„Niemand mehr muss etwas glauben“

Vor ein paar Tagen sollte ich entsprechend einer an alle gestellten Frage Auskunft geben, wie ich mir eine bessere Welt vorstellte.

Ich fing an loszuquatschen, die beiden anderen Herren im Auto lachten schon nach fünf oder sieben Sekunden, knapper und elementarer, nicht gleich über Minuten sei eine Antwort zu geben.

Inzwischen habe ich diese Niederlage einigermaßen überwunden und immerhin einen Ansatz, der in wenige Worte passt.

„Niemand mehr muss etwas glauben.“

Das sind acht Silben, und manche werden den Sinn der Sache in deutlich unter einer Minute erfassen. (Ja, das „et“ vor dem „was“ hätte ich weglassen können. Allzuviele haben aber Angst vor der Sieben. Und steht die Acht sauber in der Fibonacci-Reihe, also dem Goldenen Schnitt, zudem hole ich die Chinesen so besser ab.)

„Keiner glaubt mehr“ wäre um die Hälfte knapper, aber um weit mehr als das Doppelte unrealistischer als der obige Achtsilber.

Deshalb verwarf ich diesen schönen Satz.


Nachtrag

Der Pfaffe wird sagen: „Schauet, ihr Kinderlein, Gott verlangt von euch nicht, dass ihr glauben sollt, er lädt euch nur sanft dazu ein, er ist so lieb und großzügig, dass ihr glauben dürft!“

 

 

 

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