Alte weiße Heteromänner: Keiner ist wichtiger als wir

Ich weiß nicht, welche Zagheit mich niederstreckte, dahin verbrachte und verbrauchte, dass ich im Vorartikel gar in die Überschrift setzte, „anscheinend“ sei keiner wichtiger als wir, das war Pimmel nach unten feig in die Hos‘ geklemmt, denn es ist offenkundig keiner wichtiger als wir.

Alle guten Menschen haben das gemeinsam entschieden. Es steht in jeder Zeitung. Wir sind so wenige, allenfalls ein Prozent oder noch ein halbes der Weltbevölkerung, und allein mit unserer Ausrottung wären alle Probleme gelöst. Wir sind daher überschwerstwichtig, ob wir das wollen oder nicht.

Kaum einer von uns hat danach gerufen:  Wir werden geehrt wie noch nie. Man ehrt noch das schlimmste Gesindel, das es in unseren Reihen je gab. Nie hat man uns ernster genommen als heute.

Dass einer die Hürde auf vierzig oder fünfzig genommen habe, dabei so weiß und unschwul blieb wie zuvor, war früher kein besonderes Kennzeichen von Adel und Gewicht, damit allein galt keiner etwas.

So sind wir Millionen höchstwichtige Leute geworden, selbst der Dorfdepp mit dem Mistschubkarren.

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Rechner erträgt eine Themenliste nicht und dreht folgerichtig durch

Grade eben ist mein Rechner richtig durchgedreht. Er zeigte mir an, mein Text sei veröffentlicht, der war aber intern nicht aufrufbar, extern auch nicht. Und kopierbar war er dann, wenigstens für mich Trottel, auch nicht, indem mein Schreibprogramm nicht aufging. Wieder zurück, und er war weg, wie als ob nie dagewesen. Vielleicht hätte ich ihn vom Ausgangspunkt dieser Niederlage her noch ausdrucken können. Weiß ich’s.

Keinerlei Herumgeranze, nur eine unschuldige Themenliste nach Einleitung im Text, ich sagte nicht einmal was von Außerirdischen, Geheimdiensten oder Satanisten, OK, von Kinderschändern war zugegebenermaßen die Rede, wo auch nur stichwortartig, zudem von Stromausfall und Krisenvorsorge. Vielleicht hat da doch irgendsoein Monsteralgorithmus gegriffen, von denen manche raunen, dass es sie gäbe, schon halb intelligent, oder es las gar jemand direkt mit, erkannte das gefährliche Potential der Liste und ließ sie somit nicht durchgehen. Vielleicht gibt es tatsächlich schon Leute mit Programmkompetenz, die mich sogar live ernstnehmen.

Einstweilen sage ich mir jetzt einfach mal, dass es irgendwie nicht sein sollte. Ich weiß ja noch alle Punkte, so ziemlich, aus der Liste, und das nächste Mal wird sie vielleicht, da abgewogener, nicht spontan, wie abgeschossen, durchaus eleganter, gefälliger, aufschlussreicher.

Achja, es waren Themen, die ich ausrief, in Gastbeiträgen besonders gerne betreut zu sehen.

 

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Zarathustras Geschenk an uns Deutsche

In Nietzsches Zarathustra kommt es nur einmal auf das Deutsche und die Deutschen, bei der Begrüßung der höheren Menschen nämlich:

„Meine Gäste, ihr höheren Menschen, ich will deutsch und deutlich mit euch reden. Nicht auf euch wartete ich hier in diesen Bergen.

(»Deutsch und deutlich? Dass Gott erbarm! sagte hier der König zur Linken, bei Seite; man merkt, er kennt die lieben Deutschen nicht, dieser Weise aus dem Morgenlande!

Aber er meint »deutsch und derb« – wohlan! Das ist heutzutage noch nicht der schlimmste Geschmack!«)“

„Deutlich“ wird also halb heimlich widersprochenermaßen mit unserer Sprache und unserem Wesen verbunden, Zarathustra selbst wisse nicht, was er da sage, denn wir seien lieb und derb.

Unser Liebsein und unsere Derbheit, so scheint es jedenfalls der erfahrene König zur Linken zu sehen, halten uns von jener Deutlichkeit ab, die unsere Sprache laut dem Weisen aus dem Morgenlande ermögliche.

