Vinonautik…Träume…Zickenshowdown entscheidet Gretas und der Welt Schicksal

Magnus im Fruststreik – Rettungssuche im Meerschaumtraum mit Greta auf Malizia II

Klimaretter Vinonautik

Dass ich mich eben endlich zum Vinonautentume bekannt habe, mein Herauskommen damit erstmal hauptbewältigt und beworben, das hilft nichts, der Zickenkrieg zwischen den PsychologInnenverbändInnen bezüglich Gretas ist immer noch keineswegs beigelegt, achwas, es lodern die Flammen der gegenseitigen Verleumdungen und Beschuldigungen, es wirft mich doch wieder in die Pflicht, in die Berichtspflicht von der Klimafront.

Einige sehr unglückselige Männer nämlich versuchten sich jetzt höchstsanftest darin, zwischen die streitenden Weiber zu gehen, die Greta je für sich reklamieren. Wider einander nichts auslassend.

Die wurden schneller zwischen den Weibern zertreten und zerrieben als ein Büschel Dürrgras zwischen Legionen im römischen Bürgerkrieg.

Überall sitzen nun die Restmänner zuhause, wo sie sich das trauen auch noch zusammen in den Kneipen, fragen sich, welche Zickenseite die besseren Karten hat. In allen seriöseren Lokalen tuscheln sie lieber nur. Man will es sich ja für keinen Fall verscheißen.

Alle warten auf den Großen Zickenshowdown.

Er wird über Greta und damit das Schicksal der Welt entscheiden.

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Klimaretter Vinonautik

Da aller Verkehr klima- und umweltschädlich ist, selbst der Geschlechtsverkehr, habe ich als guter Bürger beschlossen, noch mehr auf Vinonautik umzustellen als schon bisher. Ich bin Vinonaut, das Vinonautentum ist die Lösung.

Es ist schließlich viel ökologischer, sich daheim ein paar Weine reinzutun und dann vorzustellen, wie man in Schottland sei zur Altwhiskyprobe, oder in Wallonien oder Bologna bei mal einem anständigen Mahl, zur Tapasrunde in Sevilla, zum Sekt auf der Krim, als dass man da immer hinführe.

Einfach Wein trinken, sich die Sachen vorstellen, und schon ist man dort. Deshalb ist die Vinonautik nicht nur die ökologischste Form des Verkehrs, sie ist auch jetzt schon die billigste.

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Magnus im Fruststreik – Rettungssuche im Meerschaumtraum mit Greta auf Malizia II

Ich habe mir schon drei Links rüberkopiert, bei zweien geht es nur um den neuesten Klimaschwachsinn, beim dritten immerhin von höchster deutscher Stelle zum Thema Stromausfall, da verschweigt man so gut als möglich einen, wenn nicht den Hauptgrund der Gefahr, nämlich den unzuverlässigen deutschen Ökostrom.

Aber, tut mir leid, lieber Leser, ich werde alles nachholen, nur heute ertrage ich es einfach nicht, darüber ernsthaft zu schreiben, ich brauche eine Pause von diesen dreisten Narreteien und Verschleierungen, dieser Niedertracht und diesem beliebigen Wegschieben und Umwerten noch der schlagensten Einwände und größten Fragezeichen.

Um Sie nun nicht mit diesem Ende in meinem geoffenbarten Fruste versinken zu lassen, auch zu meinem seelischen Ausgleiche, sollte ich jetzt ein Jokundativ zur Wirkung bringen, also etwa einen kleinen Schwank, eine nette Anekdote, eine Idiotenkurzgeschichte oder einfach einen Witz.

Also gut.

Auf der Greta-Regatta auf der Malizia II von Monaco nach New York geht einer im Nordatlantiksturm über Bord. Man kann ihn nicht retten, der Dokumentarfilmer aber filmt bis zu seinem letzten Abtreiben. Das YouTube-Video geht unter dem Titel „He gave his life for our climate“ viral. Die Seite bricht bisweilen zusammen. Über 700 Millionen Klicks in zwei Tagen. Die ganze Welt weint um den Helden, alle reden von nie dagewesenen Stürmen und Wellen und Schäumen und Gischten und Grundseen und dem damit sichtbar nachgewiesenen steigenden Meeresspiegel. Greta erklärt zur Aufnahme unter Tränen, sie habe den Mann noch kurz zuvor gewarnt, da oben nicht mehr herumzuturnen, da sie das sich über dem Meer ballende böse Gas kommen gesehen hatte. Er habe ihr nicht geglaubt. Es sei furchtbar.

