Zarathustra kickt Gigi

Copyright by Gigi Lichtaubergh
Indirekt hat Zarathustra gemeinsam mit Magnus diesen Artikel ausgelöst. Genaueres bitte aus den Blogkommentaren entnehmen, mit mehr oder weniger Humor, ganz nach dem jeweiligen Gemüt.
Die Diskussion über das Volk der Slawen geht über die Vermutung der „Ostgermanen“ bis hin zur Spekulation der Bevölkerung dieses Raumes durch Einwanderer aus Indien.
Leider habe ich bis jetzt keinen Durchblick in dieser Hinsicht, kann aber hier offen legen, dass mein Vater Kroate ist. Blondgelockt, blauäugig, sehr höflich, doch zutiefst gefühlskalt. Sehr tüchtig in seinem Beruf des Kfz-Mechanikers. Wanderte kurz vor meiner Geburt nach Australien aus.

 

Mutter deutschsprachig, ev. Ungarn in der Abstammungslinie, da schwarzhaarig, schwarzäugig, tüchtig in ihrem Beruf als Hotelangestellte und zu extremer Gefühlskälte fähig. Nicht durchgehend, weil Charme und Witz vorhanden, auch natürliche Nähe zulassend, eher im Instinktbereich ausgelebt. Sehr guter Kontakt zu Tieren in ihrer eigenen Kindheit, welche auch extrem hart war.

Also „mittleres Europa“ für mich als Eltern. In vielerlei Hinsicht fiel ich durch den menschlichen – emotionalen – geistigen Rost. Auf weite Strecken lebte ich als Vollwaise auf, in der Tat. Der mir des öfteren diagnostizierte „Arsch in der Hose“ wuchs mir aus den Erfahrungen mit meinen Kindern. Im aktiven Widerstand gegen die Staatsgewalt, der sehr heftig tobte, viele Jahre lang. Sich selbst in den Rücken zu sehen ist nicht möglich, deshalb kann ich mich seit diesen Ereignissen schwer selbst einschätzen.

Meine Traurigkeit, die mich befiel, als ich bemerkte, wie viele Sprachen manche von uns beherrschen, bezog sich zuerst nur auf mich selbst. Dann las ich noch Magda Wimmer und nachts wandelte sich meine Traurigkeit in eine allgemeine, auf Europa bezogene.

Entweder muss ich an den Germanen, Galliern und Kelten zweifeln, nämlich daran, ob diese in Bezug auf ihre Gefühle und deren tiefer Bezeugung im ganzen Spektrum ihrer Möglichkeiten so hochstehend und ideal waren, wie von uns gerne angenommen. Gerade auch Magnus will es nicht leiden, wenn einer zweifelt, ob im Okzident und seinen Bewohnern genügend dieses geschätzten Gutes der Menschen vorhanden sei.

Am orientalischen Gegenstück beobachte ich, dass die gelobte Weiblichkeit Verformungen zur Verweichlichung hin aufweist und nicht selten in grundloser Selbstaufgabe mündet. A l s o ist auch hier der ideale Zustand nicht vorhanden.

Die angeblich gröblich manipulierte Entwicklung der Menschheit im „freien Willen“ durch Monster erster Güte, zeigt ihre letzten Auswirkungen. Unbemerkt von unserer geistigen Elite? Europa ist eine emotionale Jauchegrube mit großem Gezeter und Geschrei nach besseren Politikern.

Mitten in diesen skandalösen Entwicklungen treffe ich auf Magnus, und er gibt mir in anderem, hier zu findenden Zusammenhang zu: „… geistige Überlegenheit ist die bessere Abschreckung.“ Was ist die Essenz dieser Aussage? Ein jedes unserer europäischen Leben auf dieser Aussage aufgebaut? Welche Früchte trägt dieser Grund?

Magda hat so recht mit dem Hegen des inneren Gartens. Doch sie bleibt damit sehr vage und unbestimmt. Bevor der innere Garten gehegt werden kann, muss erst das falsche, ja gefährliche Innere, zum Schutze des Selbstes und zur Verteidigung des Egos aufgebaute Konstrukt erkannt, gesehen, ausgesprochen und aufgelöst werden.

Auf einem Konstrukt, das nur zur Abwehr aufgebaut ist, kann Liebe und echtes Leben nicht gedeihen. Ein Konstrukt zur Abwehr, und sei es noch so edles Wissen, erstickt das lebendige Feuer des Lebens in uns. Nicht das Wissen selbst, sondern wie es genutzt wird, ist also entscheidend.

