Versuch einer Mutrede

Gastautorin und geschätzte Leserin und Kommentatorin Gigi Lichtaubergh hat mich heute Morgen dahingehend aufgefordert, angehalten, rausgereizt, angespitzt, gekitzelt, losgeschickt, genordet, gestachelt, gepfriemelt, geschäckert, wachgemacht, ermuntert, eingeeimert, losgelassen, angepiekst und auch noch an meiner Ehre wie Eitelkeit und Geltungssucht gepackt, ich möchte doch jetzt, statt meiner ständigen ermüdenden drögen Ranzereien, endlich mal eine satte Mutrede rausbringen.

(Zum Glück muss ich diese Einleitung nicht ins Englische übersetzen.)

Da mir jetzt erstmal nichts mehr einfällt, versuche ich, die Sache sozusagen wissenschaftlich anzugehen. Was macht eine anständige Mutrede aus, eine echte, nicht nur Halbhirne mitnehmende?

Sie sollte nicht überzogen sein, eine aufsteigende Bewegung mit einigen zwischendreinfragenden, verzögernden Momenten aufweisen, mit Witz und Leichtigkeit vorgetragen werden, einprägsam mit klarem roten Faden, nach dem Höhepunkt kurz vor Schluss ein oder zwei tragende, zusammenhängende Sätze bergen, die sie erst richtig haften machen. (Mindestens das.)

Ich versuche jetzt mal, das in etwa zu probieren.

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Allen, die dies hören!

Es ward eine Pest über die Welt gebracht, die gar keine ist, gebracht nur, um euren Verstand und Umgang mit euren Nächsten zu verpesten.

Wer das wozu und wie ins Werk setzte, soll hier nicht Gegenstand der Rede sein, denn das gäbe jenen zuviel an Wichtigkeit und Bedeutung. All das findet ihr selber raus, das ist nicht schwer.

Zunächst solltet ihr zwischen unvernünftiger Angst und echten Gefahren scheiden lernen. Jene wollen nämlich, dass sich das in ihrem Sinne völlig verwischt.

Verheddert und zerspleißt euch nicht. Zergrübelt euch nicht, denkt aber gründlich und genau.

Wann je war denn Weltuntergang? – Glaubt denen nicht, die davon faseln, gleich ob sie selber daran glauben oder das nur zu ihren argen Zwecken tun.

Seid also milde wie hart. Vergebt, aber nicht beliebig und jederzeit umsonst.

Meidet jeden Erlöserglauben. Jeder Glaube dieser Art schwächt euch nur.

Teilt eure Kräfte ein, vergeudet sie nicht.

Umgebt euch mit schönen Dingen. Nehmt euch Zeit für alles Schöne.

Lernt deren Lügen zu zersprechen.

Und wisset, dass ein Heil niemals ausbricht. Heil ist schon da, oder ihr schafft es.

War da mal eine gewaltige Sovietunion? Gab es nicht Mongolenstürme?

Lernt in eurer Zeit überzeitlich zu denken und zu handeln. Ihr, die dies hören und erfassen könnt, seid verantwortlich.

Lasst euch von deren Worthülsen nicht schrecken, noch weniger von deren kranken Bildern und Missklängen. Schaut dem Grauen unbeirrt und gerade ins Gesicht. Das stählt euch.

Was gibt es noch zu sagen?

Stärkt euren Mut.

 

 

 

 

 

 

Bisher 18 Kommentare

18 Antworten auf „Versuch einer Mutrede“

  1. @ Magnus

    „Wann je war denn Weltuntergang?“

    Damit scheint mir nicht die vollständige Zerstörung unseres Planeten Erde gemeint zu sein. Vielmehr könnte damit das Ende eines Zeitalters bzw. der Herrschaftsanspruch einiger weniger in einer bestimmten Zeit gemeint zu sein. Derlei Untergänge scheint es mir nicht wenige gegeben zu haben. Die Bauten und Städte alter Kulturen, sogar unterirdisch, von denen man sich in Bezug auf die Bautechnik heutzutage nicht erklären kann, wie sie das fertig gebracht haben, zeugen doch offensichtlich davon.

