Der Deutsche als vorlauter und unhöflicher Grobian

Unsere drei sprachlichen Nahvölker, die Österreicher, Deutschschweizer und Niederländer, haben oft berichtet wie aus meiner Erfahrung uns Deutschen gegenüber sehr verbreitet einen gemeinsamen Vorbehalt: wir seien vorlaute und unhöfliche Grobiane. So holen wir uns dann in Österreich den Piefke, in der Schweiz den Sauschwaben, in den Niederlanden den Moffen ab.

Nun ist es nichts Ungewöhnliches, dass der „Kleinere“ sich vom „Größeren“ zu wenig geachtet, ja gar geringgeschätzt und bevormundet sieht.

Damit sehe ich die Sache aber nicht als erklärt an.

Denn wenn ich mich nach einem Vorsprung an Gelassenheit, Gemütlichkeit und Höflichkeit in diesen unseren sprachlichen Nahvölkern frage, dawider den derben Franken oder hochnäsigen Hamburger halte, den unwirschen Berliner, den mitunter kurz angebundenen grummeligen Schwaben oder direkten Rheinländer, so ist zweifellos was dran, dass wir den anderen zuweilen nicht ohne Grund ziemlich auf die Nerven gehen.

 

 

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