Epstein-Thriller: Noch ohne Außerirdische

Indem das mit Epsteins saudischem Pass noch im Dreh, viele große Fragen noch offen oder gar nicht richtig gestellt, fällt mir gerade nur noch eines ein, was in dieser Sendereihe noch nicht vorkam, das der Sache noch einen richtig geilen Turbo geben könnte.

Wo sind, bei all dem, die Außerirdischen? Wieso frägt keiner nach denen?

Hallo? Sonst werden die doch allenthalben ins Spiel gebracht, weshalb bei diesem Monster, Spießgesellen der Reichsten und Mächtigsten von der Dritten Art, da nicht, hä?

Bringt die Sache nicht alle Zutaten mit, Menschenexperimente, Menschenaussaugung, Transhumanismus, alles, was sonst so gerne in diesen Zusammenhang gerückt?

Egal. Ich merke schon, dass diese Folge noch nicht reif ist. Vielleicht erscheint sie nie. Schließlich muss sie belegbar echt sein, den ganzen Fall wenn auch selektiv und verknappt, durch andere Brillen zudem, aber wie aufgeführt redlich auf die Weltbühne zu bringen.

 

Bisher kein Kommentar

„High Society Pedopimp“ – Epstein-Thriller derzeit mein Liebling

In der Epstein-Sache geht es jetzt zunehmend um Ghislaine Maxwell, dessen umtriebige langjährige Hauptfreundin und vermutliche Puffmutter, die auch schon einschlägig angeklagt war, ebenfalls günstige Deals machte, jetzt schon, ob neuerlicher Vorwürfe, beantragt hat, dass die Ermittlungsakten von damals versiegelt bleiben mögen, was aber ungewiss, eben da es eine Anklage auch wegen „conspiracy“ geben könnte, mit folgender Öffnung.

Und indem ich dies schreibe und nach Ghislaine, die noch nicht angeklagt, fahnden will, erfahre ich, dass Epstein verletzt in seiner Zelle aufgefunden worden sei, Befund und Grund noch unklar.

Und indem, wie ich dann immerhin auch herausfand, über die Tochter des Medienmoguls Maxwell, vermutlich Mossad-Agent, dann irgendwie doch Großdieb, endlich vom Boot gefallen, dass sie erst 57, zudem sicherlich entscheidend auspacken könnte, selber Opfer Epsteins arme Frau und unter Druck und so, Kronzeugenregelung, vielleicht nur fünf Jahre statt 43, wird die Gefahr für gewisse Leute noch realer. Epstein lebt immerhin noch, und vielleicht überlebt sie auch. Will so ein Weib 43 Jahre im Knast verschimmeln?

Ich schaue mir ja gerne Filme an, in denen intelligente großangelegte Verschwörungen von richtig üblen Typen ausgeheckt werden und die entsprechenden skrupellosen Banditen im Felde dazuhelfen: Zur Zeit aber schlägt nichts den Epstein-Thriller. Der ist echt, es gibt kein fertiges Drehbuch, wie lange er dauert und welche Volten er noch schlagen könnte, ist ungewiss, und es bleibt bisher die ganze Zeit spannend.

Bisher 2 Kommentare

USA: Antirassisten fressen Antirassisten wegen Rassismus

In den schönen USA werden – wenn sie weiß sind – jetzt auch bestverbürgte Antirassisten, indem sie bestimmte Linksextremismen nicht mittragen wollen, als Rassisten hingestellt, worüber Trump sicherlich lacht, denn genau deshalb wurde er eben noch so beschumpfen, auch von jenen, die jetzt im Visier derer, die hinter dem Schimpf gegen ihn standen. Der ganze Irrwitz ist in diesem Viedeo sehr gut angesprochen. Lohnt sich.

Bisher kein Kommentar

Epstein: Jenseits von Hollywood

Der Fall Epstein ist schon mit seinen bislang entdeckten Verzweigungen derart bizarr, dass kein Drehbuchautor mit einer ähnlichen Geschichte in einem halbwegs ernstgemeinten Krimidrama damit hätte landen können.

