Jensi und Lenchen: Wird das was?

Wird Jensi bald erklären, er sei nicht nur villaschwul, es könne auch vorkommen, dass ihn durchweg sympathische, ähnlich hochbegabte und tüchtige und rede- und vernunftbegabte Frauen wie er, besonders wenn von außergewöhnlicher Sachkenntnis und Führungsstärke, Lebenserfahrung und Augenmaß, auch in einem gewissen Sinne ansprechen könnten, was seinem Ehemann im übrigen längst kein Geheimnis, das störe diesen keineswegs: Annalena Baerbock sei ein Beispiel für alle Frauen, die durch humorvolles, unbeirrtes und bezaubernd eloquentes Auftreten geradezu jede und jeden für sich gewinnen können. (?)

Erstmal geht der geradezu genial erscheinende Schachzug wie gewünscht auf: Alle Skandale des neuen Traumpaares sind alswie weggewischt, alles dreht sich nur noch darum, ob der Jensi mit dem Lenchen vielleicht schon zur Sache gekommen, inwieweit sein Mann tatsächlich nicht eifersüchtig sei, dass mit diesem Spitzenduo Zweie in die neue Regierung einzögen, die selbst mit einem Kanzlerchen Laschet locker Hugoles spielen würden, immerzu schlagfertige Mutter mit halbschwulem Halbliebhaber, das weist in die neue Zeit der echten Bürgernähe.

Dann aber geht etwas schief. Man konnte klar darauf rechnen. Jensi indes tat das nicht.

Annalena sieht nämlich ihre Chance aller Chancen und fängt an derart zu übertreiben, dass bald das ganze Land lacht. Der Jensi sei der senschibelste und gleichseitig Frauen gegenüber vorteilsloseste und aufgeschlussenste Schwule (sie schafft es, nicht Schule zu sagen!), der sie je getroffen habe. Da sehe man – äh, frau – wie viel Liebe auch ein Mann in sich herumertragen könne. Undsoweiter.

Während man sich vielerorts schon den Bauch hält vor Lachen dazu, duckt und frönt man in den Zwangsmedien noch alswie Schlange und Schwein, die entscheidenden Enterhaken in den herrschaftsfreien Diskurs sind dann aber die Aufschreie aus der LGBTQplus-Gemeinde. Mit wie vielen ansonsten schwulen Männern Baerbock denn schonmal was gehabt habe, um derart anmaßend zu reden? Ach, einen Cis-Mann, den findet sie als Schwulen schnuckelig? Als Weiße einen reichen weißen Cis-Schwulen? Der selber mit einem reichen weißen Cis-Schwulen verheiratet?

Nunmehr frägt die Linkspartei, ob die Baerbock denn jemals näheren Kontakt mit einem bisexuellen Transmann, der nur auf Sozialhilfe, nicht in einer fetten Villa residierend, näheren Kontakt gehabt habe?

Nun macht das Lenchen den nächsten Fehler und schwört halb ab. Sie sei nur zeitweise und zu gewissen Teilen bisexuell, das aber nicht nur gegenüber weißen schwulen Cis-Männern mit Geld. Zu manchem Obdachlosen, zu dessen Cis-Status und sonstigen Präfereszenzen sie nichts wissen könne, fühle sie sich bisweilen mehr hingezogen als zu einer ihr lange bekanneten transbisexualen verdientenen Parteifreundin.

Nun muss Jensi, der ja immerhin zehn oder zwölf Grad mehr im Oberstübchen hat als sein grünes Buhl, einen möglichst geordneten Halbrückzug antreten. Platonische Liebe ergebe sich ganz einfach so. Da habe er nichts zurückzunehmen. Und selbstverständlich habe er als verheirateter bekennender Schwuler niemals Sorgen und Missverständnisse in die LGBTQplus-Gemeinde eintragen wollen, manches, vielleicht auch von seiner Seite, möchte da ungeschickt geäußert gewesen sein, nichts aber je in übler Absicht.

