Vom kommenden „Leugnertsunami“ und dem „Notstand aller Notstände“ (der „Mutter aller Notstände“)

Eben wurde verkündet, dass in Bayern dieses Jahr einschließlich kleiner Dorffeste und des Oktoberfestes keine Volksfeste stattfinden sollen.

Nungut, so trist das ist, sehe ich doch auch ein paar Vorteile beziehungsweise Chancen darin.

Erstens werden viele Leute sich noch mehr über die Staatsregierung ärgern.

Zweitens wird die verweichlichte Stadtjugend dazu gezwungen, das Guerillafeiern zu erlernen, und zwar in erheblichem Maße irgendwo im Wald, wo es gute Flucht- und Versteckmöglichkeiten gibt. Vielleicht wird da gelegentheitsweis auch schon das eine oder andere Rebellenkind mehr gezeugt.

Mancher tätigkeitslose Student oder Musiker wird  sich ob der Ausgangssperre keinen Feierwiderstand trauen, jedoch schon ab Mittag die Kante geben, um am Abend um Zehn ordentlich vorgeglüht zu haben, doch noch spontan auszureißen oder sich zusammen mit ein paar Mitverschwörern in heimlicher Feier zuhause den Rest zu geben.

Spähen und Aufklären, wachsam sein, sparsam mit Lärm und Licht, Spuren verwischen, leise Schleichen, den richtigen Zeitpunkt abwarten, Camouflage, geordneter Rückzug, echte Kameradschaft, Fluchtwegeplanung, Verwirrung des Gegners, Geheim- und Handzeichen, Biwakieren im Laubhaufen und weitere wichtige und nützliche Dinge können nach zehn Uhr nicht nur theoretisch gelernt werden.

Und, ja, da ich offenkundig schon ein wenig mit dem Schwurbeln angefangen habe, warum nicht noch mehr davon.

Jeder kernige Bursche kann seinen bisherigen Status als Führungspersönlichkeit nur dann halten, wenn er selber eine Waldwiderstandsfeier ins Leben ruft, und spätestens, wenn sein größter Rivale ihm damit zuvorgekommen ist, muss er, um nicht als Feigling dazustehen, mindestens hingehen, bald nachlegen: Fast noch schlimmer, wenn der Heinz, der sich kaum traut ein Mädchen anzuschauen, endlich seine große Chance sieht, gleich beiden zuvorkommt.

Und so kommen bald auch die stolzesten Frauen. Eintritt in eine echte Abenteuerwelt, die viel spannender als Netflix, da mit echter Gefahr gewürzt, aber nicht unbedingt der, gleich aus dem Hinterhalt erschossen zu werden, also eine gute Übung, die bestimmt nicht geschadet haben wird, sollte es mal wirklich schlimm kommen. Trotzdem potentiell masse Adrenalin und Gänsehaut satt aus eigener Produktion. Erlernen von Selbstorganisation unter realer Bedrohung. Was für eine Gaudi und was für ein grandioses Training!

Ja, und zudem ist die romantische Seite an der Sache nicht zu unterschätzen. Das Gefühl, zu einer Elite des Mutes und des Widerstandsgeistes zu gehören. Endlich mal was richtig machen, ohne den Professor vorher zu fragen, ob man es denn diesmal vielleicht richtig hinschreiben dürfe. Einfach Singen und im Mondeslicht Tanzen.

Jaja, lacht mich nur aus, ich wolle hier Taugenichtse und lose Landeier zu Helden stilisieren, diese Blödel sollten hier lesen, alles begreifen, mir glauben, damit durch mich angestiftet entsprechend loslegen, dass eine Lawine daraus wird. Trotzdem bin ich mir sicher, dass derartige Dinge, vielleicht nicht ganz so schwarmschwurbellastig idealisiert, laufen werden. Tun sie ja schon. Es muss nur noch wärmer werden, und das wird es irgendwann wohl auch dieses Jahr.

Lawine habe ich gesagt. Die gibt es hier in Bayern nur in den Alpen, das reicht also nicht. Flächenbrand wäre nicht schlecht, so werden die Medien das Phänomen wohl heißen. Und in der Tat gibt es fast überall in Bayern Wälder, die man beim Feiern nebenher gleich anbrennen könnte (jedenfalls wenn der Wald sehr trocken und man weiß, wie das geht). Frei nach dem Motto: hier brennt es besser als je in Berlin!

Insofern werde ich das irreführende Wort „Flächenbrand“ sicherlich nicht für Leute verwenden, die sich ihr Feierrecht nehmen.

Vielleicht nennen sie die Sache dann auch einen „Leugnertsunami“, die verheerenden Menschenwellen, die in Bayern die Wiesen überschwemmen und die Forste, die immer mehr werden, wie als ob sie sich trotz aller Verhaftungen über Nacht vermehrten.

Söder verhängt darauf (die Kanzlerin hat es ihm erlaubt) „den Notstand aller Notstände“, ja „die Mutter aller Notstände“.

Wie es dann weitergehen wird, liebe Freunde, das kann ich noch nicht so genau sagen, das hängt noch von so vielen unvorhersehbaren Faktoren ab, dass mir meine Glaskugel dazu gerade auch nichts Genaues mehr weiß.

 

 

 

 

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „Vom kommenden „Leugnertsunami“ und dem „Notstand aller Notstände“ (der „Mutter aller Notstände“)“

  1. @ Magnus

    Gefunden auf Telegram, ich zitiere:

    „Beirat des Bundesministerium für Gesundheit stellt fest:

    Im Jahresdurchschnitt waren vier Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.

    Die Mitglieder des Beirates betonen, dass die Pandemie zu keinem Zeitpunkt die stationäre Versorgung an ihre Grenzen gebracht hat.

    Und warum jetzt noch mal gab es Masken, Abstände, Lockdowns, Grundrechteentzug ???“ Zitat Ende, Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/2-quartal/corona-gutachten-beirat-bmg.html

    Das mit der intensivstationären Wenigbelegung steht nach Auskunft des Finders im letzten Absatz des Berichts. Insgesamt geht es um das Jahr 2020. Dieses Jahr dürfte es nicht anders aussehen, falls die Impfung sich im Herbst nicht noch voll negativ bemerkbar macht.
    Sie veröffentlichen es selbst, doch die Öffentlichkeit schläft (noch).
    Damit müßte die Pandemie im Grunde vorbei sein. Doch was passiert?

    1. @ Kein Name

      Es ist ja genau der Punkt, dass es in manchen Bereichen an belastbaren Zahlen gar nicht fehlt. Wer sie in Relation kritisch vorbringt allerdings, der riskiert, dass er bald den Verfassungsschutz an der Backe hat. Bei YouTube riskiert er nicht mehr viel, denn er wird, wagt er es noch, eh wegen „Verbreitung von gesundheitlicher Fehlinformation“ aus dem Spiel genommen, ähnlich beim Rest dieses Gesindels namens Facebook etc.

      Die Daten aber sind da. Auch die fortlaufenden irrsinnigen Panikprognosen der größten „Wissenschaftler“ sind dokumentiert. Jetzt will keiner etwas davon wissen. Wohlweislich. Klappt aber nur bis der Kahn kippt.

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