Mit Hölzern und Kristallen

Da dies hier ja die Seite mit dem Neuen vom Wahnsinn: Ich rede inzwischen mit meinen Hölzern.

Sie antworten nie unmittelbar, außer ich versäge mich auf den Handrücken, was dann ja an meiner Respektlosigkeit liegt, sie danken es mir damit, so bilde ich‘s mir ein, dass sie darüber, denn meine Rede ist immer voller Liebe, immer schöner werden.

Früher habe ich nur mit Menschen, mit Tieren, mit lebenden Pflanzen geredet. Jetzt bin ich bei den Hölzern.

Mit meinen Kristallen werde ich es auch noch anfangen.

Ich fühle mich aber noch nicht reif genug dafür.

Vielleicht sind sie noch zu alt für mich.

Achwas, heute Abend versuche ich mich mal daran.

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Julian Assange

Zum Glück bin ich ein derartiger Rechnerspast, dass ich oft nicht einmal herausfinde, jedenfalls nicht so leicht, wo ich auf dem eigenen bin.

Julian Assange und seine Leute verstanden offenkundig mehr von diesen obskuren Maschinen, sie fanden also Sachen heraus, die ich mir nur irgendwie sowieso etwa zusammenreimen kann, nachweislich, und dafür sieht der acht Jahre Jüngere jetzt gar älter schon aus als ich, weniger verbrannt ansonsten sicherlich, wahrscheinlich noch auch seltener bis knapp an den Tod verprügelt.

Der Verbrecher ist jetzt der, der Verbrechen aufdeckt, nicht der sie begeht. Mal wieder. Das Alte Rom lässt grüßen. Proskriptionen auf modern.

Da ich es mit dem Beten nicht so habe, werde ich jetzt auch für Assange nicht beten.

Ich wünsche ihm aber zehntausend Schutzengel und seinen Verfolgern allen Schreib- und Schreisaft derer, die noch den Mut der Freiheit in den Knochen haben.

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Poor Carl

Der arme Carl merkt nicht, dass er selber immerzu auf Nazis Bezug setzt. Und nun beklagt er, dass andere es damit übertrieben.

Hätte er nicht schon bald 5000 Kommentare darauf, ich schriebe ihm einen.

So steht er eben hier.

Immerhin, er macht manch Lobenswertes, und sein Englisch ist nicht nur „very posh“, es ist sehr gut.

Ansonsten: Tollhaus.

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Femonasmus

Für mich ist es sonnenklar – dafür brauche ich keine Statistiken – dass der westliche Feminismus der letzten drei Jahrzehnte beide Geschlechter unglücklicher gemacht hat. Die Frauen im Schnitt aber weitaus mehr als die Männer.

Was macht ein Mann, wenn er kein anständiges Weib und schon gar keine Kinder hat?

Ja, ab und zu oder auch öfter holt er sich einen runter, er mag es mit den Videospielen übertreiben, manchmal trinkt er zu viel, kann er seine Kumpels kaum noch treffen, weil die alle vergeben oder er sie schon vergrault, so macht er, bringt er sich nicht um, was dann doch die wenigsten tun, einfach irgendwas.

Er begibt sich ins Studium der Römerzeit, er bastelt Sachen, er malt, er macht selber Videos, er fängt das Wandern an, das Züchten von Bonsais, versucht feineres Kochen, beginnt eine Sammelleidenschaft, macht irgendwas, oft mehrerlei.

Das Weib derweil, dem wird bald alles zu öde, zu unbefriedigend. Es stürzt sich mal in dies, dann wieder in das, und am Ende rettet nichts davon den langen Tag. O wäre es doch wenigstens Waschweib, wo es die ganze Zeit mit den anderen Waschweibern genug zu tratschen gäbe! – Die gibt es aber nicht mehr, wenigstens hierzulande, denn die Waschmaschine ist erfunden und weitaus billiger und effektiver.

Nun, es kann sich zur Bundeswehr melden, ohne auch nur drei Munitionskisten hintereinander heben zu können Frau Hauptmann werden, es kann bei Gazetten wie dem Spiegel anheuern, um dort ihr Elend in feministischen Kolportlumnen, alles möglichst gemein auch für die anderen Weiber noch schlimmer machend, denn rachsüchtig wird es, zu übertünchen, es kann, kurzum, alles tun, was es noch weiter herunterzieht.

So sieht es, grob in ein paar Bildern dargelegt, Ausnahmen gibt es natürlich, eben aus.

Es gibt auch immerhin schon ein paar Frauen, die das genau sehen und auch öffentlich sagen. Gibt es sie wirklich?

Und soweit es sie schon gibt, so werden sie noch schlimmer verteufelt als Männer, die sowas sagen, denn sie gelten als die schlimmsten Verräterinnen ihrer Rasse.

Äh, Rasse? Ja, so ähnlich.

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Salz mitohne Gluten

Ich habe einen guten Kumpel, der ist nicht nur ein hervorragender Mathematiker, Physiker und Informatiker, er spielt auch Klavier, kann Schwäbisch und Englisch und Deutsch, ist dazu ein leideschaftlicher Spötter und Witzeerzähler.