Endlich erwacht auch die AfD mal wieder aus ihrem gewohnten Dornröschenschlaf, schickt die Lesbe Weidel vor, achwas, die geht freiwillig hin, und die sorgt erfolgreich für noch mehr Spott und Ärger und Verwirrung, nur nicht so, wie sie das vorhatte, oder auch doch, denn die wütenden Reaktionen darauf waren ja abzusehen.

Endlich haben sich zwei Gierschlünder schlicht je auf ihre Art verrechnet.

Das ging schnell. Irgendjemand liest hier immerzu sehr aufmerksam. Jedenfalls bekam ich eben in Nullkommanix einen sehr übelgelaunten Anruf. Der Typ täuschte einen russischen Akzent vor, indem er hintendran seinen amerikanischen mehrfach nicht zu verbergen wusste. Am Ende sagte er nur: „Passen Sie auf mit Ihren Gedankenspielen. Allzufreches Reden könnte ihnen schaden.“

Nun, dieser Oleg Elijah David Abramovitsch bekam von mir dazu den Abschied, dass allzudummes Reden manchem auch schon geschadet habe, ich nähme seinen freundlichen Hinweis aber gleichwohl interessiert zur Kenntnis.

 

 

 

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Bald Schrottmaskencontainer rund um Spahns Villa?

Für eine Milliarde soll Jens Spahn minderwertige Masken aus China geordert haben, die er dann angeblich an Einkommensschwache und Behinderte verteilen wollte.

Nach heutigen Preisen für zertifizierte Masken hätte er dafür weit über eine Milliarde von diesem Schund bekommen müssen: Wie viel hat er denn nun pro Päckchen Sondermüll bezahlt? Zehn Euro? Also nur hundert Millionen Päckchen Sondermüll? Sollten wir ihm desfalls wegen der geringeren Umweltbelastung durch Herstellung und Entsorgung nicht eigentlich dankbar sein, diesem Helden aktiven Klimaschutzes? Warum ist Jens Spahn noch nicht bei den Grünen?

Ich rechne mal mit einer Milliarde Masken zu einschließlich Verpackung je fünf Gramm. Das sind fünf Milliarden Gramm, also fünf Millionen Kilo, also fünftausend Tonnen, also 250 schwere Sattelschlepper voll mit dem Gezeugs, welches, da schwerlich ökologisch kompostierbar, wahrscheinlich in einer Sondermüllanlage VERBRANNT werden muss. Billiger und zumal unauffälliger ökologisch wäre es vielleicht, man packte das ganze Zeugs auf ein paar Güterzüge gen Hamburg oder besser noch Rotterdam, wo ein chinesisches Containerschiff den ganzen Schlunz für 200 000 pro Container, also für schlappe 50 Millionen, wieder abholt, ihn da hinzufahren, wo nicht einmal mehr der Pfeffer wächst, verschwindibus, egal wohin.

Eine Milliarde Zentimeter (mit Verpackung könnte das hinkommen, vielleicht ist es auch nur ein halber Zentimeter) machen zehn Millionen Meter, also einen Stapel von 10 000 Kilometern, mehr als tausend mal so hoch wie der Mount Everest, bei zehn Millionen Grüne-Wählern könnte jeder von ihnen einen Meter für die heimische Sonderkompostierungsanlage mitnehmen. Wobei bezweifelt werden darf, dass diese, wenn auch auf den ersten Blick etwas billigere, am Ende die geordnetere und damit sauberere Lösung wäre als die chinesische.

Ich weiß nun nicht, wie groß das Grundstück der Villa Spahn zu Berlin ist, gehe aber mal von tausendzweihundert Quadratmetern aus (200 sind von der Villa überbaut), also, dass tausend (wahrscheinlich sind es mehr) Quadratmeter als Stapelplätze für die Sondermüllcontainer frei.