Die sprachlichen Werkzeuge, über Jahrtausende zusammengetragen und geschärft, könnten also alles zur deutlichen Rede Notwendige leisten, nur sind wir einerseits zu zag, andererseits zu grob, sie in diesem Sinne richtig zu benutzen.

Ja, mir gefällt diese Passage.

Kann man auch an einem deutschen Nationalfeiertag mal drüber nachdenken.

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Geschenk zum Nationalfeiertag: Rhinozerösser beim Europäischen Gerichtshof sind selbstähnlich

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/eugh-facebook-muss-mehr-beleidigungen-loeschen-16415109.html

„Online-Dienste wie Facebook können gezwungen werden, bei einer rechtswidrigen Beleidigung nach weiteren wortgleichen oder ähnlichen Äußerungen zu suchen und diese zu löschen. Das EU-Recht stehe entsprechenden Entscheidungen nationaler Gerichte nicht entgegen, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg. Unter Berücksichtigung des relevanten internationalen Rechts könne sogar eine Löschung auf der ganzen Welt veranlasst werden.“

Also steht es heute eingangs des entsprechenden Artikels auf faz.net: Ein österreichische Grünen-Politikerin hatte geklagt, woraufhin der Oberste Österreichischen Gerichtshof die Sache an den EuGH weitergab, der jetzt entsprechend entschied.

Das kann ja richtig lustig werden. Denn der Straftatbestand der Beleidigung selbst ist ja schon ein regelmäßig sehr umstrittener. Denn immer wieder wird mit dem Kontext argumentiert, damit, es habe sich nur um einen Scherz oder um Satire gehandelt, oder dass die sich beleidigt fühlende Person zuerst beleidigt habe, oder dass bei Personen des öffentlichen Lebens (wo fängt das an?) besondere Maßstäbe gelten, ebenso für Angehörige einer Minderheit, in einem als rassistisch anzusehenden Fall, bei spontanen Äußerungen, undsoweiterundsofort.

Damit ist schon ein Löschgebot für wortgleiche nicht gerichtlich festgestellte Beleidigungen reichlich absurd: allzumal es sich da um ein Zitat, echte Ironie, am Kontext klar erkennbar, oder Satire, einen ganz anderen Zusammenhang handeln kann, alles Dinge, die noch nicht einmal ein Facebook-Billiglöhner-Zensor so einfach überblicken kann, geschweige denn ein Algorithmus.

Was nun aber sind rechtswidigen Beleidigungen ähnliche Wortfolgen? Sind Menschen Rhinozerössern ähnlich, weil beide Säugetiere sind? Oder doch nicht, wegen der Haut und des Horns? Wie viele Wörter mehr oder weniger, welche anderen Wörter darf die beleidigungsähnliche Äußerung enthalten?

Das ist ein Fass ohne Boden. Oder eins, das sehr schnell überquillt. Man denke nur einmal daran, dass Jürgen Elsässer gegen Jutta Dithfurt wegen Beleidigung durchkam, da sie ihn einen „glühenden Antisemiten“ genannt hatte. Was, wenn Meister Elektrokasten da mal vergleichsweise suchen geht?

Es kann also in jede Richtung schlagen. Es kann sogar Antifanten und sogenannte Klimaschützer treffen. Es kann jeden treffen, der etwas sagt.

Fazit: Das Urteil des EuGH beweist, dass ein Mensch nicht beleidigt worden sein kann, indem er als Rhinozeros bezeichnet wurde, denn er ist dem Nashorn hinreichend ähnlich.


Ein echtes europäisches Geschenk zu unserem deutschen Nationalfeiertag. EU, You made my day.

 

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Magnus Wolf Göller geht ins Weltuntergangsgeschäft

Heute schon wieder einen Weltuntergang abgewendet. Das heißt, ich habe mir so einen Film angeschaut. Es war natürlich nicht ich, es waren tapfere Amerikaner mit knackarschigen Doktorinnen und mutigen Seefrauen. Aliens hatten undercover angegriffen, beinahe hätten Amis und Chinesen sich im Irrtume wechselseitig vernichtet.

Ich sollte mir endlich einen Weltuntergang ausdenken, den ich allein abwenden könnte. Bislang wälze ich mich nur selber nächtelang dazu, nicht Wandern noch Speis noch Trank noch Lied bringt mich weiter auf der Suche nach der Grundlage dieser meiner Großtat, und weiß ich doch, dass hier an kein Aufgeben zu denken ist.