Er meint, inzwischen kaufe er grundsätzlich kein Produkt mehr, auf dem „vegan“ steht, so sehr gehe ihm dieser Wahn auf den Zeiger.

Ich sah inzwischen schon Äpfel, jedes arme Äpfelchen mit einem Bepper, auf dem „vegan“ stund. Wobei das ja noch nicht einmal so sicher ist, denn es könnte ja ein Wurm drinne sein. Ich erinnere mich auch, schon auf Salzpaketen das Wort gelesen zu haben, doch habe ich das vielleicht nur im Traume gesehen.

Was ich aber zweifellos vor mir liegen habe, ist eine Pfundpackung Meersalz, oben vorn steht grün der Markenname „Saphir“, und im Ernst, etwas weiter unten, etwa zwei Zentimeter im Durchmesser, innen grün durchgestrichen drei güldene Ähren, drumherum „VON NATUR AUS GLUTENFREI“.

Das ist ja sagenhaft, dass ich nicht befürchten muss, in eine Packung mit 100% Meersalz seien heimlich noch 20% Gluten eingemischt.

Ich überlege jetzt auch, ob das Zeug nochmal kaufe.

Irgendwann reicht es mal.

Nachtrag

Was, wenn ein Weizenkorn in den Atlantik gefallen?

Nachtrag (II)

Übrigens steht hinten auf der Packung: „Kann Spuren von Erdnuss, Mandeln, Milch, Selllerie und Senf enthalten“.

Es ist mir jetzt egal, dass die Erdnuss im Singular und die Mandeln im Plural.

Wer garantiert mir nun aber, wenn die all das verarbeiten, wer weiß mit welchen Zusätzen, dass nicht doch ein Molekül Gluten da mit reingerutscht? Hä?

Nachtrag (III)

Nicht über lange, und man fackelt Getreidebauern die Traktoren ab, weil sie das Böse anbauen. Mancher wählt dazu wahrscheinlich auch noch die AfD, also haben sie es sich alle doppelt verdient.

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Schwieriger Text

Sobald ich noch ein Stück aus dem Schneider, werde ich versuchen, eine bestmögliche Gebrauchsanweisung an Leute herauszugeben, die beschlossen haben, sich für viel besser verrückt halten zu lassen, als sie das schon kennen.

Das Risiko ist zweifellos hoch.

Die Leute werden sehr nervös und oft auch nicht nur verbal aggressiv. Denn das verkraften sie noch schlechter als das vordem. Manche von ihnen werden zu regelrechten Maniakalen. Und merken das, wie es bei unfreiwilligen Maniakalen eben ist, nicht einmal. Damit sind sie sehr gefährlich. Egal in welcher Kirche oder wes Glaubens, sie kennen kein Grüß Gott mehr.

Man hat damit zu rechnen, dass einem nicht nur Ärzte nach dem Tode trachten, Anwälte einen ins Gefängnis bringen wollen, Notare ruinieren, Polizisten ohne echten Grund verhaften, um einen einem bitterbösen, von seiner Frau übelst getriezten Richter zuzuführen, oder gar unbefriedigten Richterinnen.

Das Ganze ist gar kein Spaß.

Busfahrer fahren nicht mehr richtig, Taxifahrer geben Gas, wenn sie einen nur sehen, Bodybuilder sind ohnehin so neidisch auf so viel Freiheit, dass man sehr schnell eine eingeschenkt bekommt. Von Zuhältern, deren Huren man nicht bedienen will, gleich gar nicht zu reden.

Kokainhändler drehen durch, nur, weil man ihnen ihren Dreck nicht abkaufen will.

Zunächst arglos scheinende Passanten beschimpfen einen als Nazi, weil man leicht gelächelt hat, lediglich an ein kleines Witzchen denkend.

Die Geheimdienste bekommen den Vollkoller. Man findet auf einmal Kondome auf dem Klo, die man mit Sicherheit nie selber benutzt hat. Steine liegen auf einmal da, wo man sie bestimmt nie hingelegt. Alle wollen, dass man einen echten Verfolgungswahn entwickelt, indem sie alles dafür tun, dass es nicht einmal ein Wahn ist.

Ein Großteil der Leute weiß gar nicht mehr, was er oder sie tut. Wie Zombies auf Sauermilch torkeln sie einem entgegen.

Altgediente Kranführer verlieren den Verstand und stürzen mit ihrem ganzen Gerät, hat man Glück und Umsicht, neben einem zu Boden. Man mache dann schnelle einen Schuh, denn sonsten wird man auch dafür noch haftbar gemacht.

Opas und Omis wedeln auf einmal mit ihren Rollatoren, wie als ob sie wütende Sechzehn. Taubstumme plärren einen an, dass die Heide wackelt.

Selbst die Gräber von Freimaurern fangen an zu beben, und manch einer steigt für fünf Minuten nochmal heraus. Gotische Döme stürzen ein, weil man beeindruckt werden soll.

Kurzum, es wird nicht einfach werden, die Gebrauchsanweisung einigermaßen anwendungssicher zu schreiben.

Ich brauche noch etwas Zeit dafür.

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