4 Antworten auf „Gott in angemessener Stellung“

  1. Deine Verehrung von Bach in Ehren, aber ich glaube, dass „Gott“ kein Kammerdiener von Bach sein will. Ich will es nicht und schließlich bin ich auch göttlich. Übrigens mag ich die Musik von Bach nicht besonders. Sie ist mir zu …lutherisch.

    1. @ Hugin

      Es war ja wohl ersichtlich ein wenig ein Späßle. Eine kleine Provo, wie das heutzutage schnell in der Alltagssprache landen könnte.
      Womit aber im Ernste eben doch angesprochen war, dass ich von Bach bisher mehr Gutes gehört habe als von irgendeinem mir erzählten Gotte, vielleicht sprach halt auch keiner von denen eindringlich genug gleich mit mir oder besser sang mir was vor.

      Du magst natürlich Bachs Musik mögen oder eben nicht besonders. Was an ihr aber zu lutherisch sei, erschließt sich mir in keiner Weise. Ja, Bach war ein lutheranischer Kantor, seine Musik deshalb lutherisch? Wo blüht denn das Barock in seiner ganzen Lebensfreude? Das wäre eines gestrengen engen Mönches?

      Bachs Musik hat mit überhaupt keiner Religion etwas zu tun, außer dass das lutheranische Christentum ihm die Gelegenheit bot, sein Werk voranzubringen.

  2. Ich habe sicher Vorurteile, was das „Lutherische“ betrifft. Es erscheint mir so freudlos.
    Aber das hat mit der Musik von Bach natürlich wenig zu tun. Ich fühle einfach quasi nichts, wenn ich diese Musik höre, im Gegensatz zu den Symphonien von Beethoven zum Beispiel.

    Ja, die Geschichten „von irgendeinem mir erzählten Gotte“ sind nicht sehr erfreulich. Aber man kann ja in sein Innerstes gehen und den Gott darin entdecken. Und der wird so erfreulich sein oder auch nicht, wie man eben in dem eigenen Sein ist.

    Wir sind ja jetzt im Wassermannzeitaltern, deshalb „let the sunshine in“.
    Frohe Weihnachten!

    https://www.youtube.com/watch?v=kjxSCAalsBE&feature=emb_logo

    1. @ Hugin

      Ich schätze Beethoven auch, aber insgesamt kommt er bei mir an Bach nicht ran. Mit am ehesten ran kommen bei mir Chopins Nocturnes, zumal wunderbar eingespielt und unterbrechungslos im Netz zu finden von der grandiosen Brigitte Engerer.

      Auf das Gerede von den Zeitaltern gebe ich nicht mehr viel. Aleister Crowley hat schon über fünfzig Jahre vor den Hippies das neue Zeitalter ausgerufen, und jetzt, über nochmal fünfzig Jahre später, rufen Nimmermüde es immer noch aus. Der jetzige verordnete Wahnsinn dient ihnen dazu noch als Beweis. Womit sie am Ende sogar endlich rechthaben könnten – wie viel dümmer geht es noch? – was mir ja auch selber recht wäre.

      Den Sonnenschein lassen wir natürlich gerade in dieser Jahreszeit rein, wann immer er sich zeigt. Gerade kann ich die kalten Zimmer trotz trüben Tages von außen heizen.

      Weihnachtswärme nennt sich das. Eine der regelhaft wiederkehrenden Irregularitäten (wie etwa umgekehrt die Eisheiligen).

      An Deiner Göttlichkeit, das muss ich noch schamhaft, denn ich hätte das schon zuvor klarstellen müssen, nacherbringen, habe ich mit keiner Silbe je gezweifelt wie auch innerlich nicht. Zum Glück hat die nichts oder wenigstens wenig mit jenen Göttern zu tun.

      In diesem Sinne, danke für den Sonnenschein und gleichfalls Frohe Weihnachten!

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