Wozu noch in die Stadt?

Hier am Dorf sehe ich, schon im Gegensatz zur nahegelegenen Kleinstadt: Keiner macht den Maskenzombie, wo die Coronadiktatur ihm das nicht unter Strafe anzwingt.

Ähnlich scheint es in den Weiten etwa Wyomings zu sein. Sah eben einen Bericht einer bass erstaunten jungen Reporterin aus Washington D.C. dazu. Die war völlig entsetzt über die vielen Maskenlosen und Impfgegner, die wohl mehr oder weniger alle so etwas wie paranoide Q-Spinner sein müssten.

Derweil ziehen immer mehr US-Amerikaner, wo immer sie sich das leisten können, nicht nur raus aus Kalifornien, dessen zugeschissenen Städten, nicht nur aufs Land, sondern ganz weg in im deutschen Sinne liberalere Bundesstaaten (also im amerikanischen Sinne konservativere).

Was macht denn das Stadtleben attraktiv? Etwa von der Antifa verwüstete Straßenzüge und ausufernde Kriminalität? Kaum Schutz und dabei nur noch sehr eingeschränkt das Recht, sich selbst zu verteidigen? Die vielen Jobs, die es nicht mehr gibt? Die geschlossenen Kinos, Kneipen und Theater? Dass man dort teils immerzu Masken tragen muss? Das gesellschaftliche Leben, weitestgehend abgewürgt? Oder etwa, dass man fußläufig gleich zehn Apotheken findet?

Die verwaisten Innenstädte werden sich so schnell nicht mehr von der Coronadiktatur erholen. Wer soll denn all die in die Pleite getriebenen schönen Geschäfte ersetzen, indem sich allzuviele, selbst wenn die Gesamtwirtschaft sich irgendwann gegen den coronatischen Großen Rücksetz wieder erholen sollte, längst an den Online-Handel selbst noch fürs Scheißhauspapier gewöhnt haben? Ans Asoziale insgesamt?

Und ist es ja auch deutlich geworden, dass die sogenannte aufgeklärte, moderne, gebildete progressive urbane Elite viel mehr auf jeden pervers-grausen Pfiff aus Berlin folgt als wir zurückgebliebenen Landeier.

Selbst Karlstadt (jene meine nahegelegene Kleinstadt) hat inzwischen die Maskenpflicht auf die ganze Altstadt erweitert, neuerdings sogar mit schönen weißblauen Metallschildern (we are here to stay?) zudem hat das Landratsamt Main-Spessart (sah ich erst gestern, noch Plastik an Kabelbindern) jetzt ein rund um die Uhr geltendes Alkoholverbot im öffentlichen Raum verhängt.

Ich darf also, indem so gut wie alles dicht, am Mainkai nicht einmal mehr zur Brotzeit ein Bier saufen? Was, außer das Notwendigste einkaufen, soll ich einem solchen Shithole noch?

Wer garantiert mir, dass wenn diese und die nächste Welle an Wahnsinn und Unterdrückung vorbei, dort nicht fröhlich gleich die nächste eingeläutet wird? Wann wird bei mir und anderen wieder die Lust aufkommen, ein wenig durchs Städtchen zu schlendern, da mal einen Kaffee zu trinken, dort irgendwo herumzustöbern? (In vermutlich seherisch weiser Voraussicht habe ich mir schon lange die Haare wachsen lassen, die Friseurläden vermisse ich also erst recht nicht.)

Wer will seine Kinder in einem seelenlosen Moloch großziehen, wo die Polizei, anstatt Verbrecher zu jagen, die Spielplätze kontolliert?

Welcher aufgeweckte, ambitionierte, freiheitsliebende junge Mensch zieht denn noch in die Stadt, wenn es dort außer Beton nur noch das gibt, was er ebensogut an Rechner oder Handy erleben kann?

Früher hieß es einmal: „Stadtluft macht frei.“ Das stammt aus dem Mittelalter, wo man nur in der Stadt den Lehensherren entkommen konnte. Setzte sich dann fort, weil man in Städten bis vor kurzem durchaus mehr tun oder lassen konnte als am Land.

Das ist vorbei, wurde sogar umgekehrt.

Man unterschätze außer den sonstigen veränderten Gewohnheiten selbst bei Wiederöffnung von städtischem Leben auch nicht, dass die Zombiezonen in negativer Erinnerung bleiben werden. Selbst auf die wunderschöne Alte Mainbrücke zu Würzburg werde ich nicht mehr so unbeschwert gehen wie früher, wahrscheinlich dort, wenn wieder frei, erstmal einen Titanenschrei rauslassen, weit über Main und Stadt.

Immerhin werden die Brücke und der Main das aushalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bisher 4 Kommentare

