8 Antworten auf „Von meinen nächsten Leben“

  1. @ Magnus

    Das finde ich jetzt doch interessant. Du als der Ungläubigste aller Ungläubigen glaubst, wie mir scheint aus deinen Zeilen zu entnehmen ist, an Reinkarnation?

    Ich habe einen Vetter, der glaubt auch nicht, glaubt aber trotzdem irgendwie, ist aus der Kirche ausgetreten, ist aber seinen Worten nach auch noch immer ein bißchen Restkatholik.

    Nun zu mir. Ich bin ebenfalls aus der Kirche ausgetreten, habe früh die Erkenntnis gehabt mit denen stimmt etwas gewaltig nicht und so ist es schließlich auch. Ein Christusnachfolger bin ich auch nicht, gehöre auch keiner Freikirche oder sonstigen sektenartigen Vereinigung, Gruppe, Verein an. War schon zweimal (vielleicht auch dreimal) so gut wie auf der anderen Seite, also tot. Erfuhr, dort ist nichts, außer Schwärze bzw. nichts.

    Siehe dazu, was hier auch Lazerus in einer im Film Barabbas nicht verwendeten Szene sagt: https://youtu.be/uHXUxE6xpFQ.

    Glaube ich trotzdem an etwas? Ehrlich gesagt ich denke irgendein Glaube gehört irgendwie zu diesem Leben hier. Meine Vorfahren waren die Germanen und die hatten auch ihre eigenen Glaubensvorstellungen. Ich mag deren Thorshammer, weil der mir irgendwie mit meinem Namen verbunden zu sein scheint, und zu dem gibt es ja auch eine ganz eigene Geschichte.

    Im nächsten Leben möchte ich zumindest mit dieser Welt hier überhaupt nichts mehr zu tun haben. Wenn schon Reinkarnation, dann bitte etwas völlig anderes in einer völlig anderen neuen Welt.

    1. @ Kein Name

      Ich habe nicht gesagt, dass ich an Reinkarnation glaube. Ich habe aber keinen Beweis, dass es sowas nicht gibt. Und für den Fall wäre ich eben wieder gerne auch Lektor (ich habe noch ein paar andere Sachen gelernt, unter anderem Steinemtz). Vielleicht nicht zehn Mal hintereinander.

      Immerhin behaupten die Reinkarnationsgläubigen, dass man gewissermaßen vom Gelernten was mitnehmen kann. Wäre schon spannend, lernte ich bereits in der Grundschule Latein und Englisch, könnte mir schon als Halbwüchsiger ein paar gute Texte an Land ziehen. (Wenn der Text an sich gut ist, ist es ein erhebendes Privileg, ihn nach dem Autoren als Zweiter lesen zu dürfen.)

      Preisboxer will ich jedenfalls nicht werden, oder Stiefelknecht oder Pfaffe.

      Das hätte ich jetzt natürlich besser nicht gesagt, denn damit fordere ich ja genau diese karmischen Erfahrungen raus. So ist das, wenn man zu leichtfertig daherschwätzt.

      Und, ja, ich mag die Glaubensvorstellungen unserer Vorfahren auch recht gerne, zumal die Runen, obzwar ich kaum ein Zehntel von dem davon weiß, was Gerhard Hess draufhat.

      Und, ja, ich glaube, so lächerlich und sinnlos das klingen mag, ans Lernen. Und da nicht jeder allein alles lernen kann, folgerichtigerweise auch ans Lehren. Womit wir schon wieder nah beim Lektoren sind.

      Du klingst ziemlich verbittert bzw. frustriert.

      Ich will auf gar keinen anderen Planeten. Wer weiß, was es da für Monster und Schkale gibt, dazu nur langweiligste Steppe, eine Art Kisuaheli als Weltsprache, und jede Zweite ist eine Greta.

      Außerdem wäre ich am liebsten wieder Deutscher. Oder, wenn das nicht geht (ich schrieb das hier schonmal in einem Beitrag), wenigstens Spanier oder Russe. Auf jeden Fall Indogermane.

