Wäre ich gläubig…

Wäre ich gläubig, heute hätte ich endlich mal wieder einen guten Grund dazu, auch einem Gotte, meinetwegen 333 000 Göttern zu danken.

Denn: Vor Tagen träumte mir, wir Rohrbacher hätten endlich wieder unseren Bach.

Der nämlich floss, ob es nun die Dürre war oder die abzapfenden Wasserwerke, bis vor kurzem nur noch zweihundert Meter, bis dass er erstarb.

Und eben, siehe da, indem ich mit dem Radhänger Glas wegfahren war: Er floss und er floss!

Für mich der schönste und höchste Feiertag seit langem.

Ich könnte gleichzeitig losheulen und lostrinken.

Es ist aber erst kurz nach Zweie, also halte ich mich mit beidem noch etwas zurück.

Schließlich gilt es noch ein wenig nach den Hölzern zu schauen.

Nachtrag

Witzig, auch das ist nicht erfunden, dass ich noch kurz vor meiner Losfahrt etwas zu Bach schreiben wollte, den Vermerk schon in meine „Maske“ eintrug, dem Johann Sebastian, den ich gerade wieder höre, von der unübertrefflichen Nikolayeva eingespielt, aus meinen Vorfrühlingsfenstern fließen lasse…

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Der Wald ist mein Freund (II)

Ich habe mir die Hände normal wasserig gewaschen, und doch sehe ich gerade, dass zumal meine Rechte noch recht harzig ist.

Anhaftungen sozusagen.

Der Wald will offenkundig, dass ich ihn nicht so schnell vergesse. Und besonders das Stück Wald, wo ich vorhin war.

Ich werde meine Hände nicht mit Seife oder sonstwas waschen, bis dass das Harz richtig in meine Haut gedrungen.

Baumliebbalsam ist Magnusschutz, und es ist mir gleich, wer mich dafür verlacht.

Wir haben hier auch Eichen – das waren Kiefern – die wachsen wie sonst womöglich nirgendwo. Und Nussbaumwald, immer mächtiger, kaum erklärlich, so nur an einem Eck, auf der anderen Seite vom Dorf.

Von besonderer Art die Kiefernstrünke. Die werden einst Geschenke für die Besten.

Sucher und Sammler. Durch Dornenhecken, am gefährlichsten sind die Zweige für die Augen.

Was für eine Freude!

 

 

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Der Wald ist mein Freund

Ich war vorhin im Wald, und er schenkte mir wiederum Gutes zur Überlegung.

Danach führte ich nach etwas Bedenk zwei kurze Telefonate, bei denen ich nicht für mich, vielleicht teils auch, aber zuvörderst Verständnis für die vorgebrachte Sache spürte.

Der Wald ist mein Freund.

Vielleicht mag er mich, weil ich selber schon aussehe und gehandelt bin alswie ein Waldschrat.

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