Würzburg braucht zügig zackige Weiber

Indem ich heute Abend wieder seit 22 Uhr eben und das seit Sonntag bis 5 Uhr unter Hausarrest gestellt bin, sowieso weit abgeschlagen hinten am kleinen Dorf mit immerhin tröstlichem eigenem Haus und Hof, denke ich zum wiederholten Male darüber nach, wie ich das jetzt, mich in meine Studienzeit zu Würzburg zurückversetzend, unterhalb und seitlich und auf der Festung wie an den Mainufern und im Residenzgarten die Blumen und Kirschbäume erblühend, die zarten Kommilitoninnen, da an der Uni eh nichts läuft, also selbst die fleißigsten Bienchen tags überall hin ausschwärmend, irgend verkraftet hätte, nicht wenigstens abends noch mit ein paar eingeschworenen Kumpels gut einen frustzuheben, kämen nicht auch ein paar superheimliche Mädels mit.

Wie hält ein ernsthafter, strebsamer, aufstrebsamer Student, der ja oft erst in der Cafeteria, der Weinstube oder am Mainkai in die interessantesten und zumal auch fachübergreifenden Erörterungen kommt, solche dort erst zu lernen ganz wesentlich auch in der Stadt, so eine schon mehr als kubifizierte Scheiße aus?

Sind das lauter Handykastrierte? Jeder daddelt und kifft allein in der Bude?

Die sogenannten Kontaktbeschränkungen wurden derweil derletzt vom Jungvolk in Würzburg-Stadt in bestimmten Zonen nicht so ganz genau genommen, wobei man größere Ansammlungen aber vermied. Und wird in den umliegenden Waldgebieten über den Winter noch nicht viel passiert sein.

Jetzt aber als Student ab Zehne in die Bude, keiner, außer vielleicht einer, darf rein! Schon jede Kleinstparty zu Dritt kann zackig kosten!

Das ist heftig. Das ist arg.

Nun ist wohl auch die Geschlechterfrage zu stellen. Halten es die Studentinnen besser in der Bude aus als die Studenten?

Die Studenten drehen natürlich vorderhand eher mehr durch, weil es ab Zehne nirgends mehr Mädels gibt, außer die von der eigenen Schimmel-WG: die Studentinnen fürchten aber zurecht, dass diese Feiglinge sich nur noch allein wie untereinander im kleinen Kreise betrinken und die Welt bejammern werden, dazu Nietzsche falsch zitieren und selbst Bert Brecht, bis dass frau mit diesen Weichlappen gar nichts mehr anfangen kann, endlich, wo nicht Lesbe, selber nicht mehr weiß, für wen sie sich außer für sich noch ansehnlich und fit halten und schön machen solle.

Am Ende werden wohl mal wieder einige zackige Weiber die Restmänner an ihrer Restehre packen müssen.

„Wozu dies merkwürdige Teil zwischen deinen Beinen, selbst wenn es nur leidlich oder gar nicht funktioniert oder das noch nie so richtig ausprobiert, schleichst, ja kriechts du dich hier tags noch heimlich zum Lidl, deinen und deines Absturzkumpels Bölkstoff für euer weiteres abendliches Netflixstudium beizuziehen, anstatt männlich irgendetwas Zielgerichtetes wider deine und meine Entrechtung zu unternehmen?“

Das war eine sehr akademisch geglättete Variante.

Ich habe keine Ahnung, wie man als Studentin Studenten aushält oder gar noch sehen will, die das mit sich machen lassen. Nicht einmal eine erste Mannsprobe bestehen.

Würzburg braucht zügig zackige Weiber.

 

 

 

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