Botcrushers

Ich stehe inzwischen mit einigen großen Firmen, die entlang meines Drehbuches den Blockbuster „Botcrushers“ in die Sehwelt bringen wollen, in ernsthaften Verhandlungen.

Ich darf natürlich noch keine Details erzählen, aber es geht im Grunde darum, wie eine Sondereinheit schädliche Bots plattmacht, und zwar erbarmungslos.

Da wir zu Vermarktungszwecken, außer dem zwingenden Aufwand für bislang nicht gewahrte Computeranimationen, auch einige bekannte Schauspieler als Halbhybriden werden einbauen müssen, wird die Produktion, selbst wenn ich mich mit lediglich zwanzig Prozent des Gesamtumsatzes begnügen sollte, wohl kaum viel unter 200 Millionen Dollar in Trumpzeit kosten, da ist man sich von linksextrem bis gemäßigt konservativ ziemlich eins.

Die Linken ködern mich derweil mit den höheren Angeboten, wollte ich alle Botjäger zu heldenhaften Transen und Antifanten machen, während die anderen in solchem Sinne nur „kleine“ Änderungen wünschen (die tun so wie als ob, oder haben tatsächlich nicht genug Knete), und nur ein randständiges Hungerlabel von selbst bekehrten Althippies will, ich dürfe von den Einnahmen dabei nur soviel bekommen als jeder von den fünf Komparsen, die Sache wie eingesandt halten.

Ich werde daher wohl einen Vertrag mit den Linken abschließen. Mir doch scheißegal, wie die das Drehbuch vergeigen. Und damit ihren eigenen Laden.

Welches Gift ich da für sie eingebaut habe, das werden die zu spät merken. Meine Millionen habe ich vorher.

 

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