Typische Standardcontainer messen etwa 12 m x 2, 4 m x 2,4 m. Damit ergibt sich eine Grundfläche von gerundet 30 Quadrat. Runden wir jetzt etwas ab, nehmen von den tausend nur neunhundert, so können wir dreißig Container in eine Schicht stellen, die im Außenmaß wohl etwa 2,5 Meter hoch. Mit acht Schichten (nehmen wir die 100 Quadratmeter doch noch für drei Container je Schicht mit), also gerade einmal zwanzig Metern Höhe, ist das Zwischenlager, direkt unter dem allsehenden Auge des Gesundheitsministers, erstmal sicher. Keiner holt da was weg.

Nun, diese Variante wäre die billigste und sinnvollste. Den Grünen irgendetwas anzuvertrauen, das mit Rechnen und Vernunft zu tun hat, ist generell mehr als nur fahrlässig. Den Chinesen, von denen wir vermutlich erstmal das Virus haben, dann aber ganz sicher die Schrottmasken, denen sollen wir jetzt nochmal Geld in den Rachen schmeißen, damit die den Gammelranz zum Mining von Bitcoins verschüren oder einfach irgendwo östlich von Okinawa verklappen?

Spahn wird rund um seine Villa eine sehr großzügige, für ihn völlig kostenlos errichtete Aussichtsplattform haben, aus dauerhaftem, bestem Qualitätsstahl.

Sollte das Grundstück 2000 Quadrat haben, reichen natürlich vier Schichten. Dann kann man von den oberen Räumen der Villa wohl noch darüber hinwegschauen und von dort auch mit kleinen Zugängen direkt auf die allseitige Aussichtsplattform gelangen.

 

 

 

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Vom Glücke des stolzen Stoffels

Mit am schwersten kriegt ein herrschsüchtiges Weib einen stolzen Stoffel unter ihre Pantoffeln.

Schon, weil er dessen Mitstreiterinnen ein ums andere Mal nachweist, dass bei ihm keinerlei Firlefanz und Finesse, kein Fangstrick und keine Finte einhegender Fürsorge je nachhaltig fruchten wird.

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Annelana Bohrbaeck gegen Paris Bolmer

Die Spanier Dunkelhäutige „Negros“ nennen tun. Selbst die schwarzen Steine im Schach heißen „Las Negras“. Negro heißt nunmal schwarz.

Bei uns aber drehen jetzt wieder alle durch, weil einer zu einer schrägen Posse zweier nicht eben überbelichteter Balltreter und -fänger das Wort „Neger“ angedeutet oder sogar tatsächlich hingeschrieben hat.

Bei den Schwarzen, den Negros der Union, da hätte das der böse weiße Mann vermutlich auch nicht überlebt: Da dieser Seltsame aber ausgerechnet bei den Wirklichkeitsverweigerern, Klimafanatikern, Kriegstreibern und Sprachpolizisten der Grünen seine politische Heimat gesucht hat, auch nicht sofort nach seiner unerträglichen rassistischen Beleidigung im Büßersack barfuß nach Berlin gepilgert ist, um sich vor der Babbelböckin in einer Selbstanklage maoistischer Dimension in den Staub zu werfen, hat er von der Heiligen Inquisition der Partei der Neuen Menschlichkeit keine Gnade zu erwarten: Man wird ihn, wenn nicht ein Wunder geschieht, exkommunizieren.

Hoffentlich begeht der die Grünen so auf die Palme gebracht hat nicht Seppuku, oder lässt sich, wenn er es noch dramatischer will, Aconitin kommen, wo dafür doch zu zag, eben Fentanyl.

„Paris Bolmer“ – so heißt er jener, die Grundschauen schult und Europa gemeinsam verenden will – scheint aber zum Glück noch ganz und gar nicht lebensmüde. Dass Annelana Bohrbaeck eine hohle, taube Nuss ist, das weiß er mit Sicherheit.

Vielleicht wird die Sache noch viel lustiger als sie schon ist.

 

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Annie Biden und Joe Baerbock geben sprachlich den Takt vor (Video)

Zunächst bedarf es eines gut strukturierten und dokumentierten Videozusammenschnitts der sprachlichen Sonderleistungen Joes und Annies, damit jeder sich alles anschauen und bei Bedarf immer wieder anhören kann. Sich damit klar eine eigene Meinung zur Analyse des Vorgefallenen bilden.

