Verhext: Mein Optimismus macht mich fertig

Irgendwer oder irgendwas hat mich verhext.

Es wird mit meinem Optimismus immer schlimmer, ich weiß es, und ich kann es nicht stoppen. Auch keine noch so schlechte Nachricht von der Klimafront vermag seine schrittweise Eskalation aufzuhalten.

Ich schicke ihm alle düsteren Bilder von verblödeten Genderunis, den weiterhin frei herumlaufenden weltbekannten Kinderschändern, von den Millionen geplanten Stromautos, die ohne Wind nicht fahren werden, ich mache ihn lächerlich, indem ich seine Grundlosigkeit auf allen Ebenen aufzeige, die legalen illegalen Vielehen im Lande, die von allen bezahlten legalen illegalen Kinderehen, den Enteignungswahn auf Wohnungen, indem die Knappheit durch Massenzuwanderung erst geschaffen, ich versuche ihm über die aberwitzige Antirusslandpolitik den Garaus zu machen, den Verlauf des Epstein-Falles, jedes und alles zeigt eigentlich, dass er längst aufgegeben haben müsste, wie absurd es schon war, dass er je sein Haupt erhob.

Frech, übermütig, dreist, an allem vorbei, so ist er, geht er auf all diese Sachen nur mit dem einzigen Spieß ein, die hätten sich alle in der Zeit verrechnet. Daraus sei Trump gefolgt, der Brexit, die Entfremdung der EU entlang der alten Grenzen des Warschauer Paktes, der Techtrust greife zu früh zu harter, offenkundiger Zensur, man habe Russland nicht niederringen können, geschweige denn China, der erbärmliche Zustand etwa Schwedens oder Deutschlands sei nicht bedeutend, allenfalls als Warnung, für die ganze Welt. Daher könne und werde sicherlich noch ein Haufen Scheiße vor die Türe gefahren und darum auch noch geschossen, was aber nichts daran ändere, dass die großen Weltplaner sich vertan hätten und daher der Wind der Freiheit gerade, wenn auch für viele noch unmerklich, beginne aufzufrischen.

Der macht mich noch fertig.

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Obama im Gretanischen Wunderland

„Du und ich, wir sind ein Team.“

So Ex-US-Präsident Obama in diesem Video:

Es tut mir leid, dass ich dies Zeitdokument hier anführe, so peinlich wie es ist. Greta ist begeistert, oder wenigstens sagt sie es so, von den riesigen Klima-Schulstreiks in den USA, die es so gut wie gar nicht gab. Diesmal sah sie wohl einfach Schüler-Moleküle.

Bemerkenswert, dass Obama das mitmacht.

Freiwillig?

Immerhin hat der Friedensnobelpreisträger nebenbei Libyen und Syrien zerstört, so geschickt, dass ihm das nie jemand richtig auf den Bauch gebunden hat. Ein cleverer, umsichtiger Mann also, sollte man meinen. Der sich eher nicht in ein Team von Zweien begibt, wovon ein Teammitglied ein krankes, zurückgebliebenes Mädchen mit offenkundigen Wahnvorstellungen. Er muss es also schwer nötig haben. Eher nicht allein dafür, dass er mal wieder in der Öffentlichkeit steht, zumal so.

Greta mit dem alten Schlachtross, dem ersten schwarzen Präsidenten der USA mit weißer Mutter. So lernt der Angejahrte jetzt noch von der Zukunft, die irgendwo zwischen krankem Kind und vielleicht nie gesunder Frau, wie man Demut mit Panik und gutem Kampfgeist verbindet, das wird dem segensreichen Werk seiner Stiftung sicherlich guttun. Auf obama.org wirbt er ja schon mit dem gemeinsamen Auftritt für seine guten Sachen.

Alles lässt zunächst darauf schließen, dass der arme Mann gar keine andere Wahl mehr hat, als weiterzulügen, selbst in derart kompromittierender Weise. DAS soll DER aus freien Stücken machen?

