„Verschwörungstheorie“ ward mehr oder weniger wahrscheinliche These

Durch die überbordende Menge an als solche schwerstverleumdeten „Verschwörungstheorien“, die insonderheit seit Corona oft schon nach Wochen „wahr“ wurden, ist das Wort als Kampfbegriff stumpf geworden, es bedeutet eben nur noch „mehr oder weniger wahrscheinliche These“ – oder auch Prophezeiung.

Wie ich hier schon ansetzte: Vermutlich arbeiten schon viele Spinnendoktores in den Denktanks an einem neuen Totschlagsbegriff, unter viel Trauer und Tränen professionellerweise eben doch erkannt habend, dass, indem das Wort inzwischen bei allzuvielen zum umgekehrten Spottbegriff geworden, tragender Nachschub, und zwar der härtesten Sorte, dringend gebraucht.

Am liebsten würde man nunmehr wohl das Wort „Verschwörung“, jedenfalls dessen grundsätzliche Definition, einfach aus dem Sprachschatz streichen. Da das aber nicht gelingen kann (so superfit sind die Phlilologen dort, so weit hinterm Mond sind zumindest die meisten von denen zumindest nicht), muss ein anderes Lexem, vulgo Wort, jetzo zackig her.

„Nazi“ und „paranoid“ ist leider schon jeder, der angelegentlich mal selber denkt, das ist ausgelutscht, zieht die Wurst nicht mehr vom Teller.

Und da es nicht nur Weiße sind, die nicht mittun wollen, wird auch das mit der Rassenkarte schwierig.

Früher hätte man einfach „Neandertaler“ gesagt, dessen aber, wissend darum, wie es diesbezüglich um die fortgeschrittene Genetik steht, wird man sich ebenfalls schnell abraten.

Klar, dass die mich in kein Hearing reinlassen. Ich könnte ihnen ja einen Floh ins Ohr setzen, in offener Arglist, dessen entscheidenden Punkt, ihnen entlang meiner knappen Ausführungen entgangen, sie dann unbewusst inspiriert und initiiert umsetzten, zum erbärmlichen Verhängnisse ihres heiligen neuen Schlagwortes hin.

Was für eine fast schon bemitleidenswerte Lage. Wenn einem Sprachpfaffen eines seiner wichtigsten Wörter oder gar das wichtigste verlustig geht, ist das dem kein Spaß. Wenn das mit „Gott!“ oder etwa „Verschwörungstehorie!“ nicht mehr klappt, ist bei dem Feuer unterm Dach.


Also, gehen wir mal etwas analytischer an die Sache.

In den führenden europäischen Sprachen wurden für „Verschwörungstheorie“ oder „Conspiracy Theory“ undsoweiter zwischen sechs und acht Silben verbraucht. Das war schon eine ganze Menge für ein Stigma, das sitzen sollte.

Von daher kann ein Philolog bei Verstand in der jetzigen Lage kaum noch über einen solchen Laut- und Silbenverbrauch hinausgehen, wenn er ein Brandmal, eine Brandmarkung verworten will.

So, jetzt war ich wirklich nicht beim Hearing, zu Eurer Aufgabe gibt es hier auch nicht mehr mehr, außer, dass Ihr meines Erachtens mit zwei Silben ins Nichts, derweil mit Sechsen aus der Sache springen werdet, und mit Dreien bis Fünfen erst recht in einen heillosen Schlunz.


Und Ihr da, von allen möglichen „Diensten“, beklagt Euch mal nicht irgendwo, dass Ihr hier mal wieder was gelernt habt. Einfach so. Kostenlos. Unbeteiligt. Keine Verabredungen, keine Kontakte irgend. Superinkognito. Immerzu Geschenke. Das kann allerdings, Eitelkeit juckt, nerven.

Insofern bitte ich um Verzeihung und darum, dass Ihr mir Eure von mir angezwungene Dankbarkeitslosigkeitsperspektive nicht über Gebühr nachtragt; rechnet das bitte mit manchem bedenkenswerten Gedankensplitter und eingeweihten Unterderhandhinweis hier gegen; mehr noch wäre anzufügen, wessen ich mich aber zu beider Seiten Heil jetzt enthalte.

Ich denke, die Gescheiten unter Euch verstehen sowieso etwas mehr von den Verhältnismäßigkeiten von Macht. Dies können sie nur, indem sie den Menschen verstehen. Ich pinsele Euch damit jetzt nicht den Bauch und verzeihe Euch gar all Eure Machenschaften, Kinder, gerade derzeit, aber, ja, ich will Euch so gut ich kann geistig übernehmen.

Schluss mit der Scheiße auch für Euch und Eure Familien!

Was bekommt Ihr denn für diese Scheiße? Fünf Mille im Monat? Habt Ihr denn alle Räder ab?

Ja, da werde ich auch zum Halbpunk, wenn es sein muss, wie schon angekündigt, auch noch zum Rapper.

Heißt Ihr nicht etwa „Intelligence Community“, also Intelligenzgemeinschaft?

Wo, wenn Euch alle so benamen, sollte ich denn Gehör und Hilfe suchen, als bei der weltweit so anerkannten Intelligenzgemeinschaft?

Versteht also bitte meine Nöte! Wo sonst sollte ich mich noch versuchen?

Ganz einfach woanders. Es steht nämlich zu befürchten, dass bei Euch auch fast nur noch kalifornisierte Idioten arbeiten. Nun gut, bei den Russen und Chinesen wohl nicht. Dass ich mich an die jetzt trotzdem nicht ranhänge, werdet Ihr wohl verstehen.

Wofern Ihr es nicht gemerkt habt, oder eben für die Langsameren, ich will nichts für mich jetzt, aber bald Bedeutendes für alle womöglich doch, indem ich in Punkto Bildung einen neuen Kurs setzen könnte.

Mir geht es um die Entmachtung der Wahnwitzigen.

 

 

 

 

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