Hans Impf vermisst

Hans Impf hatte sich gerade hohen Herzens seinen dritten Pieks abgeholt: „Jetzt kann ich ruhig darauf warten, bis die anderen vollends verreckt sind!“ – so er gleich abends in seiner Kneipe, und die meisten lachten mit.

Sechs Wochen später wurde die Testpflicht auch für Geimpfte eingeführt. Zu viele Geimpfte schwer infiziert und hoch infektiös, hieß es.

Hans Impf aber glaubte das nicht. So versuchte er in seiner Kneipe wie überall, eine Bürgerinitiative gegen diesen absurden Schwachsinn ins Leben zu rufen. Um eine Sammelklage anzustrengen. Die Regierung müsse zu so einem extremen Schritt auf allen Ebenen genötigt und gezwungen worden sein. Niemals hätten die das freiwillig gemacht.

Sodann ließ Hans Impf in und um Hannover keinen Stein auf dem anderen und fand einige mögliche Unterstützer, worauf die Staatsmacht wegen des Verdachts einer Gründung einer kriminellen Vereinigung bei ihm einritt, sein ganzes Elektrogeraffel auf unbestimmte Zeit kassierte, während sein Konterfei in den sozialen Medien verbreitet, als Steigbügelhalter von Kindsmördern.

Seit ein paar Tagen gilt Hans Impf als vermisst.

 

 

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Coronawahn: Aufzeichnungen aus einem Tollhause (II)

Teil eins unter obigem Titel erschien hier am 28.3.20.

Coronawahn: Aufzeichnungen aus einem Tollhause

Da drehte man schon schwer am Rad.

Inzwischen hat man binnen eineinhalb Jahren aus unserem schönen Lande ein derartiges Tollhaus gemacht, dass ich mich – selbst als „vollständig Geimpfter“ erwöge ich das ernsthaft, denn „vollständig“ ist ja schon ein running Gag – als weiterhin Impfunwilliger auf einen längeren Belagerungszustand einrichte.

Alles andere wäre unvernünftig.

Vielleicht darf ich bald nicht mehr mit dem Bus zum Einkaufen fahren. Und mich kein Taxi mehr befördern. Das sind über acht Kilometer, ein mächtiger Puckel von Karlstadt unten nach Rohrbach oben, Rückweg mit Einkaufsgewicht.

Wer durchhalten will, sollte sich schon vor der Wahl gut vorbereiten.

 

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„Coronadialog“: Maßnahmenkritiker bitte nur betteln!

Ich habe eben bis zum Wegklicken das drölfzigtausendste Video gesehen, in dem zum Thema Corona zum offenen Dialog aufgerufen wird, beide Seiten müssten aus ihrer jeweiligen Verachtung und Einseitigkeit heraus, blablablabla, ich spreche diesen Denkfehler, diese scheinbar so wohlgemeinte, dabei absurde Verzerrung der Dinge hier nicht zum ersten Mal an.

Da ist nämlich auf der einen Seite die geballte erbarmungslose Macht, die von Anfang an nicht mit sich reden ließ und immer noch fieser und härter auf die andere eindrischt. Und zwar nicht nur mit Worten. Auf jener anderen nun gibt es auch ein paar Spinner, doch das sind wenige, und die sind weitestgehend machtlos. Dabei teils weniger spinnert als jene, die bei ihren Peinigern desto jämmerlicher um Gehör betteln, je schlimmer man ihnen mitspielt. Je mehr es auf die Fresse gibt, umso mehr Appelle in die eigenen Reihen, doch bitte Contenance zu bewahren, zu den Vorgängen nur keine zu deutlichen Worte zu wählen, den Graben nicht noch zu vertiefen (wer hat diesen Graben gegraben und buddelt daran Tag und Nacht?), blablablumm, die anderen sind eigentlich ganz lieb, sie und man selber merken es nur noch nicht direkt, und was gerade passiert, das wäre zwar in Timbuktu oder Caracas himmelschreiendes Unrecht, aber hier, aber nein, da darf man das nicht so nennen, sonst macht man sich mitschuldig am immer tieferen Graben.

Und leider sind es eben nicht nur ein paar halbdemente Betschwestern, die derlei depperte Mantren vor sich hinmurmeln, nein, sehr prominente und ansonsten glaubwürdig engagierte Leute „unserer“ Seite hauen das mehr oder weniger so raus. Natürlich ohne den anstößigen Vergleich. Denn der triebe die andere ja in die Enge, machte sie nur noch wütender, damit den Graben noch tiefer: schuld sind also Leute wie ich, die diese Weichspülerei für schwachsinnig und masochistisch halten und daher nicht mitmachen und sogar verachten, als bestenfalls ein Selbstbetrug, eine peinliche Bettelei, ein Ablenkungsmanöver von der eigenen Feigheit, letztlich als ein untrügliches Zeichen der geistigen Unterwerfung.

Ja, ich rede mit jedem glühenden Verfechter der „Maßnahmen“ und der Impferei: aber nur, wenn ich dabei auch reden darf. Und zwar unbedroht.

 

 

 

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Coronakulturkampf: Staat in selbstgesetztem Zugzwang

Nehmen wir einmal an, Ungeimpfte werden wie etwa bereits in Frankreich weitgehend vom sozialen Leben ausgesperrt. Was werden diese Leute – setzen wir den Fall, sie dürfen ihren Job behalten beziehungsweise ihre Sozialleistungen weiterbeziehen – mit dem an Kneipen- und Restaurantbesuchen, an Konzerten und Sportveranstaltungen, Kino und Theater und Museen gesparten Geld und zumal der freigewordenen Zeit anfangen?

Werden Netflix, YouTube und noch mehr Videospiele sowie der dazu nötige Schnaps und Pizzadienst und das neue Sofa alles Geld und alle Zeit wegfressen, zu voller geistiger und kultureller Zufriedenheit der Aus- und Eingesperrten? Oder bleibt da ein sehr erheblicher Rest, von Wandern über Gartenarbeit und Heimwerken bis hin zu allerlei Untergrundkunst und „subversiver“ Informationsgewinnung? Werden eben doch nicht alle nach und nach resignierend verdämmern? Wie werden die sich organisieren und treffen? Was für Angebote werden findige Unternehmer den Ausgegrenzten machen? Was für Parallelgesellschaften werden da wachsen? Wie will der Staat, der dafür die Voraussetzung und Not geschaffen hat, alles niedermähen, was da wächst? – Und das muss er, sich selbst in Zugzwang gesetzt, denn schließlich soll es den menschenverachtenden Ungeimpften so schlecht gehen als nur möglich. Keine Freude und kein Lachen, nichts Schönes noch Erhebendes, keine Ermutigung noch Stärkung diesem schlimmen Abhub!

Das wird spannend.

 

 

 

 

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