Alles Quatsch: Wahrscheinlich glaubt er einfach an die Grundwohltat der Lüge zur Lenkung der Menschheit, wirkt also immer noch tätig in der Kirche mit, welche diese Heilsbotschaft verkündet. Und da die Kirche nun Greta zur Heiligen auserkoren, huldigt er ihr selbstverständlich auch, wie es nicht nur fürs Volk angemessen.

Dass er also womöglich zu derlei Auftritten gezwungen werde oder inzwischen auch noch im Hirn, gretanisch geworden, nicht mehr ganz sauber sei, ist daher ins Reich haltloser Verschörungstheorien zurückzuverweisen.

 

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Leonardo DiCaprio: Der UN-Klimaretter als Hollywoods Kinderschänderprodukt

Das da oben ist krass. Ich habe eine Weile überlegt, ob ich es hier einbringen solle. Es geht aber um die Kinderschänderei, speziell die in Hollywood, in dem Falle um den späteren Superstar Leonardo DiCaprio.

Nichts zu lachen da oben. Aus diesem Kind wurde später der große UN-Klimabotschafter gemacht, der genau weiß, was für eine Gefahr die menschengemachte Erderwärmung ist, nämlich die größte je.

Deshalb sollten sich gerade Klimoten dieses Video anschauen, wofern sie sich das trauen, ihr Nervenköstum das aushält. Besser nicht anschauen, rate ich, denn es könnten sich daraus Fragen ergeben, die man sich als Klimot lieber nicht stellt.

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Hebbe Grönemeyer und Ko Maas in den Fußstapfen Julius Cäsars

Ich finde es klasse, dass Vordenker Hebbe Grönemeyer die weltoffene Gesellschaft mit diktatorischen Mitteln schützen will, und Ko Maas, der als ehemaliger Justiz- und jetzt Außenminister etwas davon verstehen sollte, sich sofort uneingeschränkt solidarisch mit ihm zeigt.

Das zeigt nicht nur wieder beispielhaft, wie echte Zivilcourage aussieht, wie selbst alte weiße Männer der Jugend Vorbild sein können.

Freiheit gab es zwar schon immer nur, wenn sie den Menschen diktiert wurde, Julius Cäsar kommunizierte die unbestreitbare Tatsache nur noch etwas unbeholfen, aber dann war bald auch Cicero, der letzte Ungläubige, weg, und Freiheit kam über ganz Rom. Nun aber, in einer Zeit, da man kaum noch erwarten konnte, dass sich die Freiheitsfeinde in Scharen verschwören würden, wie ein Hebbe und ein Ko den Kampf erneut aufzunehmen, bis zum letzten Blutstropfen für die Diktatur zu kämpfen, das macht sie zu Helden gleich den größten Sultanen und Kalifen.

Ich hörte, es seien schon fünfhundert Stelen, aufzustellen im ganzen Land, in Auftrag gegeben, irgendwie ineinander verschlungen erkennt man sie beide, mit der Inschrift: „Hier stehen Hebbe und Ko / Diktierten uns Freiheit / Machten uns froh“

Richtig so. Was will man denn mit Stelen von Toten. Außerdem stehen die Stelen immer noch da, wenn Hebbe und Ko in den Olymp aufgenommen wurden, mit Heraklessens emissionsfreiem Shuttle abgeholt.

Einstweilen aber warte ich auf gemeinsame Freiheitsdiktaturkonzerte. Die Jugend interessiert sich kaum für Stelen und Olympe. Die braucht Musi, Videos, Fun. Hebbe und Ko beim Freiheitsrap, eine Million unter der Siegessäule zu Berlin, es geht ab, dass zur Warnung an alle Rechten der Sand unter der ganzen Stadt knirscht. Sowas braucht es jetzt.

