Jürgen Elsässers Vergleich Julius Cäsars mit Donald Trump absolut haarsträubend

Gestern kam bei mir das neue Dezemberheft des Compact-Magazins ins Haus, und es zog mir beim Lesen des Editorials von Chefredakteur Elsässer schier die Socken aus. (Dass ich diese harsche Kritik jetzt übe, hat nichts mit den persönlichen Unstimmigkeiten zu tun, die ich zu Anfang des Jahres mit Elsässer hatte. Das mag man mir nun glauben oder auch nicht.)

Ohne lange nachschlagen zu müssen (ich las die letzten Jahre Cäsars „Der gallische Krieg“ zwei Mal, dazu jede Menge Cicero, Überliefertes und Kommentare zu den Vorgängen gegen Ende der Römischen Republik), fand ich in dem Artikel von einer knappen Heftseite ad hoc derart viele hanebüchene Verdrehungen und Geschichtsklitterungen, dass ich gestern nur eine Stichwortliste verfasste, mich heute in Ruhe an die Sache zu machen, die mir wahrlich eher Pflicht und Last als irgendein Vergnügen ist.

Da ich nun aber praktisch den ganzen Artikel hier einstellen müsste, um ihn entsprechend zu „würdigen“, oder ihn in indirekter und veränderter Rede mehr oder weniger nacherzählen, was im einen Falle urheberrechtlich klar unzulässig, im anderen immer noch schwierig, habe ich mich eben entschlossen, vorläufig jedem, der kein Abo hat, den Kauf des Heftes am Kiosk zu empfehlen, daselbst wenigstens diese eine Seite zu lesen (was der Rest des Heftes wert ist, kann ich nicht sagen, über diese Seite kam ich bislang nicht hinaus).

In ein paar Tagen dann habe ich vor, auf Einzelheiten einzugehen. Die Liste der Verdrehungen, völligen Fehlinterpretationen und falschen Vergleiche hat für einen Artikel solcher Länge einen wirklich erstaunlichen Umfang.

Ich weiß, dass dies ein ungewöhnliches Vorgehen ist, ich habe derlei auch noch nie gemacht.

Die Sache hat aus meiner Sicht aber gerade in dieser Zeit und bei dem Einfluss, den Elsässer in patriotischen Kreisen hat, ein derartiges Gewicht, dass ich sie meine nicht übergehen zu dürfen.

SO geht es nicht, Herr Elsässer.

DAS nützt nicht.

DAS schadet nur.

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