USA: Jesus ist zu weiß

In den schönen USA stürzt man jetzt nicht nur ehemalige Südstaatengeneräle und Sklavenhalter vom Sockel, die Bilderstürmer machen sich auch schon emsig an Denkmäler von George Washington, Thomas Jefferson und Teddy Roosevelt heran.

Nun soll es auch Jesusbildern an den Kragen gehen, jedenfalls, wenn der Heiland der Christenheit nicht schwarz genug aussieht.

Nichtschwarze Jesi oder Jesusse oder Jesusen gibt es nämlich im Lande immer noch sonder Zahl, ein unerträglicher Zustand.

Der Held selbst war in der Tat wohl eher kein blondblauer Altschwede, aber auch nicht von einem Bantustamme, eher ein braver Semit, so wie der halt typischerweise aussieht. Reicht es damit, dass man die Haare auf das zu vermutende Schwarz färbt, blaue Augen braun übermalt?

Verantwortliche Kirchenvertreter – am besten auch der Pontifex Maximus höchstselbst – sollten mit Black Lives Matter und der Antifa und den Internetkonzernen besser bald in ein versöhnliches Friedensgespräch kommen, sonst sind sie selbst schuld, wenn ihnen ihre rassistischen Jesusse mit schwarzem Kunstblut übergossen und hernach zertrümmert werden.

Die genannten US-Präsidenten waren zweifelsohne weiß, also gibt es da nichts mehr zu diskutieren.

Jesus aber, als vermutlicher Semit, der wäre vielleicht noch zu retten.

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