. „Grüne“ nicht.

Rechnet man das alles – die Liste ließe sich fortsetzen – zusammen, so bleiben nicht mehr viele Leute beziehungsweise gesellschaftliche Gruppen übrig. Welche, das lässt sich leicht erschließen.

Als größte Gruppe bleiben – was wunder – weiße nichtlinke Heteromänner übrig, speziell in dieser Kombi dargestellt.

Die nun aber sind es inzwischen gewöhnt, an allem schuld zu sein, egal was. Karikaturen werden sie kaum noch treffen, gar in ihrer einzigartigen Schlechtigkeit „entlarven“.

Jeder weiß doch schon, dass das die Bösen sind, wozu dann noch endlos viele Karikaturen über die? Wen reizt das noch, wen bringt das noch zum Lachen?

Insofern ist es logisch, dass das ganze Genre der politischen Karikatur dem Tode geweiht.

Es gibt nichts mehr, worüber noch nachzudenken, gar zu lachen wäre.

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Keiner hat ein Recht auf meine Rede

In einem ansonsten nicht schlecht geführten Zwiegespräch im Netz hörte ich gestern ständig wiederholt, man müsse mit jedem reden.

Ich muss mit überhaupt niemandem reden, der mich nicht dazu zwingt, schon gar nicht mit einem, der mir und den Meinen klar den Tod ansinnt, wofern ich mich ihm nicht unterwerfen will.

Mit so einem dann doch zu reden, das suche ich mir erst recht frei raus.

Da kann er dann, wo es nottut, klare Worte von mir hören. Auf seine Mordwünsche hin wie auf seinen erbärmlichen Rest. Dazu mag er dann zutiefst beleidigt seine Flüche ausstoßen, mir ankündigen, dass er seine Schergen morgen wider mich ausschicke. Soweit ich das, meinen Rücken möglichst schützend, beim Gehen noch höre.

Auch schon unterhalb dieser Ebene muss ich mit keinem reden, der mich lediglich schräg anmacht oder beschimpft. Ich muss mit keinem Zuhälter noch Heroindealer reden. Redefreiheit bedeutet nämlich auch, nicht reden zu müssen.

Ich muss auch mit keinem von den Zeugen Jehovas reden. Noch mit einem Antifanten, der sich seinen weißen Selbsthass schon eintätowiert hat und auf der Jacke trägt. Oder einem radikalen Veganer. Oder sonstwem. Egal wem.

Allzumal muss ich nicht weiters mit einem reden, einem schmierigen Werber für Gesundheitsprodukte oder Versicherungen oder Elektroautos, wenn ich das gerade nicht will. Selbst dann, wenn der Werber sympathisch auftritt.

Das Gebot, mit jedem reden zu müssen, geht ohnehin nur in eine Richtung. Mit mir muss offenkundig keiner reden. Bei mir ist für viele das Gegenteil Gebot. Während ich mit jedem reden kann, mit dem ich reden will.

Wieso sollte ich insgesamt mit jedem reden? Habe ich meinen Tag denn irgendwem gestohlen? Hat jeder ein Anrecht auf meine Rede?

Ich rede gerne mit allerlei Leuten, jeder, der mich kennt, wird das bestätigen.

Muss aber lasse ich mir dazu nicht geben.

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smartwhiteboys

Anknüpfend an den Vorgängerartikel „Google & Co: Zensurizensura“ rufe ich jetzt rotzfrech die „smartwhiteboys“-Bewegung aus.

Wo „smartbrowngirls“ vorbildlich, da sollte doch auch das eine Bereicherung unserer geistigen Welt sein.

Ja, ich will, dass auch weiße Jungs und Männer gescheiter werden.

Nicht nur braune Mädchen und Frauen.

Im Grunde arbeite ich ja schon lange daran, ich übler Rassist.

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YouTube & Co: Zensurizensura

Ich bin wahrlich froh, dass ich letztes Jahr beschloss, eben doch keine Lehrvideos auf Youtube hochzuladen: ob der Befürchtung, nach vielleicht dem dreißigsten auf einmal von der Plattform zu fliegen.

Ein Freund meinte, wofern ich lediglich Deutschlehrvideos ohne politische Inhalte machte, könne das doch nicht passieren.

Pfeifendeckel.

Erstens reichte es inwischen leicht, ein Antifant verzeigte mich bei YouTube wegen irgendwelcher Sachen, die von mir sonst schon im Netz stehen. Zweitens ist Deutsch an sich „rechtsradikal“, jedenfalls, wenn man es ohne Genderwahn lehrt.