      Nimm mein launiges Gelaber bitte nicht als Spott gegenüber Dir. Zumal 2020 hat auch mir zugesetzt.

  2. @ Magnus

    Ist es nicht so, um sich überhaupt eine Vorstellung von einem Leben danach machen zu können, sollte man sich nicht erstmal darüber sicher sein müssen, was dieses Dasein hier ist und bedeutet?

    Ich schrieb in einem anderen Kommentar vorher: „Ich glaube, also bin ich“. Eigentlich wissen wir doch gar nichts oder höchstens nur ein ganz kleines bißchen über die Welt, unser Dasein hier. Wir meinen hier und jetzt zu leben und nehmen das als Tatsache an. Doch alleine wenn wir uns nur zum Schlafen hinlegen, träumen, dann verlassen wir schon den Boden der Tatsachen. Unser Bewußtsein wandert dann. Worin besteht der Beweis, daß wir sicher sein können unser Bewußtsein gaukelt uns nicht auch alles das vor, was wir als unser Wachsein empfinden?

    Gibt es Reinkarnation, dann müßten wir Menschen alle Seelenwanderer sein. Dann gäbe es den Tod gar nicht. Wenn es aber zudem auch das Leben nicht gibt, was dann? Wo befänden wir uns dann bzw. jetzt? Durch den Faktor Zeit kann dieses „Jetzt“ beliebig gedehnt werden. So kommt einem mitunter selbst schon mal eine Minute sehr kurz, ein anderes Mal wie eine Ewigkeit vor.

    Das, was derzeit in der Welt passiert, kommt dir das nicht manchmal auch sehr unwirklich vor? All die Maskenzombies, es ist wie eine Filmwelt. Macht man nicht dabei mit, kommt man sich vor wie ein Zuschauer vor der Leinwand.

    Ich bin auch froh als Deutscher auf die Welt gekommen zu sein. Doch warum geschah es gerade so und nicht anders? Der Möglichkeiten wären unheimlich viele gewesen. Warum bin ich kein Schwarzer geworden, kein Eskimo, keiner von der einen Milliarde Chinesen? Ist es nur Zufall oder Fügung? Ich möchte mich in diesem Fall nicht dem Zufall preisgeben.

    Klinge ich verbittert oder frustriert? Ich weiß nicht. Ich hadere nur mit dem Leben. Dürfte ich eigentlich nicht, denn trotz allem geht es mir persönlich gut. Vielleicht zu gut? Habe ich Angst davor, es könnte sich ändern? Vielleicht. Ich halte mich immer noch für einen Suchenden. Versuche praktisch mein ganzes Leben lang in Erfahrung zu bringen, wer und was ich wirklich bin, was ich auf dieser Welt soll, weswegen ich gerade ein Deutscher geworden bin … und doch, wenn ich nicht geboren worden wäre, dann sähe bestimmt ein Teil dieser Welt anders aus. Alles ist miteinander und untereinander verwoben. Sich hier miteinander über solche Sachen zu unterhalten, sollte wohl auch schon so sein. Doch ich hätte es ja auch bleiben lassen können, dir dies zu schreiben. Hätte ich es wirklich bleiben lassen können? Haben wir wirklich eine Wahl?

    Du sprichst von anderen Planeten. Wir wissen doch noch nicht einmal genau, was unsere Erde hier ist. Es gibt Leute, die halten die Erde für einen lebendigen Organismus. Bei Viren verhält es sich übrigens auch so. Andere sagen, es gäbe gar keine Viren. Zumindest gibt es kein einziges Isolat von einem Virus. Verhielte es sich wirklich so, dann passierte derzeit die Zerstörung der Gesellschaft, unseres bisher bekannten Lebens auf der Basis von Nichts. Was wäre, wenn Nichts die Basis für alles wäre? Dann wären du und ich hier (sind wir hier?) wegen nichts. Unglaublich, nicht wahr. Und beim Unglaublichen, fängt da nicht das an, was als Glaube bezeichnet wird?

