Schach ist lieb

Der König, meist lange feig und schwach

Der Bangste ist der Erste im Schach.

Die gar nicht lahme Dame

Ihm bis zum Ende zahme.

Die Türme nun

Nicht als erste was zu tun

Alswie Gewürm in der Ecke

Werden bald vorn und hint

Wie seitwärts zum Schrecke.

Erst aber hüpft der feiste Springer

Dieser dreiste Finger

Über alle Dinger.

Der Läufer braucht für seinen Flug

Immer erst ’nen Bauernzug.

Und der Springer dann

Greift gern noch vor dem Läufer an

Der ihn ständig jagt

Langschritts einhegt und befragt.

Nun der Bauer

Wacker stets nach vorn 

Läuferschräg von kurzem Dorn

Liegt je länger von Dauer

Umso mehr auf Wandlungslauer.

O wäre ich nicht so lahme!

Endlich eine Dame!

Also ist gerecht und schön das Spiel

Obzwar und weil des Königs Matt das Ziel.

 

 

 

 

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