Maulkorbtragen siegt: Malle macht’s vor

Auf Malle müssen ab morgen alle auch draußen – außer am Strand – einen Maulkorb tragen. Das zur Strafe für alle, zumal auch jene dafür wesentlich ursächlichen, verantwortungslosen Deutschen (zuhause kuschen, in Spanien die Sau rauslassen), die am Ballermann zu fröhlich und freizügig gefeiert haben.

Das Kalkül der balearischen Provinzregierung ist so einfach wie genial: Die meisten Deutschen, die schon da, sind Pauschaltouristen, bleiben eh, bis ihr Flieger nach Hause geht. Gleichzeitig werden Millionen vernünftige, gesundheitsbewusste Deutsche, die endlich einmal wieder sicher Urlaub machen wollen, selbst noch im Eselskarren anrücken, um auf die Fähren zu kommen, wenn alle Flieger schon aus den Nähten platzen.

Es ist auch schon eine gezielte Werbekampagne in den deutschsprachigen Medien geplant (Ösis und Schwyzer verstehen auch was von Hygiene!), mit dem Slogan: „Malle ist gesunder Spaß für alle!“ Dazu sieht man lauter fröhlich mit Abstand und Maulkorb tanzende sexy UrlauberInnen im Sonnenuntergangslicht.

Gerüchte, die Provinzregierung arbeite daran, eine stabil niedrige, aber eben stabile Coronainfektionsquote aus wirtschaftlichen Gründen egal wie aufrechterhalten zu wollen, basieren bislang lediglich auf Indizien, handfeste Beweise dafür gibt es noch nicht.

Es soll aber schon mit wachsendem Absatz ein „Cerveza de Higiene“ ausgeschenkt werden, die schlaue Brauerei genau wissend, dass jeder Deutsche genau zwei spanische Wörter ganz sicher kann, nämlich Cerveza und Higiene.

Flaschen wie Gläser des Germanentrunks sind – ähnlich wie Schnabeltassen im Krankenhaus oder Babytrinkflaschen, nur für Untermaskentrunk zielführender – mit einem Schlauchsystem ausgestattet, so dass man mit aufgesetzter Maske trinken und sich ganz auf seine Flirtpartnerin konzentrieren kann, die Vorstellung, was wohl unter der Maske für sinnliche Lippen warten sollten, wie ein Lachen der Dame sich nicht nur abgedämpft liebreizend anhöre, sondern auch noch aussähe, zöge sie sich da ganz nackert aus.

Der clevere Don Juan oder Hans Meier nun, der löst das Problem ganz einfach, indem er der Dame eine Tapa, einen Pincho, einen kleinen landesüblichen Snack unterjubelt, denn dafür muss und darf sie ihre Gesichtsburkha selbst für Nichtverwandte öffentlich lüften. Die Wirte freut das natürlich, denn zumal Tapas mit Sardellen, Oliven und Manchego machen durstig, so dass immer noch mehr Cerveza de Higiene über den Tresen geht.

Der oberclevere Don Juan aber weiß wohl, dass er sich interessant macht, wenn er selber nicht aus allzu naheliegenden, entlarvenden Gründen nach Tapas frägt, er lässt also seine momentane Dulcinea zappeln, bis dass sie ihn losschickt, welche zu besorgen. Und mancher kluge Wirt gibt so einem gerne mal ein Hygienebier extra aus, weil der über die selbst mit Maulkorb schönen Frauen noch mehr Männer anlockt, noch mehr Tapas und Biere verkaufen hilft.

Die Heftigkeit des Geschlechtstriebs wird dadurch derart gesteigert, dass es vermutlich in einem dreiviertel Jahr einen Hygienebabyboom geben wird. Die am saubersten gezeugte Generation seit Menschheitsbeginn. Scharen fröhlicher gesunder Kinder mit lauter verantwortungsvollen, hygienebewussten Eltern.

Es hat ja auch was von Inklusion, wenn man die Maske erst nach dem dritten Koitus absetzt. So geht es von Anfang an weniger ums Gesicht und Äußeres insgesamt, gleich mehr um die inneren Werte. Man muss nicht einmal mehr das Licht ausmachen, um nicht zu sehen, was da gerade auf einem reitet.

