Ist Jens Spahn ein Genie kosmischer Dimension?

Schloss Neuspahnstein, das zuvor dem Statthalter unseres Großen Bruders als „Grenell Palace“ gehört haben soll, ist jetzt angeblich endlich unserem Gesundheitsminister und seinem Gatten überlassen, Gerüchte gehen, es sei auch ein angemessener Preis dafür gezahlt worden, in einer Höhe, die laut Spahns Anwälten, voll  im Abmahnspace, nicht genannt werden darf.

Nun räumte ja gerade eine eingeräumte stattliche Summe zwar nicht die Frage nach der Finanzierung der Sache aus, aber doch weitgehend den Verdacht, der ehemalige US-Statthalter habe einem Zögling in Erwartung von Gegenleistungen, vielleicht gar als künftiger Kanzler, da einen seltsamen Sonderpreis gemacht. Also ist nicht so recht zu verstehen, weshalb der neue Schlossherr um eine Zahl, die eh jeder schon kennt, einen derartigen Terz macht.

Hat der wegen Corona Kühlflüssigkeit gesoffen, oder Holzsprit, gallonenweise? Woher nimmt dieser Mann eine derartige Hybris? Warum hat der offenkundig keinen Anwalt, der ihm klargemacht, wie grandios er mit der ganzen Sache auch juristisch auf die Nase fallen könnte, ja wahrscheinlich werde, der Spott dann zum Schaden nicht fehlen? Dass er damit Fragen nach der Finanzierung ja geradezu befeuere? Sind diese Anwälte alle Spinner und Stümper und Lumpen und verantwortungslose, geldgeile Arschkriecher, denen Spahn im Grunde egal?

Vielleicht hat man den Jensi auch einfach reingelegt, wer auch immer, warum auch immer. Hat ihn auf diesen speziellen seinen Egotrip erst geschickt, damit er sich damit selbst erledigt? – Immerhin eine nette kleine Verschwörungstheorie, die alles leicht erklärte.

So oder so, die ganze Sache stinkt gewaltig. Und zwar gleich wie viel Spahn eine Puppe, ein eitler Trottel, größenspahnsinnig, ein abgehobener Narziss made by Bilderberg, zutiefst beleidigt, weil nicht alle ihn lieben, ob er heimlich in jenen Grenell verknallt, oder gar die Kanzlerin, was sein Gatte nimals rausfinden darf, denn der, nicht blöd, hat einen sehr scharfen Ehevertrag aufgesetzt, womit das eine Art Ablenkungsstrategem, eine Finte, die Eröffnung eines Nebenkriegsschauplatzes zu diesem hehren Behuf.

Immerhin hat der wackere Streiter für Persönlichkeitsrechte als gelernter Bankkaufmann logischerweise auch gelernt, wie man Banken kauft. Vielleicht will er ab nächstem Jahr nur noch Banken kaufen, als erste jene, bei denen er in der Kreide stehen könnte, denn so macht man das. Und braucht dafür eben auch ein Schloss, wenigstens eine großzügige Stadtvilla, denn ein gewisses Niveau und Ambiente wird von Bankenverkäufern schon erwartet.

Ich gönne ihm derweil sein Neuspahnstein, auch, dass er nicht nur seinen Mann zuhause ohne Maske sehen darf, sondern (er muss schon noch auf den Kini Söder aufpassen, der ihm sonst womöglich noch altbayerisch dazwischengrätscht) zudem bis zu fünf Bankenverkäufer. Normalerweise reicht das, um gute Deals einzufädeln.

Vielleicht ist Spahn auch ein von allen unterschätzter Medienhoudini, ein moderner Fantomas, ein James Bond und eine Mata Hari der Hinterzimmer, der Mann der Millionen Masken, ein politischer Feldherr, wie man ihn einfach nicht mehr für möglich hält, ein planerisches Genie sui generis, ein intergalaktischer Großvisionär, im 5G-Schach immer über dreißig Züge voraus, weswegen der schlaue Fuchs, scheinbar stets am seidenen Faden hangend, am Ende alle ausfoppt.

 

 

 

 

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