US-Präsidenten, Whiskymilliardäre, Royals, Hollywoodstars, Menschenforschungsprogramme in Harvard, Pornoinsel mit Gruftbrand, hineinverschakalter Minister tritt zurück, ein alter abgelaufener falscher Pass mit saudischer Adresse taucht auf, der Paps vom Generalstaatsanwalt hat den Beschuldigten gefördert, dessen Milliarden aus irgendeinem Nichts kamen, denn als unstudierter Mathelehrer fing er an: schon jetzt eine unglaubliche Räuberpistole, und dabei ist das noch lange nicht alles.

Abgesehen davon, ob Epstein sich kooperativ zeigt oder nicht, ist jetzt wohl der Wille der Ankläger entscheidend, deren Mut und Kraft. Denn da Epstein auch verschwörerischer Machenschaften beschuldigt ist, können sie die Sache erheblich ausweiten.

Achja, zum Schluss noch ein guter Witz, frisch von Alan Dershovitz, Staranwalt, Kunde, Verteidiger Epsteins, Knittergreis inzwischen: Der hat jetzt erklärt, mit ihm habe es gar keinen Sex geben können, bei den Massagen, denn er habe immer die Unterhose anbehalten.

Corbett zeigt, dass es jetzt erst so richtig gegen die Schlimmsten geht.

Das sind nämlich die Verschwörungstheoretiker, also jene, die glauben, was sie sehen.

Bisher kein Kommentar

Lieber Zombie

Manchmal werde ich angeschaut, als wäre ich ein Zombie.

Nein, es liegt nicht an den Narben in meinem Gesicht.

Die trage ich schon so lange so selbstverständlich, dass mir deswegen weder Entsetzen noch Mitleiden mehr entgegenschlägt, von Kindern nicht noch Erwachsenen.

Dann aber komme ich in eine Lage, in der ich entweder gefragt werde, wie meine Handynummer laute, oder ich bitte selber darum, kurz telefonieren zu dürfen. Somit kommt raus, dass ich kein solches Teil mit mir herumtrage und auch keine aktive Mobilnummer habe.

Gerade noch hielt man mich – indem ich nicht immer völlig zerlumpt oder in meiner Waldkleidung auftrete, wenn ich Städte berühre, auch meine Rede höflich und angemessen wirkte – für einen Menschen, und plötzlich bin ich ein schwer nebichter, vielleicht gar gefährlicher Zivilisationsverweigerer, ein verdächtiges Subjekt. Ein Irrer vielleicht?

Inzwischen sind fast alle öffentlichen Fernsprecher abgeschraubt, im Stuttgarter Hauptbahnhof zum Beispiel gibt es gar keinen mehr. Der Rest funktioniert nur noch mit Karte. Ich weiß nicht, ob schon überall, aber so sagte man es mir in einem „Store“ der Telekom. Der mir allerdings keine Vorauszahlkarte zu verkaufen wusste.

Ich werde, denn so sehr bin ich tatsächlich ein Zombie, nicht so einfach bezähmt werden. Lässt mich in Not keiner telefonieren, so geht es halt nicht. Daran sterben höchstens andere. Ja, vielleicht auch ich, hätte ich doch womöglich noch einen Notruf absetzen können, mit meinem Schmerzphon, schwerverletzt allein im Wald.

Kann sein. Da ich aber kein Handy nie nicht dabei habe, verlasse ich mich, wie früher,  auch nicht darauf, noch einen Notruf absetzen zu können, wenn ich so dranhange, dass das die letzte Chance. Ich passe lieber selber auf mich auf. Und ich meine, dass damit meine Überlebenschance nicht geringer liegt als jene derer, die immer meinen, übermütig, noch gerettet werden zu können, solange Empfang und Akku in Ordnung.

Ich will eben nicht jederzeit geortet werden können, gar noch den Vorwurf hören, wie lange ich denn mein Handy nicht abgehört hätte, von jedem Kasper und wegen jeden Scheißenendrecks. Gebe ich mir nicht mehr. Dessen hatte ich genug, als ich mehrere kleine Firmen leitete, viele Mitarbeiter wegen Dingen gar wie fehlenden Klopapiers in der Filiale sich erfrechten, bedenkenlos, mich darob anzurufen. Schicht war dann irgendwann im Schacht.

Lieber Zombie, lieber Modernitätsverweigerer, als beliebig anderer Depp, angefangen mit der NSA bis hin zum kleinsten Sinnlosen.