Kurzum, Malle geht mit gutem Beispiel voran.

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Die WEOR (World Encyclopedia Of Racism) muss her

Wer einem bildungsmäßig und damit kulturell zurückgebliebenen Antifanten etwas kostenlose Nachhilfe in Sachen Rassismus vermitteln will, der empfehle ihm obiges Video. Da hier nur 76 Beispiele genannt werden, könnte er sich in gut einem Monat wenigstens auf diesen begrenzten Stand bringen, wofern er sich am Tag zwei merkt, dabei regelmäßig die alten wiederholt, damit er am Schluss nicht die Hälfte schon wieder vergessen hat. So lernt er auf diesem wichtigsten aller Wissensgebiete fast schon das ganze Einmaleins.


Gestern sammelte ich spät abends noch Beweise dafür, wie weit unten ich auf der nach unten offenen Weißenrichterskala stehen müsse, und mir ward schnell klar, dass all die Punkte, die mir sofort, schnell oder bald gegen mich einfielen, nicht ansatzweise alle sein könnten, was sich heute durch das obige Video eindrucksvoll bestätigte.

Ich trinke zwar keine Milch, bin auch kein Veganer, nicht alle 76 Punkte kann ich also redlich auf mein Minuskonto rechnen: was mich an der Liste zwar ärgert, aber auch freut, weil so auch anderen geholfen, ihren wirklichen Schuldenstand genauer berechnen zu können.

Ich fürchte inzwischen, dass es nichts wird damit, einfach einen flockigen Selbstherabsetzungsessay zu schreiben, jedem Lesfähigen meinen sehr bedeutenden Rang aufzuzeigen, dass hier eine saubere, systematische, quellenbelegte, vergleichende wissenschaftliche Arbeit hermuss, ein ganzes Kompendium, ein unverselles Nachschlagewerk zu allen Rassismen aus allen Jahrtausenden und Kulturkreisen, mit besonderem Blick und besonderer Würdigung der erst in den letzten zwanzig Jahren von der Spitzenforschung entdeckten und beschriebenen.

Das schaffe ich nicht ohne einen ganzen Mitarbeiterstab und damit erhebliche Drittmittel.

Am besten nichtstaatliche Drittmittel, damit das Werk nicht als korrumpiert oder interessengesteuert dargestellt werden kann. Die Open Society Foundations des vortrefflichen George Soros kommen mir da sofort in den Sinn, die Bill and Melinda Gates Foundation oder auch die vegleichsweise kleine, aber feine Clinton Foundation. Vielleicht geben auch Google, Facebook und Amazon – die brauchen das Werk ja schon für ihre noch nicht perfekt verzahnten Befreiungsagenden selbst überaus dringend – je drei Millionen Dollar Anschubfinanzierung, ich nehme als Geschäftsführer davon nur 10%, also 1,8 Millionen, die ich gemittelt so hoch versteuere wie die genannten Stiftungen und Firmen, also irgendwo zwischen null und fünfzehn Prozent.

Das epochale Werk muss natürlich auch ein Gradmaß, eine klar evaluierte grundsätzliche Klassifizierung aller Rassismen enthalten, ebenso kontextbezogen, also darlegen, ob und warum Milch so schlimm ist wie Veganismus oder schlimmer, in welchem Kontext von Sprechern und anderen Rassismen wiederum der Veganismus schlimmer als die Milch.

Ja, das muss ein universeller Leitfaden sein, die Kinderversion I ab der Kita, II ab der Grundschule, dann das Gesamtwerk, dessen grundsätzliche Kenntnis endlich abgestuft in Realschulabschluss und Abi nachgewiesen werden muss. Streichen kann man dafür Stunden in Deutsch und Mathematik. Wahlweise auch Geschichte, Erdkunde und Biologie.