YouTube begnügt sich ja keineswegs damit, einzelne Videos, die beanstandet werden, zu sperren. Dieser Säuladen löscht, wenn er Lust dazu hat, einfach über Nacht alles. Man hat sich also gerade viel Mühe eine Existenz aufgebaut, und ratzfatz ist sie im Eimer.

Die Drohung mit Zensur wirkt also schon vorgreifend. Bei mir jedenfalls hat das funktioniert.

Man möchte mich nun dafür einen Feigling schimpfen. Es kommt aber noch hinzu, dass ich eine Firma unterstützte, deren Zensurarm (mal abgesehen von allerlei Manipulationen) so weit reicht, die schon gezeigt hat, wie sie mit Unliebsamen umspringt. Ich unterstützte also einen verlogenen Drecksladen, der Leute, die ähnlich denken wie ich, ohne jeden Aufruf zu Gewalt, einfach entfernt, während auf der Antifantenseite alles geht.

Klar, bislang treibt es YouTube in dieser Hinsicht noch nicht so krass wie Facebook und Twitter, indes, soll das ein Trost sein? Und, wie lange noch?

Man sieht ja auch schon, wie Leute wie Oliver Janich bei ihren YouTube-Auftritten bereits jedes Wort auf die Goldwaage legen, also eifrig Selbstzensur betreiben, um nicht gesperrt zu werden.

Sowieso: Was genau ist denn beispielsweise ein „rassistischer Inhalt“? Ist es etwa einer, wenn ich den massenhaft grassierenden unbeanstandeten antiweißen Rassismus anprangere? Vermutlich. Denn das ist ein Beweis dafür, dass ich ein böser weißer Rassist bin.

Die Grenzen können jederzeit beliebig verschoben werden, und so geschieht es auch.

Ja, in Europistan steht YouTube auch juristisch unter Druck, so zu handeln. Antifa hurra, Patrioten pfui.

In den USA aber nicht, First Amendment sei Dank. Und doch schmeißt man Leute raus, einfach so, weil sie einem nicht passen. Das Argument zieht also nur sehr begrenzt.

Was also tun? Schwergängige Alternativen wählen? Wie lange dauert es, bis es dort genauso geht, zumal man die ja schon teils von Diensten wie PayPal abschneidet?

Einstweilen bin ich ziemlich ratlos.

Man kann hier sehen (5.Juni), wie man sich erklärt.

Als beispielhaft gut wird „smartbrowngirl“ gleich zu Anfang genannt. „…to empower women of colour“

Man stelle sich vor: „smartwhiteboys“: „…to empower white men“

Weiße Männer ermächtigen?

Jaja, Google ist gegen Rassismus.

Heuchler, Lügner, Schakale.

https://youtube.googleblog.com/

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Endlich die Lösung: Unis einfach abschaffen

Unter den Angelsachsen wird jetzt im Ernst darüber diskutiert, ob die Universitäten nicht abzuschaffen seien, weil man dort, außer vielleicht in den Ingenieurswissenschaften, in Medizin und Jura außer Linkssein nichts mehr lernt. Alternativ denkt man an, Universitäten aufzubauen, wo auch Nichtlinke ihren Platz fänden.

Ein Befürworter des Abschaffungsgedankens, der freie US-Jounalist Tim Pool, sonst kein Blöder, der nie an einer Uni war, begründet das zusätzlich damit, dass man heute ja alle Info im Netz finde, wozu also die teuren, sinnlosen Veranstaltungen? (Er hatte schon mit neun einen Computer, ihm wurde das richtige Suchen schlicht im Elternhaus beigebracht.)

Nun hätte ich wahrlich nichts dagegen, sägte man die gefühlten drei Milliarden Lehrstühle für „Gender Studies“ in Deutschland ab. Das täte dem Klima zweifellos gut.

Ansonsten aber zeigt das einerseits eine gewisse Verzweiflung ob der Zustände an (nicht nur) vielen angelsächsischen Universitäten, wo beispielsweise in Biologie (also der wissenschaftlichen Biologie) kaum noch richtig gelehrt werden kann, da LGBT-Ideologie und der epische Kampf antirassistischer Rassisten das unmöglich machen. Andererseits frage ich mich, ob einer wie Tim Pool irgendetwas gelernt hat, das zu mehr taugt, als den Schwachsinn solch verbohrter Aktivisten als solchen zu erkennen. Das kann nämlich jede ungelernte Putzfrau.