Man kann als Held und Lichtgestalt nicht einfach abtreten, bevor die Schlacht mit Glanz und Gloria geschlagen. Hebbe und Ko müssen in den Öffentlichen jeden Tag über Einspieler zu sehen sein, mit Ausschnitten aus ihren Brandreden, wie sie Fackelzüge gegen Rechts anführen, von ihren Konzerten, verzückte Jugendliche ins Bild, Preisverleihungen, Ehrungen, Auszeichnungen, Laudationes auf sie, Hebbe und Ko mit Hund und Katz beim Tofudinner, auf Ausstellungseröffnungen und Grundsteinlegungen, Einweihungen von Gedenkstätten und genderneutralen Kitas, auf Pirsch mit Spähern des Staatsschutzes, Einsegnung durch Greta, Talkrunden, Presseempfänge, Geburtstagsfeiern der Clintons und Rothschilds, Selfies mit Merkel und Schäuble und Döpfner und dem Deutschland-Chef von Goldman Sachs, Abendessen mit Helene Fischer und Boris Becker, on Location beim Iron-Man-Triathlon auf Hawaii, Walrossbabyrettung nördlich von Spitzbergen, vorort, wie der letzte Rest Wald im Amazonasbecken brennt, Schirmherrschaften zur Rettung von allem vor allem, Hebbe und Ko vor der Pyramide im Louvre, mit den Rittern von Malta, Prince Charles, irgeneinem Premierminister oder Präsidenten.

Julius Cäsar konnte das alles, gerechnet auf die damalige Technik, und es reichte dann doch erst für seinen Adoptivsohn. Es empfiehlt sich also für Hebbe uund Ko eine baldige gemeinsame Adoption eines begabten Siebzehnjährigen.

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Grüne scheißen auf Gretas wichtigste Forderung

Wäre die wichtigste konkrete Forderung, die Greta Thunberg bisher zur Weltrettung aufgestellt hat, von wenigstens mal nur der Bundestagsfraktion der Grünen erfüllt worden, so wäre immerhin Deutschland ein wenig geholfen.

Leider aber sind die grünen Heilsbringer ihrer Kirchenfürstin nicht dahingehend gefolgt, jetzt in Panik zu verfallen. Ganz im Gegenteil, sie grinsen und gieren feister denn je. Noch mehr Macht und Geld und Posten für die Gefolgschaft, keine Spur Panik, alles läuft wie am Schnürchen.

Vielleicht stelle ich mich einfach mal vor einen Stand der Grünen oder ein Wahlkreisbüro und drehe auf der Straße mal wirklich panisch durch, berufe mich auf Greta, nenne den Kerl darin einen verräterischen Lumpen, brülle, ich hätte ihn gestern Abend noch total cool im Fernsehen gesehen, wälze mich vor der Türe und zerkratze mir die Backen. Leider geht das für mich vermutlich nicht gut aus. DIe Polizei wird schnell dasein. Was die Paragraphen und der Psychiater dann für mich hergeben, wer weiß das schon.

Am liebsten aber wäre ich jetzt so etwa ein Schüler wie damals ab der Zehnten, allda ich auch ohne Greta als Schutzpatronin schon allerlei Frechheiten zuwege brachte, heute könnte ich selbst meinen Physiklehrer damit nerven, dass ich immer wieder zitternd auf die Tafel wiese: „Herr Lehrer, ich sehe da viel mehr Kohlendioxidmoleküle, über ihrer Nase, geballter, als das ohnehin schon verboten sein müsste! Ich habe schon am Dienstag wegen Ihrer Stunde nicht mehr schlafen können!“

In der Zeit war ich aber eher gegenüber Deutschlehrern undsoweiter gelegentlich zu Neckereien aufgelegt, die Naturwissenschaftler und Mathematiker waren ja vergleichsweise verständige Leute. Wie hätte ich es da angefangen?