    Beim letzten Weltuntergang – Ragnarök – aber möge die Herrschaftsklasse doch bitte vollständig mit untergehen, einfach verschwinden, damit alle anderen Menschen endlich wieder frei werden. Ja, das wünsche ich mir.

    Im Film „Die Zeitmaschine“ findet der Kampf zwischen den Morlocks und den Eloi statt. Verbindet man das mit Ragnarök, sind es aber die Eloi, die untergehen müßten, denn das Wort bedeutet Götter. Wofür halten sich denn jene, die uns derzeit beherrschen, wenn nicht für so etwas wie Götter. Die Morlocks sind im Film die Bösen. In Wahrheit aber bedeutet das Wort bloß Arbeiter, Handwerker, Malocher, das ist die unterjochte Klasse, besser gesagt Gruppierung. In Filmen wird auch oft etwas verwechselt, gerne auch mit Absicht.

    Ich zumindest GLAUBE daran, daß es noch eine „letzte“ Gerechtigkeit gibt. Woran soll man sich denn sonst festhalten, in dieser Welt? Wozu sonst der Kampf, der derzeit geführt wird, egal ob mit Taten oder Worten?

    Weshalb führst du diesen Kampf, wenn du keinen Glauben an die „letzte“ Gerechtigkeit hast, keine Hoffnung darauf, daß sich doch noch alles wieder oder diesmal noch zum Besseren wenden könnte?

    LG

    1. @ Kein Name

      Gut, von wegen Weltuntergang im Sinne ganzer Zeitalter, Kulturen, Herrschaftskasten: Da gab es schon einige, von denen wir wissen, sicherlich auch uns unbekannte. Was nun Technik anlangt, fragt sich bei so manchem immer noch, wie man das früher konnte. Beispielsweise sollen die Römer ein Aquädukt mit 24 Zentimetern Gefälle auf den Kilometer gebaut haben, das genau den erwünschten konstanten Abfluss ergab. Manchmal haben die Riesenrätsel aber auch eine ganz einfache Lösung. So gab es wohl ein Riesenbohei darum, wie die Ägypter ihre Pyramiden haargenau waagrecht hinstellen konnten. Dabei war die Lösung denkbar einfach (unter Steinmetzen sagt man durchaus noch „ins Wasser stellen“, früher mit der Wasserwaage, heute auch mit dem Laser). Die haben das Gelände wahrscheinlich einfach eingeschalt, mit einigen Zentimetern Wasser befüllt, dann Leitpflöcke genau bis zur Oberfläche eingeschlagen (die Erdkrümmung kann man bei diesen Strecken getrost vernachlässigen), Wasser abgelassen, ran ans Werk. Beim alten Geigenbau gibt es wohl auch noch immer ungelöste Fragen bezüglich bestimmter Firnisse, deren Herstellungsprozess man nicht mehr versteht und damit auch deren Qualität nicht mehr hinbekommt. Natürlich ist auch nicht auszuschließen, dass schon technisch insgesamt weiter Entwickelte hierwaren oder auch noch hiersind.

      ‚Weshalb führst du diesen Kampf, wenn du keinen Glauben an die „letzte“ Gerechtigkeit hast, keine Hoffnung darauf, daß sich doch noch alles wieder oder diesmal noch zum Besseren wenden könnte?‘

      Die Pest ging auch vorbei, allerlei religiöse Wahnvorstellungen und aberwitzige Herrschaftssysteme ritten sich irgendwann zutode beziehungsweise wurden von klugen und mutigen Leuten abgeschafft. Ich brauche daher keinen Glauben an eine „letzte“ Gerechtigkeit, um zumindest die Möglichkeit sehen zu können, dass das auch diesmal so kommen könnte. Und aus dieser schwer bestreitbaren Möglichkeit ergibt sich für mich ohne weiteres von selbst die Pflicht, mit allem, was ich leisten kann, darauf zu setzen.

