Coronaaustrieb auf Usedom

Da ich zum Coronawahn trotz aller sichtbaren bisherigen Gewinner immer noch nicht verstanden habe, was das eigentlich treibt, wieso sich Politiker weltweit damit selbst in Geiselhaft genommen haben, muss ich entweder dumm sein oder schlicht etwas nicht verstanden haben.

Jedenfalls begehrten gegen den Wahn nicht einmal Trump oder Putin offen auf, von unserer feigschlunzigen AfD mal ganz zu schweigen. Fast bin ich schon dazu bereit, ein außerirdisches Einwirken in Betracht zu ziehen, denn wie, zum Teufel, hat eine Seite so schnell sämtliche Schwarzen Logen und den ganzen Rest auf diesen einen Schwachsinnsnenner gebracht? Australien wieder zu einer Gefängnisinsel gemacht?

Manche Politiker wirken wie hypnotisiert, wie als ob man ihnen Wunderlanddrogen gäbe, wie als ob der ganze Lug und die daraufgebaute schlimme Krise für sie Nektar und Ambrosia, ja Lebenselixir wären.

Egal wie wirr und schädlich ihre „Maßnahmen“, sie gockeln damit durch die Gegend alswie von Blindfischen erfolgreich gezeugte Pfauen, merken nicht, wie sie sich am Ende selbst entrechtet haben werden, kommt die Menschheit eben doch wieder zu sich.

Augen zu und durch. Tunnelblick. Man macht alles verreckt und grinst dazu noch in die Kamera, wenn man sich gerade nicht warnend ernst gibt. Was für eine Droge ist das? Oder haben die schon eine Art „Interface“ in der Rübe?

Horrorfilme interessieren mich ansonsten so gut wie nicht, also tumb und effekthascherisch, ohne echte Spannung sie nunmal fast immer sind. Monster, Mutanten, Abartige, da habe ich schon nach zwanzig Sekunden Langeweile.

Jetzt aber ist der Film echt. Die Monster, Mutanten und Abartigen tragen Krawatten und spielen leider nicht nur Regierung. Merken dabei anscheinend zu großen Teilen nicht einmal, an was sie zu Werke. (Um das klarzustellen: Für Strafmilderung müssen deren Anwälte nachweisen, dass die vorgeblichen Verbrecher arglistig gehirngewaschen und gezielt vergiftet wurden. Das mag in entsprechenden Fällen Gefängnis ersparen.)

Ich bin kein Psychiater, Lehrer reicht mir schon, ist insgesamt eh nützlicher und besser, womit mir auch nicht die Last zufallen kann, solche Leute kassenabrechnungsfähig zu behandeln. Sollten allerdings hundert Betroffene eine Unterrichtseinheit von mir haben wollen, jeder zehn lumpige Taler, einfache Stelltafel, und ich ritze die Sache selbst auf Usedom im Sonderhotel gleich für die ganze Bande.

Ich bin schon wieder zu billig. Das war schon immer mein Problem. Lieber von jedem einen Tausi nehmen, mit Rückzahlungsgarantie bei Nichtgefallen. Vielleicht horcht man dann auch besser hin.

Wären es doch nur Kinder in einem lustigen Spiele! Zwölfjährige, denen man den Überschlag und das Prozentrechnen beibringen könnte! Sechzehnjährige, mit denen man schon ernsthaft über mittelschwere Texte reden könnte!

Ich habe etwa 200 000 Geisteskrankheiten hinter mir, immer noch etwa so viele, hoffentlich noch weiterhin mindestens so viele, nur war bislang, ich setze auf ewig, Magnus in vorsätzlichem Glücke, keine dabei, die darauf eingesüdet, möglichst viele Leute über Lügen und Zwangsmaßnahmen ins Elend zu stürzen.

Von daher wird da der Weg des Lehrers hart. Die werden in gewissem Sinne zurecht sagen können, ich wisse nicht, wovon ich spreche. Das war aber auch schon so, als Legastheniker zu mir kamen wie auch Kinder mit einer sogenannten Dyskalkulie. Hatte ich beides nie und konnte doch helfen.

„Erwachsene“ sind erfahrungsgemäß sowieso pflegeleichter. Es pubertiert nicht mehr jeder rum wie blöd, oder denkt schon daran, wie er das später machen wolle. Bei denen aber muss ich als gewetterter Profi mit jedem Ausraster rechnen. Zumal die schon Angst vor ihren Weibern oder Männern haben werden, wenn sie zuhause Bericht vom Seminar erstatten müssen. Das setzt dem Unterrichtsgeschehen eine zusätzliche schwierige Note.

In dem Fall, das hatte ich auch noch nie, denn Kinder sind im allgemeinen gut ansprechbar, muss ich selbst mit Nervenzusammenbrüchen nach einer halben Stunde rechnen, ja womöglich angedrohten tätlichen Übergriffen, wenn es bei ein paar von den Schülern einfach den Stichling raushaut.

Vielleicht sollte ich aus dem Schulgeld zumindest einen Rettungssanitäter beiziehen, meinen „Security Guard“ mache ich dann schon selber, denn ich vertraue da meinem Karma, allzumal, wenn ich zu erwachsenen Retardierten spreche, die nicht einmal eine Kelle von einer Schelle zu scheiden wissen.

Ich weiß auch schon, wie ich meinen Vortrag beginnen werde. Zunächst auf leisen Sohlen, dann aber gleich voller Lehrbos.

„Es gab einmal eine Zeit, da man schon an Grundschulen das Rechnen lernte.“

Da fallen dann schon die ersten Schmerzphone auf die Tische Spartas, die ich den Schülern vorsorglich nicht verboten, damit das jetzt jeder hört. Unterrichtseinführung ist fast alles, und je blöder die Schüler, um desto mehr.

Dann fange ich mit dem Rechnen an, komme erst hernach listig aufs Lesen, und ob einer je schon Sinniges geschrieben habe, das mag gemäß Verlauf folgen. (Man darf sich bei derlei Unterrichten im vorhinein selbst nicht zu sehr festlegen. Man muss zuweilen auch Züge weiterfahren lassen, mit deren Wucht man nicht gerechnet hatte.)

Selbstredend wird das ein Härtetest. Einhundert mehr oder weniger irgendwo Abiturierten oder wenigstens Bankkaufleuten in hohen Posten in neunzig Minuten die Grundideen von Lesen, Schreiben und Rechnen beizuklickern, das macht man nicht jeden Tag.

Vielleicht wende ich sogar Vortricks an. Etwa, dass keiner mit Krawatte reinkommt. Ganz einfach, weil ich Kehlenbeengte nicht für unterrichtsfähig ansehe.

Nein, man darf den Schülern nicht gleich ein derartig klares Brett geben. Sei es noch so vorsorglich: Derlei Demütigung von Schülern geht nicht.

Sowieso werden wir auf Usedom eine riesige Sonnenterrasse haben, mit Blick auf die stille See, allwo bei einer sanften Brise alle bei beliebigen Getränken meinen bis ans Banalste gehenden Ausführungen lauschen werden, teleportiert in die wundersame Welt des Grundrechnens und eigenen Anlesens, ohne dass zunächst einer oder eine was merkt. (Bei Erwachsenen darf man nicht so schnell rauslassen, was man ihnen beibringen will und warum und wozu. Kinder sind da liberaler.)

Die kleinen folgenden Aufstände sollte ich sodann leicht und lachend niederschlagen können. Es werden vermutlich gleich einige halbverlogen ansagen, sie wollten sich künftighin sogar im Lesen mehr anstrengen.

 

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