„Herr Lehrer (das war damals bei uns der Anfang einer Provokation, ganz klar, jedenfalls, wenn es von mir kam), gibt es in der westlichen Literatur Vorläufergestalten zu Greta Thunberg? Ich meine, gibt es wenigstens eine Chronik, in der glaubwürdig beschrieben wird, eine Heilige habe so schnell alle Kinder hinter sich gebracht? Welche schönsten gelungenen Beispiele für Panik gibt es in der gesamten Weltliteratur? Gibt es da ein chinesisches leuchtendes Beispiel etwa?“

„Herr Göller, wir sind hier nicht im Renitenztheater. Ihre Aufsässigkeit können sie woanders üben.“

„Ich werde meine Aufsässigkeit, besser meine Insässigkeit genau am Freitag genau bei Ihnen üben. Der Rest ist nämlich auf Demo. Ich aber bestehe auf ordnungsgemäßen Unterricht. Zwei Stunden Deutsch stehen da unter anderem auf dem Stundenplan. Wir zwei beide allein. Ich freue mich auch auf Erdkunde und Bio. Endlich Zeit für meine Fragen. Dafür bezahlen meine Eltern ihre Steuern. Sie haben einen Bildungsauftrag. Allein zu zweit könnten wir uns an spannende Fragen wagen. Ich bereite gerne freiwillig etwas vor, denn ich sehe das Privileg. Wir könnten ein paar Sprüche lesen, in denen sich gescheite Leute über gelahrte Idioten lustig machen, sie strukturell analysieren, auf Schlüsselbegriffe untersuchen undsoweiter. Das wird ein Spaß. Außerdem will ich eine mündliche Eins, bei Ihnen erst recht.“

Nun, damals im sanften Übergang von den Siebzigern zu den Achtzigern hätte sich wohl recht leicht eine Vereinbarung ergeben, nämlich dass ich auf diese Art des Privatunterrichts großmütig verzichtet hätte, im Gegenzug nicht nur freitags einmal unentschuldigt wegen gesellschaftswichtiger Aktivitäten hätte dem Unterricht fernbleiben können, wenigstens hätte ich mein Pressmittel gehabt, dass besondere Schikanen lieber unterblieben wären, zwar keine mündliche Eins in Deutsch, aber das war ja egal, und, achwas, wir hätten sowieso fast alle, bereits auf Demo, ausgeschlafen, oder wir wären um Zehne zur Provo an die Schule, nach bedauerlichem Unterichtsausfall zum Frühbier in unsere zweihundert Meter entfernte Schülerkneipe. Düpiert-neidisch hätten wir die Lehrerrestbesatzung dort drüben in jenem unansehnlichen Bunker sitzen lassen.

Und heute? Sind da nicht schon so moderne Streber, wie wir es fast schon waren, einfach aufgestanden, wollten nicht auf Demo, wollten Sinnigeres? In wie vielen deutschen Schulen mag das schon geschehen sein, nur wird nicht viel davon berichtet?

Ich weiß allerdings nicht, wie stark der Klimawahngruppenzwang teilweise schon ist. Unterrichtete ich derzeit noch hier in Unterfranken am Land, so wüsste ich noch lange nicht, wie das an Schulen in Bremen ist.

Ich hätte es zu meiner Zeit jedenfalls utrageil gefunden, wenigstens mit ein paar guten Kumpels irgendwo auf dem Schulhof ein gut vorbereitetes Panikspiel abzuziehen, bewaffnet mit riesigen Pappschildern „Greta, unsere Rettung!“, schon jeder in seinen abgewichstesten Mopedschrauberlumpen, abgerissen, verschmiert, uns die Haare raufend, in einem Veitstanz mit Rasseln, dann, plötzlich innehaltend, auf die Zuschauerschar je einzeln los, mit wildem Geheul: „Wo ist deine Panik! Wo ist deine Panik! Wo ist deine Panik!“ 

 

 

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Greta Thunberg in Washington noch erfolgreicher als in New York

Da es zum gestrigen Auftritt Greta Thunbergs vor dem Weißen Haus zu viele bewegte Bilder gibt, um noch dreister übertreiben zu können, beschränkt man sich hier

https://www.welt.de/politik/ausland/article200285240/Washington-Trump-ist-ein-Luegner-Thunberg-mit-Hunderten-vor-dem-Weissen-Haus.html

darauf, von hunderten Demonstranten zu reden, was schon peinlich genug, indem man vielleicht hundert oder hundertfünfzig erkennen kann, wovon viele Kameraleute, Journalisten, Gretas Tross.