Indem nach und nach herauskommt, dass da gar keiner starb, nicht nur, weil man keine Leiche findet, was auf hoher See eher normal, sondern kein real fehlendes Besatzungsmitglied, erklärt Gretas Management, dass man natürlich nur habe wachrütteln wollen, zeigen, was jederzeit mit jedem Seefahrer und Küstenbewohner geschehen werde, steuere man nicht sofort und nachhaltig um. Ob man etwa hätte wirklich einen Menschen opfern sollen, die Leute in die notwendige Panik zu versetzen?

Gretas Steh- und Sehvermögen wie die menschenfreundliche Weitsicht, wenn nicht Weisheit ihrer Berater, werden allsamt gelobt, die Medien überschlagen sich mit Forderungen nach neuen Steuern und Vorschriften und zumal danach, den Klimaleugnern endlich richtig das Handwerk zu legen.

Weiter kann ich Ihnen jetzt ehrlich noch nichts davon erzählen, denn in meinem Traum war das jetzt.

Anschluss

Eben fällt mir ein, dass der Traum doch noch nicht zuende war, jetzt also noch nicht jetzt.

Verschiedene Psychologen- und Feministinnenverbände sind auf den Plan getreten, meinen, dass es unverantwortlich gewesen sei, eine Minderjährige, die unter einem unvergleichlichen Druck steht, dem Törn ausgesetzt zu haben. Greta werde noch lange gebraucht werden, sie da so in den Fluten zu verheizen, das sei, gerade mit Blick auf Weltklima und ihrer Bedeutung für die Verbreitung von Panik schlicht unverantwortlich.

Man äußert zwar noch nicht ausdrücklich den Verdacht, dass Gegenmächte das Geschehen rund um Greta wesentlich unterwandert hätten oder gar schon in ihre Kontrolle genommen, doch es hängt ein schwerer Geruch in der Luft.

Andere Psychologen- und Feministinnenverbände wiederum sehen es als eine Ungeheuerlichkeit an, wie da eine junge Frau, gerade aus Autarkie, äh, Autismus und sonstwas erfolgreich herausgekommen, als nicht genesen, als Willenlose dargestellt werde, womöglich mit der Absicht, sie in alte Finsternis zurückzustoßen.

Es hat sich daraus inzwischen ein Zickenkrieg entwickelt, dass nur noch ein paar sehr mutige sehr schwule Männer auf die Talkshows gehen, wo der ausgetragen wird. Selbst die frechsten Transen trauen sich da nicht mehr hin.

Nun kam der Eklat. Eine evangelische Bischöfin hat erklärt, dass man eine Greta, gleich einer Hildegard von Bingen, nicht nach normalen psychologischen Kriterien entlang ihrer Aussagen und ihres Gebarens messen könne, da solche, ständig verfolgt, ja manches verschlüsseln mussten und müssten, sozusagen die herrschende Kaste zum Guten hin ein wenig hinters Licht zu führen, um den göttlichen Funken, der ihnen ganz besonders übertragen, zu einer Fackel zu entfachen, die die ganze freie Welt erleuchten werde.

Das gab meiner Erinnerung wohl wiederum erstmal den Rest, denn ich war im Traum wohl zu aufgeregt bezüglich der folgenden Reaktionen, schließlich war es undenkbar, selbst im Dämmer dessen, dass der Zickenkrieg damit beendet sein werde.

 

 

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Armer Lidl! – Siegt am Ende die freche Norma?

Armer Lidl! Veggie-Volksburger bleiben liegen! Solidarität mit Lidl!

Mir geht der arme Lidl mit seinen Veggie-Volksburgern nicht aus dem Kopf.

Der hat es jetzt nämlich geschafft, 227 Gramm Gemüsepflanzerl nicht für fünf, sondern für drei Euro an den Markt zu bringen. Wie er das wohl hingekriegt hat, dass das Zeug nur noch doppelt so viel kostet wie Rinderhack? Diktiert da die Fleischmafia die absurden Preise?