Davor mag man einen „Teaser“ setzen und eine kurze moderatorenmäßige Einführung in die Sache. Bestimmten Sinnabschnitten entsprechend, werden wertende Beobachtungen eingestreut.

Zum Ende hin werden die Einzelbeobachtungen zusammengefasst, wird ein ausführlicheres, nochmal Kernbeispiele aufzeigendes Urteil abgegeben.

Ich stelle mir ein Video von etwa 45 bis 60 Minuten vor. Mit guten kabarettistischen Einlagen allerdings könnte es gerne auch etwas länger werden.

Aber keine Einblendungen aus der Konserve, keine Tuschs, keine Bildchen und Mönsterchen und Lachwegweiser, gute, neue, frische Karikaturen zur Sache allerdings ja.

Vielleicht interessiert das keine Sau, wer will noch wissen, ob ein Politiker noch ganz bei Wort: Es mag aber auch ein höchst viralöses Video werden. DIE Doku der Unterwürfigkeit und Feigheit der Bürger Amerikas wie Deutschlands, zweier einst bedeutenden Nationen, sich von Redunfähigen regieren zu lassen.

Was im Abspann dann auch in harten dürren Worten deutlich zu machen.

Das wird bitterwitzig. Ich habe es schon vor Augen.

 

 

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Busse die die Welt bedeuten

Wir haben in der Nacht nach unserem illegalen Weimarverweis noch über eine kleine Idealbesetzung nachgedacht und kamen darauf, dass die Kerntruppe, die der Polizei ihr unrechtmäßiges Handeln abwechselnd erklärt, aus drei oder vier Weibern und drei bis maximal fünf Männern bestehen müsse.

Natürlich kann ich hier nicht verraten, welche Hauptrollen wie zu besetzen sind. Aber immerhin weiß ich außer mir schon ein paar sehr interessante Kandidaten, die auch schon vorgesprochen haben.

Es gibt zudem kein fertiges Stück, und am besten ist jeder und jede je nach Lage selber Regisseur.

Die Bühne kann plötzlich geräumt werden wie der Bus, der auch die ganzen, gerade unter überraschend ungünstigen Umständen entscheidenden Nebenhauptrollen, den auftauchenden Geist zur Seite, ja selbst dahinter raunende Hexen mitgebracht.

Kurzum, man braucht vorn ein paar Närrinnen und Narren, die jederzeit in die verständlichste Vernunft wechseln können, also, dass schonmal der Einsatzleiter noch weniger rafft, wie er damit umgehen soll, daneben stehen seine unsicheren Fußsoldaten, schon verunsichert, wann denn mal klare Anweisung käme, etwas schepp, und jeder sieht, dass der Arme jetzt nach oben telefoniert, bevor er die Megaphonansage macht und die Marschrichtung schlussgültig vorgibt. Nachdenken und eine Art Angst in dreißig jungen Polizistengesichtern, obzwar wir nie eine echte Bedrohung sein konnten.

Die mussten da ziemlich lange auf Habacht nur dumm herumstehen, daher hatten sie alle Zeit, sich unsere Aufführung reinzuziehen. Der eine oder andere wird danach vielleicht, als schon das dritte Bier zwickte, nochmal im Netz nachgeguckt haben, inwieweit zumindest der Einsatzleiter vorort sowie dessen Vorgesetzter sich zweier Straftaten schuldig gemacht haben könnten, die mit bis zu fünf Jahren zu ahnden.

Mundart hilft mitunter auch. Jedenfalls schien der Einsatzleiter ein Bayer. Er versuchte es gut zu überspielen, aber sowas höre ich. Mag sein, er ist ein bayerischer Weimarer oder Erfurter.

