Vom Hinterse

„Was willst du hier noch? Geh doch Schlunz zu deiner Dummfotz!“

Das in etwa wäre mir von meiner geliebten verstorbenen Frau entgegengeschollen, schon bevor ich die Türe ganz aufgemacht, wäre ich hinterse bei einer Buhle gewesen, lediglich das erste Mal.

Es gibt eben kompetente Frauen.

 

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Wie feiere ich Trumps Sieg richtig?

Vom Barolo dazu sprach ich schon, einem selbstgemachten Festessen, sollte Trump doch noch gewinnen.

Was aber für ein Festessen?

Für mich allein eine Gans zu braten, das wäre vermessen. Oh, klassisch deutsch mit Rotkohl und Kartoffeln, einer schönen schmackofatzigen sämigen Soß’…! …! …!

Die Vorspeisenplatte gibt es so oder so, dann aber nur ein Käsfondue?

Werde ich endlich mal wieder zu Lammkoteletts mit mächtig Knofi und frischem Rosmarin und / oder Salbei greifen müssen?

Immerhin ist schon klar, wäre es auch, wohnte ich an der Küste und kennte den besten Frischfischer, dass mir an einem solchen Tage Fisch als Hauptgang zu schmal.

Hirschmedaillons wären natürlich nicht von Übel. Nur werde ich die noch schwerer beiziehen können, frisch, als Koteletts von der Heidschnucke.

Immerhin habe ich schon raus, dass ich außer dem Barolo auch mindestens einen Bürgstädter Spätburgunder und einen Iphöfer Silvaner (den gibt es zur Vorspeisenplatte) besorgen muss, zuzüglich eines Rieslingeisweins, der die Nachspeisen begleitet, wenigstens eines Sauternes‘.

Vielleicht mache ich mir auch nur handgeschabte Kässpatzen mit Röstzwiebeln.

Präsidenten kommen schließlich und gehen, und wer sich derenthalben zu sehr verausgabt, mag bald das Nachsehen haben.

 

 

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Von meinem Schreibtischschreine

Mein Schreibtisch ist in den letzten beiden Jahren immer mehr zu einem Schrein mutiert.

Ja, da sind immer noch Bildschirm und Tastatur und Lautsprecher, links am Ekelrand meine Schmierzettel und die letzten Drohbriefe vom Finanzamt, ansonsten aber reihen sich im Halbkreis einige meiner kleineren Kienhölzer, garniert mit allerlei Kristallen und Mineralien und Steinen von der Ostsee, zwei Ringen, die ich vermutlich nie tragen werde, einem wunderbaren Weinbergschneckenhaus und versteinerten Schnecken und Muscheln, etwas Ledertasche mit alten Uhren drin, dem handgefertigten geschmiedeten Hauptkerzenständer und den zwei Teelichthaltern, einer aus Steinsalz, fürs bezaubernde Durchschimmern, der andere offen aus einem schönen glitzerig graugrünen Granit.

Ja, ich gebe es zu, Haarbürste und Haarkrebs und Kamm und Salbe und Heilöls für die einst ziemlich zerschmetterte Schulter sind rechts zu finden, natürlich auch das unvermeidliche Schweizermesser für alle Fälle, die deutschrobuste Wassertasse und das Weinglas, der Tabak und der Aschenbecher links, und grade sehe ich noch die Kastanie und die beiden Eicheln neben dem hübschen Kleingeldtöpfchen mit dem kitschigen Rosenmotiv, den noch nicht anständig entsorgten Papierrotzlappen, das schöne Etui mit meinen zweitedelsten Schreibsachen, ja, auch Feuerzeug und Fon, selbst eine Maus, dahinter das Gefäßchen mit den Gummibällen, oben auf der Box den roten Markierstift, ich weiß nicht, wie viel Zeugs ich jetzt noch einzeln zu erwähnen hätte.

Ich weiß auch nicht für oder gegen was das alles helfen mag, aber eben erst recht nicht, was es mir schaden sollte.

Außerdem räume ich das Ganze ja hie und da auch um, eins kommt woandershin, ein anderes dazu, auf dass mein Schreibtischschrein mir neues Leben gewänne.

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Habe spottbillige bessere, geprüft nebenwirkungslose Coronaschutzstoffe als BioNTech zuhauf

Von der Firma BioNTech haben wir die Behauptung, sie hätten einen Coronaimpfstoff mit über 90% Wirksamkeit so gut wie am Start.