Ist das, bei den lächerlich billigen Zutaten, großteils Wasser, wirklich so ein lebensmittelchemischer Gesamtaufwand, die Dinger irgendwie ansehnlich und ähnlich wie Echtfleisch schmecken zu lassen, dass es, selbst in der Volksvariante, ein veritabler Luxus, ein ernährungsphysiologisch fragwürdiger Ausflug überdies?

Wie ist es denn eigentlich mit der Energiebilanz, wenn die Herstellung eines Kilos nicht einmal eines Euros Werts an realen Zutaten bedarf, und das Ergebnis ist so teuer?

Vielleicht richtet es der Markt ja auch bald.

Die Norma bietet vergleichbare Dinger plötzlich rotzfrech um ein Drittel an.

Alle toben.

Die Norma aber siegt.

Denn vierzehn Tage später sinkt der Preis in bundesweiter Aktion noch einmal um zwanzig Prozent.

Und gleichzeitig kündigt das Unternehmen an, seine „Veggie Burgers for Everyone“ bald auch in den USA zu verkaufen, eine eigene Produktionsstätte dort sei schon in Planung. Und schon wankt dort ein Gelddruckgigant.

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Nikolayevas Bach schützt mich selbst vor Greta

Ich habe diese Aufnahme der Nikolayeva schon einmal erwähnt, es liegt erneut an.

Ohne jede Weinerlichkeit: Wenn man sich, wie ich, zum Behufe seines Blogs, einige Stunden pro Tag mit unsäglichem Unrat befassen muss und den selbst noch bei der heiligsten aller Tätigkeiten, dem Kochen, in sich umwälzt, ist das ein nicht nachlassendes Erhellungs- und Beruhigungsmittel im besten Sinne.

Probieren Sie es mal aus. Die Aufnahme taugt auch, wenn man Schönes noch beflügeln will.

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Armer Lidl! Veggie-Volksburger bleiben liegen! Solidarität mit Lidl!

Eben war ich beim hiesigen Lidl, das übliche, heute auch etwas Fleisch zu besorgen, und siehe da, ich gewahrte gleich beim Echtfleisch eines großen Stapels Veggie-Burger namens „Next Level“, 227 Gramm zu 2.99, nein, schon nicht mehr, inwischen allesamt 2.09, wegen kurzer Haltbarkeit, bis morgen.

Offenkundig waren die tagelang nicht zum regulären Preis gekauft worden, und wenn nicht gerade eben umgezeichnet, auch noch kaum zum ermäßigten.

Der arme Lidl! Jetzt bietet er auf Teufel komm raus dieses sauteure reichlich laminierte Erbsenpüree-Gemüsegemisch an, und zumindest hier im fränkischen Bratwurstland will es anscheinend keiner haben.

Die paar Gemüserereste und das Kaliumsorbat und einige andere Zutaten morgen erbarmunslos wegschmeißen zu müssen, das wird den Konzern wohl nicht zu hart treffen, doch bedenke man den Imageverlust, sollte das nicht nur in Karlstadt am Main aufkommen, sondern vielerorts im Land!

Damit wäre nämlich zwingend nachgewiesen, dass beim Lidl lauter solch fleischfressender Klimaschänderplebs wie ich einkauft, also jeder verantwortliche Mensch einen Bogen um jeden Lidl machen muss. Zumal die ganze aufgespritzte Gemüsepampe, erinnere ich’s recht, nichtmal Bio, lediglich schon für 2.99 wohl das Billigprodukt dieser Art am Markt, wahrscheinlich, weil Lidl selber nur Hungerlöhne zahlt.

Ja, mir tut der Lidl leid.

Achja, ich nahm dann doch kein Rinderhack mit, was ich eigentlich vorgehabt hatte, mal wieder eine nichtvegane Bolo daraus zu kochen oder Fleischküchle zu machen, doch irgendwie verdarb mir die farbliche Ähnlichkeit mit jenen armseligen Veggie-Teilen die Lust darauf, weshalb ich mir dachte, warum nicht wieder mal ein Huhn, und siehe da, unter einigen noch nicht herabgepreisten Maispoularden lag eine, die ebenfalls um 30% reduziert war. Da lachte das Schwabenherz, jetzt ist das Ding schon mit Sellerie und Lauch und Paprika und Schalotten und Knoblauch und Olivenöl und Meersalz im Ofen, etwas Chili fehlt noch, vielleicht kräutere ich noch ein wenig, später kommt ein Schuss Wein dazu.