    Du schriebst mir mal, wenn du mit Bus und Bahn fährst, dann zögest du eine Maske an, wie das alle tun, der Restriktionen wegen und weil die einen sonst nicht befördern. Ich habe bin heute noch sie so einen Lappen angezogen. Die volle Funktionsfähigkeit meiner Hand habe ich deswegen eingebüßt. Mir ist es das wert gewesen. Auf Bus- und Bahnfahren verzichte ich. Ich wäre auch bereit noch viel weiter zu gehen. Von niemand lasse ich mir es nehmen, frei atmen zu können. Impfen lasse ich mich auch nicht, egal was da kommen möge. Wenn’s drauf ankommt, wähle ich den Tod. Denn was kann der mir? Angst? Ja die spielt auch bei mir eine Rolle. Man darf sie nur nicht über sich siegen lassen.

    Früher unsere Vorfahren, die sollen ziemlich angstlose Menschen gewesen sein. Sie zogen in den Krieg, wahrscheinlich ihrer Werte wegen, diese zu verteidigen. Doch sie hatten den Glauben an Walhalla, das nahm ihnen ihre Angst. Glaube ist in dieser Beziehung also etwas wichtiges. Glaube grundsätzlich anzulehnen, wie wirkt sich das aus? Zieht man dann eine Maske an, wenn andere dazu den Befehl geben? Befehlen, den stehe ich grundsätzlich ablehnend gegenüber. Die meisten Menschen anscheinend nicht, weswegen unsere Welt derzeit so aussieht wie in einem Zombiefilm. Vielleicht sollten die Menschen doch wieder zu ihrem Glauben zurückfinden. Den scheinen mir nämlich soweit alle verloren zu haben. Und wenn es sich nur um den festen Glauben an die Kraft in ihnen selbst handelt, dem Üblen zu widerstehen und das in jeder Hinsicht. Mag sein, dann würden morgen alle Straßen mit weggeworfenen Masken gefüllt und alle üblen Regierungen dieser Welt auf der Flucht vor der Realität sein. Das wäre dann aus meiner Sicht die Sache mit dem Thorshammer. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als daß es so geschehe. Das wäre dann der Weltzeit Ende. Der Weltzeit, die das Übel über uns alle brachte.

    Was die Runen betrifft, darüber können wir uns vielleicht ein anderes Mal unterhalten. Ich schrieb jetzt schon viel zu viel, hatte es so eigentlich gar nicht (bewußt) vor.

    Fühle dich bitte nicht von mir angegriffen, ich habe nur versucht so meine Vergleiche zu ziehen. Spotte über mich, wenn du willst, andere haben es viele Male getan. Ich besitze längst die Stärke, Spott mir gegenüber zu überwinden. Was ich nicht zu überwinden fähig bin, ich Ungerechtigkeit.

    1. @ Kein Name

      Ich fühlte mich keineswegs angegriffen, oder soweit doch völlig zurecht, denn für Zweifel habe ich ja selbst gesorgt.

      Kurz nach der Wende arbeitete ich in einem Lithovertrieb mit einer kurz vor dem Mauerfall mit ihrem Mann nur mit zwei Koffern Ausgereisten (Ingenieurin, die dort einen Sekretärinnenjob angenommen hatte), und die meinte zum Thema Glauben bezüglich ihres Mannes wie ihr selbst: „Wir glauben an uns selber. Sonst hätten wir das alles nie geschafft.“