Bisher 3 Kommentare

LGBT bis zum Abwinken

Eine Erhebung kommt zu dem „alarmierenden“ Ergebnis, dass die junge Genaration in den letzten Jahren intoleranter gegenüber der LGBT-Community geworden sei. Eine „dunkle Stunde“ sei das für diese, politisch wie kulturell. Und natürlich sei „hate speech“ im Netz dafür verantwortlich undsoweiter (auch dass das US-Miltär keine Transen haben will…).

https://eu.usatoday.com/story/news/nation/2019/06/24/lgbtq-acceptance-millennials-decline-glaad-survey/1503758001/

Nun, Carl Benjamin kommt zu einem anderen Schluss, thematisiert in diesem Video die Frühsexualisierung von Kindern durch die LGBT-Bewegung. Auch wenn es einen teils graust, das lohnt sich anzuschauen und anzuhören.

Ich schließe mich seiner hier

erschienenen Interpretation der Ergebnisse der Studie – sollten diese wenigstens einen tatsächlichen Trend anzeigen – ganz wesentlich in dem Punkte an, dass man als „normaler“ Jugendlicher einfach irgendwann genervt sein kann, wenn praktisch überall die entsprechenden Fahnen wehen, über Rathäusern, den Eingängen zu Unternehmensniederlassungen, an jeder Ecke. Was sich dann auf ihre Einstellung negativ überträgt.

Auf die naheliegende Idee, dass das Missverhältnis in der Aufmerksamkeit und Unterstützung im öffentlichen Raum (dazu die vielen „Künstler“ der Musikindustrie, die man kaum noch unbunt sieht) schon jungen Leuten unangenehm auffallen könnte, auch zu sehen, wie auf den „Pride Parades“ schon Kinder LGBT-verkleidet herumgeführt werden gleich Papageien, möchte mancher fragwürdig finden: nein, auf die kommt man nicht, denn darauf darf man gar nicht kommen.

So ziemlich allgemein anerkannte Zahlen besagen, dass zur LGBT- Gemeinde etwa 3% der Bevölkerung in westlichen Ländern zu rechnen sind. Von der Lautstärke her mindestens zehnmal so stark vertreten, fällt da ein Missverhältnis auf.

Und wenn nun Transen (die gehen natürlich immer von biomännlich zu scheinweiblich) auch noch den Frauensport aufmischen, die echten Frauen chancenlos, mag das ebenfalls keine langfristig intelligente Werbung für noch mehr „Toleranz“ sein.

Aber egal, man wird jetzt auf noch mehr „Aufklärung“ setzen (an den Schulen kann es in den letzten Jahren kaum gelegen haben, oder etwa doch, haben auch die einfach überzogen?), man braucht noch mehr Fahnen und Solidaritätsadressen, noch mehr Zensur gegen „hate speech“, noch mehr Umzüge und Kampagnen.

Und wenn es dann nächstes Jahr noch dunklere Stunden gibt, dann muss man eben nochmal ein paar Schippen nachlegen.

Bisher 17 Kommentare

Cicero zur Tugend

Ich bin heute in Ciceros „De re publica“ (Vom Staat – zweisprachige Ausgabe von Reclam – Übersetzung von Michael von Albrecht – S. 11) auf die folgende Passage gestoßen: „Doch ist es nicht genug, Tugend zu besitzen, so wie man irgendeine Kunstfertigkeit besitzt, ohne sie auszuüben. Zwar kann man eine Kunst, auch wenn man sie nicht ausübt, rein wissensmäßig beherrschen; Tugend aber besteht überahupt nur darin, dass man sie übt.“

Ich hatte es hier schon einmal davon, aber manche Dinge müssen eben auch – oft in neuem Gewande – wiederholt werden.

