Opferstatusseich für solche?

Es fängt schon an damit, dass man für Typen wie Spahn, Lauterbach und Drosten eine Art Opferrolle zusammenbastelt. Das seien ja eigentlich bemitleidenswerte Wesen, wie sonst hätten sie derlei tun können, sagen ausgerechnet Leute, die ansonsten klar gegen die von diesen erbarmungslos angesetzten Sauereien stehen.

Dabei haben die sich alle an der Angstmache bereichert, groß nach vorn gestellt, skrupellos dazugetan, Millionen in Not zu stürzen.

Irgendwie habe man die wohl dazu gezwungen, hätten die sich halt darein verstrickt, die Armen.

Dabei müssten wenigstens die beiden Mediziner von denen, inzwischen auch der Bankkaufmann, durchaus wissen, wie man sich glaubwürdig krankmeldet, egal mit welchen Leichen im Keller, die zumal jetzt niemand so leicht gegen sie rausholen wird.

Bullshit. Man hinge die jetzt nicht erbarmungslos hin oder brächte sie für Nichtmehrspuren gar um. Beides kann man gerade gar nicht gebrauchen.

„Ja, Herr Richter, ich habe viel Unrechtes getan, jetzt weiß ich’s, bereue auch sehr, ich war nunmal dabei, aber ich habe eine Profilneurose, schon von klein auf, die musste ich kompensieren, also trifft mich keine Schuld. Man hat mich damit getriggert ohne Ende, also trifft mich keine Schuld.“

Man stelle sich mal vor, so träte ein gewöhnlicher Betrüger vor Gericht, der es gerade mal auf eine halbe Million gebracht hat, nicht etwa Summen wie ein Uli Hoeneß. Keine Chance mit derlei Geseier.

Der Opferstatusseich ist jetzt sogar in Hirne gedrungen, die diesen Lug ansonsten erkannt zu haben vermeinen.

Mental rollen viele von derlei Leuten unbewusst schon fast den Roten Teppich aus, indem sie nie wirklich für irgendwas selbst verantwortlich waren, ein bisschen Büßergewand, ein paar Tränen und Kindheitsgeschichten, und schon sind sie so gut wie aus dem Schneider.

Nicht mit mir.

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