      Das ist wohl der erstrebenswerte Glaube, von dem Du sprichst, der den Leuten jetzt entscheidend fehlt, von dem ich auch nicht selten eine Extradosis gut gebrauchen könnte. Im Bus – ich wohne am Dorf und habe kein Auto – hülfe mir aber auch der nicht. Denn ich habe keine Maskenbefreiung. Die hätte ich mir sicherlich irgendwie beiziehen können, doch hätte ich mich dafür selber als krank erklären müssen (ja, die Maske nervt mich als Brillenträger oben auf die Demütigung drauf besonders, und ich atme wie jeder schlechter, muss sie aber immer nur sehr kurz, so auch beim Einkaufen, tragen), und das kann ich überhaupt nicht leiden. Ich habe mich bisher entschieden, die Demütigung und Unterwerfung durch die Maske jener vorzuziehen. Sicherlich ob meiner Erfahrungen als schwerverbranntes Kind gehe ich mehr als nur ungern zum Arzt, und außer einmal oder zweimal im Jahr zum Zahnklempner musste ich in mehr als den letzten zehn Jahren auch nur einmal hin. Einmal zusätzlich, weil die Polizei mich als Zusammengeschlagenen dazu zwang. (Nicht, dass ich mich in dieser Zeit nicht einige Male angescheppert hätte, selber kleine OPs hätte durchführen müssen…).

      Was das von Dir angesprochene eigentlich Philosophische anlangt, denke ich durchaus ähnlich. Allein schon: Wenn es immer mehr Leute gibt, wo kommen denn all die neuen Seelen her? Werden wirklich immer noch mehr Leute aus Molchen zu Menschen? Oder reinkarnieren irgendwelche ansonsten ausgestorbene Außerirdische hier wie die Karnickel? – Wenn ich Reinkarnationsgläubigen diese einfachen logischen Fragen stelle, haben sie zwar nie eine schlüssige Antwort, ein bisschen mag sie das auch mal jucken, vom Grunde her ficht sie das aber nicht an. Ich bleibe der Depp, dem nur zu wünschen ist – so großzügig sind sie dann meistens – , dass er vielleicht noch in diesem Leben oder möglichst bald in einem folgenden zur Wahrheit finde.

      Der Gedanke, dass man sozusagen ewig lebe, der Tod nur eine Durchgangsstation sei, ist so verlockend, dass man zwangsläufig darauf kommen musste. Besonders genial ist der nicht. Für das, was ein Gauss oder ein Euler in der Mathematik geleistet hat, ein Shakespeare in der Dichtung, da brauchte es schon reichlich mehr Grips.

      Dazu kommt die erzieherische Funktion, die Predigern natürlich besonders gut gefällt. Für gute Taten gibt es dauerhaften Lohn, für schlechte lange Buße. So füttert man damit auch Leute, die etwas Gerechtigkeitssinn haben. „Den Kissinger und die Clinton wird es schon noch einholen. Die werden zahlen.“ Und so schläft der Ohnmächtige besser, lehnt sich noch weniger gegen solche Verbrecher auf, denn deren Karma werde es schon richten. Den Mächtigen kommt das ob mit oder ohne Adrenochromdiät gut zupass.

      Wenn eine Sache aus so offenkundigen, allzumenschlichen Gründen flutscht, werde ich immer misstrauisch. Solcherlei gab und gibt es selbst auf meinem Hauptgebiet, der Philologie. Sowieso ein schlechter Witz, dass man die Theologie als eine Wissenschaft gelten lässt.

      Meine früh verstorbene Frau ist für mich natürlich immer noch irgendwie da. Nicht nur, dass sie mir zwei Kinder schenkte, oft sehe ich sie vor mir und denke aufs Neue über das nach, was sie tat und sagte. In den Kindern lebt sie sowieso weiter. Manchmal auch in Träumen.

      Jedenfalls, das kommt dazu, käme ich mir übelst bescheuert vor, behauptete ich einfach irgendwas felsenfest, belächelte, ließe gar jeden, der es nicht glaubt, eiskalt runter, nur weil ich es glaube. Für mich wäre das Hybris, bösartig, asozial.

      Später vielleicht noch mehr, jetzt aber hat Radjabov nebenher das derzeit bedeutendste Schachturnier überzeugend gewonnen, und die Schnitzel harren der Pfanne.