      Viele beziehen da natürlich auch ihre Kraft aus einem starken Glauben, den ich bestimmt niemandem nehmen will. Bei meiner Oma beispielsweise ging ihr christlich geprägter Glaube nie gegen Verstand und Vernunft, sie war eine kleine Frau von ungeheurer Kraft und Tapferkeit und von einem Löwinnenmut, wenn es den brauchte. Allerdings schleichen sich bei vielen Gläubigen auch sehr oft einige typische Fehler ein. Erstens beten sie oft lieber als zu handeln, meinen, damit und durch eine anständige persönliche Lebensführung sei alles getan, der Rest liege bei Gott, den Göttern, dem Schicksal, dem kollektiven Karma, beim Tao undsoweiter. Dann sind viele auch anfällig dafür, nicht nur immer abstruseren Heilsversprechen aufzusitzen, sondern auch noch den entsprechenden diese verkündenden Scharlatanen und Verführern (oder solchen, die zwar selber an ihren eigenen Mist glauben, was ihn aber nicht weniger mistig macht). Also gerne ganz allgemein das „spirituell“ verbrämte Abgeben von Eigenverantwortung (oft steckt nicht nur eine gewisse Hilflosigkeit dahinter, sondern gar sich selbst nicht eingestandene Feigheit, die damit kaschiert wird). Häufig kommen auch sprachliche Taschenspielertricks und glatte Sophistereien als Selbsttäuschungen zur Selbstberuhigung oder gar Selbsterhöhung dazu, etwa, wenn jemand seinen Glauben ernsthaft als Gewissheit verkauft (also nicht, dass gewiss ist, dass er glaubt, sondern dass gewiss sei, was er glaubt). Dann kommen noch Fluchten in „reinigende“ Ersatzhandlungen, wie etwa den Veganismus, „Meditieren“ (mit oder ohne Drogen) bis hin zum Hören von Stimmen, ja leitenden Visionen und dem vermeintlichen Eintreten in Hyperbewusstseinsräume. Manche versuchen ja, selbst ihre Hunde und Katzen zum Veganismus zu bekehren (tun die Sache selbst ihren kleinen Kindern an), wundern sich dann vielleicht, weshalb die armen Tierchen immer kränker werden, endlich draufgehen, aber nur für einen Moment, denn das war dann wohl deren Karma oder sowas.

      Ich werde jetzt noch Gigi kurz antworten, überlasse dann erstmal das Feld, denn eine (zumindest für mich) lustige Anekdote, wie mich erst vor ein paar Tagen wieder ein Schlaumeier in Sachen Glauben reinlegen wollte (was er sicherlich gar nicht so sehen wird), die hebe ich mir erstmal für später auf.

      LG

  2. @ Magnus
    @ Kein Name

    Endlich eine kraftvolle Diskussion. Endlich klare Aussagen, klar mit Paroli drauf, und nun weiter, ohne Ängstlichkeit. Genau mit diesen Aussagen und deren Hinterfragung kommen wir dahin, es im Wortspiel herauszukristallisieren, was ist, und vor allem, WAS wir tun können. Warum wir es tun, und zu welchem Zweck. Wo ist unser Ziel? Benennen wir es, und damit ist es schon in die Welt gesetzt:

    Es siege die schöpferische Heilkraft.
    Es siege der bessere Gott im Universum.
    Es siege der heidnische Gott Wodan.
    Er sah uns immer auf gleicher Augenhöhe an !
    Er verlangte nie krumme Rücken, Er freute sich über unsere echte, heidnische Heiterkeit ! Es siege die kraftvolle Gerechtigkeit und es gehe die echte Liebe aus diesem Chaos hervor !

