Ich habe Coronüx

Heute Nacht hulf mir mein Coronüx wieder heftig. Ich schlief so todfest, dass ich nicht einmal zum Seichen aufwachte. Und war im Traume in Japan, wo es mir deutlich besser gefiel als nächtens zuvor in Oman und mindestens ebensogut wie dazuvor auf der Antarktis, wo zwar nett grüßende fröhliche Wale an der Küste, aber nicht so viele freundliche Menschen wie in Nippon.

Bald werde ich mal wieder an der italienischen Riviera sein, allein schon, weil ich die italienische Küche noch mehr schätze als die japanische, der Wein dort näher liegt.

Peinlich ist mir derweil immer noch, dass ich weiland meinte über Schottland zu fliegen, und dann war es eben doch Hokkaido.

Gar noch nicht durfte ich bei Sonnenaufgang an der asturischen Küste spazierengehen, um mittags in Sevilla Tapas zu vespern. Das halte ich schon für etwas ungerecht von meinem Coronüx.

Ich denke aber, sicher bin ich mir nicht, dass ich einmal im Altaigebirge bei meinen Vorfahren und Vorbildern (die Neandertaler gehören auch dazu, Düsseldorf ist aber nicht so spannend), den Denisovaren, bei bequemen null Grad in der Höhle übernachten durfte. (Wenn es draußen minus dreißig gibt, ist das sehr vorteilhaft.)

Auf den südlichen – also nördlichen – Teil Neuseelands, zu all den glücklichen Hirschen, aus denen man die besten Lederhosen macht, habe ich es auch noch nicht geschafft, womöglich weil mir manche Wälder dort noch zu dicht.

Da ich das Meer zwar mindestens so sehr liebe alswie ein Heidschnuckenkotelett und einen Bürgstädter Spätburgunder, aber doch kein großer Segler, habe ich mit meinem Coronüx auch die Magellanstraße noch nicht durchfahren, Kap Hoorn macht mir sogar ein bisschen Angst.

Im Taj Mahal soll es so viele hässliche scheißefressende Nager geben, dass ich da gar nicht hinwill, am Schluss müsste ich gar noch im Ganges baden gehen.

Allein, weshalb mich mein Coronüx noch nicht nach Sankt Petersburg geladen (oder wenigstens Twer, ich war mal ziemlich verschossen in eine Frau, die dorther stammt), dahinter müssen mit Dämonen verbündete schlimme Verschwörer stecken.

Cancun ist mir zu dekadent, da treibt sich sämtliches Gesindel herum, das nicht weiß, wo es sonst sein Schund-, Schwund- und Schuldgeld von den Jungferninseln hintragen sollte.

Wenn ich an den Pantanal nur denke, kommt mir das nackte Grausen. Immer feucht, immer heiß, fast immer überschwemmt.

Berlin ist so heruntergekommen und für mich ausgelutscht, dass ich da höchstens noch hinfahre, um verirrte Deppen vor dem Reichstag zu gewahren, doch ist das auch schon durch, besser als beim letzten Mal wird es kaum noch.

In Laibach war ich einmal kurz, in Zagreb nie, an Belgrad fuhr ich nur vorbei. Gen Istanbul, wo ich mich aus Sicherheitsgründen so bald nicht mehr sehen lassen werde.

Yünnan, wäre die chinesische KP entmachtet, wollte ich aber schon gern mal bereisen. Nicht wegen des Tees. Den machen die Inder und selbst Nepalesen besser. Einfach ob der herrlichen Landschften dort.

Ja, wenn schon Karibik, käme ich gerne mal an die kolumbianische Küste, wo es von tiefem Meere glatt bis auf tausende Meter aufsteigt. Wie nirgend sonst auf dieser unfassbar schönen Welt.

Sotschi gefiele mir auch mal, am Schwarzen Meer war ich noch nie, ebenso diesem zugewandt der Krim, wo sich, sibirisch kalt wird es da in keinem Jahr, prima ein Gläschen Sekt heben lässt, ohne dass einen einer schräg dafür anschaut.

Gäbe es im Iran nicht nur noch Zibeben, besuchte ich auch dieses großartige Land gerne. So aber nicht.

Was wollte ich in Australien? Krokodile wegspachteln?

Spitzbergen hätte da schon eher was. Dort SOLL man eine schwere Büchse tragen, um einen von den allzuvielen ungretanischen Eisbären gegebenefalls legal erschießen zu können. K50 hat was.

Irgendwann werden die Tage wiederkommen, da ich mit der Bahn schlicht nach Würzburg und Stuttgart fahre, das ist kein derartiger Act, derweil gibt es hier schöne Wälder ohne allzuviele Covidioten und durchgeknallte Söderaner, und auf meinem Hof wächst die Zitronenmelisse inzwischen einfach von selbst.

 

 

 

 

 

 

 

Bisher kein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.