Nun ist zu fragen, wie es so weit kommen konnte, dass Extremisten, die überall jenseits ihrer eigenen Reihen nur „Nazis“, „Racists“, „White Supremacists“ , „Male Suppressors“ und „Climate Change Deniers“ verorten, in solcher Weise die Herrschaft übernehmen konnten.

Die Antwort ist meines Erachtens einfach: Über neunzig Prozent der westlichen Medien befördern diese Agenda mehr oder weniger offen, stellen sich wenigstens nicht dagegen, und schon an den regulären Schulen traut sich kaum noch ein Lehrer, da nicht mitzumachen. Mobbing und Jobverlust ist alles, was er dafür zu erwarten hat, Schmutzkampagnen und Rufmord im Netz inklusive. Man hat diese Generation der sich immer unterdrückt fühlenden Unterdrücker, für die die Universitäten lediglich Kampfstätten zur Ausräucherung alles Bösen, systematisch herangezüchtet.

Als ich in den Achtzigern in Würzburg und Salamanca Biologie und hernach Sprach- und Literaturwissenschaft studieren durfte, kam der Schwachsinn gerade in Fahrt, war aber noch nicht übermächtig, lediglich in einem Proseminar für englische Literaturwissenschaft kam ich an einer jungen blonden deutschen Dozentin nicht vorbei (mit Zungenbeißen und Mühe bekam ich den Schein), die mich Doris Lessings „The Golden Notebook“ ganz gelesen zu haben vorzugeben zwang, sehr hübsch die feministische Inquisitorin, aber schon mit verzogenem Mund, wann immer ihr was nicht passte, ich will nicht wissen, wie sie zehn oder zwanzig Jahre später aussah. Ansonsten waren wir noch sehr frei, ich hatte einige hervorragende Professoren und sehr lustige Kommilitoninnen.

Ja, klar kannte man als Anglistik-Student das Wort „Gender“, als ganz normales Wort ohne jede Sprengkraft. Jeder wusste natürlich, dass es nicht nur Schule, sondern auch Schwule und Lesben gibt und Bisexuelle und Zwitter und Leute, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hatten. Wir wussten, dass es Kinderschänder gibt, Sadomasochisten, Kotfresser, Pissesäufer undsoweiter. Den akademischen Diskurs bestimmten derlei Dinge aber nicht.

Wir hatten den Räuber Hotzenplotz ebenso unzensiert gelesen wie die Pippi Langstrumpf, so, wie wir jetzt Shakespeare im Original lasen, niemand regte sich über „Frailty, thy name is woman“ auf, hing daran dessen ganzes Werk auf.

Allerdings erinnere ich mich auch an ein einwöchiges Seminar in Stratford (privat gebucht), wo wir vier Stücke sahen, die hernach diskutiert wurden, mit je einem Hauptdarsteller am anderen Morgen. Und da war Macbeth dabei, im Stück wurde der schottische König von einem Schwarzen gegeben, sein Sohn auch, was mich doch ganz unschuldig irritiert hatte.

Ich erfuhr dann, dass man Othello schon so inszeniert hatte, hurray, dass alle Darsteller schwarz waren, nur Othello weiß. Einiges hatte also schon an Fahrt aufgenommen. Und es gab auch schon einen Germanistikprofessor, weltweit anerkannte Koryphäe der Altgermanistik, den manche Studenten den „Naziprofessor“ nannten, einen Frauenfeind undsoweiter. Dabei unterrichtete der meine spätere Frau ein Semester lang privatissime, nur auf ihre Fürsprache hin ließ er mich, mit einer handvoll anderer, in sein Hauptseminar, allda er mir erst einmal eine gandenlose Hausaufgabe aufbrummte, vergleichende Phonetik von Gotisch bis Altisländisch, mit dem unmissverständlichen Hinweis, dass ich das Seminar zu verlassen hätte, gefiele ihm mein Vortrag nicht. „Nazi“ oder „Frauenfeind“ bestand bei ihm lediglich darin, dass er fachlich viel verlangte. Achja, einer seiner Lieblingssprüche war: „Glauben können Sie in der Kirche, hier wird gewusst.“

Genug dieser Rückblende.

Wer jetzt noch nicht eingeschlafen ist, der ziehe sich nach Lust auch noch Tim Pool rein:

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„Satanisten“? – Vorsicht mit diesem Wort!

Seit einiger Zeit taucht bei alternativen Autoren in der Beschreibung derer, wider deren Machenschaften sie sich stellen, immer häufiger der Begriff „Satanisten“ auf.

Fraglos gibt es darunter Leute, die man als solche bezeichnen kann, indem sie entsprechende Symbole in diesem Sinne ernst nehmen, ernstgemeinte Schwarze Messen feiern, Satan (wen oder was immer sie sich darunter vorstellen) anbeten, ihm opfern.

