Bitte nichts ernstnehmen: Es ist Sonntag und nach Achte

Da ich weltbekanntermaßen ein völlig abgedrehter Verschwörungstheoretiker bin, kann mir auch das nicht mehr schaden.

YouTube hat für mich eine Sonderbehandlung. Was mich natürlich nicht wundert, man muss ja auf mich aufpassen.

Ich bekomme nämlich immer noch, oder gerade erst recht, man will ja sehen, wie ich damit umgehe, Videos von Leuten vorgeschlagen, die sich ständig (glaubwürdigerweise!) darüber beklagen, sie würden kaum noch oder gar nicht mehr vorgeschlagen, ja selbst schattengebannt.

Mir ist natürlich klar, dass diese Shit Merchants mich so in den finalen Wahnsinn hineinreizen wollen. Selbst meine Dummheit aber hat Grenzen, das sage ich, obzwar und gerade weil mir das schon lange keiner mehr glaubt.

Selbstredend denke ich nicht, dass die nur mich als eine menschliche Laborratte zu halten trachten. Man braucht in ernstzunehmender Wissenschaft ja den Reihenversuch, den Vergleich. Also vermute ich, sosehr das meiner Eitelkeit Abbruch tut, dass sie wenigstens einige Hunderte auf ein vergleichbares Podest wie meines gestellt haben, und zwar nicht einmal, um mich damit herabzusetzen, gar in meinem Selbstwertgefühle tödlich zu treffen. Vorläufig zumindest brauchen sie mich ja noch.

Ich sehe es ganz genau: Ihr Spacken wollt wissen, worauf ich anspringe, worauf nicht. Ihr wisst ganz genau, dass ich in einem Zehntel der Zeit, derer es bedarf, ein Video zu verkonsumieren, einen Text, der mehr oder weniger dasselbe enthielte, wesentlich erfasst hätte. Gut, wäre er von Konfuzius, so wäre es mehr als ein Zehntel. Der ist aber grade nicht da.

Nicht dass ich beispielsweise den Salzkracher (Salty Cracker) einfach vergäße, Amazing Polly gar, schlüget Ihr sie mir nicht immer noch vor: Nein, Ihr haltet sie mir mit Absicht hin, messt jede Sekunde, die ich dabeibleibe. Ich kenne schon fast alle Eure Tricks.

Manchmal wollt Ihr sogar, dass ich Bach höre, zumal die Nikolayeva, um runterzukommen, danach noch leichter in Eure Netze zu laufen. Die Schöne Müllerin mit Fritz Wunderlich habt Ihr mir aber schon lange nicht mehr vorgeschlagen. Meint Ihr etwa, ich hätte ausgerechnet DAS nicht bemerkt?

Ich danke Euch. Es ist einfach klasse, Algorithmen zu lernen, kostenlos, in meinem Alter, nur Latein und sone dumme Sachen halbwegs intus, wenn man nicht mal weiß, wie man derlei programmiert, einfach nur die Symptome studiert.

Und lache ich gut dazu. Mich bekommt Ihr nicht für Fantastilliarden. Ich bin um so vieles abgedrehter als Eure derzeitige offizielle Chefin, dass Ihr das ihr lieber nicht zu Ohren kommen lasst, denn dann wird sie vollends unbrauchbar.

Stellt Euch mal vor, die hätte einen beliebigen englischsprachigen Text zu analysieren, sie kriegt zehn Minuten, ich fünf. Und das Ergebnis würde der Welt präsentiert. Ihr wisst, dass Ihr Euch das nicht leisten könnt.

„German numbnut flattens Google’s YouTube overlordess outright!“. So oder ähnlich stünde es irgendwo im Netz, und Ihr hättet keine Chance mehr, das von Euren verschissenen kalifornischen Straßen zu waschen, nichtmal Greta vermöchte Euch noch zu helfen, verloren, vor allen, Ende im Gelände.

Vorläufig aber, Ihr habt die Milliarden Rechner, die Ihr überwacht und durchsetzt, ich nur ein paar übriggebliebene Gehirnzellen, es ist mir vollmondsklar, dass ich Euren Lügenpuff nicht über Nacht werde versenken können.

