Wie doof ist der Google?

Seltsam, was man sich beim Google in Punkto Werbung über YouTube so denkt.

Nicht nur, dass bei Audios mitunter die Lautstärke hochgebrezelt wird, dass man gleich einen Zorn bekommt, womöglich auf das angepriesene Produkt bewusst oder unterbewusst übertragen, so bald als möglich wegschaltet, sondern hatte ich es eben erst, ähnliche Fälle genug, dass mir Suiten von Bach unterbrochen wurden mit: „Spiele auf der schnellsten Konsole der Welt!“

Was denken die sich dabei, diese Algorithmen? (Ich weiß, dass Algorithmen nicht denken können, aber die sie entwerfen, die sollten das zumindest einigermaßen können.)

Etwa, dass damit etliche Bach-Hörer alswie natürlich merken sollten, wie langweilig-spießig diese Musik ist gemessen am heftigsten Ballerspaß, der auf dem Planeten virtuell geboten? Macht der Google, schnelles Geld ist ja nicht alles, hier einen auf Resozialisierung beziehungsweise Umerziehung Ewiggestriger?

Ich treibe mich ja nicht viel auf Vegetarier- oder gar Veganerseiten herum, aber das kommt mir vor, wie als ob dort für BigMac und Chicken McNuggets geworben würde.

Als Werbekunde wäre ich jedenfalls von derlei Streuverlusten nicht eben begeistert. Und als Google hätte ich allein schon so keinen gesteigerten Bock darauf, dass vernunftbegabte Leute mich als vermutlich bestinformierte Prvatfirma der Welt für ziemlich doof halten müssen.

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Monsterwissenschaft

Was verdient eigentlich ein guter Monstererfinder?

Überall werden Monster gebraucht, für Filme, für Videospiele, für Halloween und Fasching, massenweise und immer neue, noch grässlichere. Schon die Griechen kannten sie, jedenfalls recht beachtliche.

Gibt es einen Ausbildungsgang zum Monsterbildner?

Ich kann mich gerade gar nicht so recht an ein Monster erinnern, das wirklich nachhaltig in meinem Gedächtnis haften geblieben wäre. Außer vielleicht jenes „Alien“ im gleichnamigen Film mit Sigourney Weaver. Da habe ich aber auch nur noch ein oder zwei Szenen halbwegs im Hirn.

Vielleicht kann ich ja wenig mit Monstern anfangen, weil ich selber mal so ziemlich wie eines aussah. Da reichte ein Blick in den Spiegel, dass kaum Wünsche offenblieben. So war der Rest recht langweilig.

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Witzlos

Jürgen von der Lippe hat erklärt, dass er über den Islam keine Witze mache, da ihm sein Leben wichtiger sei als ein guter Gag. Fast alle Kommentatoren auf welt.de äußern dafür Verständnis und rechnen ihm obendrein seine Ehrlichkeit an.

Nun, ich halte die jüdische Religion teilweise auch für etwas abseitig, doch ist nicht zu bestreiten, dass Juden über sich wie über ihre Religion grandiose Witze machen.

Einen erzählte mir ein ganz großer christlicher Judenfan.

Moishe kommt nach Hause und erzählt nach seinem Gang aufs Amt seiner entsetzten Frau, dass die Familie künftighin Schweißfuß heißen werde, so sei es abgemacht. Sie tobt. Er darauf: „Was glaubst du wohl, was mich allein das „w“ in Schweißfuß gekostet hat?“

Den anderen, weiß nicht mehr wo aufgegabelt, mag ich auch gerne: Moishe geht zum Metzger, zeigt auf einen schönen Schinken und verlangt ein Stück von dem Fisch da. Das sei aber doch ein Schweineschinken, so der Metzger. Moishe dazu: „Ich will nicht wissen, wie der Fisch heißt, ich will ein Stück von dem Fisch.“

Vorletztes Jahr unterrichtete ich zwei indische Ingenieure bei einem Pharmagroßkonzern. Wir kamen auf religiöse Vorstellungen, beide Hindus, ich frug sachte an, ob man das im kulturellen Vergleich ganz locker angehen könne. Na klar meinten die, zwar nicht alle, aber viele von ihnen machten selbst Witze über ihre merkwürdigen Gebräuche.