Da ist viel zu tun. Und da bedarf es natürlich auch der Kooperation staatlicher Stellen und mutiger, herausragender Politiker. Pädagogen, Kinderärzte, Psychologen. Mindestens 50% davon Frauen, von denen maximal 20% weiß sein dürfen. Dafür bedarf es auch noch einer Magna Carta. Es bedarf einer Grundsatzerklärung zum Ganzen, einer Art Grundgesetz zur Ausarbeitung einer finalen antirassistischen Weltverfassung, eines Zwölftafelgesetzes der Neuzeit. 

Die ganze Welt schreit förmlich nach einer Weltenzyklopädie des Rassimus.

Nimmt man nicht bald wenigstens Verhandlungen dazu mit mir auf, werde ich öffentlich schwere Anklage erheben.

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Harvard wird Voodooothek

US-Universitäten wie Harvard werden ab Herbst fast nur elektronischen Unterricht anbieten, selbst für die Studenten, die unter schärfsten Auflagen (Gesichtsmasken usw.) wieder auf den Campus dürfen.

Natürlich reduzieren sich die knapp 50 000 Dollar Jahresgebühr in Harvard nicht, die zahlt man weiterhin, obzwar man sich dafür nur von zuhause oder auf dem Campus im Netz Videos angucken kann. 50 000 dafür, dass man sich vielleicht sogar Videos angucken kann, die andere, ohne einen speziellen Schlüssel, nicht angucken können. Da kann Hollywood (die Kinosäle sind meist noch zu) nur neidisch dreinblicken, wie leicht und mit wie wenig Aufwand die neue Filmindustrie hier Coronareibach macht.

Gut, vielen Studenten aus reichem Hause wird es scheißegal sein, wenn ihre Eltern 50 Mille im Jahr für Videothekennutzung bezahlen, oder gerade recht, wenn sie nicht antreten müssen und am Ende doch ihren Abschluss einsacken können.

Harvard wird sowas wie das akademische Netflix für Betuchte. Yale, Princeton und der Rest der Ivy League, alle positionieren sich gerade als Streamingdienste und Voodoootheken. Hundert Jahre Corona, und diesen Unis gehören die halben USA.

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Netzgiganten: Die Dritte Front (vom 358sten Strategeme)

An zwei Fronten stehen sie schon schwer im Angriff, halten diese aber bis zum November wohl noch recht sicher, dann wohl leichthin, siegt Trump nicht: Siegt er doch, vergisst nicht, mag der Act 230 ernstgenommen werden, bevor einer bei Google seinen Schlunzlatte auf seinen Tofuburger gegossen.

Ich verlasse mich aber nicht, wie allzuviele Zeitgenossen, auf Macht und Weistum Trumps, habe hier (ich weiß bislang nicht, wer sonst wie ich schon an gewissen Punkten herumgebohrt) die Dritte Front eröffnet, also, dass die kalifornischen Türme zu Lugenbabbel gar nicht mehr wissen werden, wo sie ihre Lochstopfer herbekommen sollten, machen sich mutige Kanzleien an die Sache, die endlich den Braten riechen und damit das Schlachtfest, und sei es zunächst nur die Aufmerksamkeit, alswelche sicher zu erzielen.

WAS FÜR EIN STRIKE!

Reich und auf ewig gefeiert in die Geschichte der menschlichen Freiheitsbestrebungen und vorbildlichen, unbestechlichen Rechtspflege eingehen. Wenn das kein Anreiz ist, liebe Anwälte: Ich handle weder in Huren noch in Drogen.

Jetzt habe ich, obwar ich mir das sonst recht konsequent verbiete, einfach frivole Lust dazu, mich in den schwurbelichsten und selbst blödesten und ungegründetsten Optimismus hinein selber schwindlig zu schreiben.