Damit sind aber schonmal nicht alle Rapper, die sich entsprechend tätowieren, oder die Rolling Stones, wegen ihres berühmten Stückes „Sympathy for the Devil“, tatsächlich praktizierende, gläubige Satanisten.

Und wer die Agenda eines Karl Marx für satanistisch hält, der tut gut daran, trotzdem nicht jeden Sozialisten für einen Satanisten zu halten und als solchen zu bezeichnen, selbst dann, wenn er deren Agenda für menschenfeindlich hält, für von Grund auf böse.

So mögen auch viele der Initiatoren des Klimawahns waschechte Satanisten sein, doch sind deshalb all die verrückt gemachten Kinder, die dem jetzt folgen, auch welche?

Nicht nur, dass diese unscharfe, ständige Verwendung des Begriffs echte Satanisten ungewollt (oder es ist Absicht) verharmlost, er macht diese Autoren auch unglaubwürdig, wenn nicht gar lächerlich, zu hetzenden Spinnern.

Das ist in etwa so, wie wenn der Begriff „Nazi“ für jeden verwendet wird, der irgendwie konservativ ist, die Segnungen der Heranführung sogenannter „Kulturbereicherer“ aus Asien und Afrika, für die er teuer zu zahlen hat, nicht als solche ansieht oder nicht will, dass sein Kind an der Grundschule mit LGBT-Unterricht verwirrt, wenn nicht traumatisiert wird.

Nein, liebe Leute, Ihr tut Euren Anliegen durch die inflationäre Verwendung des Begriffs „Satanismus“ keinen Gefallen.

Allzumal viele junge Leute das mit den Pentagrammen und Baphometbildnissen ganz einfach hip und chic finden, keine Ahnung davon haben, auch eher keine haben wollen – ältere ebenfalls – , was da in überaus mächtigen Kreisen tatsächlich getrieben wird, dass diese zumindest mitverantwortlich dafür sind, die Jungen zu unbewussten, freiwilligen Litfasssäulen ihrer Sache zu machen.

Im übrigen, der Glaube an einen Satan oder Teufel ist in allen drei abrahamitischen Religionen fest verankert, nur dass der da als der böse Böse gilt und nicht der gute Böse. Und wie oft wurde das gegen völlig brave Leute bewusst verleumderisch oder im religiösen Reinigungswahn ausgenutzt, sie um Hab und Gut oder gleich um ihr Leben zu bringen?

Also, ich plädiere klar dafür, da den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.

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Französische Fermdenlegion: Sprachgenies aus aller Welt gesucht!

Ich habe eben nebenher eine Doku (eher eine verbrämte Werbesendung) über die Rekrutierungs- und Ausbildungsmethoden, den Geist der Französischen Fremdenlegion gehört und gesehen.

Klar, dass das nicht lustig ist. Trotzdem musste ich an zwei Stellen lachen.

Der Witz weiter hinten war, dass ein bereits unter Vertrag genommener Legionär anscheinend erst im Dschungel von Guyana, nach allen Vorauswahlverfahren und der harten Grundausbildung, dadurch auffiel, dass er nicht schwimmen konnte. Wie kann das passieren?

Weiter vorne im Film wird auch erwähnt, wie die Rekruten (noch keine echten Legionäre) Französisch lernen.

400 Wörter müssen sie nach vier Monaten (und einem Monat Vorlauf) beherrschen, sich also, können sie noch gar nichts, fast schwindelerregende drei pro Tag (rechnet man alle Tage, sonst gar mehr als das) einpauken (Etwa ab Minute 26:10).

Das ist nun wirklich ein brutales Schleifen. Das verletzt schon fast die Menschenrechte.

Spaß beiseite: Die leben in einer Umgebung, wo andauernd Französisch gesprochen und gebrüllt wird, und das sind diesbezüglich die Anforderungen.

Hätte man mich vor dem Film gefragt, was man wohl ansetzte, so hätte ich wenigstens zehn pro Tag vermutet.

Da sieht man mal wieder, wie wenig ich vom Militär verstehe, vor allem von der Ausbildung von Elitesoldaten (Der Sprecher nennt das, im Ernst, den härtesten Part der anfänglichen Ausbildung.)

Man bedenke dabei, wie viele Wörter nach den Fachbegriffen für Gewehr, Munition, Stiefel, Uniform, Kepi, Korporal, Stillgestanden, Rührt euch undsoweiter noch übrigbleiben.

Sagenhaft.

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