Bei mir im Dorf (circa vierhundert Einwohner) bringt es der Zug des Schützenvereins locker auf diese Menge. Hundert Studenten stehen vor jeder Tür in München oder Leipzig, wenn da eine billige Bude versprochen ist. Wenn es gegen die AfD geht, trommelt man in Göttingen leicht fünfhundert Antifanten bei. Die Demo war also ein vollkommener Flop.

Greta dazu im Zitat aus obigem Artikel: ‚„Es sind viele Leute, viel mehr, als, glaube ich, irgendjemand erwartet hatte“, sagte die 16-Jährige am Freitag in einer kurzen Ansprache zu ihren Mitstreitern durch ein Megafon in unmittelbarer Nähe des Gartens an der Südseite des Amtssitzes von US-Präsident Donald Trump. „Das ist sehr überwältigend.“‘

Greta, Realistin wie immer, rechnete wie jeder andere also mit dreißig Leuten (also ihr selbst, den Journos und ihrem Tross), und es kamen doch gut hundert. Phantastisch! Überwältigend! Sehr überwältigend!

Irgendwie scheint die Sache mit der Jacht nicht die beste Idee gewesen zu sein. Von Greta, ihrem fürsorglichen Paps und jenem Dokumentarfilmer sah man nur zu Anfang Bilder, wieder zum Schluss (von Paps und dem Filmer sahe ich gar keine mehr, vielleicht habe ich die aber nur übersehen), dabei gab es in vierzehn Tagen bestimmt mal eine ruhige Wetterlage, wo man die Dreie mit den beiden Skippern an Deck hätte gemeinsam lachen sehen können…

Und, obzwar es an Linksradikalen und Klimaspinnern auch in den USA wahrlich nicht mangelt, wie bei uns auch Abgeordnete und selbst Präsidentschaftskandidaten dabei, haben die diese Großdemo offenkundig nicht unterstützt. Anscheinend trauen sie Gretas Magie gegen den bösen orangenen Teufel im Weißen Haus nicht so recht. Merkel und Macron zeigen sich gerne mit Greta, in den USA bislang nicht einmal ein Hinterbänkler.

Aber Greta darf ja noch zweimal offiziell bei der UNO auftreten, einmal vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses, und eine Auszeichnung von Amnesty International (aha!) soll es auch noch geben.

Da haben ihre PR-Profis ja noch reichlich Gelegenheit, die Trommel zu rühren, bevor es mit dem Skateboard auf den nächsten Triumphzug gen Chile geht.

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Von der Schmerzphonsucht

Man stelle sich vor, man führte mit einem normalen Raucher oder gemäßigten Trinker ein Gespräch oder versuchte dem, etwas zu erklären, wonach er selbst gefragt hat, und der fummelt immerzu nervös an seiner Kippenschachtel herum, schaut alle fünf Sekunden, ob sie noch da ist, der Trinker, es ist genug da, macht es ähnlich mit seinem Glas oder seiner Flasche: Man wäre schon etwas irritiert.

Bei vielen Jugendlichen indes ist ein derartiger Suchtzustand mit dem Schmerzphon heutzutage alltäglich. Normale Raucher haben nach einer Kippe auch mal eine Stunde Ruhe. Normale Trinker haben gute Ruhe, schon beim Trinken, wenn sie ein oder zwei Bier oder Wein getunken haben. Keine Dauernervosität, kein permanentes Gezappel, keine unkontrollierbare halbe Geistesabwesenheit wegen der Sucht, man kann vernünftig und zielführend reden. Mit Kiffern ist es ähnlich.