Im Zuge der Infantilisierung der Gesellschaft scheinen immer mehr Leute dem Glauben aufzusitzen, irgendetwas nicht zu tun sei bereits von vorbildlicher Tugendhaftigkeit, selbst wenn damit keinerlei echte Anstrengung verbunden ist. So brüsten sich heute Leute, die ansonsten ausgemachte Mitläufer und Feiglinge (zur „virtus“ gehört auch die Tapferkeit) beispielsweise damit, keinen dicken Daimler zu fahren – oder überhaupt ein Auto – indem sie mitten in der Stadt leben, wo das keinerlei oder fast keine Einschränkungen mit sich bringt (oft haben sie auch einfach kein Geld dafür und blasen dann deshalb verlogen die Backen auf). Andere, die essen kein Fleisch, weil sie es nicht mögen, spielen sich deshalb als Weltenretter auf. Wiederum andere haben endlich mit dem Rauchen oder Trinken aufgehört, oder damit gar nicht erst angefangen, halten sich deshalb für Tugendbolde. Und wenn wir dabei schon sind: Ich kenne einen Mann etwa meines Alters, der lässt ganz gern mal ein paar Biere rein, ein sehr robuster Typ, ein As in seinem kunsthandwerklichen Beruf, kiffen aber tut er nicht. Er habe es probiert, aber nicht vertragen. Der käme nie im Leben auf die Idee, diese Nichthandlung als bemerkenswert tugendhaft vor sich herzutragen. Der verzieht auch keine Miene, wenn andere sich mal einen Joint gewähren.

Es ist auch keine Frau deswegen tugendhaft, weil sie nicht mit jedem Seppel herumbumst. Tut sie alles für ihre Kinder, ja, das ist tugendhaft.

Und wenn der Fleischlose einen großen Biogemüsegarten anlegt und Obst- und Nussbäume für die kommende Generation anpflanzt, ja, das ist tugendhaft. Und wenn einer selbst bei schweren Schmerzen nicht dauernd jammert und klagt und damit seine Schmerzen auf andere überträgt (das kann man zwar als eine Nichthandlung ansehen, die aber sehr fordernd sein kann, also doch eine Handlung darstellt), dann ist das tugendhaft. Unter Einsatz des eigenen Lebens andere retten, das ist tugendhaft. In der Wissenschaft oder Lehre oder Politik zum als richtig Erkannten stehen, selbst wenn es bis zur Verfehmung führt, das ist tugendhaft. Irgendwo ein bisschen mitdemonstrieren und herumbrüllen, im Sinne der verordneten Mehrheitsmeinung, sich dafür noch mit breiter Brust als Held fühlen, das ist nicht tugendhaft.

Cicero, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren, tat alles für den Erhalt der Republik, unterlag schließlich (nachdem er sie vor Catilina unter ständiger Lebensgefahr noch retten hatte können) und wurde von den Schergen Marc Antons endlich widerstandslos (seinen Getreuen das Leben zu retten) ermordet , worauf man seinen Kopf und seine Hände öffentlich in Rom ausstellte.

Nun kann – schon von den Geistesgaben her – nicht jeder ein Cicero oder Konfuzius sein (dem ging es oft beinahe ans Leder, schließlich durfte er, Rückzug aus der Politik, bis zu seinem natürlichen Ende noch lehren), tun kann aber jeder, der irgendwie bei Verstand, etwas. Selbst der Dorfdepp kann brav mit der Karre Mist wegfahren, anstatt sich nur versorgen zu lassen.

Und all die, die meinen, Tugend werde ja ohnehin nur bestraft, man vergeude sich nur, diene man dem Staatswesen, hülfe also allen, mit denen geht Cicero aufs schärfste ins Gericht. Er geht so weit, dass er sagt, man verdanke dem Vaterland mehr als selbst dem eigenen Vater. Denn den wie alles sonst, was jetzt das Volk weiterhin nähre und schütze, hätte es ohne das Vaterland nie gegeben, damit auch einen selbst nicht.

Man komme mir dazu jetzt nicht mit Geschichten von den bösen imperialistischen Römern. Die Karthager waren genauso imperialistisch, und ich will nicht wissen, wie Europa heute aussähe, hätten die Rom niedergerungen. Die Kelten führten auch immerzu Krieg. Meine lieben Germanen ließen sich auch nicht immer nur bitten.

Bisher 9 Kommentare

Danke New Borg Times!

Indem die New Borg Times nun die politischen Karikaturen abgeschafft hat (siehe die gestrigen Artikel dazu), damit im Sinne der grassierenden Zensuritis auf noch weniger erlaubten Humor setzt, sollten sich Freigeister dadurch erst recht nicht entmutigt sehen, weiterhin ihre Späße anzusetzen.

Im Gegenteil.

Erstens sind diese umso wichtiger. Es ist wichtig, zu zeigen, dass das nicht zieht, in sich selbst lachhaft ist. Zweitens entsteht so ja ein leerer Raum, der daher umso leichter mit dem Eigenen zu füllen. (Ja, ich gebe es zu, nicht in jeder Hinsicht leichter, da die Restriktionen ja ständig zunehmen.)

