Magnus legt sich doch keinen Freiheitshund zu

Zur Zeit hätte ich gerade schon zum Possen einen Hund. Vielleicht sogar einen kleinen Fiffi nur, einfach einen Freiheitshund, der mich auf seine auch nächtlich notwendigen Auslaufgeschäfte mitgehen ließe, egal wann, ohne dass die Polizei was sagen kann.

Geht das so aber noch mehr oder weniger ewig, hole ich mir einen gescheiten Hund, der mich dann ja abends oder nächtens auch beschützen muss gegen das lose Gesindel, das sich an die Ausgangssperre nicht hält.

Stämmig sollte der Hund schon sein. Kräftiger Fang. Minimum fünfundreißig Kilo und doch von großer Beweglichkeit und Schnellkraft. Schwimmfähig und bei minus zwanzig gelangweilt im Schnee herumdösend. Dabei auch hitzetauglich. Extrem ausdauernd. Auffütterbar vor abzusehenden längeren Strapazen. Schlittenzughilfsbereit. Immer wachsam. Sehr umsichtig in seinen abgestuften Warnsignalen, der jeweiligen Umgebung und Lage angepasst. Kinderlieb und mit der Ruhe eines Bärs.

Ja, so ein treffliches Wuffilein fräße mir für all den Schutz und Freigang ja noch nicht einmal die Haare vom Kopf. Große Töpfe Hundefutter kochen. Romantisch. Wie früher. Preiswert für die Freiheit und gut für den Hund. Fast kostenloses leckeres gesundes Fressen jeden Tag: Welcher Hund will das, außer seiner Schlüsselposition für Herrchens Freiheit, je verlieren?

Woher ich allerdings so bald „Rolf“ (ich nenne das Tierchen jetzt mal so) beiziehen sollte? Einen strammen Rüden, der mir nach einer Woche aufs Wort folgt, dann alsbald den Rest draufhat? Wird schwer zu finden sein, so ein Tier.

Also gut. Ich wollte mir ja vor meinem Achtzigsten eh keinen Hund zulegen. Und noch nicht einmal dann irgendwann unbedingt.

 

 

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