1. August: Antidemofestung Berlin

Nach dem, was ich „gestern“ über die Lage in Berlin mitbekommen habe, befürchte ich ob der willkürlichen Verbote aller regierungskritischen Demonstationen für heute sehr hässliche Szenen, und zwar selbst dann, wenn solche nicht von der Antifa oder anderen Agents Provocateurs befeuert.

Die überaus nervöse Berliner Polizei ist offenkundig angewiesen, erhebliche Teile Kernberlins vermutlich schon über Nacht und am Morgen vollends zu einer Antidemofestung zu machen, mit kilometerlangen Absperrungen, Schikanen und Kontrollen aller Art.

Was aber, wenn all die einheimischen und angereisten Paranoiden und Nazis sich per Handy spontan zu sagen wir mal drei größeren Zügen außerhalb dieses Sperrgebietes zusammentun? Nur ein Beispiel. In Leipzig beispielsweise hatte die Polizei schonmal nicht mit den hellen Sachsen gerechnet.

Werden Teile der Polizei diesmal aus Bosheit oder durch die Einsatzleitung oder aus Frust oder sonstwas hart übergriffig, könnten sie von der aufgebrachten Menge eingekreist werden. Wie das einem allzudreisten achtköpfigen paramilitärisch ausgerüsteten Greiftrupp geschah, bis dass er sich mit Muffensausen, schwer beschumpfen, froh die eigenen Arschlöcher aus der schmalen Gasse zu retten, eilig davon machte: also sah ich’s selber letztes Jahr zu Berlin. Können heute mehr werden als nur acht.

Wer einfach Leute wegzerrt und verprügelt, der muss sich nicht wundern, wenn nachher wenigstens seine Karre nicht mehr fahrbereit. Oder er so lange eine auf den Bläss bekommt, bis dass er alle wieder laufen lässt. Womöglich mit Ohrfeige extra, damit er sich das auch richtig merkt.

Vielleicht sehe ich ein wenig schwarz; mag sein, es gibt nur ein paar kleine Rangeleien, einige Festnahmen und Ordnungsgelder und Platzverweise.

Ich jedenfalls befürchte aufgrund der individual- wie massenpsychologischen Lage für heute eine erhebliche, wenn nicht arge Eskalation.


Am Abend

Sah gerade Bilder schwerer willkürlicher Polizeigewalt. Unter drei Mann am bereits zu Boden Gedrückte mit der Faust ins Gesicht und in die Nieren geschlagen undsoweiter.


2.8.

Inzwischen ist ein Demonstrant tot.

 

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