„Macht korrumpiert!“ – Unfug!!!

Dass Macht korrumpiere (im Englischen „power corrupts“), ist fast schon ein Gemeinplatz geworden, so selbstverständlich wird diese bloße Behauptung meisthin genommen.

Dabei ist das grober Unfug. Macht KANN korrumpieren, MUSS das aber nicht. Und wer als Mächtiger als korrupt auffällt oder immer korrupter wird, der war es nicht unwahrscheinlicherweise schon vorher, nur in kleinerem Rahmen.

Jeder Gärtner, der seine Beete gut betreut, gewinnt damit an Macht, wie auch jede Frau, die ein Kind gebiert. Jeder, der einen kleinen Betrieb aufbaut, ebenso. Bäckt ein Bäcker immer bessere Brote, dito. Der hart trainiernde Sportler.

Und auch ich als Privatlehrer hatte mit jedem zusätzlichen Schüler mehr Macht. Ich war schon an der Schule und der Uni mächtiger, wenn ich mein Zeug draufhatte. Wie als Steinmetz, als ich mir mit dem Fäustel eben nicht mehr nur den linken Handrücken blutig haute.

Alles in Richtung Korruption? Geht’s noch?

Man könnte dann ja auch ansetzen, dass Wachstum an sich korrumpiert. Also alle schrumpfen, oder was?

Und noch zum erweiterten Blödsinn: „Absolute Macht korrumpiert absolut!“

Erstmal: Selbst Götter haben keine absolute Macht, deshalb sind es ja viele, eine absolute Macht hatte offenkundig nicht einmal Zeus: absolute Macht gibt es also nur, wofern ein Gott allein sie hat.

Sodann zu uns Irdischen: Ja, es gab Herrscher, die über eine sehr umfässliche Macht verfügten. Manche wurden darüber zu Monstern, andere regierten weise, liebten ihr Volk und brachten es voran.

 

 

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