Ich werde meinem lieben Lidl treu bleiben. Da bringt er endlich den halb so aberwitzig teueren Volks-Veggie-Burger heraus, und die Leute sind nicht einmal aus Gründen der Solidarität heraus bereit, den zu kaufen. Ich finde das rücksichtslos und unterdrückerisch, und ich stehe ausnahmslos immer auf der Seite der Niedergeworfenen und Unterdückten.

Nachtrag. Es ist womöglich noch schlimmer als vermutet. Der Tester da unten meint, der Lidl-Veggie-Volksburger sei von den drei getesteten nicht nur mit Abstand der billigste (das sieht ja jeder schon am nicht reduzierten Preis), sondern auch der beste. Noch ein Grund für meine Lidl-Treue. Denn dass Lidl ihn dafür geschmiert hat, kann ich mir bei den billigen Burgern kaum vorstellen, und wenn schon, Geschmäcker sind verschieden, das wäre für mich nur kreative Notwehr.

Hier der Gegenknaller von der SZ: Der Lidl Fake-Burger ist ein Fake-Fake-Burger zum Kampfpreis:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lidl-next-level-burger-1.4548894?utm_source=pocket-newtab

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Stromausfall mit Babs, Birgit, Hans und Kalle

https://magnuswolfgoeller.de/2019/08/gruen-vorgesorgt-endlich-oeko-stromurlaub/

Ich setze jetzt die Lektüre des oben verlinkten Artikels und des dort wiederum verlinkten Fremdartikels voraus, oder holen Sie das bitte nach, oder Sie wissen sowieso schon um die reale Gefahr eines längeren Stromausfalls in weiten Teilen Europas, so dass ich Sie ohne weitere Umschweife ansprechen kann.

Erstellen Sie genau auf Ihr Zuhause einen bestmöglich zugeschnittenen Notfallplan. Zunächst prüfen Sie, von welchen elektrischen Systemen Sie elementar abhängig sind, also zunächst Kochen und Licht und Heizung, wobei darunter eben auch jede moderne Gas- oder Ölheizung fällt, die elektrisch gesteuert und elektrische Pumpen braucht. In einer Stadtwohnung werden Sie jetzt vielleicht zwei Gasflaschen für den Notwärmestrahler wie fürs Kochen auf dem Balkon parken. Kerzen und Taschenlampen mit hinreichend Batterien liegen auf der Hand, Solarladegeräte dazu schaden auch nicht. Auf dem Land mag es der doch wieder installierte Holzherd sein, in der Stadt mag man auch ein Spirituskochsystem vorhalten, da kocht es sich schon mit zehn Litern Spiritus einige Zeit. Natürlich hat man elementare Verbandsachen und Nahrungsmittelvorräte, so dass man sich nicht gleich mit dem Rest um die letzte Konserve schlagen muss. Man hat Planen und Nägel, um eingeworfene Fensterscheiben abzudichten, bevor der Glaser in einem Vierteljahr kommt. Man hat elementare Werkzeuge und jede Menge warme Kleidung und Decken und Schlafsäcke und am besten auch noch ein paar Flaschen Weins und Whiskys.

Es muss eh immer jemand in der Wohnung oder im Haus bleiben, je mehr Leute, desto besser, um aufzupassen. Am besten, man geht erstmal so wenig wie möglich raus, nur hie und da peilt einer die Lage. Das gibt romantische Kerzenabende. Es gibt Linsen und Reis für alle. Es ist schon der dritte Abend, gestern waren es Dosenravioli, lieber schonmal Sprit sparen, und der Hans hat stolz immer noch ein großes Stück Hartwurst zu verteilen, so wie Bärbel ein entsprechendes vom Käse. Tagsüber keine direkten Angriffe, nur immer wieder Geschrei auf der Straße. Übers Kurzwellenradio ward nun klar, dass in vielen Städten Plünderungen und Straßenschlachten im Gange, so dass Kalle, der Koch, Bärbel, nicht nur in Sachen Käse Strategin, Hans, der mit den Werkzeugen, die nicht nur Hartwurst richtig aufschneiden, sowie Birgit, die Heilkundige des Quartetts, je zu Pärchen aneinandergekuschelt, doch durchaus jeder mit jeder und jede mit jedem nicht nur all ihrer Voraussicht dankten: Sie gelobten allda, sich künftighin noch viel besser auf derlei Lagen einzurichten, und zwar selbst dann, wenn jetzt sofort das Licht wieder anginge.