Also: Eine deutsche Spitzenkanzlei mit Arsch in der Hose (bevorzugt in Würzburg, da komme ich schneller hin, wenn es brennt) erkennt auf Ansage oder Lektüre hier Zeit und Möglichkeit, spannt, wie klug man sich in einer Zangenbewegung (selbst über einen Dreifachzangengriff, EU!) koordinieren könnte, nutzt alles, was gelernt sein sollte, tritt allen auch altgedienten Mitarbeitern in den Arsch, dass sie das bitte situationsbezogen nochmal ganz neu evaluieren und interpretieren, durchdenken sollten, meine Schriften dazu zu kennen ist Pflicht, Kenntnis der anderen beiden Fronten selbstverständlich auch, dann zusammen mit den besten Amis, und schon könnten sich wiedererwachender eigentlicher Gerechtigkeitssinn selbst gerichtsfest mit uranwaltsinstinktlichem Jagdtriebe, Streben nach Ruhm und Anerkennung, gefülltem Säckel und selbst dem vermaledeiten, aber vorhandenen Streben zumal des Mannes, wenigstens einmal im Leben etwas richtig gemacht zu haben, auf das Trefflichste rudelpaaren.

Das ist ganz und gar kein Witz. So sieht es aus. So sieht Ermutigung aus.

Ich bin jetzt gespannt, wer zuerst darauf kommt, auch mit geschichtlichen Beispielen, über Philosophie, Buddha und zumal Konfuzius waren nicht weiß, gleichwohl dreist, allgemeine Menschheitsfragen zur Selbstbestimmung hinter den Dritten Bohrer zu setzen, was, klug angesetzt, in der heutigen Lage, mindestens den Effekt haben könnte, die Gegenseite etwas abzulenken, zu beschäftigen, zu irritieren, ja sie womöglich, Dumme gibt es genug, in erhebliche Erklärungsschwierigkeiten zu versetzen.

Vielleicht bin ich bald abgehängt, keiner hat je von mir gehört, meine Erstbohrung genügte den Großen Bohrern.

Wahrscheinlich, leider, nur für mich, wird das so laufen. Nichts ist patentiert, damit ich damit irgendwo hinkäme. Insofern muss ich mich selber deoptimistinfizieren.

Selten aber gab es, das hebt meine Stimmung wieder, bedeutendere Reden und Prozesse und Urteile um das Bürgerwohl, als wir sie, wenn unbeirrt, ja selbst durch „den Lauf der Dinge“ selbst bald schon gewahren könnten, bedeutende Reden sind schon da, noch bedeutendere möchten mit der Zeit folgen.

Oh, ich muss ins Diesseits zurück, sonst schmeißt mein armer rechter Arm, unbedacht zurückgelassen, da ich alte Schmerzen nicht mitnehmen wollte, mir das Weinglas um.

Also: All das da oben ist verklausulierter Ernst. Also spinnert. Keiner kann mir das Gegenteil beweisen. Die Einzelheiten kann ich zudem nicht jedesmal neu erklären. Weshalb ich so verstreut und disparat vorgehen musste, seit die Sache mit meiner bald ersterben müssenden „Kryptowährung“ anging, erzähle ich aus List nicht. Aufmerksamen nichts zu schauen nehmen, Aufmerkende erst nur sachte rütteln, nicht einmal Empörung ernten wollen, ernstliche Aufnahme, sonstwas, eigentlich aber eine Weltfrage gestellt haben. Das war der Traum am Narrensaum. Ach, ich rede zu viel, weiß nicht einmal wovon. Alles Quatsch.

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Vom Strategeme 358

Narr / weise / spielen

Man kann das Strategem 358 – für welches ich die angemessenen chinesischen Zeichen noch nicht kenne, zumal als seltenes Dreizeichenstrategem – natürlich als ein Unterstrategem der 36 klassischen Strageme ansehen, geschenkt, es ist jetzt unter dieser Zahl eingeführt.

Ich werde es beizeiten noch genauer beschreiben, allgemeiner fassen, mit Beispielen versehen, vielleicht gar in diesem Sinne Harro von Sengers ausgezeichneter Arbeit zu folgen trachten, einstweilen sei es über die obigen Gedankenführungen und Volten ansatzweise vom tieferen und allgemeinen Sinne her aufgezeigt.


Gesamtstand

Meine Launigkeit oben war dem Mondstand geschuldet, zumindest von den Formulierungen her. Bei bestimmten Mondständen bricht mein X-Chromosom gelegentlich übers Maß durch.

