Wer freiwillig zur Coronaimpfung geht…

Wer freiwillig zur Coronaimpfung geht, der muss mehr als nur ein Rad abhaben, schon von außen wie im Hirn mit dem Klammerbeutel gepudert sein, weniger Verstand als das dümmste Schaf der verlottertsten Herde mitbringen, einen Tretroller ohne Lenker für ein kostenloses Überlichtgeschwindigkeitsraumschiff halten, unter seinen Teppichen Tapire wähnen, Wände mit seinen Händen verwechseln, in allen Pflastersteinen Werwölfe erkennen, in jedem unschuldigen Kind ein zehntausendfaches Monster, Merkel als Venus verorten, Altmaier als Adonis, ein Stück Treibholz glücklich als Gnadengabe von Amazon annehmen, die Sonne dazu für einen wohlgeratenen Käsekuchen, jeden Gummiball als Gott, der Eisenhut ihm ein relativ harmloser Aluhutträger, die Herbstzeitlose für die Sonnwende, das Bilsenkraut für eine herrlich duftende Rose.

Er wird an Weichnachten dafür danken, dass es diesmal statt Nüssen Stechäpfel gibt, statt der Gans Voltarentofu, statt eines Gläschen Weines einen Schierlingsbecher.

An Silvester steht er dann doch noch da und fühlt sich völlig sicher, da es dieses Jahr keine gefährlichen Sternschnuppen gibt, seine Tür, indem er sich zwei Schritt vors Haus gewagt, nicht von selber zuknallt, ihm der Himmel nicht auf den Kopf fällt, sein Bett am Ende erstaunlicherweise doch nicht unter ihm zusammenbricht, indem er sich ab Mitternacht noch für sieben Minuten die Jubelorgien über den schönsten Jahreswechsel seit Menschengdenken reingezogen.

 

 

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