Große Chancen tun sich auf. Jüngstes Beispiel: „Straight Pride Parade“ in Boston. Die hat noch nicht einmal stattgefunden, hat sich herrlich „inklusiv“ präsentiert (man lese mal den englischen Neusprech dort, köstlich!), jetzt einen bekannten schwulen Provokateur an ihrer Spitze, und viele von den Heterofeinden sind schon derart am Durchdrehen, dass ein Schenkelklopfer auf den anderen folgt.

Natürlich können – und wollen – wir nicht die bösartigen Sprüche zurückgeben, die gegen Weiße und Heteros und Männer insgesamt als witzig gelten, indem wir sie gegen Homos oder Schwarze oder Frauen spiegeln.

Wir können auch nicht dauernd so beleidigt sein wie viele von denen, zumal jene, die den Diskurs bestimmen. Dummheit abkupfern hat noch nie geholfen.

Ich finde es durchaus zum Lachen – sah noch vor nicht langer Zeit in Stuttgart die Christopher Street Day-Parade – wenn sich erwachsene Menschen von Papagei bis Lack und Leder öffentlich zum Affen machen, nicht indes, dazu sah ich schlimme Bilder, wenn die kleine Kinder mit sich führen, bunt verkleidet, umoperierten Schwanz raushängend, demonstrativ vor allen Leuten auf den Mund küssen. Da hört der Spaß auf. Darüber mache ich keine Witze.

Bleibt aber Raum genug. Zum Beispiel, indem man – siehe oben – gleiche Stolzrechte für Heteros wie für den Rest fordert.

So gilt der Juni inzwischen als „LGBT-Pride-Month“. Also der Stolzmonat – ein Tag tut es nicht mehr – für diese kleine Gruppe.

Her also mit dem „Staight-Pride-Month“: Ich schlage den Juli vor. (Natürlich stünden uns vom Prozentsatz her alle restlichen Monate zu, locker, denn wir sind mehr als elf Zwölftel.)

So blöde das zunächst klingen mag, ich marschierte da eben gerade zum Spaße mit. Ließe allerdings, was da noch ist, in der Hose.

Es wird ja auch schon gefordert, indem überall LGBT-Fahnen hängen, in den USA auch über städtischen Einrichtungen, dass da auch mal Heterostolzfahnen flattern dürfen. Gleichberechtigung hieße das.

Jede einseitige Überzogenheit stößt Türen zum Witz auf.

Und davon haben wir, auch zum Klima, zum antiweißen Antirassismus, wahrlich genug vor Augen.

Bisher kein Kommentar

Macht Euch nicht leichtfertig rar!

Schöne Frauen können sich zweifellos sehr erfolgreich rar machen. Genauer: noch rarer als sie das vielerorts schon sind.

Intelligente Männer dagegen, die haben damit, auch wenn das mit dem noch rarer und vielerorts für die ebenso gilt, nun leider keinen Erfolg. Oder nur in Ausnahmefällen, also, wenn sie bereits einen Gurustatus erlangt haben, ein Superstar sind.

Es merkt nämlich einfach keiner, wenn intelligente Männer sich rar machen. Jedenfalls die Masse nicht. Es kommt aber vor, dass es immerhin welche merken.

So weiß ich dazu beispielsweise in Stuttgart ein Lokal, das hatte über Jahrzehnte den Ruf, dass man dort jederzeit auf intelligente Männer treffen könne (auch Frauen). Der neue Chef, Schwabe, so anmaßend dumm, dass es zum Halbfremdschämen ist (ich nannte ihn zum endgültigen Abschied einen „Sackdackel“, habe das auch anderen erzählt) hat die aber alle so konsequent vergrault, dass es jeder in der Altstadt weiß, wer noch ab und an hingeht sich schämt, das zuzugeben, ziemlich wahrheitsgemäß erklärt, er gehe ja da nur noch spät nächtens mal rein, wenn er doch noch einen von seinen Leuten erspähen könne.

Wohlgemerkt: Da machten sich die intelligenten Männer nicht selber rar, sie wurden rar gemacht.

Der Laden scheint immer noch zu laufen. Einfach mit dümmerem Publikum.