Also: Was die Netzgiganten anlangt, ist hier alles scherzfrei. Manchmal, wenn meine weibliche Seite zu sehr durchschlägt, ist das nicht gleich klar.

 

 

 

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Alle Weißen sind böse

Gleich aus welcher Möse

Alle Weißen sind böse

Schon ihr Erbschlecht

Schafft nur Unrecht

 

Alles, was von Weißen je gelehrt

Gehört getilgt und ausgekehrt

Weg mit all ihren Schriften

Die nur Elend und Verderben stiften

 

Zerschlagt ihre Bilder, erstickt ihre Lieder

Damit nie wieder

Der Ungeist über die Welt kommen kann

Durch den bösen alten weißen Mann

 

(Das obige Lehrgedicht lässt sich bestimmt gut rappen. Es ist leicht eingängig und inhaltlich wie poetisch mitreißend.)

 

 

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Schach rassistisch? Ist es tatsächlich schon so weit?

Als ich die Vorartikel der letzten Tage zum Thema Schach schrieb, zumal die Frage aufwarf, ob Schach nicht bald auch als rassistisch unter Beschuss kommen könne, wusste ich noch nicht, dass dies vielleicht über YouTube-Zensur schon Wirklichkeit geworden.

Der Autor des zensierten reinen Schachvideos (er macht nur Schachvideos, sehr erfolgreich) kann sich die Sache überhaupt nicht erklären, außer, dass er vielleicht von einem Algorithmus abgefangen worden sein könnte, da er, womöglich, völlig schachüblich, an einer Stelle etwas wie „here white is always much better than black“ gesagt habe, also eine reine Stellungsbeurteilung abgegeben, die andernfalls selbstverständlich genau umgekehrt gelautet hätte.

Von YouTube  gab es diesen „Strike“, auch auf Anfrage keine weitere Erklärung dazu.

Inzwischen ist das Urvideo wieder frei – wahrscheinlich weil es einen ziemlichen Aufschrei gab.

Deftige Kommentare findet man unter obigem Video, die lassen darauf schließen.

Sehr kurios, das.

Nachtrag 7.6.

DAS hatte ich (von letztem Jahr schon!) noch nicht mitbekommen. Leck mich fett. Genau diese beiden Helden durften in meiner ersten Satire dazu mitspielen. Mein lieber Schwan. Der weiße Weltmeister (Magnus heißt er auch noch…) zieht gegen den Rassismus mit Schwarz an.

Carlsen, Giri Kampf gegen Rassismus – Schwarz zieht

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Schach ist lieb

Der König, meist lange feig und schwach

Der Bangste ist der Erste im Schach.

Die gar nicht lahme Dame

Ihm bis zum Ende zahme.

Die Türme nun

Nicht als erste was zu tun

Alswie Gewürm in der Ecke

Werden bald vorn und hint

Wie seitwärts zum Schrecke.

Erst aber hüpft der feiste Springer

Dieser dreiste Finger

Über alle Dinger.

Der Läufer braucht für seinen Flug

Immer erst ’nen Bauernzug.

Und der Springer dann

Greift gern noch vor dem Läufer an

Der ihn ständig jagt

Langschritts einhegt und befragt.

Nun der Bauer

Wacker stets nach vorn 

Läuferschräg von kurzem Dorn

Liegt je länger von Dauer

Umso mehr auf Wandlungslauer.

O wäre ich nicht so lahme!

Endlich eine Dame!

Also ist gerecht und schön das Spiel

Obzwar und weil des Königs Matt das Ziel.

 

 

 

 

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Netzgiganten und deren Schandverträge: Es geht weiter

Nur zur Info für jene, die das mit den sittenwidrigen Verträgen einiger Netzgiganten gegenüber ihren Nutzern vor ein paar Tagen hier Geschriebene nur als hohl gebellt, nicht ernst nahmen: Ich grabe weiter, werde weitere Fachjuristen dazu hören.

