Rohrbach ist nicht Söderstan

Ich erfahre von verschiedensten Seiten, wie sehr die so von keinem erwartete perverse Lügerei dieses Jahres auch ansonsten durchaus gewetterte Leute fast oder mitunter, manchmal für sie erst nicht merklich, tatsächlich krank macht.

Nun sitze ich darob auch nicht gerade auf einem bequemen Sessel, allzumal ich mich verpflichtet sehe, alles mir Mögliche dawider in die Waagschale zu werfen, und doch rede ich mir zuwenigst ein, ich sei in dieser Lage besser dran als die meisten, indem es bei mir bald fünfunddreißig Jahre, dass ich wesentliche Grundzüge des jetzt eskalierten Lugentums erkannt, widersprechend auch schon so lange mit den Folgen lebte.

Viele, die nicht einmal persönlich über ihre Kinder oder Alten oder geschäftlich, einfach so gefühls- und erkenntnismäßig betroffen, müssen sich sehr anstrengen, noch zu sich zu kommen.

Wer für seine und die anderer Freiheiten eintritt, ist auf einmal ein „Nazi“. Zumindest ein gefährlicher „Covidiot“.

Menschen, die sich nie vorstellen konnten, einmal in dieser Weise drangsaliert, bedroht, verleumdet und gedemütigt zu werden, müssen jeden Tag damit ringen, ihre Fassung zu bewahren.

Erfreulich aber dabei, wie viele gestandene Frauen durchhalten, sich nicht einschüchtern lassen. Oft sind sie gar in der Mehrzahl.

Von der Jugend, mit rühmlichen Ausnahmen natürlich, sieht man bislang leider nicht viel.  Bedenklich und traurig ist das.

Immerhin, in meinem Dorf sehe ich nach wie vor keinen mit Maske. Außer am Bus, oder mag der, den ich vor zwei Wochen notlos damit sahe, ein reingeschmeckter Dummfrankfurter oder Hamburger gewesen sein. Söderstan ist in Bayern nicht überall.

Die tapferen Rohrbacher haben derweil vor ein paar Tagen am Dorfbrunnen einen wirklich stattlichen, wunderschönen Weihnachtsbaum aufgestellt, einen größeren habe ich hier noch nie gesehen.

Der steht. Keiner hier stellt einfach was hin, das ein Kind erschlagen könnte.

Vielleicht stelle ich in das besondere Fensterchen zur Straße hin, allwo früher ein Marienbildnis, dieses Jahr eines meiner schönsten Wurzelhölzer mit Weihnachtsillumination. Achwas, dieses Jahr muss das sein.

Man kennt mich, weiß, dass ich kein Christ bin, wird dies Zeichen daher heuer umso besser verstehen.

 

 

 

 

 

 

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