Europa. Deine Hütte hat keine Feuer mehr. Deine Lieder sind abgestorben. Dein Territorium ist ein entkernter Kadaver, der in Abwehr erstickt. Deine Umerziehung hat jetzt die volle Auswirkung erreicht. Alle Traumata, die in Deine Vorfahren implantiert wurden, zeigen jetzt ihre volle Auswirkung. In Dir ist nur mehr Zank und Streit. Sieh in die Kommentarstränge der Blogs. Das eigene Blut wird bekämpft, trotz voller Gefahr in allen Bereichen Deines Lebens. Die Liebe ist der Angst vor Verletzungen gewichen. Die Sehnsucht ist die allgemein grassierende größte Sucht von allen. Deine Tatkraft ist gelähmt.

Europa. Bringst Du Deinen fauligen Hintern überhaupt noch hoch? Kannst Du stehen, ohne zu schwanken? Kannst Du die nötigen Schritte gehen, die jetzt gegangen werden müssen? Oder siehst Du stumpf und entleert nur noch zu, was zuletzt noch mit Dir gemacht wird? Vor Deinem restlosen Ende?

Der Freie Wille ist tot!
Es lebe der Freie Wille!

Lese es wer kann.

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Gastbeiträge

Einiges Wesentliche, vor allem Technische, habe ich bei der Begrüßung zur Möglichkeit, Gastbeiträge einzustellen, schon gesagt.

Nun zu dem, worüber ich mich besonders freue.

Zunächst sieht man an den Rubriken unschwer, welche Schwerpunkte ich gesetzt habe.

Gegenstände wie „Lifestyle“, „Promis“, „Wellness“ usw. stehen hier nicht zuvörderst im Brennpunkt. Das ändert sich selbstverständlich ab da, wo ein Artikel dazu zeitgeistige oder beispielhafte Relevanz hat, oder einfach so schön komisch geschrieben ist, dass die Lust an der Freude ihn fordert. Oder, besser, beides.

Wer etwas Sprachwissenschaftliches einbringen will, der ist herzlich eingeladen. Den bitte ich aber, genau zu bedenken, wie viele Fachbegriffe er benötigt. Ein normal gebildeter Leser sollte mitkommen können. Ausnahmen mache ich, wenn die Sache es wert ist, das Niveau stimmt, um der Fachwelt klarzumachen, was masse ist.

Besonders gerne nehme ich auch Beiträge von Lehrern entgegen, sozusagen „Berichte von der Front“, sowie daraus gezogene Erkenntnisse. Sowieso Vorschläge zur Verbesserung unseres Bildungssystems.

Gedichte sind erwünscht, aber ich sortiere sehr scharf.

Sowieso erbitte ich mir nicht nur Ernsthaftigkeit und Sorgfalt, sondern auch, dass niemand sich zurückgesetzt fühlen möge, wenn sein Verfasstes hier eben nicht so ganz herpasst.

Bei politischen Traktaten, es ist schon angesprochen, mahne ich zu gründlicher Umsicht und Durchdachtheit. Ich zensiere nicht gerne, aber wenn ich muss…

Geschichten mag ich auch, Märchen, schöne Anekdoten und Schwänke.

Auch gute Kritiken, Beobachtungen zur Kunst, Naturwissenschaftliches.

Beim Religiösen bin ich etwas schofelig. Wer eine Gottesvorstellung oder Kosmogonie mit höchsten Glaubensfunken anbringen will, der gebe sich betont sachlich und auf den Punkt. Irgendwas mit Nachvollziehbarkeit bitte. Denn sonst will ich auch schon die nachfolgende Diskussion nicht mehr haben. Also: Glaube und Religion mit Anstand vorgetragen. Auch Religionskritik.

Die deutsche Sprache steht bei mir vorn. Jeder macht Fehler. Keiner aber trägt sie mir hier zum Possen her, dass ich sie richte. Das kostet, oder fliegt gleich raus, wenn der Inhalt überragend, der Schreiber eben seine Schwierigkeiten mit ein paar Sachen hat, dann richte ich es auch so.

Ich weiß, dass auch das schon in der Begrüßung steht, mehr oder weniger, aber da nähe ich lieber zwie.

Helfen Sie mit, hier einen Leuchtturm für deutsche Sprachpflege zu errichten.

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