    1. @ Gigi

      Das mit dem besseren Gott im Universum, der siegen möge, finde ich einen lustigen Ansatz.
      Müsste ich mich aus dem bekannten Angebot für einen entscheiden, wäre es für mich zweifellos ebenfalls Wodan.
      Zu den von Dir genannten Gründen will ich für mich noch anfügen, dass Wodan auch ein Gott des Erkennens und der Wissenschaft ist, zumal, wenn man ihn im Zusammenhang mit dem altgermanischen Futhark, einem mehrstufigen kosmologischen System, wie ich noch kein vergleichbares gefunden, sieht. Du weißt ja inzwischen, was Gerd Heß dazu ausgegraben hat. Das wird noch längst nicht alles sein. Sollte mich mal wieder mehr mit den Runen befassen.

      LG

  3. @ Magnus

    Ja danke Magnus, für die Schützenhilfe an Wodan.
    Bitte sag doch Oding, nicht Futhark. Weil die Runen
    ja von rechts gelesen werden, wie Du von Gerd Heß weißt.
    Seine Ausführungen hier im Runenartikel sind einsehbar.

    @ Kein Name

    Der Wunsch nach „letzter“ Gerechtigkeit benennt die Beobachtung, dass diese Verursacher der Weltkatastrophen endlich abhauen sollen, denn immer wieder haben sie es geschafft, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, während sie dahinter in aller Ruhe ihre verderbten Machenschaften anzettelten, ausführten und nichts als verbrannte Erde mit Haufen von Leichen oder auch noch abgetrennten Köpfen hinterließen. Die Frage: Wer steckt hinter diesen ganzen, scheinbar zufälligen Katastrophen und politischem Elend – und vor allem dem Raub der kreativen Kraft im Menschen zugunsten eines Systems, das Kinder, Liebe, echte Kunst, Natur, Naturmedizin, Lebensfreude und Urkraft im Urvertrauen frisst und nichts als System und Systemkonformität und Feinde dieses Systems hinterlässt ?

    Es gibt nur zwei Gruppen. Systemlinge und Systemgegner.
    Es gibt nur eine Hand voll Parteien in den Ländern, und diese gibt es weltweit – in den sog. Demokratien. Ist denen auch nichts anderes eingefallen ? Oder ist da etwa eine Steuerung im Hintergrund – eine Systemsteuerung ?

    Genau diese Strukturen gilt es zu hinterfragen und das Ziel ist es, diese Hintergrundmacht ein für alle Mal auszuschalten. Ende. Stöpsel raus und Ruhe unter der Sonne ! Endlich wieder blauer Himmel, googlefreier Bildschirm, mohrhuhnfreie Freizeit, reines Wasser, ursprüngliches Afrika, Treffen am Abend mit den Nachbarn, weil die Filme im TV sowieso nur Werbefilme für Ideologien und letztlich Programmierung, Hypnotisierung und Verblödung sind. Das echte Leben wieder zelebrieren und erkennen, dass die passive, regungslose Freizeit ein Betrug am Leben ist.

    So weit mein Beitrag zur Betrachtung unserer aufgeworfenen Themen.

    LG Gigi

    1. @ Gigi

      Ja, ich hätte es wohl zumindest gleichberechtigt erwähnen sollen, das „Oding“. „Futhark“ ist einfach noch geläufiger, wenigstens ist das Wort immer noch weitaus mehr Leuten bekannt. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass das Oding oder eben Futhark beidläufig von rechts nach links wie umgekehrt gelesen werden kann beziehungsweise zu betrachten ist. Wie jeder Kreis.

  4. @ Magnus

    Watt geht ab? Einerseits fühle ich schon ein „Ja“ aber doch nicht so hinkend verschwurbelt und ich meine nicht dich. Die Zeit ist das Kostbarste, irgendwelche wortreichen Vorstellungen des Universums auf Poesie-Alben-Niveau sind doch, ehrlich gesagt, nicht des Lesens wert.

    Dunkle Kräft im Universum also und nicht beschnittene, gelenkte Amokläufer. Verstehe.

