Corona-Öko-Candlelight-Dinner im Fahrradanhänger?

„Not macht erfinderisch“, sagte die Hausfrau, als sie einen schweinsledernen Buchdeckel nahm, um eine Klabsbrühe daraus zu kochen.

Was kommt als nächstes?

Immerhin habe ich zwar kein motorisiertes modernes Wohnmobil, aber einen großen Fahrradanhänger, da passen auf Querbänkchen locker zwei Leute (im Engfall gar vier Erwachsene, die keine Sumoringer, da müsste ich ob der Last halt ein paar Kanthölzer unterlegen) und ein Tischlein rein (Binnenmaß 80 x 130, wer also keinen zu breiten Hintern hat, kann auch noch ein oder zwei Schüsselchen neben sich abstellen, den Aschenbecher, ein Zusatzkerzelein…), einen Dachlattenaufbau mit Plastikplane drüber, und ich habe auch meine fahrenden eigenen vier Wände fürs standesgemäß servierte Candlelight-Dinner: und öko wird das obendrein.

Vielleicht bekomme ich dafür ja den Alternativen Nobelpreis…

(Übrigens reichen bei dichter Plane – oben halt ein Abzugsloch – für die gut zwei Quadratmeter bzw. unter vier Kubikmeter Raumvolumen zwei Leute und ein paar Kerzen respektive Teelichter auch bequem für die Heizung. Kann Ihnen jeder Fachmann bestätigen.)

 

 

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Es widerspreche das Weib dem Manne

Da meine heute fröhlich freigelassene Schwatzsucht schon durch die Vorartikel hinreichend bewiesen, halte ich jetzt erst recht nicht mehr an mir. Mein Achtzigster scheint seine Lichter schon vorauszuwerfen.

Was, bei den Göttern, wollte ich mit einem devoten Weibe? Devote Weiber mögen bei den Sardinen oder Makrelen mitschwimmen, in meinem Bassin ist für solche kein Platz.

Widerspricht das Weib nicht, so taugt es auch nichts.

Welcher Selbstweichholzkreuzdepp hat sich je ein devotes Weib gesucht?

Goethe etwa? – Na, zu dem mag das gepasst haben.

Man erkennt alle Religionen daran, wie es die Männer mit den Weibern halten. Erhöhen sie sie zu sehr, sind sie mannslos, setzen sie sie zu sehr herab, sind sie strukturell schwul.

Generell kann man sagen, dass die Weiber klüger, die Männer gescheiter sind. So kann es eben auch zu klugen und gescheiten Kindern kommen.

Genug. Sonst erzähle ich jetzt noch mehr von dem, was kaum einer wissen will.

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Alter kann selbst schlimmste Krankheiten besiegen

Mit das Beste am Älterwerden ist, dass man sich – wenn irgendwie was dazugelernt – nicht mehr so kreuzkrabbendummdeppert heftig idiotisch sinnlos verliebt, und passiert es eben doch, so erkennt man es schneller und streift das Gebrechen daher auch leichter ab.

Nein, ich werde hier nicht davon erzählen, in welcher Weise mich diese üble Krankheit weiland schon schier niederwarf. Vielleicht erzähle ich meinen Söhnen mal was davon. Zu meinem Glücke aber werden die das so bald wohl kaum hören wollen.

Allerdings habe ich vorhin schon angekündigt, dass ich nach meinem Achtzigsten mit mir und der Welt keine Gnade mehr kennen werde. Dann werde ich wohl, wirklich zu liefern, auch aus diesem erbärmlichen Selbstzunähkästchen plaudern müssen.

Immerhin werden meine Filiusse dann über vierzig sein, als Halbschwaben mit tapferer badensischer Mutter sollten sie das in dem Alter verkraften können. Selbst die vornehmste Gnade hält halt nicht unbedingt ewig.

Dass so gut wie niemand davon wissen wollen wird ist ohnehin schon eingepreist.

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Vom Hinterse

„Was willst du hier noch? Geh doch Schlunz zu deiner Dummfotz!“

Das in etwa wäre mir von meiner geliebten verstorbenen Frau entgegengeschollen, schon bevor ich die Türe ganz aufgemacht, wäre ich hinterse bei einer Buhle gewesen, lediglich das erste Mal.

Es gibt eben kompetente Frauen.

 

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Wie feiere ich Trumps Sieg richtig?

Vom Barolo dazu sprach ich schon, einem selbstgemachten Festessen, sollte Trump doch noch gewinnen.

Was aber für ein Festessen?

Für mich allein eine Gans zu braten, das wäre vermessen. Oh, klassisch deutsch mit Rotkohl und Kartoffeln, einer schönen schmackofatzigen sämigen Soß’…! …! …!

Die Vorspeisenplatte gibt es so oder so, dann aber nur ein Käsfondue?

Werde ich endlich mal wieder zu Lammkoteletts mit mächtig Knofi und frischem Rosmarin und / oder Salbei greifen müssen?

Immerhin ist schon klar, wäre es auch, wohnte ich an der Küste und kennte den besten Frischfischer, dass mir an einem solchen Tage Fisch als Hauptgang zu schmal.

Hirschmedaillons wären natürlich nicht von Übel. Nur werde ich die noch schwerer beiziehen können, frisch, als Koteletts von der Heidschnucke.

Immerhin habe ich schon raus, dass ich außer dem Barolo auch mindestens einen Bürgstädter Spätburgunder und einen Iphöfer Silvaner (den gibt es zur Vorspeisenplatte) besorgen muss, zuzüglich eines Rieslingeisweins, der die Nachspeisen begleitet, wenigstens eines Sauternes‘.

Vielleicht mache ich mir auch nur handgeschabte Kässpatzen mit Röstzwiebeln.

Präsidenten kommen schließlich und gehen, und wer sich derenthalben zu sehr verausgabt, mag bald das Nachsehen haben.

 

 

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