Etwas Zähigkeit und Mühe werde ich dafür schon noch brauchen.

 

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Amazing Polly: Love! (II)

Wer mich wegen meiner Liebeserklärung an Polly jetzt für verrückt hält, hat im herkömmlichen Sinne recht.

Das ist mir aber schnurz.

Ich werde diese Frau voraussichtlich nie kennenlernen, nicht einmal ich bin so dumm, Hoffnung zu hegen, mit ihr als Mann je zusammenzukommen, darum geht es eben auch nicht, man kann auch lieben, ehren, ohne sich irgendetwas zu erhoffen oder zu erträumen.

Da hat mich einfach die Liebe erfasst. Da schmachte ich nicht, wozu denn auch, da fehlt mir nichts, wenn ich diese Frau nie sehe, das ist einfach Liebe aus reinem Herzen, die keine Rückgabe will oder sucht.

Ja, schön, sollte sie sich freuen, gar bedanken, wenn sie mein kleines Geschenk bekommen hat.

Ja, man mag mir nicht glauben, das ist mir aber piepe.

Sie ist wohl gut über zwanzig Jahre jünger als ich, ich wäre ein schlimmer Volldepp, machte ich mir Gedanken darüber, wie ich mich ihr nähern könne.

Liebe geht auch anders.

Diese Frau hat mir, indem sie, wie sie schwierigste, gefährlichste Sachen anspricht, einfach Mut gegeben und viel geschenkt. Ja, schön ist sie auch, aber vor allem ist sie ein Vorbild, ja, eine, die ich vor zwanzig Jahren, hätte ich den Mut dazu gehabt, nicht schon meine geliebte Frau, zu gewinnen gesucht hätte.

Daran liegt jetzt aber nichts. Man kann lieben, ohne etwas für sich zu wollen.

 

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Amazing Polly: Love!

Ich habe gestern ein sehr, sehr schönes Stück Holz geholt. Es ist noch nicht gereinigt, liegt noch draußen roh.

Es ist auch zu groß, um es Amazing Polly per Post zu schicken, ein kleineres schönes fertiges aber wird bald den Weg zu ihr nach Kanada finden.

Ich habe – schon vorgestern – drei oder vier meiner schönsten Hölzer in die Hand genommen, zu wägen, welches denn dasjenige für sie sein könne.

Immerhin kann ich Englisch wohl gut genug, dass sie, auch wofern das schließlich gewählte Holz ihr nicht viel sagen oder geben sollte, meine Dankbarkeit über den Begleitbrief vermutlich fühlen wird.

Was für eine wunderbare Frau!

Thousands of miles away, an old worn German tree, I love thee!

 

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Sie drehen jetzt schon durch

Mein Buchprojekt gedeiht. Es gehen im Netz bereits Gerüchte, Elon Musk wolle es elektrifizieren und die Clinton Foundation dafür auch auf Haiti bei Kindern Werbung dafür machen, einfach auf Verdacht.

Die Polizei in Rotherham, England, sammele in den pakistanischen Gemeinden dieser vortrefflichen Stadt schon weitere Spendengelder. Aus Yale wird kolportiert, Skull & Bones überziehe den gesamten Campus gnadenlos mit Aufrufen zur Unterstützung.

Harvard habe sich, nicht zurückzubleiben, an Bill Gates gewendet, jetzt, da Jeffrey Epstein vermutlich nicht mehr unter uns weile, gehe es um alles.

Insider sagen, der Google drehe fast durch, da er nicht wisse, wie er sich noch rechtzeitig einbringen könne. Nein, es stimmt nicht, dass man dort deshalb schon Tausende an Blutstürzen zu verzeichnen habe. Derlei Mist sei zwar auf Twitter zu finden, was aber, man kenne diesen Säupuff („hog brothel“) ja, jeder Grundlage entbehre.

Auf Facebook sollen sich die Scheißestürme schon gegenseitig jagen. Zuckerberg selbst habe einen Koller bekommen, nachdem 278 Admins wegen Überlastung in die Notaufnahme mussten.

