Nietzsche ist der Bach des Wortes

Ich bin Bach gleichzeitig näher und ferner als Nietzsche.

Bach höre ich jeden Tag, Nietzsche auf einer anderen Ebene auch.

Nietzsche bin ich insofern näher, dass ich manchmal meine, ich sei ihm übers Wort nahegekommen, manches mag gar mit dem Seinen vergleichbar sein, von ihm und anderen angeregt sogar weiterführend.

Daran gemessen sehe ich für mich im Vergleiche mit Bach bislang keine Möglichkeit, zwar nicht unmusikalisch und nicht der unerträglichste Sänger auf Erden, habe ich „nur“ meine Frau zu ihrem Sechsundreißigsten erlebt, wie sie unten in der Halle mit ihrer Flöte freie Weisen spielte, die mich an Bach erinnerten, mich ähnlich in andere Sphären hoben.

Man kann nicht alles „haben“.

Die Musik ist unbestechlicher als das Wort.

Auch Nietzsche hat sich nunmal da und dort verirrt, ich denke, er widerspräche mir dahingehend nicht. Bach hat wohl mal ein Thema zu lange wiederholt und ausgespielt, doch wer wollte das ernstlich gegen ihn halten?

Genug geklagt. Den einen darf ich glücklicherweise in meiner Muttersprache lesen, der andere brauchte nicht einmal diese, um seine Weisen der ganzen Menschheit zu schenken.

Was liegt an „Außerirdischen“, gar „Göttern“?

Zwei Thüringer sind mir schon mehr als alles Geschwatze darumherum.

 

Bisher 4 Kommentare

4 Antworten auf „Nietzsche ist der Bach des Wortes“

  1. Meinst Du den Bach vor Deinem Hof?

    Willst Du einen Toten zum Widerspruch fordern?
    Jedenfalls war Dir der Nietzsche früher näher.,

    Gruß, Gigi

    1. @ Gigi

      Der Bach, den die Stadtwerke mehr oder weniger abgegraben haben (es gibt Verschwörungstheorien dazu), verlief schon als er noch lief etwa hundert Meter hinterm Ende meines Hofes.

      Ansonsten freue ich mich selbst bei dieser harten Kritik, wieder von Dir zu hören.

      Habe vorgestern versucht, Dich anzurufen, doch kannte Dich unter der vielleicht falsch übertragenen alten Nummer keiner, also, dass ich mich nach dem zweiten Versuch irgendwo gen Salzburger Land bei einem jungen Mann für mein nerviges Tun aus Deutschland botmäßig entschuldigen musste.

      Einen Toten zum Widerspruch fordern? Hä?

      Das täte ja jeder, der über einen Verstorbenen redet.

      Wahr sein mag, dass ich Nietzsche mal näher war.

  2. Ich gemahne Dich zur Deutlichkeit.
    Du wolltest mich anrufen, da hast Du mich nicht erreicht.
    Doch was bedeutet das mit dem „jungen Mann“ und „gen Salzburger Land“?

    „Auch Nietzsche hat sich nunmal da und dort verirrt, ich denke, er widerspräche mir dahingehend nicht.“

    Du schreibst ja, er widerspräche Dir nicht.
    Also eine Unterhaltung?

    Gruß, Gigi

    1. @ Gigi

      Was sollte ich Dich bezüglich einer Telefonnummer belügen? Ich war wohl der Esel, der sie falsch übertragen hat.

      Ja, der angesetzte Gedanke, dass Nietzsche mir dahingehend nicht widerspräche, ist womöglich vermessen.

      Vielleicht verzeihst Du mir diese Selbstüberschätzung.

      Das ist alles natürlich nur eine Projektion meinerseits. Keiner von den Großen hat sich je aus seinem Grab erhoben, um von Mann zu Mann mit mir zu sprechen.

      Nachtrag

      Lobe mich doch mal wieder! Wegen egal was! Du weißt ja, wie sehr Männer das brauchen!

      Nachnachtrag

      Ich weiß einen, der Dich für Deine freche freie Schreibe vielleicht noch mehr bewundert als ich. Ohne jede schräge Schmeichelei mein Ernst.

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