Was ist am Bild gemessen noch das Wort?

Bilder sind statisch und Film ist langsam. Man kann sie nur kurzfristig in Hochtempo setzen, sonst schnallt jeder ab.

Und lässt sich zumal die Rede darin noch weniger beliebig beschleunigen.

Von Geschriebenem aber kann ein Geübter ungleich mehr schneller und besser erfassen und bewerten. Allzumal kein Gemetzel oder ein knackiger Weiberarsch die Aufmerksamkeit stört.

Eine Rede zügig zu überfliegen und auf gewichtige Kerne hin zu prüfen, das geht viel einfacher als beim Herumspulen in einem Film. Auch deshalb ist das Lesen dem Zusehen überlegen.

Gut, dem Lesen fehlt die fremde Stimme, und manchmal hörte man den Text gerne vom Autor oder Interpreten vorgetragen. Das enthüllte dem guten Leser indes bloß mehr über diese, nicht über den eigentlichen Wert der Rede. Man braucht keinen Nietzsche oder Schiller, dass er einem selber vorläse. Klang wie Inhalt liegen in deren Worten.

Film kann schön sein, vergnüglich, erbaulich, mitreißend, verglichen mit dem Lesen aber ist er des Pöbels. Und das heute noch mehr als früher.

Man hat uns immer mehr auf Bilder gesetzt.

Dass menschliche Verständigung wesentlich auf Tönen und Worten besteht, wird zumal für den Nachwuchs immer mehr beiseite geschoben.

Was ist gegen ein Bild oder eine Bildfolge noch ein Wort, ein Wortgefüge?

Wir Redner und Leser werden mit Macht zurückkommen.

 

 

 

 

 

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