Ziemlich viele bei der Polizei haben erkannt, dass sie in dieser Dümmstseppelei zu den unterdümmsten Seppeln von allen gemacht werden. Daran darf man sie durchaus mal erinnern. Man kann es ja etwas gewählter und doch sehr knapp und verständlich mal sagen.

Wer denn hier von den ganzen jungen Polizistinnen und Polizisten in eine derartige Versklavungslage noch Kinder hineinsetzen wolle? Lauter ansonsten sehr fit und gesund aussehende, vermutlich recht gut ausgebildete junge Leute, und für so einen absurden Scheißtanz müssen sie im Zweifel die Rübe hinhalten? Merkt da bei euch keiner (das indirekte Duzen ist manchmal immer noch kein schlechter Kunstgriff), dass ihr noch schlimmer reingetrieben werdet als der arbeitslose Musiker oder gesperrte YouTuber?

Es ist halt „open stage“, und wie lange man die Bühne wie halten kann, weiß man nie. Das Publikum ist nur ziemlich begrenzt berechenbar, man muss jederzeit improvisieren können, immer die Nerven behalten, selbst wenn man nach einem unsanften Schubs etwas länger liegenbleibt, als es von der Verletzungslage her unbedingt notwendig gewesen wäre.

Die Reden zur Seite (die nehmen ja alles auf und bekommen es mindestens emotional oder in den vorderen Reihen gleich mit), kopfschüttelnd, sich erstmal zurückziehend, dienen dabei keineswegs nur zur Ablenkung und Verwirrung, denn bahnen sie den Weg für den nächsten Mimen, der plötzlich beruhigend oder mit ansteigender Verve etwas ganz anderes erzählt, sich dann aber den Tiraden seines Vorredners nochmal etwas differenzierend anschließt.

Spätestens hier ist es Zeit für ein Weib, und zwar erst recht, wenn der Einsatzleiter eine Einsatzleiterin ist.

Belassen wir es nun erstmal bei diesen Beispielen.

 

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Vom kommenden „Leugnertsunami“ und dem „Notstand aller Notstände“ (der „Mutter aller Notstände“)

Eben wurde verkündet, dass in Bayern dieses Jahr einschließlich kleiner Dorffeste und des Oktoberfestes keine Volksfeste stattfinden sollen.

Nungut, so trist das ist, sehe ich doch auch ein paar Vorteile beziehungsweise Chancen darin.

Erstens werden viele Leute sich noch mehr über die Staatsregierung ärgern.

Zweitens wird die verweichlichte Stadtjugend dazu gezwungen, das Guerillafeiern zu erlernen, und zwar in erheblichem Maße irgendwo im Wald, wo es gute Flucht- und Versteckmöglichkeiten gibt. Vielleicht wird da gelegentheitsweis auch schon das eine oder andere Rebellenkind mehr gezeugt.

Mancher tätigkeitslose Student oder Musiker wird  sich ob der Ausgangssperre keinen Feierwiderstand trauen, jedoch schon ab Mittag die Kante geben, um am Abend um Zehn ordentlich vorgeglüht zu haben, doch noch spontan auszureißen oder sich zusammen mit ein paar Mitverschwörern in heimlicher Feier zuhause den Rest zu geben.

Spähen und Aufklären, wachsam sein, sparsam mit Lärm und Licht, Spuren verwischen, leise Schleichen, den richtigen Zeitpunkt abwarten, Camouflage, geordneter Rückzug, echte Kameradschaft, Fluchtwegeplanung, Verwirrung des Gegners, Geheim- und Handzeichen, Biwakieren im Laubhaufen und weitere wichtige und nützliche Dinge können nach zehn Uhr nicht nur theoretisch gelernt werden.

Und, ja, da ich offenkundig schon ein wenig mit dem Schwurbeln angefangen habe, warum nicht noch mehr davon.

