Frisör mit Coronarmen

Ich traf heute einen Mann, dessen Arme waren ungelogen klar über eins fünfzig lang. Er musste sie anwinkeln, damit die Hände selbst bei seiner Größe von gut zwei Metern nicht auf dem Boden schliffen.

Da er ansonsten nicht aussah wie ein Riesen-Orang-Utan auf zwei Beinen, konnte ich nicht umhin, ihn mit großer Verwunderung anzuschauen, meinen Augen kaum trauend.

„Was glotzen Sie so blöd?“, sagte er zwar nicht direkt in einem feindseligen Tone, aber doch recht deutlich.

„Äh…“

„Nein, ich bin keine seltsame Mutation“, meinte er, „ich will nur weiterhin als Frisör arbeiten können.“

„Aber die dürfen doch wieder arbeiten.“

„Was meinen Sie, wie lange noch man die Kurzarmigen wieder arbeiten lassen wird? Sie glauben wohl auch noch an den Weihnachtsmann. Ich habe mir daher statt einer Penisverlängerung, die Sie vielleicht brauchen mögen, Armverlängerungen machen lassen. Es gab sogar einen Zuschuss von der Berufsgenossenschaft.“

„Äh, achso. Aber…“

„Sie meinen etwa, das sei schwieriger als bei menschlichen Penissen, weil wir keine Penisknochen haben, wie etwa Walrösser? Sie scheinen nicht auf dem Stand der modernen Chirurgie zu sein. Naja, viele kriegen halt nichts mit und lassen sich daher umso weniger einfallen. Schönen Tag noch.“

 

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