Holz und Stein

Nach den „bösen“ letzten paar Themen mal wieder zum Schönen.

Dass ich voraussichtlich erstmals im Mai wieder für ein paar Tage an meine geliebte Ostsee darf – es wird auch wieder mal die Nordsee sein – , habe ich schon aufgebracht.

Inzwischen erfreue ich mich nicht nur am Walde – das schon immer – sondern zudem am Schaffen mit Holz. War es mir früher noch eher ein brauchbarer, durchaus schöner Werkstoff – ich habe auch viele alte Balken hier im Hause hergerichtet, indem Andrea Stücke restaurierte und mit Bauernmalerei versah – stund ich eher am Stein, am Bau, doch auch fürs da erreichbare Schöne.

Klar, dass jedes Holz noch mehr lebt als jeder Stein.

Es gibt sich sozusagen leichter hin: Es indes falsch zu behandeln und damit zu verschandeln oder gar unbrauchbar zu machen, das ist ebensowenig eine Kunst.

Die rechte Kunst ist sogar in einem schwieriger: Weiß einer, einen gesunden Stein richtig zu behauen, ein falscher Hieb zwar, von Tausenden, und das war‘s, so muss er den nur vor sich liegen haben, und das Werk wird etwas.

Das Holz aber verlangt umgekehrt, da es so jung, viel Sorgfalt beim Suchen und Schlagen, beim Trocknen und Reinigen, zudem nicht nur bei der Zwischen- wie der Endbehandlung.

Sonst hat man es doch noch vergeigt, selbst wenn nicht einmal eine Geige daraus geschaffen werden sollte.

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Und wieder wird es immer schöner

Es seicht und seicht und seicht. Aber: Ich hatte Glück und Geschick und fuhr vorhin mit dem Radl in den Wald, ohne heruntergeweht zu werden oder völlig patsche nach Hause zu kommen: und die Felder sind schon grün, die Wiesen dazu, die Vöglein allenthalben, und überdies sah ich am Teich schon meinen geliebten Huflattich blühen. Nur noch wenige Wochen, und ich werde mich leichter schürzen können. Wie wunderschön dies Land!

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Heil dir!

Habe eben endlich wieder einmal einen alten Runenfreund angerufen. Der ist rüstig wie eh und je. Besonders freute mich darüber hinaus, gefiel mir, wie selbstverständlich wir uns mit je einem „Heil dir!“ verabschiedeten.

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Ostseehnsucht

Dies Jahr werde ich das unvergleichliche Licht der Ostsee wohl zum ersten Male im Mai an meinem Halbgeheimplatze sehen dürfen. Ich werde nicht einmal hier verraten, weiß es ja selbst noch nicht, was ich außer dem Notwendigen mitnehme. Trommel, Lateinbuch, Sägeblatt?

Ich freue mich deromaßen darauf, dass ich das zu beschreiben gar nicht ansetzen möchte.

Der erste Tag wird ein Vollmond sein.

Und es mag sein, dass es nur regnet und stürmt, kaum noch mein Kocher glimmen will, doch die Steine weit hinterm Sandstrand, die werden da sein.

Von denen werde ich wiederum die mir schönsten nach Hause nehmen.

Und wenn ich wieder sehe, wie ein erschauter Wal sich langsam quer von Westen her über den regenverhangenen Himmel schiebt, oder die Turmwolken, streificht, am frühen klaren Morgen, dortstehen, als habe sie einer gebaut: ach ich erwarte mir zu viel!

Einmal schmiss ich einen kleinen Stein feste auf einen großen im Meer, dachte, den könne das doch nicht verletzen, und dann hatte er eine schwere Marke.

Einmal traf ich einen alten Seemann dort, an der schönsten Stelle, und ich hatte zum Glück zwei Bier noch, so dass ich ihm eins ausgeben konnte, wir rauchten und redeten von meinem Tabak dazu.

Wer will mehr?

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Magnus frotzelt Halbwüchsige an

Saß ich heute in meiner Landkluft mit Seppelhut unterm Verschlag geschützt vom Märzendauerseich auf den Bus aufs Dorf wartend und hörte neben mir, wie ein recht stattlicher Bursche zu einer ansehnlichen Maid auf deren Anfrage bezüglich eines anderen sprach: „Der ist schon achtzehn.“ „Ja was macht denn der bei euch?“ „Wiederholen.“ „Achso.“

Indem ein kurzes Schweigen eintrat, mir das Wetter wohl ein wenig den Schalk ins Genack gesetzt, sagte ich zu den beiden, wohl wissend, dass mich das am Dorfe in Misskredit bringen könnte: „Tja, so ist das, ab achtzehn fängt man an, alt zu werden.“

Sie erwiderten auf diesen meinen dummschrägen Spruch nichts, schienen aber immerhin nicht sonderlich pikiert, nur milde überrascht.

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Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

Im Spätherbst habe ich erstmals Hagebutten- und Schlehenlikör angesetzt, ausschließlich mit den besten handverlesenen Rohrbacher Früchten. Die beiden köstlich herausgekommenen Säfte sind jetzt schon seit ein paar Wochen abgeflascht, werden aber durchs Ruhen immer noch besser. Dieses Jahr mache ich ein paar Liter mehr davon.

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