Coronakulturkampf: Staat in selbstgesetztem Zugzwang

Nehmen wir einmal an, Ungeimpfte werden wie etwa bereits in Frankreich weitgehend vom sozialen Leben ausgesperrt. Was werden diese Leute – setzen wir den Fall, sie dürfen ihren Job behalten beziehungsweise ihre Sozialleistungen weiterbeziehen – mit dem an Kneipen- und Restaurantbesuchen, an Konzerten und Sportveranstaltungen, Kino und Theater und Museen gesparten Geld und zumal der freigewordenen Zeit anfangen?

Werden Netflix, YouTube und noch mehr Videospiele sowie der dazu nötige Schnaps und Pizzadienst und das neue Sofa alles Geld und alle Zeit wegfressen, zu voller geistiger und kultureller Zufriedenheit der Aus- und Eingesperrten? Oder bleibt da ein sehr erheblicher Rest, von Wandern über Gartenarbeit und Heimwerken bis hin zu allerlei Untergrundkunst und „subversiver“ Informationsgewinnung? Werden eben doch nicht alle nach und nach resignierend verdämmern? Wie werden die sich organisieren und treffen? Was für Angebote werden findige Unternehmer den Ausgegrenzten machen? Was für Parallelgesellschaften werden da wachsen? Wie will der Staat, der dafür die Voraussetzung und Not geschaffen hat, alles niedermähen, was da wächst? – Und das muss er, sich selbst in Zugzwang gesetzt, denn schließlich soll es den menschenverachtenden Ungeimpften so schlecht gehen als nur möglich. Keine Freude und kein Lachen, nichts Schönes noch Erhebendes, keine Ermutigung noch Stärkung diesem schlimmen Abhub!

Das wird spannend.

 

 

 

 

Bisher kein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.