    Bin angewidert

  5. @ Magnus

    Kennst du eigentlich einen Sette ? Bin mit ihm auf der Montagsdemo ins Gespräch gekommen und irgendwie hab ich dich erwähnt. „Meinst du den Magnus Göller der immer im Brett gehockt ist?“ „Das weiss ich jetzt nicht“ „Also wenn es der ist, den ich meine, der ist schon ganz patent aber ein wenig crazy ist der schon auch“

    Ich denke mal, der meint einen anderen Magnus Göller

  6. @ Magnus

    Gerade habe ich auf Facebook diese Frage gestellt und viele „likes“ bekommen, aber keine schlüssige Antwort. Kannst du weiterhelfen ? Was sprechen die Runen?

    Hier nun die Frage meinige:

    „Kennt wer noch den weichen Schanker? Hat gerade angerufen aber ich vermute einen Enkeltrick“

    1. @ Erika

      Antwort gleich auf Deine drei schrägen nächtlichen Kommentare.

      Auf den ersten gibt es gar nichts zu sagen.

      Zum zweiten kannst Du jenen „Sette“ mal fragen, wie viele Magnusse Göllers er wohl im Brett (zur Erklärung für alle: Das war als Jugendlicher und viel später wieder über Jahre mein Stuttgarter Stammlokal, womit Verwechslung erst recht ausgeschlossen) immer rumhocken gesehen haben könnte. Hast Du seinen Spitznamen (den in der Altstadt viele kennen, ein illustrer Vogel, ich auch seinen Klarnamen) hier ohne seine Zustimmung für Deine schäbige Ansage benutzt, so fällt das auch auf Dich. Andernfalls fällt es auf Euch beide.

      Zum dritten gibt es in dieser Form auch nichts zu sagen.

      Als Viertes: Derlei Reinranzerei von Dir, ohne jeden sinnigen inhaltlichen Beitrag, lösche ich künftighin einfach. Sowas braucht hier niemand.

      Als Fünftes: Du hast hier oft gute Beiträge eingebracht. Auch sehr scharfe und kritische, womit ich kein Problem habe. Wäre schön, Du besännest Dich wieder darauf.

      Als Sechstes: Ich kenne Deinen Klarnamen ebenso wie jenen jenes „Sette“. Unter „Erika Walter“ kommst Du hier ab jetzt gar nicht mehr unter. Unter diesem falschem Namen genug falsch gespielt. Gib Dir wenigstens die Mühe, einen neuen falschen aufzubauen. (Ich werde über kurz oder lang so oder so merken, dass Du es bist. Du hast nicht das Format, mich da auf Dauer zu täuschen. Viel zu viel an Deinem Stil verriete Dich bald. Eh feige, was Du tust, jetzt gar arglistig. Mir aber egal. Bringst Du wieder gute Beiträge und benimmst Dich, kannst Du dich das nächste Mal auch Augustine Vogelmann nennen.)

      1. @ Alle

        Man möge sich von den Eingaben einer „Erika Walter“ und meiner Antwort dazu nicht von der Sache wegführen lassen. Es schien mir schlicht notwendig, auch das hier zu zeigen und entsprechend abzuhandeln.

  7. @ Gnubär

    Hier eine Rede an den unsichtbaren Gnubär, der hier liest.
    Wundere Dich nicht über die eigenartigen Gepflogenheiten
    der Menschen. Das Internet ist teils gut und teils abgefeimt.
    Das macht nicht das Internet, sondern das machen die,
    welche es bedienen. Anfangs schon wurde den braven
    Forschern einer Firma das Programm abgeknöpft und
    ein bis zwei mit Namen eigneten es sich an, um sich feiern
    zu lassen. So fing schon der Betrug an. Der Betrüger gab
    auch noch einen Virus in Auftrag, damit die Antivirenprogramme
    auch noch Geld und Geschäft bringen. Doch ein Virus allein
    war zu wenig, und dann kam der Love Letter. Wer das anklickte,
    dem fraß das Unding seine Nuller und Einser weg, dass es
    unheimlich war.