Nochmal in Kürze: Jeder, der den Act 230 liest, der diesen Konzernen schier unfassbare oligopolistische bis monopolistische Privilegien einräumt, das in Relation zu deren Praktiken und eben auch noch eigenen TOS (AGBs) setzt, kann auch ohne bei mir unter „Kryptowährung“ zurückzulesen selber darauf kommen, dass das so gar nicht, und als Dreingabe erst recht nicht mit dem Urheberrecht zusammenpasst.

 

 

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Schach gehört als rassistisch, faschistisch und frauenfeindlich verboten und geächtet: Schach ist sittenwidrig

Weshalb Black Lives Matter, die Antifa, die LGBTQ-Bewegung, sämtliche FeministInnen und AntirassistInnen das Schachspiel noch nicht als toxisch männliches weißfaschistisches Unterdrückungsinstrument angeprangert haben, erschließt sich mir nicht.

Das fängt schon damit an, dass Weiß im Schach immer den ersten Zug hat, einen hautfarbenbedingt gewichtigen Vorteil von Geburt an. Zunächst müsste also Schwarz zum Ausgleich für tausend Jahre diesen Vorteil haben, auch zumal damit Nichtweiße und Frauen endlich befreit aufspielen könnten.

Denn dazu die maskulistisch perfide und perverse Hierarchie der Figuren. Zumal auf Deutsch, wo nicht einmal, wie im Spanischen etwa, die Türme weiblich sind: DER König, DER Turm, DER Läufer, DER Springer, DER Bauer. Nur die Dame ist weiblich (Schach wurde vor Gender Studies erfunden). Und die gilt arglistigerweise als die stärkste Figur: Wichtiger aber als sie ist immer der wehleidige König, der sich meist bis zum Endspiel hinter Bauernmauern versteckt, dem die immer darunter gedemütigte Dame bis zur Selbstaufopferung zu dienen hat. (Im Englischen kommt noch hinzu, dass der Läufer ein Bischof ist, oft noch mit Kreuz oben, ein weißchristliches, männliches Unterdrückungssymbol par excellence, wie im echten Leben dem Ritter, der das entlang desselben weißfaschistischen, misogynen Systems nicht weniger erfüllt, öfter überlegen als umgekehrt.)

Die Arbeiterklasse nun, die „Bauern“, indem sie auf dem Schlachtfeld jederzeit skrupellos geopfert werden, wenn daraus auch nur ein geringer Vorteil für die Offiziere oder zumal den König oder auch nur etwas Entsatz zu vermuten, darf, damit fast immer todgeweiht, nur nach vorne in die gegnerischen Reihen marschieren, sich von den Unterdrückten der Gegenseite massakrieren zu lassen oder von deren Offizieren, ja selbst deren König, der zumal im Endspiel ein wahrer Bauernfresser werden kann, sich durch ganze Proletarierketten fräsen. Ein Bauernleger wie aus dem Bilderbuch. Und ganz mit Fleiß kann der vorrückende Proletarier seinen Kameraden ja nicht direkt von hinten schützen, sondern nur schräg von hinten, was die Sklaverei vervollkommnet, indem, haben sich die Proletarierreihen vollends ineinander verhakt, die Offiziere (die „Bauern“ gelten nicht einmal als „Figuren“ – englisch „pieces“ – so sehr werden sie als Kanonenfutter verachtet) sie dann bis hin zum blutigsten Siege oder einem Waffenstillstand nacheinender sonder Erbarmen einzeln guilottinieren, in Scharen niedermachen als wären es Fliegen.

Von daher sollte Schach im Grunde ganz verboten werden. Man denke nur daran, was es bedeutet, wenn Kinder derlei menschliche Abgründe als harmlos vorgeführt bekommen, als Sport, als Vergnügen, als Denkübung, gar als Kunst. Das Spiel ist sittenwidrig.

Oh, da sehe ich gerade, dass es fünf vor Viere, gleich spielt Magnus Carlsen die zweite Runde des Chessable Masters-Finales gegen Anish Giri, das will ich nicht verpassen, noch gibt es das im Netz, ich schreibe meinen Aufruf also erst nachher vollends fertig, vielleicht schon in einer der Wettkampfpausen.