Besser wäre es selbstredend, ich plante schon gleich auf drei oder möglicherweise fünf Weltuntergänge, so wie die echten Profis das machen. Ja, es muss ein mittel- und langfristiger Plan her.

Am liebsten raunte ich jetzt einfach herum, an Blöden fehlt es ja nicht, erzählte, ich wisse von genau dem Weltuntergang, von dem sonst noch keiner wisse. Meine Kundschaft wird mir schon sagen, welchen ich zu betreuen habe. Learning by doing. Einfach freie Feldarbeit.

Ob ich am Ende etwas abwende, das ist ja eh eine Frage des Blickwinkels. Immerhin wird mir endlich jemand zugehört haben. Geld liegt sowieso drin.

Allerdings, ganz so leicht wird das wohl auch wieder nicht. Ich werde irgendwann gezwungen sein, jedenfalls wenn ich richtig absahnen will, wenigstens ein paar die Leute beschäftigende Andeutungen zu machen, deren Wahn mit einiger Feinsinnigkeit befeuern müssen. Was ein Stress. Aber gut. Da muss man durch.

Vom Grunde her habe ich ja gute Karten. Ich habe alle meinen Konkurrenten so sehr verspottet, o viele Jahre lang, das sitzt, mich wird man für echt halten. Fast egal, was ich sage oder nicht sage. Ich muss mich ja nur merkwürdig genug, vielleicht noch etwas merkwürdiger verhalten, und alle merken, dass es diesmal ernst wird, wenigstens werden könnte. Ich lese einfach die schlimmsten Befürchtungen aus meinen schon gewonnenen Anhängern heraus, gleiche sie mit dem Rest ab, womit der Lack schon angemischt sein sollte. Ich lasse mir, mit etwas Überarbeitung, meine Reden vom Pöbel einfach selber schreiben. Seinen eigenen Worten, etwas nachgesüßt, wird er allemal glauben.

Ja, so geht das. Ich muss mir überhaupt keine Gedanken darüber machen, vor welchem Weltuntergang ich die Leute mal zu retten hätte, vor wie vielen, in welcher Reihenfolge, denn das erzählen die mir von selbst.

 

 

 

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Schönes Spätfrühstück

Nach zwei fast netzfreien Tagen eben spät nach Hause gekommen, stoße ich wieder auf diesen launigen Herrn.

Er hat seinen Spaß mit falschen Kaffeebechern, den vor FfF versteckten „SUVs“ (es sind militärische Geländewagen) der Bundeswehr, allerlei Sprachspastereien und sich im Ringelpiez abwechselnd übertreffenden Intelligenzbestien.


Dann habe ich mir das gleich auch noch reingezogen. Lohnt sich ebenfalls. Diesmal verrate ich aber nichts.

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Eine fast schon vollkommene Klimafamilie mit Bambusen an allen Arschlöchern

Bambus aus China zum ökologischen Klimarettungsarschlochabwischen, davon las ich vorhin, anlässlich Fuck for Fucked, dass der jetzt angesagt sei. Auch Mama und Papa müssen sich jetzt mit Bambus aus China ihre Arschlöcher betreuen, sonst macht ihre aufgeweckte Lina, 13, sie fertig.

Lina hat aber prima Eltern. Die lassen sich nicht einfach fertigmachen, sondern machen das einsichtig mit.

Günther und Anne wissen, dass sie sich ihrer Tochter zu unterwerfen haben. Denn sonst meldet sie sie bei ihren Arbeitgebern, auch bei der Klimapolizei.

Also kaufen sie für Lina jetzt den Schiet aus China, tun so, vorsichtig, denn Lina schaut genau hin, als ob sie das Zeug benutzten. Beide bunkern und verstecken noch nicht verbotenes reguläres Klopapier. Mit sehr schlechtem Gewissen.

So, gut erzogen, hat hier das Kind, wie es sich gehört, das Kommando.

Lina und Anne und Günther sind eine fast schon vollkommene Klimafamilie.

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„Der Vegane Germane“

Es gab zu alten Zeiten vielleicht sogar mal einen aberwitzigen veganen Germanen, doch war der bald entkräftet, untauglich und tot. Seine alledle, ihn irgendwie bei Kräften haltende Sondernahrung gab es nämlich nicht. Wenigstens nicht hinreichend davon. Bald kein halber Arschmuskel mehr, aus die Maus.

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