Jeder kernige Bursche kann seinen bisherigen Status als Führungspersönlichkeit nur dann halten, wenn er selber eine Waldwiderstandsfeier ins Leben ruft, und spätestens, wenn sein größter Rivale ihm damit zuvorgekommen ist, muss er, um nicht als Feigling dazustehen, mindestens hingehen, bald nachlegen: Fast noch schlimmer, wenn der Heinz, der sich kaum traut ein Mädchen anzuschauen, endlich seine große Chance sieht, gleich beiden zuvorkommt.

Und so kommen bald auch die stolzesten Frauen. Eintritt in eine echte Abenteuerwelt, die viel spannender als Netflix, da mit echter Gefahr gewürzt, aber nicht unbedingt der, gleich aus dem Hinterhalt erschossen zu werden, also eine gute Übung, die bestimmt nicht geschadet haben wird, sollte es mal wirklich schlimm kommen. Trotzdem potentiell masse Adrenalin und Gänsehaut satt aus eigener Produktion. Erlernen von Selbstorganisation unter realer Bedrohung. Was für eine Gaudi und was für ein grandioses Training!

Ja, und zudem ist die romantische Seite an der Sache nicht zu unterschätzen. Das Gefühl, zu einer Elite des Mutes und des Widerstandsgeistes zu gehören. Endlich mal was richtig machen, ohne den Professor vorher zu fragen, ob man es denn diesmal vielleicht richtig hinschreiben dürfe. Einfach Singen und im Mondeslicht Tanzen.

Jaja, lacht mich nur aus, ich wolle hier Taugenichtse und lose Landeier zu Helden stilisieren, diese Blödel sollten hier lesen, alles begreifen, mir glauben, damit durch mich angestiftet entsprechend loslegen, dass eine Lawine daraus wird. Trotzdem bin ich mir sicher, dass derartige Dinge, vielleicht nicht ganz so schwarmschwurbellastig idealisiert, laufen werden. Tun sie ja schon. Es muss nur noch wärmer werden, und das wird es irgendwann wohl auch dieses Jahr.

Lawine habe ich gesagt. Die gibt es hier in Bayern nur in den Alpen, das reicht also nicht. Flächenbrand wäre nicht schlecht, so werden die Medien das Phänomen wohl heißen. Und in der Tat gibt es fast überall in Bayern Wälder, die man beim Feiern nebenher gleich anbrennen könnte (jedenfalls wenn der Wald sehr trocken und man weiß, wie das geht). Frei nach dem Motto: hier brennt es besser als je in Berlin!

Insofern werde ich das irreführende Wort „Flächenbrand“ sicherlich nicht für Leute verwenden, die sich ihr Feierrecht nehmen.

Vielleicht nennen sie die Sache dann auch einen „Leugnertsunami“, die verheerenden Menschenwellen, die in Bayern die Wiesen überschwemmen und die Forste, die immer mehr werden, wie als ob sie sich trotz aller Verhaftungen über Nacht vermehrten.

Söder verhängt darauf (die Kanzlerin hat es ihm erlaubt) „den Notstand aller Notstände“, ja „die Mutter aller Notstände“.

Wie es dann weitergehen wird, liebe Freunde, das kann ich noch nicht so genau sagen, das hängt noch von so vielen unvorhersehbaren Faktoren ab, dass mir meine Glaskugel dazu gerade auch nichts Genaues mehr weiß.

 

 

 

 

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Vom Weltwohle

Weltwohles wanzten weiland willige Würger

Wettweis wo immer wimmernd halbwilde Bürger

Wandeln und wandern und weilen wollten

Das obige kleine Fundstück wollte unbedingt nochmal her.

In Gemünden hinterließ ich nach unserem Weimareinreisescheitern und illegalen Zwangsverweis am Abend noch ein im Bus Selbstgemaltes vor dem Amtsgericht daselbst, flugs abgeräumt:

Früher der Dichter

Weimar heute

Ein tapferer Richter

Der Vers ist schon etwas erinnerungsverbogen, kommt sonst aber hin. Nette Polizisten, gemessen am Tage, nahmen dafür meine und einer anderen Person, die Blumen brachte, Daten auf.

Im Neuen Deutschland funktioniert alles wie am Schnürchen.

 

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