4 Antworten auf „Wozu noch in die Stadt?“

  1. @ Magnus

    In der Innenstadt waren wir auch schon sehr lange nicht mehr. In unserer Fußgängerzone dort ist Maskenpflicht. Was soll ich also da?
    Mehrere große Supermärkte befinden sich gleich hier bei uns sozusagen am Stadtrand auf der Nase, Autowerkstatt, Tankstelle auch, sogar mein Augenarzt ist zu Fuß erreichbar, andere Ärzte bei Bedarf ebenso, also alles da. Mein Auto steht fast nur in der Garage, ich benutze es kaum noch. Möchte es aber zunächst noch nicht abmelden. Es ist schließlich ungewiß, ob man mal flüchten müßte. Familienangehörige von uns wohnen noch weiter draußen auf dem Lande. Aber ob die sich dann freuen, falls wir kämen? Denn die glauben alle an das Coronavirus.
    Auf die Zukunft bezogen sehe ich bisher nichts Gutes auf uns zukommen. Wenn die Lage in Deutschland nicht bald kippt, dann werden wir alle zu digitalen Wesen gemacht, noch schlimmer als bisher.
    Bei uns am Fenster laufen immer viele Maskenfressen vorbei und die finden diesen Lappen offenbar auch noch gut. Mal sehen wie lange es noch gutgeht uns noch ohne Maske irgendwo hinein zu lassen. Bisher klappt es, meine Schwester hat sogar ein Attest dafür. Ich jedoch nicht, obwohl ich sicher eins bekommen würde. Nur hatte ich schon vor der Coronazeit keinen Hausarzt mehr, und mir jetzt in dieser Zeit einen neuen zu suchen ist nicht so leicht, da alle Masken verlangen.
    Ich wünschte mir wirklich einen großen Knall und dann wäre der ganze Apltraum vorbei. Ja wärs doch nur ein Alptraum und nicht die Agenda einer durchgeknallten „Elite“ von Superreichen.

    Herzliche Grüße

    1. @ Kein Name

      Hier eine launige Talkrunde zu den kommenden Hirnimplantaten (Elon Musk lässt grüßen):

      https://www.youtube.com/watch?v=Afof9utJXiI

      Wir haben selbst hier am Stadtrand von Karlstadt (ohne eingemeindete Dörfer nur etwa 10 000 zumindest zeitweise und zumal in der Altstadt dauerhaft Zwangszombiefizierte), wo mein Lidl prangt, rundherum eine Apotheke, einen Wasweißicharzt oder zwei, dazu einen Getränkemarkt, sowie (derzeit geschlossen) einen Pfennigramschladen, zwei oder drei Billigklamottenklischen, einen Schuhdiscounter: weiter draußen auf dieser Seite dann ein riesiges E-Center, wo man auch sämtlichen Drogeriekram bekommt, gleich daneben einen riesigen Baumarkt; auf der anderen Seite stadtauswärts beim Aldi gleich McDonalds und eine dm-Filiale.

      Außer den geschlossenen Kneipen und Cafés, den Buchhandlungen und Spezialläden, Friseuren und dem Tätowierschuppen nur noch ein paar kleine Lebensmittelhändler in der Altstadt offen. Letztlich kann man also mit Söderlappen bloß durchs schöne tote Städtchen flanieren und in die Schaufenster reinglotzen. Um dass ich da bei anhaltender Maskenpflicht nochmal reingehe, muss mich schon ein Notfall dazu zwingen. – Habe ich Mitleiden mit den Händlern, die noch offen haben dürfen (Apotheken, Lebensmittel etc.), aber auch schwere Umsatzeinbußen haben, zumal mit den anderen? – Schon ein wenig. Aber: Die lassen sich das alle gefallen. Wenigstens demonstrieren könnten sie. Und Protestplakate und -schilder in ihre Schaufenster hängen bzw, stellen. Habe ich aber noch an keiner Stelle je gesehen. Und wie schon beschrieben, werden die aus verschiedenen Gründen ihre alten Umsätze selbst nach Corona, dann Pimpelpamplona, Destruktiona, Cabrona usw. nicht so bald wiederbekommen.

      Amazon freut sich derweil, der Lidl natürlich auch. Letzterer weil der auch Kleider und Schuhe und Werkzeug und anderes munter verkaufen darf, wozu alle Spezialläden derzeit geschlossen. Cheerio!

      LG

  2. Inwiefern die BRD eine „Coronadiktatur“ sein soll, erschließt sich mir nicht ganz. Würde eine ordentliche Diktatur nicht kritische Meinungsäußerung, wie diesen Blog hier, einschränken?
    Ich denke jeder fühlt sich durch die neuen Bestimmungen eingeschränkt, jedoch geht es hier ja um die Gesundheit der Bürger, also auch um Ihre. Maßnahmen konstruktiv zu kritisieren halte ich für notwendig, aber mir scheint als würden Sie jegliche Maßnahmen generell ablehnen. Eine Maske zu tragen, um andere Menschen zu schützen, sollte wohl das Mindeste sein was man tun kann und ist nicht wie sie im Text erwähnen „Asozial“, sondern eher ein Zeichen für Solidarität.
    Einfach nicht an die Gefahr durch das Virus zu glauben, ist wie vom Balkon zu springen und zu glauben man würde nicht fallen, man glaube ja nicht an die Schwerkraft.

    1. @ Jonas

      Selbstverständlich gibt es Gefahren durch Viren und andere Krankheitserreger. Grippewellen gibt es praktisch jedes Jahr, nur im Jahre 2020 fiel die Grippe irgendwie aus.

      Zu den Masken: Machen Sie sich zu den FFP2-Masken mal bezüglich der behaupteten Schutzfunktion im Verhältnis zur unabweisbaren Gefährlichkeit derselben kundig.

      Selbst genau Aufgeklärte geprüfte Gesunde sollen diese nicht länger als 75 Minuten am Stück tragen, mit einer Mindestpausenzeit von 30 Minuten. Wie geht das für Alte und Atemschwache bei Fernreisen mit der Bahn? Den eigenen Rotz einatmen, die eigene Atemluft, eine feuchte Bakterienbrutstätte vor Mund und Nase, wenn Ihnen das förderlich und sicher erscheint, halte ich Sie nicht davon ab, sich dergestalt einzukleiden.

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