Wie die mit ihrer Zauberküche das ohne Testreihen wissen wollen, erschließt sich zwar keinem mit etwas Restverstand, aber glauben wir das einfach mal. Es ist nämlich scheißegal.

Ich nämlich weiß, zumindest fällt mir das zu glauben nicht schwer, dass über 90% der Leute von Corona gar nichts bis wenig merken, daher im Sinne ihres Gesundheitszustands auch ohne Impfstoff hinreichend geimpft sind, hiemit der neue von BioNTech gar nichts leisten können muss.

Sie können sich also ein Stückchen Brot, etwas Kochsalzlösung, Pfefferminztee, Erwachsene ohne Leberschäden auch ein Gläschen Bier oder Wein gönnen, denn damit sind Sie mindestens so gut geschützt wie wenn BioNTech sein großspurig abgegebenes und allenthalben schon bejubeltes Versprechen tatsächlich halten kann, indem Sie von deren Schlunz nicht erst recht krank werden. Ohne Test, ohne Arztbesuch, ohne Schwachkopfapp am Handy, für ein paar Cent: Und wenn Sie selbst das nicht haben wollen, ist es auch nicht anders.

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Die Aktie von BioNTech ist zwar im Laufe der letzten sechs Monate nach einer Spitze Ende Juli und folgendem schwerem Absturz ab 1. September nach und nach wieder stark gestiegen, hat ausgerechnet heute aber leicht nachgegeben. Haben die Börsianer inzwischen Hellseher, die schon vor mir wissen, wann ich einen nicht allzugünstigen Artikel über eine Firma in die Welt setzen werde? 

Vielleicht haben die mich ja auch bestochen, und ich habe davon zu 99,99999999 Prozent nur nichts gemerkt.

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Nepomniachtchi vs. Aronian

In wenigen Minuten werden die beiden oben genannten und zweifellos unbidenistischen Schachgiganten netzweis gegeneinander antreten.

Dazu werde ich nicht einmal Bach hören, sondern mal lieber wieder Jan Gustafsson und Peter Svidler.

Das wird mit Sicherheit maskenlos geil.


In den Spielpausen lasse ich mir aber vielleicht doch wieder das rein, zumal ab 1 h 25 min:

 

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Söder hofft vergeblich

Indem der Söder alle seine Geheimpolizeien auf mich angesetzt hat, muss er jetzt schon Tage vergeblich darauf hoffen, dass ich ihm Besonderes widme.

Mal sehen, wie lange ich diesen Halbfanten und seine sämtlichen schlunzigen schleimichten kleinen Schlapphutkrattler dazu noch auszuhungern habe.


Söder ist einfach noch minder als dieser mein kleinster hier eben verfügbarer Schriftgrad.

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Mit den späten Früchten in den Winter

Nachdem wir nun zwei schöne Nachtfröste hatten, das Wetter auch tags herrlich klar, bin ich heute zur Schlehenernte ausgerückt, die Früchte fielen mir vollreif auch schon fast in die Hände, daraus wiederum einen trefflichen Likör zu bereiten, dessen ich vom letzten Jahr zuwenig angesetzt, daher schon keinen mehr habe.

Vom Hägenlikör habe ich noch genug, also, dass ich mir von diesen wunderbaren Früchten wohl nur eine schöne Menge für Tee im Ofen trocknen werde: auch ist er für meinen Geschmack nicht ganz so verlockend herausgekommen wie jener von der Schlehe. Die bringt einfach nicht nur mehr natürliche Säure und schönen Gerbstoff mit, sondern auch vielschichtigere Aromen.

Wahrscheinlich werde ich diesmal auch einen kleinen Pott mit Weißdornfrüchten ansetzen, schon allein deshalb, weil ich mir wegen des Coronawahns auch im kommenden Jahr keinen Herzkasper einfangen will.

Oh, ich war ja noch gar nicht auf Wacholder. Auch da gilt es die je unterschiedliche Reife nicht zu verpassen.

Und schließlich, da der Winter sich dafür am besten eignet (man findet leichter, weil nicht alles zu mit Brombeergestrüpp), ist es jetzt auch wieder Zeit auf Kienholz zu gehen, das natürlich nicht über alkoholischen Auszug oder Tee zur Freude gereicht, aber über den ätherischen Eigengeruch und seine bleibende Schönheit.

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