      1. @ Kein Name

        So, ein Schnitzel ist gut inkarniert, das andere gibt es morgen oder übermorgen zum Nachgang kalt.

        Also noch zur Frage, inwieweit unser Leben wirklich und nicht nur eine Illusion sei.

        Setzen wir den Fall, wir lebten in einer Illusion. Dann stellte sich die Frage, ob wir da jemals rauskönnten. Zudem, ob wir das erkannt habend überhaupt da rauswollten. Denn die haben wir immerhin, und ob es jenseits dieser noch etwas für uns gäbe, zumal Besseres, woher sollten wir das wissen?

        Die Sichtweise oder auch Möglichkeit, dass wir insgesamt in einer Illusion lebten, ist die letzten Jahre sicherlich über die Matrix-Verfilmung und andere „Kunstwerke“ (wie als ob man eine Pille nehmen könne, um dadurch in Eigenentscheidung frei zu werden, zumindest eine sehr tückische Metapher), stärker ins Bewusstsein zumal junger Leute getreten, neu ist sie aber keineswegs. Und sie ist wiederum verlockend, denn so sind wir nur auf einer virtuellen Spielwiese, und echte Verantwortung erübrigt sich damit. Wer vergewaltigt, hat nicht wirklich jemandem wehgetan, wer mordet, der hat wie im Videospiel nur eine Figur rausgenommen, die sowieso nicht echt und überdies mehrere Leben hat. Und: Eine Sache ernstzunehmen, irgendwas, sich anzustrengen, versuchen Redlichkeit und Rechtschaffenheit zu pflegen, das macht nur ein Blöd. Nihilismus und Hedonismus sind die zwangsläufige Folge. Wozu Mitgefühl, wenn alles nur Simulation?

        Und was, liebe Schlaumeier, wenn in der Roten Pille dasselbe drin alswie in der Blauen? Oder ein noch trügerisches Gift? Hä? – Für mich ist das auch ein Teil des Bauernlegens. Man kriegt den Arsch nicht hoch, aber dann richtet es die Pille. Oder eine Impfung. Oder die Maske, damit die anderen die eigene verlogene Fresse nicht mehr sehen können. – Lieber als dystopischer Film ist mir da schon „Unternehmen Capricorn“. Als glaubwürdig gespielte Vollverarsche.

        Nein, ich glaube nicht an den Illusionszoo. Und sollte ich doch darinnen stecken, so mache ich erst recht, was ich für richtig halte. Wobei ich mir das als Mitzombie des Spiels natürlich nur einbilden könnte. Mir trotzdem wurscht. Vielleicht bringe ich den Rechner ja zum Absturz, mich damit in eine echte Welt. Man hat schon Rechner vor den Daten kotzen sehen.

        LG

        Nachtrag

        Wenn ich in meinem nächsten Leben wieder Lektor sein darf, muss es zu dieser Zeit wenigstens noch was zu lesen geben, denn sonst funzt die ganze Chose nicht.

  3. @ Magnus

    Ist, nicht ich muß es im letzten Satz heißen. Solltest du noch mehr Fehler finden, übersehe sie bitte einfach. Oder korrigiere sie, laß sie stehen, gehen, sich in Luft auflösen, mir egal wie du damit umgehst.

    LG

  4. @ Magnus

    Ich las deine Zeilen und hatte eigentlich vor darauf etwas zu erwidern. Kam aber gestern nicht zum Schreiben, war auswärts unterwegs und hatte zwischendurch anderes zu tun. Möchte auch jetzt nicht mehr viel daran anknüpfen, hoffe dazu auf dein Verständnis. Nur ganz kurz also.