Das sind, wie gesagt, noch unbestätigte Gerüchte.

Noch weniger glaubwürdig ist, Amazon habe alle Buchauslieferungen eingestellt, bis dass das meinige erscheine. Es gibt aber Verrückte, die das glauben. Die trauen meinen Helfern und Helfershelfern jede Art Verschwörung zu.

Es ist auch unzutreffend, dass meine Alma Mater zu Würzburg mir schon eine Ehrenprofessur verliehen habe, um Salamanca zuvorzukommen. Auch Bologna, diesbezüglich ebenfalls von „Netzbürgern“ in Verdacht gerückt, irre, da ich dort nie je studierte, nur mal durch ein paar der schönen Arkaden der Stadt flanierte, müsse sich schon dessen erwehren, man wolle mich ernstlich zum Stadtpräfekten machen.

In und um Uppsala verstecke man jetzt alle Runensteine, man habe Angst, dass ich, als kulturbereichernder Somalier verkleidet, unbeanstandet einreisen könne, um das zu verhindern, als rechtsextremes U-Boot.

Im Reichsmuseum zu Amsterdam, das sollen boshafte Belgier erzählen, würden alle Besucher auf mein Buch durchsucht, das ja noch nicht einmal (meiner Treu!) erschienen.

In Sydney, Australien, säßen auf allen Zinnen der berühmten Oper Spezialkräfte, da man ein ungeordnetes Hereinbrechen meiner Texte befürchte.

Auch der Kreml sei hermetisch abgeriegelt. Putin habe sich nach Karelien (manche sagen Jakutien!) verzogen, da ihm die Sache ganz und gar nicht mehr geheuer sei.

In Patagonien sollen sich die Hasenfänger und Zwergziegenzüchter kaum noch aus dem Hause trauen, und selbst an der Copacabana gingen jetzt alle Weiber nur noch vollverschleiert.

Selbst Amaterasu soll sich – von allen Orten! – auf Hokkaido vorsorglich krankgemeldet haben. Was die Japanesen, man hält dort ja zusammen, selbstverständlich bestreiten.

Was aber den Ägyptern nichts helfe, alle Freimaurer seien schon in halber trüber Nacht derwegen: denn die Sphinx habe ihr schönes Lächeln verloren, ein unaufhaltsamer Strom unterspüle jetzt die Pyramiden.

Ähnlich in Guatemala. Rund um die Tempelanlagen von Tikal sei seit Monaten schon kein Jaguar mehr gesichtet, weshalb alle die Region verließen, in Richtung Hochland: lieber hart unter grausen Vulkanen als gänzlich schutzlos im Dschungel.

Was soll ich da noch von Spitzbergen reden, wo die Eisbärenplage über Polarnacht beendet sei? Über Peking, wo keiner mehr auf sein Fahrrad zu sitzen sich verwage? Über den Ganges, der vor Schreck vertrocknet?

Was will man gegen diese Handyoten machen?

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Sack voller Wundertüten: Wonnen, Witze, Weistümer

Die Überschrift dieser Ankündigung ist der voraussichtliche Titel des Buches, das ich dieses Jahr herausbringen werde.

Gliederung, Vorwort und Klappentext sind bereits in Arbeit, fast alle Texte, die in den Sack gehören, schon geschrieben.

Ich weiß indes noch nicht, ob es gebunden herauskommen sollte, vieles spricht trotz des dadurch zwangsläufig höheren Preises dafür, denn es soll ein Buch zum Schmökern werden, das man sich vielleicht gerne auch an einen gewissen Ort sonstiger Erleichterung legen wird, oder auf Reisen mitnehmen, zur gleichzeitigen Erbauung.

Vielleicht wäre aber gerade im letzteren Sinne ein Reclam-Format, sei es als Alternative oder erstmal allein, schon wegen der Kosten, der Taschengröße und des Gewichts, zielführender. Darüber ist noch nachzudenken.

Wer zufällig einen Verlag hat oder einen tüchtigen Verleger mit Weitsicht kennt, der mag sich gerne jetzt schon melden.

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