Es ging aber natürlich nicht im Moment des Gelöbnisses wieder an. Das gibt es nur bei Religionen und im Theater. Außerdem wäre Babs und Birgit und Hans und Kalle auch für den Fall zu trauen gewesen.

Die Vier treffen sich jetzt alle vierzehn Tage zum gemütlichen vorsorglichen Beisammensein, manchmal rein zum Spaß und zum Üben stromfrei.

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Herzogin Meghan Markle steht auf meisterliche Strandpoesie

https://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/herzogin-meghan-markle-als-chefredakteurin-der-vogue-16316945.html

Keine Angst wegen der Royals, es wird schon noch lustig.

Prinz Harrys Gemahlin Meghan Markle durfte jetzt Chefredakteurin der britischen „Vogue“ spielen, 15 Frauen prangen auf dem Titel, Frauen, will man die unvermeidliche Greta als Frau rechnen, in Orange prangt das Motto „Forces for CHANGE“, also alles nichts Besonderes.

Dann aber legt die FAZ-Journalistin in ihrer Kritik an der Kritik an Markle im Königreich dergestalt los: „Doch die Grabenkämpfe, mit denen dieses Land unter dem Eindruck des Brexits schon genug zu tun hat – hier die Weltoffenen, Entspannten, dort die von Zukunftsängsten und dem Verlust ihrer nationalen Identität Besessenen – werden auch zunehmend an ihrer Personalie entlanggeführt.“

Aha, hier die Entspannten, dort die Besessenen. Also über 50% Besessene im Königreich, leider mehr als Entspannte…

Das ist zwar etwas grob, aber im Grunde liest man Ähnliches jeden Tag, vielleicht eher bei Spiegel und taz als bei der FAZ, doch was soll’s.

Der Spaß kommt nämlich jetzt:

‚Im Heft steht auch ein Gedicht, „A Note From the Beach“ von Matt Haig. Es geht um den weiten Strand und die kleinen Menschen. Immer wieder ist die Rede vom Körper. Zum Beispiel: „I am entirely indifferent to your body mass index. I am not impressed that your abdominal muscles are visible to the naked eye.“ Eines ihrer Lieblingsgedichte, steht daneben.‘ (Hervorhebung des „Gedichtes“ von mir.)

Ich versuche mich mal an einer Übersetzung dieses poetischen Meisterwerkes:

„Ich bin gegenüber deinem Körpermasseindex völlig gleichgültig. Ich bin nicht beeindruckt, dass deine Bauchmuskeln mit bloßem Auge sichtbar sind.“

Das ist mal ein Ding. Mit dem Spruch also macht die moderne Frau den Strandbeau an, den sie absahnen will.

Wie wäre es damit, es könnte ja auch ein geistesgesegneter Mann interessant sein und an diesem Strand, wenigstens theoretisch:

„I am entirely indifferent to your intelligence. I am not impressed that your well-spokenness is audible with the bare ear.“ (Variante: „I ain’t givin‘ a fuck concerning the content of your skull. I ain’t fuckin‘ impressed that yer posh talkin‘ is heard by my bare snatch.“)

„Ich bin gegenüber deiner Intelligenz völlig gleichgültig. Ich bin nicht beeindruckt, dass deine Beredsamkeit mit dem blanken Ohr vernehmbar ist.“

Welcher Mann, um wieviel mehr welche moderne Frau, denn das ist ja nicht festgelegt, lässt sich nicht gerne am Strand aufreißen, wenn seine beziehungsweise ihre Vorzüge gleich so unmissverständlich erkannt und anerkennend zum Ausdruck gebracht sind?

Auch die bestimmte Zartheit der Poesie. Zwei klare Aussagesätze, jeweils mit Ich beginnend, der zweite hat noch einen Nebensatz, sie sagen im Grunde dasselbe: und besonders elegant die Negation im zweiten: und dann noch der geniale Kontrast zwischen dem gehobenen „audible“ und dem volksnahen „with the naked ear“.