    Ich war erleichtert als ich las, du fühltest dich nicht auf den Schlips getreten, weil ich die Sache mit dem Maskentragen auf dich bezogen ansprach. Hätte ich gar nicht machen sollen, war dumm von mir. Jemand, der weiter draußen wohnt und auf Bus und Bahn angewiesen ist, dem hält man so etwas nicht vor. Ist auch jedem selbst überlassen, wie er mit der Maskenpflicht umgeht.

    Ich habe auch keine Maskenbefreiung, also ein Attest schriftlicher Art, was ich vorzeigen könnte. Würde ein solches aber sicher sofort bekommen, wenn ich mich darum bemühen würde. Ich habe keinen Hausarzt, meiner von damals ist schon lange in Rente, einen neuen, der mir zusagen würde, fand ich bisher noch nicht.

    Gestern morgen hatte ich nochmal einen Termin beim Augenarzt, nur wegen Kontrolle. Bei meinem ersten Termin vor Weihnachten ging ich ohne Maske in die Praxis. Beim Empfang sagte mir die junge Dame: „Sie müssen hier aber eine Maske tragen“. Ich erwiderte: „Nein, muß ich nicht“. Sie fragte: „Haben sie eine Befreiung?“. Ich sagte: „Ja, die habe ich“. Die habe ich schriftlich ja nicht, wie ich dir eben mitteilte, damit aber war die Maskenpflicht in dieser Praxis für mich kein Thema mehr. Ja so einfach kann es sein, ist nicht immer so. Vor Weihnachten war in der Praxis ohnehin nicht viel los.

    Gestern sah die Sache anders aus, da war sehr viel los. Alle Anwesenden, außer den zwei Damen hinter einer Plexiglasscheibe beim Empfang, trugen Masken. Ich wieder rein ohne, war kein Problem, man kannte mich schließlich schon. Von anderen Patienten teilweise komisch angeschaut, machte ich meinen Weg durch die Praxis. Das einzige, was mir ingesamt bei diesen Besuchen mißfiel, ich durfte nicht ins Wartezimmer – wofür ich aber Verständnis hatte – sondern mußte mich diskriminierender Weise im Treppenhaus auf meinen Aufruf warten. Daß da viele Leute ziemlich nah an mir vorbei mußten, das machte diese Angelegenheit auch noch zur Farce.

    Vom Treppenhaus durch die Fenster hatte ich einen guten Überblick über die Straßen. Das Schauen war nicht angenehm, da da unten ausschließlich Maskenzombies unterwegs waren. Meine Schwester nennt die Leute Maskenfressen, was es wohl noch eher trifft. Dies nur als ein Kurzbericht. Die Praxis ist übrigens glücklicherweise für mich zu Fuß in einer halben Stunde erreichbar.

    Was ich noch sagen wollte, die Sache mit deiner frühverstorbenen Frau, das tut mir leid. Ich kann gut verstehen, daß sie dir hin und wieder noch im Traum und oft bestimmt in Gedanken erscheint. So etwas tut wirklich weh.

    Den Film „Unternehmen Capricorn“ kenne ich auch gut. Darin wird gezeigt, wie sie vorgehen. Doch ich bezweifle, so ein Film wird von den meisten, wenn überhaupt, so angeschaut, wie er gesehen und aufgenommen werden sollte. Der Beweis, die vielen willigen Maskenfressen da draußen in der Welt. Im Film „Matrix“ ist der Erlöser auch kein richtiger Retter, denn am Ende bleibt dieselbe Welt weiter bestehen, er selbst war und ist Teil dieser Welt, nur das Schema ändert sich leicht. Und es wird wieder von wenigen für alle anderen erstellt. Das ist auch genauso beim Vorhaben zur neuen Weltordnung. In dieser Hinsicht dürfen wir niemand trauen, noch nicht einmal den vermeintlich Guten. Denn solange wir nicht direkt gefragt werden, ob wir mit etwas einverstanden sind oder nicht, solange werden wir über irgendein System fremdgesteuert, zumindest aber bevormundet.

