Von der sogenannten „Lernresistenz“

Die sogenannte „Lernresistenz“ gibt es bei Kindern und Jugendlichen nach meiner Erfahrung in über zwanzig Jahren eigenen Unterrichts so gut wie gar nicht. Wer keinerlei Verstand hat, kann eben kaum lernen, dann ist aber kein vorsätzlicher Widerstand gegen das Lernen vorhanden und damit nicht der Grund, dass nirgends was vorangeht, gleich wie sich der Lehrer auf den Kopf stellt und mit Ohren und Füßen wackelt.

Zudem lernen Kinder und Jugendliche (wenn nicht entscheidend behindert) immer etwas dazu, und sei es nur, wie sie ihre scheinbare Lernresistenz, aus welchen Gründen auch immer, verfeinern und dem Rest immer effektiver vorgaukeln.

Ganz anders bei Erwachsenen.  Da ist Lernresistenz, man nehme nur manchen über Religionen eingeimpften offenkundigen Schwachsinn als Beispiel, sehr weit verbreitet. Man sieht das jetzt auch überdeutlich im Zusammenhang mit Corona: Egal wie viel in sich völlig widersprüchlicher Unfug nacheinander abgesondert wird, es hilft der Hinweis darauf bei allzuvielen gar nichts.

Es geht darum, dass man nicht dazulernen will, aus Feigheit vor neuer Erkenntnis, wie diese einen aus der anerkannten Komfortzone der Masse befördern könnte, selbst wenn man nie was sagt. Lernen könnte einen schließlich die Frau, den Job, die Freunde, die Kinder, endlich alles kosten.

Man hat das alles ja noch, also auch für seine Lebenstüchtigkeit nachweislich genug gelernt: Wieso durch noch mehr Lernen also Haus und Hof aufs Spiel setzen?

Und genau auf diese Lernresistenz von Erwachsenen – die in den „Thinktanks“ wissen das mindestens fast so gut wie ich – setzt an Erwachsene gerichtete Propaganda ganz wesentlich. Wer fragt, zweifelt, also weiterlernen will, den heißt man „Verschwörungstheoretiker“ und dergleichen mehr, stempelt ihn zum Idioten, zum Unverantwortlichen, zum Gefährder.

So wird die Lernresistenz in die Leute immer weiter hineingezüchtet, gleich ob es um historische Falschdarstellungen geht oder die Gegenwart oder Zukunft betreffende zumindest fragwürdige Behauptungen. (Aktuelle Beispiele: Klimawandel, Impfen, Elektroautos, 5G, ja selbst die sogenannte „Künstliche Intelligenz“)

Das geht natürlich umso besser, indem Erwachsene in der Regel eben nicht mehr so wankelmütig, risiko- und entdeckungsfreudig, ihrer Rolle unsicherer sind als Kinder und Jugendliche: Genau damit bringt man sie viel leichter dazu, sich geistig zu verbunkern.

Ein Vierzehnjähriger, der sich im Überschwang seiner Pubertät völlig vergeigt hat und verführen lassen, der wird sich das eben mit achtzehn viel leichter eingestehen können als ein Vierunddreißigjärhiger mit achtunddreißig.

Im Grunde ist ja fast banal, was ich hier vortrage. Deshalb genüge es damit jetzt auch.

 

 

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