Vom Kammertone a und dem heutigen Schnellspiel

Ein guter alter Freund meint, dass nicht nur die Heraufsetzung des Kammertones a von 432 auf 435, 440 oder gar mehr Hertz schon eine schlimme Sache sei, sondern dass darüberhinaus auch noch viel zu viel Musik inzwischen viel zu schnell gespielt werde.

Um das mit dem Kammerton – von meinem Empfinden her natürlich nur – genauer zu beurteilen, werde ich wohl einige Vergleichsproben mehrmals anhören müssen.

Worin ich mir aber für mich schon sicher, das ist das mit dem Schnellspiel. Denn immer wieder, ob ich nun zumal gesungene Lieder höre oder mich selber an ihnen versuche, wirkt mir das üblicherweise professionell Vorgetragene zu eilig. Es hat mir einfach nicht die Gemessenheit, die ich mir wünschte.

Und meint mein Freund auch, beide Verschiebungen machten den Menschen noch rätteliger, als er heute vor lauter TV und Wifi und Rechnersitzungen und Ballerspielen und Bewegungsmangel undsoweiter ohnehin schon ist.

Ich habe bislang keinerlei tragfähigen Beweise, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass zutrifft, was er sagt.

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Von schlaffen Ärschen (II)

Indem wir es gestern schon von schlaffen Ärschen hatten, nun der Relax dazu.

Ich habe hier eine Glaub-Er-Salz-Plastikbüchse vor mir, mir irgendwie im Hause hinterlassen, ein Abführmittel enthaltend, und es steht im Ernst darauf, dass es von einer Firma namens Bombastus, aus Freital, Deutschland, gefertigt.

Was will man dazu noch sagen.

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Von schlaffen Ärschen

Heute geht es knapp um Ärsche.

Vielmehr darum, wie die Leute mit ihren Ärschen umgehen, was sie aus ihnen machen.

Ein wie mir schien sehr kompetenter Muskeltrainer, den ich aus unschuldigem Interesse heraus frug, welcher beim typischen heutigen Abendländer denn in der Regel der relativ schwächste Muskel sei, antwortete sogleich, es sei der gemeinhin und bekanntermaßen stärkste: der Arschmuskel.

„Hä? Wieso?“ (Ich saß auf der Leitung).

Das liege daran, dass fast alle zu viel säßen. Das schwäche den Arschmuskel kolossal.

Hat er recht, und ich habe bei dem, was er mir sonsten zeigte und erzählte, keinen Grund seine Kenntnisse in Zweifel zu setzen, ist das mit dem berühmten Sitzfleisch eine ziemliche Täuschung, vulgo ein Fake.

Wirklich Ärsche in der Hose hätten Handwerker und andere Leute, die nicht nur säßen, meinte er.

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Bach: Gould gemessen an Nikolayeva

Nach einigem Ringen mit mir selbst, ob ich das denn öffentlich machen solle, gilt es nun.

Ich habe jetzt einige Zeit immer wieder den Bach Glenn Goulds gehört und jenen der Tatiana Nikolayeva. Beim Kartoffelschälen, bei allem.

Es kam, bei aller Mühe um Gerechtigkeit, auf gut über zwei Drittel Nikolayeva. Gemessen an ihrem Spiel, man verzeihe den harten Ausdruck, klang mir das Goulds nicht nur nicht nach, es wirkte gar wie tot.

Ja, Geschmäcker sind verschieden. Manchem mag Gould der Großmeister der Bachinterpretation sein. Vielleicht hört der nur anders als ich, empfindet vom Grunde her anders. Gut, es ist gesagt.

Nachtrag. Eben wieder den Anfang eines Bachstückes mit Nikolayeva gehört, und es kam Gänsehaut.

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Lustige Lügen

Es ist recht lustig, wenn man einen Blog wie diesen betreibt, und ein Leser bemüßigt sich, einen zu belügen. Fast noch lustiger, wenn eine Leserin das tut. Denn Frauen haben auch beim Lügen etwas Apartes, das Männer nur sehr selten zu zeigen vermögen.

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