World Wide Weimar War

Die Überschrift hier ist natürlich schon ein Schwindel, denn so kreuzdeppert wie sich die Polizei gestern schon weit vor Weimar, dann vor Weimar, schließlich in Weimar, dann noch beim zwanghaften Herauseskortieren aus dieser ewigen Weltstadt benahm, am frühen Abend am Frankoparkoplatzo mit neuen Truppen nochmal aufkreuzend, allwo wir am Morgen nur fünf Hanseln zum busweis Aufsammeln waren, aber auch schon dauerumkreist, als suchten Wespen den letzten Herbsttag, wie als ob wir Motten das einzige Licht brächten: Leute, es gab in Thüringen und Franken (in Franken fing es an und endete es) kurioseste, skurrilste, tragikomischste und bizarrste Szenen ohne Ende.

Wir dichteten diesen ganzen Irrsinn nach bis zum Morgengrauen. Sagenhaft.

Allzuviel näheres von diesem tollen Tage will ich jetzt aber noch nicht verraten, zum einen, weil ich geistig noch nicht ganz seriös aus dieser säuseppeligen Schulzensause rausbin, zum anderen, da durchaus Material für eine zumindest nicht leicht zu verweisende Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und Nötigung zusammenkommen könnte. Schwerer Nötigung gar.

Der Schluss vom vorherigen Satz war ironiefrei.

Einer, ich war nicht der das verbrach, Ehrenwort, dichtete halb leutselig noch: „Dumme Demokraten denken diktatorisch.“

So übten wir uns weiterhin ein wenig in Stab- und Steißreimen.

Dazu sollte ich unten, alle Verwunderungen mehr oder weniger saubergeleckt, irgendwie noch ein wenig nachlegen können.

Eh ich’s vergesse: Die zauberhaften Frauen ließen den anderen Anwesenden aller restlichen Geschlechter keinen Atem, in der Hüftschwunghaft wie in den ausbussigen Pausentänzen irgend an eine ungestört bierpichelnde Seelenruhe hinanzugelangen.

Geht wohl nur noch einer.

Weltwohles wanzten weiland willige Würger

Wettweis wo immer wimmernd halbwilde Bürger

Wandeln und wandern und weilen wollten

 

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