Dem Nachwuchse X bis Zett (III)

Hast Du genug gelernt, so weißt Du, dass man Dir außer Deinem Wort nicht einmal mehr Dein Lieb wird nehmen können.

Sei sie Dir im Fleische auch genommen, ihr Bild und ihre Rede, ihre Anmut stehen immer vor Dir.

Fürchte Dich nicht vor dem Teufel, den es sowieso nicht gibt. Aber habe Vorsicht vor seinen Jüngern, denn derer gibt es weit mehr und erbarmungsloser als gemeine Polizei.

Sei die Umsicht selbst. Die Übersicht, die Draufsicht.

Und übe die klare Rede. Wo Du je den Mund aufmachst.

Achte auf jedes Wort selbst noch des einfachsten Fuhrknechtes. Um wieviel mehr noch auf jede Silbe Deiner Frau.

Manchmal fließt es einfach nicht. Dann halte schlicht inne. Selbst das „Es“ braucht manchmal Pausen.

Du stehst aber über jedem „Es“. Denn hat kein „Es“ ein Ich und damit auch kein Wort.

Dein Sieg ist, wenn Du über Deinen jüngsten Fang und Fug lachst alswie ein kleines Kind.

Solche Siege werden Dir mehr sein als jedes Geld und sämtliche Ehren.


Die Glaubsüchtigen sind nur vordergründig Deine Feinde. Die sie lenken sind es.

 

 

 

Bisher kein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.