Uff. Magnus Carlsen hat Anish Giri über ein Bauernopfer in einer für eine Schnellpartie besonders bemerkenswerten, anschaulichen, grandiosen Weise besiegt.

Ich mache den Sack jetzt erstmal zu, kleine Änderungen später vorbehalten, die zweite Partie beginnt in vielleicht sieben Minuten, die will ich nicht verpassen, also haue ich den Artikel jetzt einfach so raus, Sucht ist nunmal Sucht.

Nachtrag 17.25

Die zweite Partie der zweiten Runde ist eben ins Remis abgesackt, nachdem Giri und Magnus (der sich dafür, hernach erkannt, mit dem Kopf auf den Tisch schlug, was sonst kaum je von ihm gesehen) beide eine sehr naheliegende und einfache Mattangriffslage übersehen hatten, die nicht zwingend zum direkten Matt, Giri aber durch Materialgewinn zweifelsfrei zum Endsiege geführt hätte. Shit happens.

Nachtrag 18.20

Magnus hat die dritte Partie zu großer Verwirrung der Kommentatoren mit Weiß so scheiße gespielt, dass sie ihn klar am Abgrund sahen (Peter Svidler, Russe, schlug in aller Not einen Zug vor, der, wie seine Großmutter gesagt hätte, sei „as ugly as my life“, auch „something is obviously not functioning“), dann aber verkünstelte sich Anish, indem Magnus zudem lange in jämmerlicher unmagnusscher Zeitnot, durch Unentschlossenheit und inkonsequentes Spiel doch noch ins Remis. Klar ist, dass mit Magnus gerade was nicht stimmt. Mit Anish aber auch. Nach der weltmeisterlichen ersten Partie in der zweiten und dritten ein glatter Qualitätsabsturz. Jetzt muss Giri mit Weiß gewinnen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, so hart ist das, sonst ist er draußen, Magnus Turniersieger.

Nachtrag 19.10

Magnus kam in der vierten Partie sehr schlecht aus der Eröffnung, Anish spielte glänzend, hatte ihn schwer, im Grunde gewonnenermaßen am Wickel, machte dann aber einen fatalen Fehler, so dass er am Ende nur ein Remis durch Dauerschach hatte, damit an einen Magnus, der klar von der Rolle, hintereinander drei Siege zu Remisen vergab, was ihn das gesamte Finale kostete. Magnus pflegt anders zu siegen. Vermutlich schämt er sich gerade öffentlich für sein lausiges Spiel und solch unverdienten Sieg.

Nachtrag 19.20

Man sieht an obigem Beispiel, welches, bis zurecht aus dem Netz gelöscht, dass Schach auch auf höchster Ebene von lauter psychisch Gestörten „gespielt“ wird. Dieses „Spiel“ hat nichts mit echter menschlicher Vernunft zu tun, und da hilft es auch nichts, es wird dadurch vielmehr unterstrichen, dass die beiden eben vorgeführten männlichen Faschisten – Carlsen ist ganz weiß – sich als behinderte, zögerliche, verzogene, unsichere, moralisch nicht gefestigte, möchtegernhalbstarkenhafte, selbst vor ihrem devoten Publiko erbärmlich versagende kleine Jüngelchen erwiesen haben, fast schon bemitleidenswerte Minimachos, die nicht einmal mehr all den weißen Rassisten und Frauenhassern ihrer Fanbasis (es gibt da viele indische und chinesische Fans, die die Weißheit des „Spiels“ einfach leugnen, auch „Spitzenspieler“, die voll bei der Sache sind, so weit reicht der Menschheitsbetrug) heute, außer in einer vermutlich abgesprochenen Partie, etwas Achtung abzuringen vermochten.

Insofern könnte das „Spiel“ vielleicht auch ohne Verbot und Ächtung regelrecht und regelgemäß entlang seines eigenen faschistischen Wesens recht zügig abyssosjämmerlich verrecken. Am Ende „spielen“ nur noch nachweislich degenerierte Weiße das „Spiel“ (degeneriert sind sie ohnehin alle), und das „Spiel“ ist mit deren längst fälliger Entsorgung dann bald mitabgeschafft.

 

 

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