Trotzdem, keine Angst, ich werde hier nicht noch mehr Lieblingsgedichte der Herzogin von Sussex würdigen.  Sowieso soll man erhabene Poesie nicht auseinandernehmen, einfach wirken lassen und fühlen. So wie Frau oder Herr Bamboozle bei der Anmache am Strand.

 

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„Steuer“ kann eben doch so übel klingen wie „Tax“

An vielen Stellen hat das Englische unbestreitbare Vorzüge.

Ich nehme mal nur ein Wort her, aber dafür gleich ein weltwichtiges.

Auf Deutsch heißt es „Steuer“ oder „Steuern“.

Nun, wer sitzt nicht gern am Steuer oder will steuern, es legt sich doch, auch klanglich, recht harmonisch ins deutsche Sprachbett.

Dann aber „Tax“ und „Taxes“. Da klingt gar nichts sanft aus. Ich habe als junger Kerl in den USA beim Trampen Leute erlebt, die das Wort in Höchstverachtung, geradezu als Sinnbild alles Schlechten der Welt, herausschleuderten, weit grimmiger als „Fuck!“ oder „Bitch!“ oder „Scam!“ oder „Crook!“.

Klar, da kommt die Sprache mit der Mentalität zusammen.

Allerdings, wenn man das „sch“ am Anfang von „Steuern“ und Zwischenanfang von „besteuern“ richtig lange hochgradig zischen lässt, das „t“ dann gewaltig explodieren, denn Rest dann fast schon alswie in einem letzten todesnahen, verächtlichen Ausatmen in seine eigene eigengefallene Brust und dabei ins Gehör aller senkt, Übung mag nottun, so hat auch der deutsche Steuerverächter seine Möglichkeiten. Es ist in dem Falle im Deutschen lediglich nicht so einfach.

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So siegten die Leugner und schufen eine neue Gründerzeit

Jaja, so war das.

Die Klimarobocops rückten aus gegen die immer noch großen Widerstandsnester der Leugner. Die Leugner hatten die Interfaces der Cops gehackt, sie nach und nach funktionsunfähig gelegt. Nur einer wurde aus den Gefechten mit einer Resterinnerung geborgen, die Leugner ließen ihn wohl liegen, weil sie das so wollten.

Wie man sich vorstellen kann, war das Entsetzen in allen Klimaliebgemeinden der Welt groß; überall Wehgeschrei der Weiber und der Trauernden und Opferangehörigen und Märsche und Kerzen und Weiheorte, auf den Straßen Deutschlands besonders, keiner, der was auf sich hielt, fehlte.

Bei aller Trauer musste aber etwas geschehen. Die Leugner waren schon lange keine Sekte mehr, weite Teile des Volkes fragten sich schon, weshalb die denn durch die Robocops so hart verfolgt werden mussten, allzumal, wie sie den Klimalieben eine so harte Niederlage hatten beifügen können, dass in der Politik jetzt schon eine empfindliche Leugnerbekämpfungsabgabe für alle im Gespräch.

Natürlich kam die Sause am Ende zu einem Showdown, Sie wissen schon, wer obsiegen wird, nun gut, aber wie, das mag Sie doch noch befassen.

Man begann, den Gegner zu schrecken, außer der Nachrüstung der Robocops, nicht direkt Kindersoldaten auszuheben, das ging 17 mit Einwilligung der Eltern so schon, 18 sowieso, also die Leugner mit der Wut der selbstgezüchtet Lautesten und langfristig so fürchterlichst Betroffensten anzugehen.

Die wollten aber gar nicht. Es sei ihnen egal, wie scheiße und was für Dreckstypen die Leugner seien, dafür sei der Staat da, ihren eigenen Arsch hängten sie da bestimmt nicht hin. Die sollten mal nach ihren Robocops gucken, unfähiges Pack. Und das noch auf Deutschrap.

Ja, und so kam es dann, dass es einen Sieg der Leugner gab. Es fiel kein Schuss. Alle Robocopspezialisten wussten, dass die Gegenseite diese nach Belieben stören und vernichten könne. Keiner wollte noch für diese als völlig sinnlos erkannte Regierung sterben.

Das Land genas schnell. Die Leugner räumten auf, ließen in jeder Hinsicht frische Luft herein und senkten zumal für die Mittelschicht die Steuern.

Es gab eine neue Gründerzeit.  

 

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