    Danke für deine Freundlichkeit Magnus. Möge dein inkarniertes Schnitzel nicht früher mal ein Mensch gewesen sein. Nach allem was ich in letzter Zeit noch dazu, als ich bis dahin schon wußte, in Sachen Tierquälerei gehört habe, vergeht mir immer mehr der Appetit auf Fleisch. So versuche ich mich schon längere Zeit als Vegetarier, bisher mit ziemlichem Erfolg. Nur sehr selten übermannt mich ein seltsamer Heißhunger auf Fleisch noch, wohl nur deswegen, weil ich es seit meiner Kindheit gewohnt bin es zu essen. Ich gönne aber jedem, der es will, sich Schnitzel und anderes zu braten. Das ist wie beim Maskentragen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Sollte ich also mal Schnitzel essen aus Heißhunger darauf, dann habe ich wohl eine schwere Sünde begangen und Gott wird mich dafür bestrafen – fragt sich bloß, welcher Gott das dann ist. Vielleicht der, den Moses schon anbetete? Habe ich mit dem etwas zu tun? Sicher nicht!

    1. @ Kein Name

      Kein Grund, Dich zu entschuldigen, passt alles.

      Der Begriff „Maskenfresse“ gefällt mir. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

      Vorhin im Bus habe ich genau darüber mal wieder (mit coronagläubigem, aber schon wankendem Kumpel und Fahrer) darüber abgelästert. Man könne den Mädels jetzt ja nur noch auf den Bobbo gucken, was vielleicht ganz gut, denn der Bobbo sei bei den meisten ja eigentlich wichtiger und zudem schöner als das Gesicht. Und wenn alle ausgestorben wären, weil alles zugrunde gerichtet, dann habe sich endlich auch Corona erledigt. Davor rief ich beim Rauslaufen aus dem Lidl, den Rotzlappen abziehend beim Wageneinbringen: „Scheißdreckslabba, ich glebb (Fränkisch für „glaube“) ich kotz!“

      So erlaube ich mir meine Einmannminispontandemos, wann immer mir darnach ist. Sowieso (darüber schreibe ich heute vielleicht noch einen eigenen Beitrag) sollte man, wenn schon etwas älter, zwar beim Klettern usw. etwas vorsichtiger werden, aber nicht insgesamt feiger. Man hat ja viel weniger zu verlieren denn ein Zwanzigjähriger. Nur auch das Leben, davon aber, zumindest in der Regel, viel weniger.

      Hier am Dorf werde ich aber weiterhin (obzwar es mich wiederum sehr juckte, als ich von einer grandiosen Aktion meiner Freundin B. hörte) keinen Tanz veranstalten. Immerhin läuft bei uns keine Sau nicht niemals mit Maske rum. Gibt es nicht, außer am Bus, oder wenn ein Schulkind vom Bus aus 100 Meter weit vergisst, den Rotzlappen abzuziehen. Also hier ganz anders, als Du es aus dem Treppenhaus der Arztprax heraus beschreibst. Da will ich – jeder weiß ja schon, wie ich gepolt bin, man hat mich in Ausrüstung zum Ausrücken genug gesehen – keinen vielleicht doch vorhandenen Paranoiapiloten provozieren, die vergleichsweise heile Welt hier stören.

      Ich muss auch einfach wieder eine echte Einmannkundgebung in Karscht (Karlstadt) durchziehen. Unten am Main, wo es meines Wissens gerade (kann sich schon geändert haben) keine Maskenpflicht gibt. Material habe ich ja alles schon fertig, also muss ich nur hinfahren und mich hinstellen. Allerdings sollte ich meinen Aluhut (ein guter Hut mit Alufolie drüber, hoch in eine Pickelhaube geformt) vielleicht wieder flicken, denn die Folie ist inzwischen etwas malad, mir zudem einen neuen „Gimmick“ einfallen lassen. Es macht einfach mehr Spaß, wenn man außer der Merkelsöderklobürste und dem Rest mal wieder was Neues dabeihat.

      LG

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