    Tja und so geht das, seit es das Internet gibt. Also lass es dir
    nicht verdrießen, es ist nur eine temporäre Spielerei, die sich
    bald überlebt haben wird, und die Menschen werden wieder
    selbst leben, anstatt sich leben und betrügen lassen, denn hier
    kann sich ein Männlein als Weiblein ausgeben, ganz ungeniert.

    Manchmal sogar zum Guten. Denn es wird im Internet auch
    ganz ehrlich nach der Wahrheit gesucht und diese auch
    verbreitet.

    Das war meine Rede an den Gnubär, und er wird es schon lesen
    und auch seine Schlüsse daraus ziehen.

    Ahoi, ich bin dann mal weg…..

    1. @ Gigi

      Vielleicht warst Du es mit Deinem Gnubären, vielleicht schwindele ich mir daranentlang auch nur wenig elegant was vor, um eben, eifersüchtig auf Deinen Geliebten, nach einem durchaus schmackhaften, aber recht rusktialschwäbischen Mittagessen, Ermunterung zur Bereitung einiger kleiner Spezereien zur Wahlparty mir nicht nur vorzustellen, sondern auch schon zum Durchziehen angerichtet zu haben.
      Denn hatte ich mir eigentlich vorgenommen, zwischen Mitternacht und Einse brav ins Bett zu gehen, bis morgen nichts mitzubekommen, zuvor noch etwas Onlineschach zu spielen, darin wie immer garantiert meine gravierenden geistigen Unzulänglichkeiten zu erkennen, dann etwas Selbstmitleiden wirken zu lassen, einen dummen Film obendrauf, ein Restglas Roten, mich schließlich in meinem Endflach zu vergraben, um in demselben dann dem vermutlich zu Mittag immer noch nicht feststehenden Ergebnis entgegendämmern zu können.
      Ich habe jetzt also zwei leckere selbstgebackene Bioweizenbrötchen zum Nachaufbacken, beste Butter, Tzatziki, zwar schon von gestern, einen kleinen Maissalat mit Schalotte und vortrefflichem selbstgemachtem Blutorangenessig in Sonnenblumenöl und Pfeffermischung bei bestem ungarischem Paprika, einen Miesmuschelsalat mit der anderen Hälfte der Schalotte und frischer roter Paprika, dabei ein kleines Käsetellerchen und Chorizostreifchen, Bruschetta und eine fette gute Knoblauchzehe, wozu ich dann wohl auch noch rohe Zwiebel aufschneiden werde.
      Weins steht natürlich parat genung, nicht der beste, aber guter, aus Spanien der rote, aus Franken weißer. Und habe ich selbst aus Deinem wunderschönen Heimatlande noch einen vortrefflichen Haselnusslikör, gegen welchen niemals was einzuwenden ist.

      Ich denke, ich habe im Keller sogar (eigentlich nur für gastliche Anlässe) noch eine Flasche sehr guten Sektes, die ich aber nur öffnen werde, also wahrscheinlich nicht, sollte Donald John Trump schon zum Wahlsieger erklärt worden sein, bevor bei mir trotz aller Anstrengungen die Lichter ausgehen.

      Holdrio und Ahoi!

      Grüße Deinen Gnubären von mir!

  8. @ Magnus

    Ich kenne Sette von Facebook und habe mich mit ihm vor zwei Wochen zur Montagsdemo verabredet (Nicht unbedingt als Demonstranten, es gab noch einen anderen Grund).

    Ich hatte dort Zitate von dir geschrieben und er sprach mich auf dich an. Das war’s dann auch schon. Um zu wissen, ob er die Wahrheit sagt, habe ich dich nach ihm gefragt.

    Ja, ich habe teilweise Stuss rein gesetzt. War wohl ein wenig benebelt…

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