Impfen unterm Regenbogen

Man plant zu Berlin, die ganze Corona-Impfkampagne unter den Regenbogen zu stellen. Schon am 24. Juli soll es auf dem dortigen Christopher Street Day soweit sein. Masken sind vorgeschrieben, Teilnehmer sollen sich zum Trinken, Essen und Rauchen aus dem Zug entfernen (siehe berlin.de). Jeder Teilnehmer, der sich an der Ausgabestelle den Stofflappen holt, diesen zwischen seinen Dildos und Piercings und Tattoos und Stacheln auf Leder anbringt, mit der Aufschrift „Impfen ist Leben“, oder „Vaxxing is Life“, der jeweilige Schriftzug in Regenbogenfarben zerfließend, bekommt einen Fünfziger in die Hand gedrückt. Wer eine ganze Seite eines Lustwagens damit bemalt oder überklebt, bekommt mindestens fünfhundert.

Das notwendige Geld wird dabei – was mag das kosten, ein paar Millionen? – weitaus effektiver eingesetzt als je. Denn gegen den Regenbogen traut sich keiner. Niemand will schließlich als homophober, transphober, oder sonstwasphober Hasser und Hetzer gelten. Damit wird das Impfen endgültig zum moralischen Imperativ. Man wird wohl mindestens in der Folgewoche Bereitschaftpolizei einsetzen müssen, damit die Impfzentren nicht glatt gestürmt werden und alle nacheinander geordnet drankommen.

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