Gerade dass da k e i n wirklicher Stoff, keine Droge ihre Wirkung tut, ist das Teuflische. Man hat nichts genommen, seiner Gesundheit nicht geschadet. Man riecht nicht danach, darf autofahren, keine Probleme mit Eltern, Schule, Arbeitgeber oder Polizei, man hat nur eine schwere psychische Abhängigkeit, immer auf eine mögliche Nachricht zu warten, Angst, etwas zu verpassen, abgehängt, uninteressant, irrelevant, nichtig zu werden.

Der Raucher oder Trinker oder Kiffer geht vielleicht an seinen Teich, allein, mit dem Seinen, denkt in Ruhe über die Welt nach und hat damit an sich und der genug. Er mag sich in Gesellschaft durchaus verantwortlich benehmen. Er schwatzt weder einem das Kiffen noch das Trinken noch das Rauchen auf.

Gleichzeitig ist man bei Handioten nie davor sicher, hat man ihnen das Ding nicht ganz abgezwungen oder sie zur vorläufigen Stillegung genötigt, dass das Ding doch wieder scheppert, oder daran was zu schauen sei, oder, noch schlimmer, das nehmen sie dann als ihren technologischen Triumph, einem daran gleich das und das zu zeigen sei, da sei so ein geiles Video, müsse man sofort anschauen, da sei ein noch geileres Musikstück, und bevor man es zu mitfühlender Gegenwehr geschafft, denn, wer weiß, wie sich das fortsetzt, läuft die Töle oder es schnattert einem auch noch ein genialer Fitnesstrainer entgegen, den man gesehen haben müsse.

Keiner hält, außer in Gangsterfilmen, einem so seine Zigarette, sein Bier oder seinen Joint unter die Nase. Kenne ich jedenfalls nicht. Nie gesehen oder davon gehört.

   

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Von MissMonopoly, Jamie Bond, Sherlockess Holmes, Generalin Patton, Kriemhold und Königin Etzel

Es gibt jetzt ein MissMonopoly, das die vermuteten Rechenschwierigkeiten bei Mädchen und Frauen ausgleichen soll, indem sie für gleiche Entscheidungen mehr Geld bekommen, Pierce Brosnan befürwortet die Idee eines weiblichen James Bonds (wird sie noch „James“ heißen können, nähme man nicht lieber eine Trans?), bald gibt es eine Sherlockess Holmes mit Doctoress Watson, einen Film mit Generalissima Patton, die mit lauter weiblichen Truppen Hitler niederringt (vermutlich darf der ein Mann bleiben, die Landser der Wehrmacht auch), und die Odyssea endet darin, dass die Lesbe ihre Penelope mithilfe ihrer Tochter Telemacha wiedergewinnt.

Ich will aber auch endlich einen Hildegarus von Bingen im Film, der es den ganzen Pfaffenschwuchteln so richtig zeigt. Ich will einen Kriemhold, der seinen Siegfried (der ist ein Betrüger und darf also Mann bleiben) an Hagen verliert (der darf auch Mann bleiben, denn er ist ein Meuchelmörder), diesen aber am Ende überwindet, indem er die Königin Etzel heiratet, eine umgekehrte Transe.

Aus einem „Macho“ per se soll jetzt also eine Macha gemacht werden. Die haut und bumst alle Spione und schrägen Typen um, der Rest wird in Mähdrescherinnen mazeriert oder klassisch erschossen. Aber bitte mit einer 50er Magnum von Smith & Wesson, die der alte James nie hätte einhändig stabil halten können, weswegen er ja mit dieser kleinen Schrumpfschwanzwalther herumklickerte.

Es ist noch viel zu tun, der Frauen Stärken weiter zu entdecken und ermutigen.

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