Den graus Heilsglaubsüchtigen zur Sonnwende (II)

Ich nenne zu dem, was im Vorartikel gesagt, bewusst keine Namen. Man findet sie.

Auch will ich kein böses Blut mit den Angesprochenen, denn viele von ihnen sind selbst keine Scharlatane oder gar Schlächter, nur schwer Verirrte.

Sie meinen aber in allem Ernst, man müsse, und das sei der heiligende Plan, die Menschen nur noch mehr foltern, ja deren Folterknechte noch dazu zwingen, damit sie sich ihrer Folter endlich bewusst würden und daher aufstünden, sich derer zu entledigen.

Ich werde für viele wie als ob selbst wahnhaft oder vorsätzlich irreführend in die Luft reden, da ich keine Beispiele bringe, nichts belege. Lache wer will, schaue wer will, prüfe wer will.

Ich hörte dazu sogar die „Umkehr“ des Mao-Spruchs „Bestrafe einen, erziehe Hunderte!“

Nämlich: „Einen verlieren, Hunderte gewinnen!“

Ich glaube nicht an den Teufel. Wäre es so, ich sähe ihn hier mit höchstem Vergnügen am Werke.

Wieso denn derartige Hintergrundsmächte, die selbst die übelsten Folterknechte zur Heilung der Menschheit zu noch schlimmeren Schandtaten antreiben könnten, nicht in der Lage seien, die Dunkelmächte schlicht ins Licht zu stellen, zu offenbaren?

Auf diese Frage erhielt ich folgende Antwort: Der Mensch begreife erst, wenn er sehe. Und das könne, werde er erst, wenn es ihm noch dreckiger gehe.

Was für ein Menschenbild ist das? Wie viel mehr Grausamkeit rechtfertigt sich daraus?

Derlei grause Glaubsüchtige unterschlagen damit die ganze eigentliche Hinaufentwicklung der Menschheit durch großartige Dichtung, Philosophie, erhebende Kunst, Vorbild insgesamt. Wie als ob es nie einen Konfuzius, einen Cicero, einen Cervantes oder Nietzsche, einen Bach, einen Dombaumeister, einen Renoir, eine Hildegard oder sonstjemanden gegeben hätte, der die Menschheit eben nicht über noch mehr Leiden zu mehr Bewusstsein gebracht hätte.

Armselig, verworfen, verdreifelt, grundgefährlich ist jener Glaubsüchtigen Ansatz. Wie als ob man Feuer damit bekämpfen könne, indem man immer noch mehr Öl reinschütte.

Ja, viele Menschen fangen mit dem übergreifenden Denken erst an, wenn es ihnen plötzlich oder nach und nach selber schlechter geht. Der Weg sei also, alle ins Elend zu treiben, auf dass „es“ besser werde? Keine bessere Idee unter der Sonne?

Ich, aber ich mag da ja fast der einzige sein, fing schon ohne eigene Not mit dem Denken an. Und zwar nicht nur, weil ich so viel Not anderer sah. Ich sah vieles im Schrägen und zumal aber auch, wie viele Geschenke mir Vorfahren wie Zeitgenossen gemacht, was mich bis zum heutigen Tage anspornt, nicht nur für mich zu leben.

Die grausen Heilsglaubsüchtigen sind nicht besser als ein Mao. Sie sollten gleich bei einem Klaus Schwab unterschreiben.


Oben die Pflicht.

Meine eigene Sonnwende war bislang sehr erbaulich, mit erfreulichen Nachrichten und guten Gesprächen und Aussichten auf morgen.

Breche ich mir nachher nicht an der Treppe noch das Genack, wird es, zumal mit der verlässlichen Aussicht auf ein köstliches Abendessen, ein sehr schöner Tag gewesen sein.

 

 

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „Den graus Heilsglaubsüchtigen zur Sonnwende (II)“

    1. @ Stefan

      Der Befragte in dem kleinen Clip nennt Fauci als einen wissenschaftlichen Blindgänger, der prinzipiell nicht mit der Gegenseite debattieren will, aber eine Agenda hat. Die weitaus meisten Leute wüssten zudem zwischen Scharlatanen und fähigen Wissenschaftlern leider nicht zu unterscheiden.
      Genau damit das so bleibt debattiert von denen ja gar keiner mal ausführlich.
      Mutatimutata.

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