So gebe es einen Kult, bei dem verheiratete Frauen ein Ringelreihenritual abhalten, in dem sie dafür beten, dass sie die nächsten sieben Reinkarnationen denselben Ehemann bekämen, ihren. Ich konnte gut mitlachen.

Dass der Islam witzlos ist, keinen Witz verträgt, sagt für sich schon genug über diese Religion.

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Damaszenernippel

Gerade sah ich ein Bild von vermutlich einem blutigen Film, da stunden drei Kampfwespen, leicht geschürzt, die mächtigen Möpse prall nach vorn, die Vorderste hatte gar sowas wie Stahlnägel auf den Bra als Nippelverlängerung angebracht, also, dass frau damit etwas fahrlässigen Männern ohne weiteres tödlich in Hals oder gar Herz stechen möchte.

Einfach mit dem verlängerten Nippel aufgespießt, den milchlüsternen dummen kleinen Knaben.

Nippel vom Meisterschmied. Genial.

Andererseits, gehen wir die Sache mal weniger mammalistisch, eher zu ernsten Kriegszwecken an, so bleibt doch fragsam, ob weibliche Brüste wirklich feste Stoßmuskeln seien, die stahlichen Nippelverlängerungen kunstgerecht in das Opfer zu rammen. Die menschlich-weibliche Anatomie, wie sie die bisherige Wissenschaft kennt, sprich sicherlich kein gutes Wort dazu.

Wahrscheinlich soll uns das, von üblen Hollywood-Typen ersonnen, auch nur bedeuten, dass man jeder Kampfhenne zuerst das Oberteil nebst Zubehör abreißen solle, um nachher gepflegt sein Vergnügen mit ihr zu haben.

Die Botschaft könnte auch sein, dass es insgesamt gefährlich und unsinnig sei, Muttermilch zu trinken. Man weiß nie, was die Alte gerade gesoffen oder genommen hat, und zudem kann sie einen mit ihrem Ding rachenerdolchen.

Früher hatten üble Weiber Kämme und feste Haarnadeln, Gift und allerlei, den Falschen ins Jenseits zu schicken. Das fiel viel weniger auf als Damaszenernippel.

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Nebenhelden mit Todesansage

Habe mal wieder neben meinen Hand- und Kopfarbeiten zur Verbesserung meines Spanischverständnisses einen dahin synchronisierten Thriller angeschaut, und mal wieder wusste ich gleich, welche Nebenhelden zu sterben hätten. Sogar etwa wann.

Ich finde das ein bisschen doof, wenn ich das gleich weiß.

Ich weiß nicht, was die in Hollywood und sonstwo sich dabei denken.

Vermutlich machen sie die Drehbücher einfach nicht für Leute wie mich.

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Sterben wie im Film?

Grade sehe ich mal wieder so einen Streifen – immerhin lerne ich mein Latinospanisch dabei nach – , in dem die junge Schöne des bösen alten Drogenbarons den jungen Beau verführt, normalerweise, ist er nicht ein Superheld, dem sicheren Tode entgegen. Feine Frau das, und was für ein Idiot.

Ich vermute, da Kevin Costner mitspielt, er möchte überleben.

Sicherlich kommt das in der Wirklichkeit nicht so oft vor wie im Film, doch es kommt sicherlich vor.
Man muss aber auch am Verstand des sonst so gerissenen alten Großgangsters zweifeln. Was erwartet der? Er könnte jederzeit sorgenlos tausend Huren haben, solange er sie von seinen Geschäften fernhält. Er könnte dazu eine Frau haben, die vielleicht nur 15 oder 20 Jahre jünger ist, froh um so viel Geld und Ansehen, der im Zweifel auch mal ein Abenteuer gönnen.

So wären alle glücklicher und blieben am Leben.

Das gäbe nur keinen Film.

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