Von der Abrippgrippe, der Rippgrippe oder Rippgripp‘

Vor einigen Tagen wurde ich von einem alten Kumpel sozusagen beauftragt, einen besseren deutschen Begriff für „Corona“ beziehungsweise „Covid 19“ zu finden.

Es hat noch nicht gefunkt, also rätseln wir mal gemeinsam. Das muss jetzt sein, denn eben kam mir folgende angelsächsische Lösung vor die Flinte, die ich wohl schon irgendwann mal gehört hatte, aber daran vorübergegangen war: Es ist die „Wuflu“. Ganz einfach zusammengezogen aus „Wuhan“ und „flu“, also dem Kurzwort aus „influenza“, vulgo Grippe. Hut ab.

Das jetzt einfach zu übernehmen, wird mein Spezi sicherlich nicht durchgehen lassen. Vielleicht noch das „Wu“, aber nicht das „flu“ dazu. Er wiese sofort darauf hin, dass man im Deutschen zwar zur Grippe auch „Influenza“ sagen kann, das aber erstens eher selten tut, hier zweitens nicht einmal ein Schwabe sagt „I han die Flu“, währenddessen der Engsachse fast immer „flu“ sagt, anstatt „influenza“.

Was machen wir da, wenn wir ebenfalls mit zwei Silben auskommen wollen, die sich auch noch endreimen sollen (man kann durchaus ansetzen, dass die Anlaute „w“ und „f“ sogar gleich noch einen annähernden Stabreim liefern, böse Sache…)?

Also. In der Langform könnte man die Abrippgrippe ansetzen, dann die Rippgrippe, Oberdeutsch und poetisch auch die Rippgripp‘ oder gar Ribbgribb(e).

Das ist überaus logisch und zieht mit den Engsachsen dichterisch gleich (Endreim, zwei Silben, sechs Laute, Beinahestab). Und inhaltlich sind wir gar stärker, denn diese Grippe hat weitaus mehr mit Abripp zu tun, dafür gibt es sie erst, als mit Wuhan.

 

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