Darth Vader Valley Frenzy

Schnell ging es diesmal.

Eben rief eine Firma mit Hauptsitz in Singapur an (es ist nur eines Anwalts Adresse), die interessiert sich gar sehr dafür, mir die Nutzungsrechte von „Darth Vader Valley“ als eigene magnussche Fügung, halb auf doof auf das Silikontal gemünzt, für einen ernsthaften Eurobetrag abzuschachern.

Da sieht man es mal. Die Amis wieder. Man kann jahrelang Dinge von späterem unsterblichem Ruhme schreiben, es schiert sie nicht. Dann aber ist ein Popstar berührt, und auf einmal wedeln alle Schakalsanwälte von LA bis New York mit einerseits schwersten Angriffsdrohungen, andererseits Abverkaufsgeldern, die man hier nicht einmal für einen Kanzlerinnensturz bekäme.

Eine Kanzlei aus Denver schrieb mir folgendes:

„Dear Mr Goller,

our client is of a surname that is very alike of „Vader“, or it may even be that.

Thus our client demands 4, 000,000,000 $ (four billion dollars) in damages, to be paid within 14 days.

But, our client being informed of Your financial circumstances, zhe wishes no further action if You just be so kind to give zher over all publishing rights of „Darth Vader Valley“.

Dann der übliche Abspann, das war also deren Angebot.

Die Sache läuft richtig scheiße. Was habe ich mir da nur angedichtet. Alle Sorten Mafia, Geheimdienste, Söldnertrupps, jede Mücke ist mir schon ein über mir kreisender Hubschrauber, rücken wegen allein dreier gemeinfreier Wörter bei mir an, weil ich sie in eine Reihenfolge und einen Zusammenhang gestellt habe, den man nicht mag, oder, schlimmer noch, einfach zum gegebenen Zeitpunkt nur selber verwenden will, und an allem ist einer schuld, nämlich ich, der dann rein zufällig nach zwei Wein von der ICE-Brücke fällt.

Leute, ich kann Euch sagen, ich weiß gerade nicht mehr, wie ich da rauskommen soll.

Kohle kriege ich jetzt eh keine mehr. Keiner von denen überweist mir je einen sauberen Cent auf mein Konto. Und so blöd, von derartigen Banditen, ihre Polizei bestellt dabei, auch nur einen verrosteten Nagel auf die Hand anzunehmen, das bin ich bestimmt nicht.

Es ist ein sehr lästiges Patt. Sie wissen, dass die Nutzungsrechte auch nach meinem Ableben noch 75 Jahre bei meinem Kindern und Kindeskindern verbleiben dürften, wenn keiner verkauft.

Meine Söhne sind nicht dumm. Wenn ich von der Brücke falle, werden sie sich vermutlich trotzdem anschauen, was vom Alten ansonsten noch an Erbe übrig ist.

Nein, so geht das nicht.

„Darth Vader Valley“ ist hiermit ab meinem bestätigten Tode (nicht nur Hirntode) gemeinfrei.

 

 

Bisher kein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.