Das klappt aber nicht so leicht, wenn ein Lokal dafür bekannt, dass da gerne schöne Frauen reingehen, und die bleiben nach und nach aus. Man hat es dann viel schwerer, dem Umstieg vom Szenelokal zur Absturzkneipe hinzubekommen. (In dem vorgenannten Lokal traf man durchaus auch auf schöne Frauen, das war nett, aber für die meisten nicht das Hauptkriterium für einen Besuch desselben.)

Der Dumme vermisst die Gescheiten so gut wie nie. Tut er das, so kann er schon nicht besonders dumm sein. Im Gegenteil. Er fühlt sich immer wohler, da relativ gesehen gescheiter geworden. Seine faden Witze ziehen umso besser, keiner mehr stört seine kleinen Kreise.

Das alles ist ganz natürlich, sich darüber zu beklagen einfältig. Es ist der Welt Lauf.

Gleichwohl, ich schreibe das hier zwar wie immer für alle, diesmal aber doch vorzugsweise an intelligente Männer gerichtet: Wenn ihr euch rar machen wollt, tut das. Meint aber nicht, dass darüber das Interesse an euch stiege. Intelligente Männer sind zumal im öffentlichen Raum derzeit sehr wenig gefragt. Kaum einer merkt, wenn Ihr Euch kaum noch zeigt.

Geht also lieber doch noch raus, konspirativ dahin, wo Ihr andere, die auch nur zu froh sind, Euch anzutreffen, sich versammeln. Lasst es nicht zu, dass es in der ganzen Stadt keine Kneipe mehr gibt, wo das stattfindet. Sonst geltet Ihr irgendwann als ganz ausgestorben, und das macht nichts besser.

Bisher kein Kommentar

New York Times (New Borg Times) vorbildlich: Keine politischen Karikaturen mehr (II)

Man kann den Schritt der New York Times, keine politischen Karikaturen mehr zu veröffentlichen, so aberwitzig das zunächst klingen mag, als einen sicherlich nicht einkalkulierten Teilsieg der bösen (alten) weißen nichtlinken Heteromänner ansehen.

Nicht nur nämlich sollte nicht übersehen werden, dass in der Karikatur, die Stein des Anstoßes (wie weiß und alt und hetero und nichtlinks und böse Netanjahu, das lasse ich dahingestellt), Donald Trump, d e r zu hassende Prototyp des rassistischen, alten weißen Hetero-Übermachtmannes, abgebildet war.

Also auch keine Trump-Karikaturen mehr. Denn jede Trump-Karikatur ist zwangsläufig eine politische. (In dem Zusammenhang muss ich noch einmal betonen, dass mir unter anderem Trumps Politik gegenüber dem Iran keineswegs gefällt.)

Das ist nun wirklich, mit Verlaub, scheiße.

Man gebe mal Trump Karikaturen in die Suchmaschine ein. Mindestens von der New York Times – kippt sie nicht – werden wir weitere von derlei Köstlichkeiten nicht mehr sehen dürfen. Wie zum Beispiel – das war allerdings von einem Felix Schaad von der Aargauer Zeitung, dafür mit Preis bekränzt – Trump erst einer Frau von hinten in den Schritt fasst, daraufhin ein schwarzer Arm mit Aufschrift Putin ihn soherum (oder durch den Anus, es ist nicht ganz klar) an den Eiern packt.

Bei Trump geht oder ging – oder bald auch nicht nur bei der Vorreiterin NYT geht nicht mehr – schließlich alles, was bei Hillary Clinton im Vergleich kaum denkbar. Das wäre dann doch zu viel für die abgefackte alte Kriegshexe, die sich über die Pfählung Gaddafis so köstlich, als letztlich ihr Werk, amüsierte.

Die New Borg Times wird darüber, das dürfte ziemlich sicher sein, keinen einzigen neuen Abonnnenten finden. Auch keine andere Zeitung oder Publikation, die ihrem guten Beispiel folgt. Sie wird ihren Auflagenschwund und den ihrer Verbreitung im Netz dadurch auch nicht stoppen, eher im Gegenteil.

Vielleicht hält ja immerhin die brave eidgenössische Aargauer Zeitung durch.

Immerhin: Ich sehe an diesem Zensurzirkus mal wieder einen Teil, der zum Lachen.

Bisher kein Kommentar